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Reset bei Saint Laurent

(Anthony Vaccarello – Portrait by Inez and Vinoodh; Courtesy of Kering)

Zwei Tage nach der offiziellen Bekanntgabe heißt auch das Social Media Team von Saint Laurent Anthony Vaccarello willkommen – und löscht als ersten Streich alle bisherigen Bilder des Instagram Accounts. In die Röhre müssen die 387.000 Abonnenten allerdings nicht gucken, denn dort, wo zuletzt die Kampagnenbilder zur „Collection de Paris“ mit Cara Delevingne präsentiert wurden, ist nun ein Portraitfoto des Designers zu sehen – aufgenommen von Inez and Vinoodh. Ansonsten herrscht, ohne Ankündigung oder Erklärung, eisige Stille auf dem offiziellen Account von Yves Saint Laurent – wohlgemerkt mit „Yves“ vor „Saint Laurent“:

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Collections United – Gucci zeigt gemeinsam Männer- und Frauenkollektion

(Bild: Courtesy of Gucci)

Bei kaum einem Designer liegt es so auf der Hand, die Männer- und Frauenkollektionen gemeinsam zu präsentieren, wie bei Alessandro Michele. Guccis Geschlechter übergreifende Modelle und die stilistische Gesamtkonzeption der Linien ist seit Micheles Berufung zum Creativ Director eng miteinander verbunden.
Die Kollektionen werden ab Anfang 2017 gemeinsam präsentiert – in den neuen Räumen des Headquarters in der Via Mecenate in Mailand.

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Nun also doch: „Einfach Kinder“ – Domenico Dolce

Eine bunte Familie – nun auch mit Kindern, die aus einer künstlichen Befruchtung und Leihmutterschaft stammen …; Bild: Dolce&Gabbana

Es ist noch gar nicht so lange her, dass sich Domenico Dolce in der italienischen Zeitschrift „Panorama“ gegen „synthetische Babys“ und „gemietete Gebärmütter“ aussprach: „Das Leben hat einen natürlichen Lauf, es gibt Dinge, die nicht geändert werden. Und eines davon ist die Familie.“ Und weil der Designer so schön in Fahrt war, sprach er sich auch gleich dagegen aus, dass homosexuelle Menschen überhaupt Kinder großziehen – „Die einzig wahre Familie ist die traditionelle.“

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Empört Euch!

Bild: Screenshot Zara.com

Okay, Zara ist nicht ganz unschuldig daran, dass sich einige Medien und Blogs sofort auf das Unternehmen stürzen, wenn dem Label ein Fehler unterläuft: Vor gerade mal acht Monaten verkaufte der Textildisounter ein Kindershirt, welches Assoziationen an die Uniformen von KZ-Häftlingen geweckt hat. Da lag es gestern geradezu auf der Hand, sich ganz ohne Rücksichtnahme auf publizistische Grundsätze über Zara zu empören, die Sklaven-Sandalen verkauften denen ein Fehler unterlaufen ist, denn: Das Corpus Delicti, die dreifarbigen „Sklaven Sandalen“, sind nicht nur ein Design- sondern auch Übersetzungsfehler von Zara. Übersetzt man nämlich „Sklaven Sandalen“ ins Spanische, kommt man auf „Sandalias Esclavas“, was soviel wie „Gladiatoren Sandalen“ bedeutet.

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Adieu Magermodels!

Olivier Véran; Bild: Boblem27; CC BY-SA 3.0

Der französische Politiker Olivier Véran brachte es vor drei Wochen ins Gespräch, die Nationalversammlung zog nun nach: In Paris stimmte heute die französische Nationalversammlung für ein Gesetz, das „Magermodels“, also stark unterernährten Frauen, die Arbeit als Model untersagt. Unklar ist, ab wann ein Model dem Gesetz nach als „zu dünn“ gilt. Die französische Gesundheitsbehörde muss also noch einen BMI festlegen, bevor final über das Gesetz abgestimmt werden kann. Bei Zuwiderhandlungen würden dann Strafen von sechs Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 75.000 € drohen. Véran hatte einen Body-Mass-Index von „18“ angeregt, mit dem man lt. BMI-Gewichtsklassifikation der WHO immer noch ein leichtes Untergewicht hat.

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Nur noch Haut und Knochen: Frankreich plant Gesetz gegen „Magermodels“

Olivier Véran; Bild: Boblem27; CC BY-SA 3.0

Spätestens, seitdem Heidi Klum den Großteil von Germany’s Next Topmodel den Großteil der Sendezeit damit verbringt, entweder zu essen oder zumindest über Essen zu reden, wissen wir: Bei einer Castingshow haben es „Magermodels“ schwer. Nur hat die Pro7-Show eben nicht wirklich viel mit der Lebensrealität eines „echten“ Models zu tun. Schaut man sich aber während der Pariser Fashionweek – also an einem Ort, den GNTM-Teilnehmer mangels Buchung meiden, wie der Teufel das Weihwasser – um, fällt auf, dass einige der „Mädchen“, um im Heidi-Slang zu bleiben, augenscheinlich zu dünn sind und ihre bleistiftdünnen Beinchen von Hosen umspielt werden, die eigentlich eng anliegen sollten.

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Bestätigt: Alessandro Michele ist neuer Creative Director bei GUCCI

Bild: GUCCI

Spekuliert wurde viel: Riccardo Tisci, Hedi Slimane, Valentinos Maria Grazia Chiuri und Joseph Altuzarra waren zum Beispiel die Namen, die als potenzielle Nachfolger von Frida Giannini bei GUCCI gehandelt wurde. Sogar Tom Ford war im Gespräch, der jedoch zügig dementierte. Final wurde es jetzt jemand ganz anderes: Alessandro Michele ist fortan der neue Creative Director bei GUCCI.
Mir sagte der Name übrigens nichts, dabei ist Alessandro Michele schon seit 2002 im Design-Team von GUCCI und seit 20122 für die Lederwaren, für den Schmuck und für die Home Collection des Hauses zuständig. Im vergangenen September wurde Michele dann zum Creative Director der italienischen Porzellanmanufaktur „Richard Ginori 1735 SpA“ ernannt, die GUCCI erst im April 2013 für 13 Mio. Euro gekauft hat.

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Geheime Verführer – die Psychologie der Labels und Luxusmarken. Warum wir tragen, was wir tragen.

Was vermag unsere Begehrlichkeiten im Bereich Mode ebenso zu wecken, wie große Markennamen – am besten gleich solche, die man zu den wenigen Luxuslabels zählt. Deren Zahl gefühlt von Jahr zu Jahr steigt, zumindest dann, wenn die Verkaufspreise auch ein Indikator für Luxus sind. Nicht weniger als 332 Labels werden in jeder Saison, also zweimal im Jahr im Rahmen der Damenmode-Prêt à porter in Paris, New York, London und Mailand der Presse und den wichtigsten Einkäufern vorgestellt. Darin sind die 13 Couture-Häuser, die im Moment regelmäßig ihre Haute Couture-Kollektionen präsentieren und eine sehr große Zahl an Männermode-Labels nicht enthalten. Und dann kommen da sicher noch mal weit mehr als 100 kleinere Labels dazu, die in Berlin, Kopenhagen und so weiter präsentieren …

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