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Ausstellungstipp: THE KENNEDYS – Timeless Fashion Icons

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© STEVE SCHAPIRO, JACKIE KENNEDY AT THE ARRIVAL OF THE SHAH OF PERSIA, WASHINGTON, D.C., 1963

Und noch einen Ausstellungstipp für Berlin: nachdem Julian gestern auf „Mario Testino: In your Face“ hingewiesen hat, ziehe ich mit „THE KENNEDYS – Timeless Fashion Icons“ nach: Im Rahmen der Berlin Fashion Week präsentiert das Museum THE KENNEDYS in Kooperation mit dem KaDeWe die Sonderausstellung „THE KENNEDYS – Timeless Fashion Icons“.
Denkt man heute an Gattinnen von Staatsoberhäuptern, ist es eigentlich unvorstellbar, dass diese sich nicht sicher auf modischem Parkett bewegen. Das war allerdings nicht immer so: Vorreiterin dafür war Jacqueline Lee Bouvier, besser bekannt als „Jackie“ Kennedy und später, nach dem Tod ihres Mannes, dem US-Präsidenten John F. Kennedy, unter ihrem Spitznamen „Jackie O.“ … Continue Reading

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Ausstellungstipp: Der Herr der Pose

Ikone, Pose & Sex? Foto im Kasten! Für mich gibt es keinen besseren Modefotografen als Mario Testino, zumindest als Erfolgsgarant für die Umsetzung der aufgezählten Attribute: Seine Fotos sind zu 99,9% stimmig (der Miley-Ausrutscher auf dem Cover der amerikanischen Vogue sei ihm verziehen) und ich liebe es einfach, seine Fotostrecken bis ins kleinste Detail zu studieren. Der Peruaner gilt nicht umsonst als einer der einflussreichsten zeitgenössischen Vertreter seines Metiers und bittet die Crème de la Creme der Adels-, Film- und Modebranche vor seine Linse …
Ich kann mich noch genau an dem Moment erinnern, als ich das Vogue-Abo meiner Mutter beim Postboten abgefangen habe und Claudia Schiffers barbusiges Cover in den Armen hielt: „Da stimmt alles,“ dachte ich mir und blätterte durch die mehr als gelungenen Editorials. Damals stieg mir die Schamesröte ins Gesicht, als ich Testinos Aktfotografien von gutgebauten Brasilianern (und natürlich Brasilianerinnen, wobei diese weniger Röte in meinem Gesicht verursacht haben) sah. Erotik und Sex werden bei ihm weder tabuisiert, noch bricht er sie auf die verruchte Porno-Ästhetik á la Terry Richardson herunter.

Testinos Modelle strahlen unbeschreibliche Eleganz und Vitalität aus, Gisele Bündchen ist nur eines von vielen Beispielen dafür. Oftmals hat man den Eindruck, dass es sich vielmehr um private Schnappschüsse, als um offizielle Porträts handelt. Ich ertappe mich immer wieder dabei, die Widersprüchlichkeit seiner Aufnahmen erklären zu wollen: Wie schafft er es, einerseits die spießigsten Königsfamilien spektakulär in Szene zu setzen und andererseits, beinahe voyeuristisch, auf die Körper sich liebender Menschen draufzuhalten? Letzteres verbinde ich immer wieder mit seinen Arbeiten aus Brasilien  – direkt, intim und gleichermaßen ästhetisch.

Zu meiner Begeisterung kommt Testino nun zum ersten Mal mit seinen Arbeiten nach Berlin, juchu! „Mario Testino: In your Face“ kann ab dem 20. Januar 2015 in den Ausstellungshallen am Kulturforum, einem der Hauptstandorte der Staatlichen Museen zu Berlin, bestaunt werden und ich bin mir zu 100% sicher, dass die Ausstellung ein voller Erfolg werden wird (Obacht: Nur zu 99,9%, falls Mileys Aufnahmen eingebunden werden.) Insgesamt 125 Bilder sollen die ganze Bandbreite seiner fotografischen Arbeit zeigen und setzen dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die provokanten Kontraste. Juchu, die Zweite! Von Testino provoziert zu werden, stelle ich mir durchaus erquicklich vor.

Ich verspüre absolute Vorfreude und bin gespannt, ob und inwiefern Swarovski als Partner der Ausstellung miteingebunden wird? Nadja Swarovski, Mitglied des Swarovski Executive Boards, lässt schon einmal Folgendes verlauten: „Wir freuen uns sehr, im Rahmen unseres kontinuierlichen Swarovski-Engagements für Kultur und Kreativität das Europa-Debut von „Mario Testino: In your Face“ zu unterstützen. Mario Testion ist ein Visionär an der Schwelle zur Mode, Kunst und Fotografie. Die dynamischen Bilder seiner Ausstellung sprühen vor Glanz und Vitalität und zeigen uns, wie Testino im Laufe seiner, drei Jahrzehnte umspannenden, Karriere unsere Kultur geprägt hat und die Welt durch seine Leidenschaft und Kreativität bereichert.“

Alle Testino-Fans unter uns werden gelangweilt die Augen verdrehen, trotzdem noch ein paar Randnotizen: Die Ausstellung „In your Face“ feierte bereits 2012 im Bostoner Museum of Fine Arts Premiere, zog anschließend ins Museo de Arte Latinoamericana de Buenos Aires und machte Halt im Museo de Arte Brasileira in Sao Paolo. Erst jetzt wird Europa anvisiert und anlässlich des Standorts Berlin, hat Testino drei vor Ort fotografierte Bilder exklusiv mit in die Ausstellung miteinfließen lassen: „Ich bin begeistert diese Schau zum ersten Mal in Europa und Berlin zeigen zu können, einer Stadt, die in der Entwicklung meines Werks eine sehr wichtige Rolle gespielt hat.“

Auf, auf ins Museum – Ich bin gespannt, wie ihr die Ausstellung findet und wünsche bis dahin eine schöne Zeit! Als Anreiz gibt es schon einmal bewegtes Bildmaterial…

Mario Testino: In Your Face
Kulturforum
Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin
10785 Berlin-Tiergarten, Matthäikirchplatz.

20. Januar – 26. Juli 2015, Sonderausstellungshallen am Kulturforum

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Lookbook: Saint Laurent Spring-Summer 2015

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Bild: Hedi Slimane; Saint Laurent Paris

Bravo Hedi Slimane – c’est très Saint Laurent pour toujours! – so hat Peter die Psych Rock Kollektion von Hedi Slimane für Saint Laurent in seiner Schauenrezension im Juli zusammengefasst. Peters Liebe zu den Entwürfen scheint auch fünf Monate später nicht gebrochen, und so kürte er gestern kurzerhand die Sternen-Sneaker aus eben dieser Kollektion zu seinem Objekt der BegierdeContinue Reading

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Buchtipp: My Buddy. World War II Laid Bare

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Dian Hanson: My Buddy. World War II Laid Bare; TASCHEN

Es gibt sie wirklich, die andere Seite des Zweiten Weltkrieges – eine Seite, die von den Soldaten selbst auf privaten Fotoapparaten festgehalten und die nicht in der Wochenschau gezeigt wurde. Wollte man bisher diese Seite sehen, musste man sich durch die Onlineauktionshäusern klicken und fand in der Kategorie „Militaria“ dann eine unerwartet hohe Zahl von Soldaten des Zweiten Weltkrieges, die Spaß daran gehabt haben, die eigenen Kameraden nackt oder halbnackt abzulichten oder sich selbst hüllenlos vor die Kamera zu stellen – ob an den Stränden des Pazifiks oder in den Weiten Russlands. Der Grund für solche vertrauenvollen Aufnahmen ist ziemlich banal: Beim US-Militär wird schon in der Grundausbildung eine feste Verbundenheit zwischen den Soldaten durch ein „Buddy“-System gefördert: Rekruten werden in Zweierteams zusammengefasst und agieren – egal, ob beim gemeinsamen Essen oder bei Übungen – als Einheit. Im Kriegsfall gilt eine politische Weltanschauung wenig, wobei hingegen der Wunsch, den Kameraden beizustehen, hilft, die Linie zu halten. Wenn sie dann nicht gerade Seite an Seite kämpften, spannten sie zusammen aus und ließen bei ausgelassenen – und manchmal unbekleideten – Spielen Dampf ab … Continue Reading