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Damenmode

Lookbook

Fred Perry kooperiert mit Thames London

(Fred Perry x Thames London; Bild: Fred Perry)

Während ich mit 15 gerade zum zweiten Mal in der achten Klasse einer Realschule in Niedersachsen saß, wurde Blondey McCoy im selben Alter zum Vorbild der Skater-Community. Nur drei Jahre später arbeitete er als Model für Marken wie Valentino, Palace, Supreme und Adidas und – fast nebenher – gründete er seine Marke „Thames London“, die (nicht nur, aber hauptsächlich) zum Lieblinglabel der Skater avancierte.
Nun kollaboriert Thames London mit Fred Perry, was insofern Sinn ergibt, als dass sich Blondey McCoy eh von britischer Mode vergangener Jahrzehnte inspirieren lässt.
Das Ergebnis der „Fred Perry x Thames London„-Kollektion sind Entwürfe, die das Ziel haben, sowohl die Tradition Fred Perrys, als auch Trends jüngerer Generationen zu vereinen.

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Damenmode

Jacquemus Lookbook – „L’amour d’un Gitan“ Herbst/Winter 2017

(Jacquemus „L’amour d’un Gitan“ Herbst/Winter 2017; Bild: Jacquemus, via Lucien Pagès PR)

Der Franzose Simon Porte Jacquemus verbringt zwar gerade wie alle seine Landsleute die großen Ferien in seiner südfranzösischen Heimat dem kleinen Ort Mallemort im Luberon, aber bereitet parallel auch schon die nächste Kollektion vor, auf die wir sehr gespannt sind, denn die letzten zwei Kollektionen setzten bereits deutliche Meilensteine in seiner Karriere und bescherten wahrhafte Sternstunden im Moment nicht ganz Krisen umgeschüttelten Modezirkus.
So einen Moment gab es auch bei den letzten Prêt-à-porter-Schauen in Paris, im letzten März, als die Herbst/Winter-Kollektionen 2017/18 gezeigt wurden, die jetzt in den Handel kommen: Die Kollektion „L’amour d’un Gitan“ seines Labels Jacquemus, für die Simon Porte Jacquemus die südfranzösische Naturregion Camargue sowie die Oper Carmen mit ihren berühmten Arien als Ausgangspunkt wählte.

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Kampagne

Fair since 1978

(Closed-Partner Näherei Paul SPA; Bild: Closed)

Langsam hat fast jeder kapiert, dass Nachhaltigkeit keine Phrase mehr in der Textilindustrie ist. Besonders die hochwertigen Firmen, Designer und das Luxus-Pret-à-Porter erkennen, dass sie ihre Produktionsbedingungen und die Herkunft ihrer Rohstoffe nicht nur als Verkaufsargument erklären müssen.
Dass man dazu auf den Weg von spektakulären Aktionen setzt, ist typisch für unsere Mediengesellschaft – warum Gutes tun und darüber nicht reden, sagen sich die meisten Brands. Eine solide Firma, die eher auf leises kontinuierliches Business setzt, ist die Hamburger Firma Closed, die 1978 von Marithé und François Girbaud, zwei der wichtigsten Denimpioniere überhaupt, gegründet wurde. Für die Betreiber von Closed ist Nachhaltigkeit kein neues Thema, vielleicht auch, weil jeder Kinder hat und wahrscheinlich nicht eines Tages vor der Frage stehen möchten, warum die Welt durch ihre Mithilfe vor dem ökologischen Aus steht.

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Haute Fourrure

Der magische Wald von Karl Lagerfeld – Fendi Haute Fourrure Herbst/Winter 2017/18

(Fendi Haute Couture Herbst/Winter 2017/18; Bild: Courtesy of Fendi)

Bei Fendi heißt es während der Pariser Haute-Couture-Schauen seit einigen Jahren, dass, ganz dem Haus entsprechend, die Herbst/Winter-Kollektion in einer mit vielen Pelzen durchsetzte Haute-Fourrure-Schau präsentiert wird. Das bedeutet für Karl Lagerfeld doppelten Stress, denn nur einen Tag zuvor stellte er die Haute Couture für Chanel im Grand Palais vor. Doch Lagerfeld, der bekanntlich kein Arbeitspensum scheut, überzeugte auch diesmal mit nicht weniger, als mit Ideen, die der Marke Fendi, dem Handwerk, den Kürschnern und den Handwerkern der italienischen Alta Moda auf den Leib geschnittenen wurden.

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Kampagne

Mariacarla, Grace, Eva und Simon (nicht) allein im Lee House 2

Das Tolle an Kampagnen, Lookbooks und Modenschauen ist, dass man nicht nur die entsprechenden Kollektionen sieht, sondern gleichzeitig ferne Länder und Klassiker der Architektur frei Haus geliefert bekommt. So konnten wir, Dior sei Dank, schon einen Blick ins legendäre Bubble-House von Pierre Cardin werfen, Louis Vuitton gab einen Einblick ins Niteroi-Museum, während man bei Chanel über den Paseo del Prado schlendern konnte. Der Boulevard war menschenleer – ein Anblick, der sicher selbst für die heimischen Kubaner ungewohnt war.

Einer, durch den man auch immer wieder Land und Leute kennenlernt, ist Tomas Maier: „Ich liebe Architektur, deshalb nehmen wir unsere Kampagnen immer in weltbekannten Gebäuden auf,“ wie der Bottega-Veneta-Designer erklärt. „Da die Frühjahr/Sommer-Kampagne 2017 im Paul Rudolph House in einem städtischen Setting aufgenommen wurde, mussten wir eine Location finden, die das gleiche Niveau aufweist, und ich wusste, dass das Lee House 2 das Richtige war. Der Umstand, dass es schneite, gab den Models, den Kleidungsstücken und der Architektur eine zusätzliche Dimension.“ Gut, der Schnee kam insofern sicher auch sehr gelegen, als dass es um die Herbst/Winter-Kampagne geht. Sommer, Sonne, Sonnenschein wäre da auch unpassend.

Tomas Maier wählte für die Bilder wieder den Fotografen Todd Hido, der schon für die Frühjahr/Sommer-Kampagne 2017 verantwortlich war. „Todd ist bekannt für seine stimmungsvollen Innenaufnahmen, doch seine persönliche Bildersprache ist einzigartig,“ sagt Maier. „Er setzt das Licht so ein, dass er sowohl eine Verbindung als auch einen Abstand zu seinem Subjekt herstellt. Beide Kampagnen, die er aufgenommen hat, umfassen Männer und Frauen aller Altersgruppen und zelebrieren deren Stil.“

Hinter der Idee des Films steht eine neue Plattform von Bottega Veneta: „The Art of Collaboration Film“. Das Projekt „Art of Collaboration“ wurde 2001 von Tomas Maier kurz nach seinem Eintritt in das Unternehmen ins Leben gerufen. Das fortlaufende Projekt lädt renommierte Fotografen und zeitgenössische Künstler ein, zusammen mit Maier an der Werbekampagne der Marke für jeweils eine Saison zu arbeiten.
Im Einklang mit der Bildsprache von Hido entwickelte Maier nun also das Kampagnenkonzept mit „Mixed Messages“ weiter. Das Video folgt den Models bei provokatorischen Handlungen, verzichtet aber auf ein eigentliches Ende: „Der Film fordert dazu auf, sich selbst eine Ende auszudenken“, wie Tomas Maier erklärt.
Ideen, wie der Film enden könnte, nehmen wir gerne in den Kommentaren entgegen …

Männermode

Mar(ni)ginal nass

Ich bin bestimmt nicht der erste in diese Tagen und ja: Wetter-Bashing ist weder aufmunternd, noch für irgendetwas zu Gute. Naja, fast. Einziger Vorteil? Man kann seine Regenmäntel aus den Tiefen des Kleiderschranks rauskramen! Bei mir ist es mittlerweile eine beachtliche Sammlung an Stutterheim-Modellen – wer in Hamburg lebt und Vespa fährt, muss schließlich immer und überall gewappnet sein. Da muss standesgemäß und stilvoll durchs Schietwetter gerollert werden. Aber mal ganz im Ernst: Wir haben Ende Juli und kaum komme ich für einen kurzen Urlaubsstopp aus Italien nach München (wo es nach meinem Empfinden nach nahezu immer sonnig ist), schon bin ich bis auf die Socken klitschnass geregnet.

Gestern so geschehen, weinen musste ich nicht – Gesicht eh waschküchenfeucht. Kaum im trockenen Hotel angekommen, habe ich flux diese Neuigkeit aus den Tiefen meines Mailfachs gekramt. Seit ein paar Wochen schwirrt die Kooperationssensation nun schon durch Modekanäle und Instagram, trotzdem ist es nie zu spät, hier auf Horstson tolle Klamotten zu teilen: Marni macht gemeinsame Sache mit Stutterheim. Es gibt drei farbenfrohe Modelle der beliebten Regenmantelmarke und Marni wäre nicht Marni, wenn es nicht farbenfroh zur Sache gehen würde. Bunt, kontrast- und printreich. Nach gelungenen Zusammenarbeiten mit Henrik Vibskov und co. eine tolle Erweiterung im Portfolio von Stutterheim.

Und, ebenfalls zu betonen: schön harmonierend mit dem Anspruch der schwedischen Melancholie, die sich die Macher hinter den Parkas auf die Fahne geschrieben haben. Kein Ampelschreck in Sesamstraßen-Knallfarben, sondern harmonisches und wohldossiertes Colour-Blocking. Anbei ein paar Impressionen. Erstmal wünsche ich uns natürlich besseres Wetter und wenn es dafür nicht reicht, den ein oder anderen schönen Regenmantel aus der Zusammenarbeit. Euch einen schönen Tag, freue mich über Feedback!

Kampagne

Guccilla

Lustig, erst vorgestern fanden wir Gucci schon ein wenig eintönig – ein Wort, was bei den Entwürfen von Alessandro Michele verwundert – überrascht das Label mit einer überaus spannenden Kampagne und insbesondere mit einem dazugehörigen Film, den man unter keinen Umständen verpassen darf: “Gucci and Beyond”. Doch gucken wir uns das 1:14 Minuten lange Werk erst mal im Director’s Cut an …

Gedreht wurde “Gucci and Beyond” von Glen Luchford, der ja schon in der Vergangenheit für den ein oder anderen Gucci-Kampagnenfilm verantwortlich war. Inspirieren lassen hat sich der Fotograf und Regisseur von einer skurrilen Mischung aus Star Trek und japanischen Science-Fiction-Filmen der 60er- und 70er-Jahren.
Ergänzt wird “Gucci and Beyond” durch Kampagnenmotive, die sicher auch für Gesprächsstoff sorgen werden. Ob sie auch für rege Umsätze sorgen werden, bleibt abzuwarten.

Hier die Bilder der “Gucci and Beyond”-Kampagne:

“Gucci and Beyond”;  Courtesy of Universal Studios Licensing LLC ; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford


“Gucci and Beyond”; TM & © 2017 CBS Studios Inc. STAR TREK and related marks are properties owned by CBS Studios Inc. All Rights Reserved; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; TM & © 2017 CBS Studios Inc. STAR TREK and related marks are properties owned by CBS Studios Inc. All Rights Reserved; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; TM & © 2017 CBS Studios Inc. STAR TREK and related marks are properties owned by CBS Studios Inc. All Rights Reserved; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; TM & © 2017 CBS Studios Inc. STAR TREK and related marks are properties owned by CBS Studios Inc. All Rights Reserved; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; TM & © 2017 CBS Studios Inc. STAR TREK and related marks are properties owned by CBS Studios Inc. All Rights Reserved; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford

Haute Couture

Fünf Kontinente – Dior Haute Couture Herbst-Winter 2017-2018

(© Adrien Dirand)

Die Dior-Haute-Couture-Show am 3. Juli 2017 fand an einem Ort mitten in Paris statt, der eng mit der Geschichte Frankreichs verbunden ist: Vor dem Invalidendom, in dem sich das monumentale Grab von Napoleon I. befindet. Ein Platz, den jeder Franzose kennt, den täglich viele Touristen aus aller Welt besuchen und der eines der Wahrzeichen der französischen Hauptstadt ist. Christian Dior besuchte den Dom häufig als Kind, wenn er mit seinem Vater aus Granville kam und dieser geschäftlich in Paris war und sonntags mit den Kindern lange Spaziergänge und Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten machte.
Das Haus Dior feiert nicht nur siebzigsten Geburtstag; Maria Grazia Chiuri liebt die Geschichte des Hauses und vor allem das Stilempfinden und die Geschichten um Christian Dior selbst. Augenscheinlich ist in ihren bisher vorgestellten Kollektionen – besonders in der Haute Couture – dass sie sich an den heutigen Bedürfnissen der emanzipierten und im Leben stehenden Frauen orientiert und eng an die Heritage und den Elementen, die Christian Dior als Grundlage legte, hält.

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Damenmode Männermode

Neue(ste) Kleider

(Bild: Cos)

Leute, Hand aufs Herz: Ich bin mit Abstand der größte Sale-Shopper den ich kenne. Alsbald bei meinen Lieblings-Highstreet-Machern von COS das orangene Symbol aufpoppt, ist es um mich geschehen. Dann werden sämtliche Konten geplündert und nicht selten ziehe ich Kurschlussreaktionen à la Flohmarkt vor der Haustür in Erwägung. Schließlich muss man in solchen Situationen versuchen liquide zu bleiben. Alleine diese Saison kann ich nicht mehr aufzählen, wie oft und vor allem viel ich in die Hamburger Filiale eingekauft habe: Mittagspause? Schnell hin! Feierabend? Noch schneller! Bevorstehender Urlaub und es fehlt was? Schneller geht’s nimmer zum Neuen Wall!

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Haute Couture

Chanel Haute Couture Fall/Winter 2017 – Paris bleibt immer der Eiffelturm

(Chanel Haute Couture Fall/Winter; Dekor; Foto: Olivier Saillant)

Wenn Karl Lagerfeld während der Couture-Woche seine Herbst/Winter-Kollektion für das Haus Chanel zeigt, ist es ein wenig so, als wenn die sonst im rasanten Tempo agierende Modebranche kurz innehält und sich auf das besinnt, was den Kern dessen ausmacht, was man als „Haute Couture“ bzw. „die Wurzeln der Mode“ betiteln könnte.

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