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Assouline

News

Modernität statt Purismus: Dior by Raf Simons

Dior by Raf Simons; Assouline; Bild: Courtesy of Dior

Christian Dior war zwar zu seiner Zeit der einflussreichste Modeschöpfer der Welt, aber nach seinem Tod 1956 sind die Elemente des New Looks nie wieder in den Kollektionen aufgetaucht. Erst Gianfranco Ferré hatte immer wieder mit dieser Linie gespielt und besonders John Galliano hat sich von ihr inspirieren lassen.

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News

Louis Vuitton veröffentlicht Buch zu Ehren von Virgil Abloh

Virgil was here …; Bild: © Courtesy of Louis Vuitton

Als Virgil Abloh im Juni 2018 seine erste Kollektion für Louis Vuitton vorgestellt hat, wurde ein neues Zeitalter eingeläutet. Die Ernennung des Designers zum künstlerischen Leiter der Herrenkollektion des Luxuslabels – übrigens dem ersten Afroamerikaner in dieser Funktion – gab den Startschuss für eine neue Ära des Luxus, die sich durch Inklusivität, Vielfalt und Empowerment auszeichnet.
Insgesamt waren es acht Schauen, die Virgil Abloh bis zu seinem Tod für Louis Vuitton verantwortete – also acht Kollektionen, die sich jetzt in einem Buch wiederfinden, das das Label dem Visionär widmet.

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News

Ein halbes Jahrhundert lachen: Der Smiley wird 50

(Raf Simons für The Smiley Company; Bild: PR)

Als Hamburger habe ich einen ganz besonderen Bezug zu Smileys: Der Graffiti-Künstler Oz war es, der die Hansestadt mit unzähligen lachenden (und zum Teil auch traurigen) Gesichtern verschönerte. Selbst heute, sieben Jahre nach seinem Tod, finden sich immer noch Werke des Sprayers und sorgen für ein flüchtiges Schmunzeln – Oz wollte „die Menschen zum Lächeln bringen“, wie ihn die TAZ zitierte.
Wer den Smiley „erfunden“ hat, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen – schon vor Jahrhunderten wurden vereinfachte Skizzen von Gesichtern zur Kommunikation oder zum Ausdruck von Gefühlen genutzt.

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Coffee Table Book

Dior widmet Gianfranco Ferré ein Buch

(Gianfranco Ferré, fotografiert von Jeanloup Sieff für Elle US, Februar 1995 © Jeanloup Sieff)

Ende der 1980er Jahre war Dior, Fans des Hauses mögen bitte über den Satz hinweglesen, etwas, nun ja, in die Jahre gekommen. Handwerklich war an den Kollektionen natürlich nichts, aber auch wirklich gar nichts, auszusetzen, aber es fehlte defacto an frischem Wind. Während andere Häuser nach und nach besonders auf dem Gebiet der Accessoires für Furore sorgten, gab es bei Dior kein wirkliches Teil, das Potenzial zum „Must-have“ – Stichwort: „It-Bag“ – hatte. Es galt also, durch eine dringend notwendige Repositionierung junge Kundinnen anzusprechen. Kurzum, ein neuer Designer musste her.
Bernard Arnault ist es zu verdanken, dass Gianfranco Ferré zum Nachfolger von Marc Bohan als künstlerischer Leiter der Damenmode unter Vertrag genommen wurde – als erster Ausländer in dieser Rolle, der zudem auch weiterhin seine eigene Linie verantwortete. Arnault lieferte damit eine Personalentscheidung, die zur damaligen Zeit neu war und die für große Irritationen sorgte. Ein Italiener bei Dior – kann das funktionieren?

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Coffeetable Books

Blind for Love

Der britische Künstler und Fotograf Nick Waplington dokumentierte für Gucci die Cruise 2017 und deren Vorbereitungen im Juni diesen Jahres in London. Präsentiert wurde die Schau in den Kreuzgängen von Westminster Abbey – eine Premiere: Die Krönungskirche der britischen Könige mit anschliessendem mittelalterlichen Gemäuer waren das erste Mal in der Geschichte Schauplatz einer Modenschau.

Alesandro Micheles Schau enthielt viele Reminiszenzen an die britische Kostümgeschichte, den Tudors, aber auch an die Mod-Bewegung und die Punkkultur. Jetzt hängt die Kollektion in den Läden und die „Blind for Love“-Sweatshirts, Teddy-Boy-Jacken und Domestos Jeans erfreuen sich genau solchem Begehren, wie die Brogues mit Schnallen und die Stiefeletten im Doc Martens-Stil.
Nick Waplington ist bekannt für seinen klaren und ungefilterten fotografischen Stil. Seine Bilder erscheinen jetzt zusammengefasst in einem Bildband bei Assouline.

Die 1.000 Exemplare werden neben dem hauseigenen Onlinestore in den Dover Street Markets, bei Colette in Paris und im Bookstore des Palais de Tokyo in Paris erhältlich sein. Das Buch befindet sich in einem wunderschönen Schuber mit einem Ölgemälde mit Queen Elisabeth I., die Alessandro Michele fasziniert und die häufig auf seinen Moodbords für die Gucci Kollektionen zu sehen ist: „Blind for Love“

Ein wunderschönes bibliophiles Item und eine schöne Doku – nicht nur für Fans von Gucci und Alessandro Michele. Der Verkaufspreis liegt bei 90 Euro, wofür man dann ziemlich viel Gucci bekommt …