Markenhass … die Rache der Konsumenten … darüber haben drei deutsche Marketing-Studentinnen ihre Abschlussarbeit gemacht. Wo besonders viel Liebe und Fans zu finden sind, da blüht auf der anderen Seite der Markenhass. Ganz vorne liegt Apple, so die Studie der Neo-Marketingfachfrauen …
Allgemein
Von wegen Weißwurstäquator und FC Bayern … in München wird zwischen Pinakothek der Moderne, Residenztheater und Oper viel kulturelles geboten. Und dieser Tradition schließt sich die Maison Louis Vuitton ab dem 29. März nahtlos an: mit der Eröffnung des Espace Louis Vuitton München.
Seit nun mehr 4 Saisons ist Alexander Wang schon verantwortlicher Designer des Pariser Hauses „Balenciaga“ und es wirkt fast so, als ob dem Amerikaner die DNA des Labels und die Fußstapfen seines Vorgängers, Nicolas Ghesqiuère, egal sind. Ghesqiuère musste seiner Zeit die DNA der Menswear bei Balenciaga neu erschaffen, schließlich gab es vorher keine Herrenlinie des Hauses, und so kann ich es mir noch viel weniger erklären, dass Wang nun scheinbar auf Teufel komm raus versucht, das Label zu verjüngen …
Er ist einer der erfolgreichsten Make-up Artists der Welt und hat seinen total eigenen Stil: Peter Philips. Jahrelang für die spektakulären Schauen-Make-ups bei Chanel zuständig, hat er viele sehr erfolgreiche Produkte entwickelt, die regelmäßig Hypes auslösten. Seine Nagellackfarben für Chanel waren zum Teil nach Hitchcock Filmen benannt oder Spiegel der Waschungen von Jeans. Nachdem er nach Chanel eine kreative Phase der Selbstständigkeit genoss, zog es ihn jetzt in das Modehaus von Christian Dior, wo er ab sofort für den Bereich Make-up und dekorative Kosmetik als World Creative Director tätig ist …
Climate Revolution x Vivienne Westwood x mit kahlem Kopf gegen den Klimawandel
Posted on 10. März 2014„Climate change, not fashion, is now my priority!“ Erst kürzlich engagierte sich Dame Vivienne Westwood, wie hier zu lesen, nunmehr nebenberuflich Designerin und im Hauptberuf als Umweltaktivistin weltbekannt, mit einer T-Shirt Aktion für „Save The Arctic“ … und weil das trotz prominenter Unterstützung durch eine Abordnung des internationalen Gutmenschentums, dem neben Westwood, George Clooney, Jerry Hall und Tochter Georgia May Jagger, Chris Martin und Terry Gilliam angehören, alles sehr zäh von statten geht, hat Vivienne nun ihr seit Jahrzehnten leuchtend rotes Haar, eines der Markenzeichen, ab rasieren lassen. Mit kahlem Kopf gegen das Beharren der Industrienationen angehen, die allesamt immer noch mit Lippenbekenntnissen aufwarten. Die Kanzlerin rügt die Schwellenländer und dient in Deutschland den Lobbyisten, die in alles hinein regieren, das ein konsequentes Vorgehen und die nötigen Schritte in die richtige Richtung voranbringen würde.
Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein – das Wetter könnte nicht besser sein … Doch bevor ihr jetzt die Sonnenbrille aufsetzt, empfehlen wir die Lektüre der Wochenhighlights auf Horstson!
1) Peter führte uns in den Supermarkt der Superlative: Carrefour Chanel
2) Trussardi ist auf den Hund gekommen: The Greyhounds of Trussardi
3) „Girl“ ist derzeit meiner Meinung nach eines der besten Alben: Und dann alle so Wohooooo
4) Nicolas Ghesquière feierte bei Louis Vuitton seine Premiere: V Means Victory!
Wir wünschen einen tollen Sonntag!
Ob Lilliluise Ristow das bei ihrer Pensionierung im Jahr 1970 geahnt hatte, dass mehr als vierzig Jahre danach immer noch die wenigsten Frauen dort landen, wo sie gut elf Jahre war: im Vorstand eines Bluechips oder DAX-Unternehmen.
„Wenn eine Frau nach oben will“ … In Deutschland haben die Männer noch immer ein Führungsmonopol … so Heidi Dürr in DIE ZEIT vom 18. Dezember 1970. Seit damals haben sich die Arbeitswelt und die vorangestellte Schulrealität für Frauen und Mädchen sehr zum Besseren verändert. Aber erstens nicht überall und schon gar nicht für alle. Für zu viele Frauen steht fest, wenn es nicht klappt, womit auch immer: Schuld daran sind immer die anderen. Erkläre mir bitte jemand, warum das noch heute so ist: Es war entweder Mutti, die bessere Hälfte oder der Heilige Geist. Daran, wie Frauen selbst ihre Karrieren verhindern, haben auch all die Jahre des Feminismus nicht grundlegend etwas geändert. Nichts gegen die einschlägigen Leistungen von Alice Schwarzer. Mit ihr verhält es sich ungefähr wie mit den Grünen, seit ihrem Erscheinen. Ohne sie wäre Deutschland nicht dieses Land geworden. Leider haben weder Zeit noch Beobachtungen Sie gelehrt, dass es der Sache diente, auch den Frauen ab und an den Spiegel vorzuhalten und unbequeme Wahrheiten zu sagen.
Factory Girl x SAINT LAURENT Women Autumn/Winter 2014
Posted on 7. März 2014Es war ein winterliches Flanieren, was uns Hedi Slimane zwischen goldverchromten Säulen links und rechts vom Runway zeigte. Zum Intro des eigens für die Show aufgenommenen Songs „Had ten Dollaz“ von Cherry Glazerr richteten sich die Säulen, in denen sich das sepiafarbene Licht brach, im Pariser „Carrée du Temple“ zu einer Allee auf. Kennern des Brands war klar, dass es wieder ein modisches Jahrzehnt sein wird dass Monsieur Slimane mit seiner ganz eigenen Handschrift, nennen wir es „Rock’n’Tailoring“, versehen und in die aktuelle Zeit übertragen wird. Dieses Mal waren es die späten sechziger Jahre welche als Inspiration dienten. Edie Sedgwick hätte es genauso geliebt wie es Alex Turner und Miles Kane taten, die aus einer Flasche Champagner trinkend, laut eigener Aussage, mit jedem der Girls ausgegangen wären. Ob das an der Mode oder dem Alkohol lag, bleibt offen …
Diese Girls präsentierten mit „Mascara drenched Eyes“, wie Suzy Menkes es passend formulierte, viele zauber- und mädchenhafte Kleider mit viel Pailletten und Stickereien. Diese variierten zwischen Pistolen Pop-Art Print a la Warhol und grafischen Kompositionen wie sie der Künstler John Baldessari, Slimanes Inspiration für diese Kollektion, selbst hätte schaffen können. Kombiniert mit der für Saint Laurent typischen Bikerjacke oder Strick- bzw. Karocapes erinnerten die Mädchen an London in den Sechzigern. Kleider und Röcke schlossen meist mit den großartigen Mänteln bzw. eben erwähnten Capes (wahlweise bestickt oder mit Pelz) ab und zeigten nur die (arg dürren) Beine der Mädchen.
Überhaupt gab es im Vergleich zum letzten Winter mehr Pelz zu sehen, sei es im Streifen-Patchwork-Look, voluminös mit Punkten oder im Spiel mit Leder. Die hohen Stiefel welche in silber förmlich „Barbarella“ schrien, wechselten sich mit Glitter oder klassischen Mary Janes in rot, schwarz oder metallic ab. Die Attitüde war gewohnt rotzig, aber alles in allem eleganter und irgendwie verträumter und angenehmer als sonst.
Überhaupt zieht sich momentan eine neue, weniger schockierende Attitüde durch Saint Laurent und zeigt zeitgleich dass es eben doch wichtig ist, konsumnah zu designen. Und dann wäre da noch immer der Vorwurf Herr Slimane würde High Street Fashion zu absurden Preisen zeigen. Sicher werden wir (wie bei jeder Kollektion von Saint Laurent) massenhaft Kopien bei den Vertikalen finden und ja, den Look den wir gesehen haben finden wir schon jetzt auf der Straße. Letztendlich ist aber die Straße der Ort wo die Mode (meistens) passiert und es ist und bleibt letztendlich ein Unterschied, ob ich Seidengeorgette oder Viskose trage, n’est- ce pas?
Die perfekte Garderobe – Das Mixed aus Satinblouson, Statement-Schuhen und Jeans
Posted on 6. März 2014

Links: Blouson von Neil Barrett; rechts: Schuhe von Louboutin
Da sind mir doch gestern diese Schmetterlings-Schuhe von Monsieur Louboutin direkt vor die Füße geflattert. Und das gleich in Schwarz und Rot glänzendem Lackleder. Und weil ich die unbedingt hier zeigen und meinem Schreiberkollegen Blomquist keine Extraschicht („Was soll man denn dazu anziehen“) zumuten wollte, habe ich mich selbst gefragt, was man dazu eventuell tragen könnte und die Schuhe dann gleich an den richtigen Platz in der perfekten Garderobe gestellt: Als Statementschuhe!
Nanu, wer sitzt denn da in der zweiten Reihe? Irgendetwas beim Valentino Seating falsch gelaufen sein, anders kann ich mir nicht erklären, dass Anna Wintour nicht in der Frontrow sitzt. Außer vielleicht sie hat ihren Platz getauscht …
Hat jemand eine Idee?






