Browsing Category

Allgemein

Allgemein

Zu Gast im … Espace Louis Vuitton München

Be the first of your friends Espace Louis Vuitton Munich Germany 8
Installation view: Be the first of your friends, Espace Louis Vuitton München, Munich, Germany, April 24–August 8; Bild: Christian Kain, Courtesy of the artist and Espace Louis Vuitton München.

Digitale Fragen der Ästhetik – Wie schafft man es, Computer und Internet als ernstzunehmende Kunstform aufzugreifen? Der Künstler Cory Archangel macht es einfach, polarisiert und wird auf der ganzen Welt für seine Arbeiten gefeiert! Im Espace Louis Vuitton München läuft momentan die erste monographische Werkschau des smarten Amerikaners. „Be the first of your friends“ habe ich mir für Horstson einmal näher angeschaut.
Vor ein paar Tagen habe ich Cory noch zum Gespräch gebeten (das Interview gibt’s hier zum Nachlesen), trotz allem bin ich mir nicht wirklich sicher, was er mit vielen seiner Arbeiten ausdrücken will. Vielmehr steht die Frage im Raum, wie wir seine Kunst aufnehmen und ob wir sie zwangsläufig verstehen können müssen? Es folgt eine Annäherung.

Continue Reading

Allgemein

Chanel Cruise 2016: Karls südkoreanischer Cocktail

Dass es bei fast allen Luxushäusern Anfang Mai eine Kollektionspräsentation gibt, geht eindeutig darauf zurück, dass Karl Lagerfeld im Jahr 2000 eine Tradition wieder aufleben ließ, die 1919 von der Gründerin des Hauses Chanel für ihre Boutique in Biarritz erfunden wurde. Für die Aufenthalte an der See kreierte Coco Chanel einfachere Kleider, bequeme Dinge zum Spazierengehen und Accessoires, die man in der Sommerfrische tragen konnte. Heute, im Zuge der Globalisierung, braucht man auch im Winter leichtere Materialien und Stoffe und so hat sich die Cruise, die Ende November in die Läden kommt, zu einer stärksten Kollektionen des Hauses entwickelt. Andere Modelabel adaptierten diese Idee und so gibt es jetzt eine Art zusätzliche Saison – auch auf dem Kalender der Fashioncrowd. Dass dabei die Locations immer exotischer werden, zeigt sich in diesem Jahr, wo Louis Vuitton in Malibu zeigte und Chanel in Südkorea.

Südkorea ist das erste Ziel, das nichts mit der direkten Historie von Chanel zu tun hat. Das asiatische Land gilt aber als einer der Hauptmärkte für Luxusprodukte in Fernost und zudem als Drehkreuz des gesamten Flugverkehrs der Region. Keine Duty-free-Shops sind größer als die in der südkoreanischen Hauptstadt, nirgendwo werden höhere Umsätze gemacht …
Korea ist eine der ältesten Kulturen Asiens und unterscheidet sich in der Stilistik grundlegend von der chinesischen und japanischen. Die Farben, die Traditionen und das Handwerk sind Dinge, die Karl Lagerfeld seit jeher faszinieren. Koreaner sind Meister der Keramikkunst und koreanische Lackarbeiten lassen sich zauberhaft als Stickereien umsetzen. Ihre Eigenheit auf schwarzem Grund, grafisch und, trotzdem sie Jahrhunderte alt sind, modern und poppig wirken, beeindrucken Lagerfeld tief. Außerdem liegen für den Designer die Spannungsbögen, die ihn zu neuen Kollektionen inspirieren, in den Gegensätzen. Korea ist traditionell aber avantgardistisch zugleich, nirgendwo liegen Vergangenheit und Zukunft so nahe beieinander wie in Seoul. Nachdem dort 2014 die Culture Chanel Ausstellung „L’Esprit des Lieux“ stattfand, wurde am letzten Montag im Dongdaemun Design Plaza die Chanel Croisière Kollektion 2015/16 präsentiert.

Ohne rechte Winkel und gerade Linien stellt sich das von Zaha Hadid entworfene weltweit größte neofuturistische Gebäude als zusammenhängende Symphonie klarer, ununterbrochener Kurven dar. Wie ein außerirdisches Raumschiff, das in Seoul gelandet ist, fügt sich die Silberkonstruktion mit einer Größe von 86.574 Quadratmetern nahtlos in die urbane Landschaft mit ihren fließenden, harmonischen Linien ein. Es ist wie alles in Seoul modern und trotzdem spirituell. Dennoch schließen sich hier Moderne und Spiritualität nicht aus. Neben hochtechnologischen Entwicklungen sind die Religionen Buddhismus, Konfuzianismus und Schamanismus weiterhin ein essenzieller Teil der südkoreanischen Lebensart. Kein Gebäude wird ohne ein Ritual zur Besänftigung der Geister errichtet und der weitverbreitete Glaube an die Philosophie von Yin und Yang spiegelt sich in der Flagge sowie den traditionellen Farben des Landes wider.

Farbenfrohe Glücksbringer, die göttlichen Schutz versprechen, finden sich überall im Alltag: ob auf traditionellen, von der Joseon-Dynastie (1392-1910) inspirierten Kostümen – Hanbok genannt – oder auf den Gesichtern junger Bräute, die ihre Wangen mit zwei roten Punkten zieren. Naturverbundenheit ist ein weiterer Bestandteil der nationalen Identität. Koreaner verbringen ihre Zeit gerne beim Wandern in den Bergen, ausgestattet mit der neusten Sportausrüstung, oder auf der sechs Kilometer langen neu gestalteten Uferstrecke entlang des Cheonggyecheon im Herzen der Hauptstadt.

Als Phänomen zwischen Tradition und Avantgarde hat sich die sogenannte Koreanische Welle entwickelt: eine popkulturelle Bewegung mit unstillbarem Durst nach Pop-Musik, Filmen und TV-Serien – in diesem Teil Asiens können die Protagonistinnen beliebter Fernsehserien mutmaßlich ganze Generationen beeinflussen – aus dem eigenen Land, die sich, nicht zuletzt dank der sozialen Netzwerke, über die ganze Welt ausbreitet. Der „K-Pop“.

Dass Karl Lagerfeld aus diesen Spannungsbögen nun eine „chanelisierte“ Form entwirft, beweist die Kollektion wunderbar. Sam McKnight entwarf Mangafrisuren und selbst die „Mary Jane“-Stiefeletten erinnerten in diesem Kontext an das Land, welches die Inspiration für die Kollektion lieferte. Das Make-up war flächig und von großer asiatischer Zartheit.
Honan- und Tussah-Seide gelten in dieser Kollektion als asiatische Antwort auf den Tweed aus der Rue Cambon. Die breite Farbpalette, die an Pop-Art erinnert, durchzieht die Kollektion wie ein Farbrausch: Fuchsia, Pink, Céladon, Mintgrün, knalliges Orange und Koralle, Royal Blau …

Schon das Dekor der Schau – reines Weiß mit „Smartie“-Hockern und Dots in Knallfarben, ließ Geschmack auf das Feuerwerk der Kollektion aufkommen. Selbst Chanels Kamelie wurde grafischer, denn in den koreanischen Mustern wird gern Florales ins Geometrische umgesetzt.
Die Silhouette: Jacken mit abgerundeten Schultern, weiten Ärmeln und koreanischen Krägen, „Peter Pan“-Ausschnitte und hochgezogene Bustiers zu fließenden weiten Hosen. Röcke, ausgestellt oder gerade, enden am Knie, wohingegen bei den Kleidern pure Silhouette und verspielter Dekor gekonnt gegeneinandergesetzt wird.

Der Hanbok, die koreanische Tracht, die über der Brust mit einer Schleife gebunden in eine weite Silhouette übergeht, wird immer wieder zitiert oder gleich in eine Reihe von neu interpretierten Abendkleidern umgesetzt. Breites Colour-Blocking, gestickt oder in grafische Kaleidoskop-Muster zerlegt, finden sich an fast jedem Modell wieder.
Stickereien von Lesage und Montex übertragen die feinen floralen Arabesken der koreanischen Lacke auf Tuniken, die asymmetrisch das „Ying und Yang“-Motiv aufnehmen. Bei den Materialien spielt Lagerfeld mit festen und luftigen Stoffen. Als Gegensatz dazu wird Broderie Anglaise auf texturierter Baumwolle, Lackleder und Leinen, Organza, Tüll, Spitze zur typischen Shantung Seide der Region eingesetzt.

Von unglaublicher Raffinesse und das erste Mal in solcher Vollendung sind die Gazar Mosaike und Quilts, die fast an Haute Couture grenzen. Ob in einer oder mehreren Lagen verarbeitet, wirken sie trotz ihrer Transparenz und trotz ihrer asiatischen Inspiration wie kubistische Kunstwerke. Eine der Lagerfeld am stärksten faszinierenden Kunstperioden, die er für das Jahr 2016 in Weiblichkeit verwandelt. Wirklich neu und spektakulär!

In den fast 100 Looks gibt es viel zu entdecken – ganz gleich ob Silhouetten, Farben oder Materialien. Dank Lagerfelds ganzheitlichem kulturellen Ansatz lernt man viel über ein Land, das sicherlich vielen von uns unbekannt ist. Trotzdem schafft er es auch, dass die Kollektion zu hundert Prozent Chanel ist und europäischen Bedürfnissen gerecht wird.

Einer meiner Lieblingslooks ist die Streifenjacke aus Linton-Baumwolltweed in Sorbetfarben. Kombiniert mit einem azurblauen „Dentelle de Calais“-Kleid ist sie sehr parisienne. Trotzdem erzählt die Jacke die Geschichte der Reise nach Seoul. So etwas zu schaffen braucht nicht nur Erfahrung und Können. Es zeigt auch, dass in Lagerfelds Kopf die Globalisierung schon vor Jahrzehnten stattgefunden hat. Stil hat keine Grenzen, man muss ihn nur haben.

Die Chanel Croisière Kollektion 2016 ist feminin und visionär zugleich und zeigte einmal mehr die ungeheuren Facetten von Chanel. Fantasie und den Mut, sie umzusetzen, ist heute für Lagerfeld genauso wenig eine Hürde, wie einst bei Mademoiselle in Biarritz. Sicherlich einer der Gründe, warum Mademoiselles Zauber noch heute auf den gesamten Globus wirkt …

Allgemein

Louis Vuitton Cruise 2016 in Palm Springs #LVLive

Wir gucken heute Nacht Mode … Louis Vuitton präsentiert Donnerstag, 07.05.2015, um 03:15 Uhr, seine Cruise Kollektion in einer Fashion Show – allerdings nicht in Paris: Das Haus Vuitton hat seine Koffer gepackt und ist nach Palm Springs gereist. Was Nicolas Ghesquière alles eingepackt hat, zeigen wir im Live Stream:

Wecker stellen nicht vergessen!
Der Live Stream startet automatisch.

Allgemein

„Vangardist“-Magazin: Dieses Magazin wurde mit dem Blut von HIV-positiven Menschen gedruckt.

Stimmt sogar: Tatsächlich wurde der Tinte, mit der ein Teil der Auflage des „Vangardist“-Magazins gedruckt wurde, das Blut von drei HIV-positiven Spendern beigemischt: Eine Frau und Mutter, ein homosexueller und ein heterosexueller Mann gaben einige Tropfen ihres Blutes für den Kampf gegen Isolation von HIV-positiven Menschen und für einer höhere Auflage des Männermagazins. Doch bevor nun jemand Angst – wovor auch immer – bekommt: „Das Magazin wurde unter strengster Kontrolle und mit Prozessen, die nach Richtlinien von Harvard und der Universität Innsbruck entwickelt wurden, gedruckt. Bei der Benutzung der physischen Ausgabe des Magazins gibt es kein Risiko auf eine Infektion, es ist 100% sicher“, wird in der Pressemitteilung des Vermarktungspartners Saatchi & Saatchi erklärt. Dass sich überhaupt wer dazu hingerissen fühlt, zu erklären, dass das Magazin nicht „ansteckend“ ist, deutet schon darauf hin, dass weiterhin Aufklärung im Umgang mit HIV nötig ist … Nur muss das so reißerisch sein?

Das „Vangardist“-Magazin sieht sich zu einem fast schon pädagogischen Auftrag berufen: Jeder, der eine der auf 3.000 Stück limitierten Ausgaben kauft, wird, zumindest lt. „Vangardist“-Magazin, spätestens beim Öffnen der Spezialverpackung unweigerlich mit seinen eigenen Vorurteilen und Ängsten konfrontiert: „Werden diese Ängste einmal überwunden, wird der nächste Kontakt mit einer HIV-positiven Person sehr natürlich ablaufen.“

Das „Vangardist“-Magazin möchte mit der Ausgabe die internationale Aufmerksamkeit rund um den diesjährigen Life Balls nutzen und den Kampf gegen das Stigma von HIV-positiven Personen aufnehmen.
Den Kampf um die Aufmerksamkeit dürfte das „Vangardist“-Magazin zumindest gewonnen haben.

Ich bin auf Eure Meinung zum Thema gespannt!

Allgemein

Die Woche auf Horstson – KW 18/2015

Horstson weekly report

Ich hoffe, ihr hattet alle einen tollen 1. Mai-Feiertag ohne fliegende Pflastersteine oder brennender Barrikaden. Leider neigt sich das lange Wochenende schon wieder dem Ende zu. Bevor ich nun aber zu melancholisch werde, empfehle ich euch schnell den sonntäglichen Wochenrückblick auf ausgewählte Artikel von eurem Lieblingsblog (Horstson) …
1) Die Gentleman Driver: Tour Optic 2000 Edition 2015 in Paris versetzte sogar unseren führerscheinlosen Peter in Begeisterung.
2) Schade irgendwie: Die Fleischbeschau hat bei Abercrombie & Fitch ein Ende! Das Ende der Sixpack-Verkäufer.
3) Vorsicht: Suchtgefahr! Jan ist schuld, dass seit einigen Tagen „Loud Places“ von Jamie XX im Horstson-Tower in Heavy-Rotation läuft.
4) Julian hatte Nachgefragt bei … Jérôme Lambert. Den ersten Teil des des Interviews mit dem Montblanc-CEO gab es am Montag. Und den zweiten Teil am Dienstag!

Wir wünschen einen schönen Sonntag!

Allgemein

Glücksbringer zum 1.Mai – Guerlains Muguet

Guerlain Muguet Mai 2015 6
Bild: PR

Der 1. Mai ist ein besonderer Tag. Nicht nur, dass er international als „Tag der Arbeit“ gefeiert wird und ihn die meisten Länder zum gesetzlichen Feiertag ausgerufen haben. Der 1. Mai ist auch so etwas wie die Eröffnung zu einem der schönsten Monate des Jahres. Es grünt überall und besonders das Sprießen der Maiglöckchen, mit ihren zart-grünen Blättern und den stark duftenden Blüten, bildet den Akkord unter der Musik des Wonnemonats.

Continue Reading

Allgemein

Elegant-entspannter Empfang

Laboratory trend COS SS15 6
Bild: PR

Schlicht und doch elegant – Ich stehe vor einer echten Herausforderung, die von regelmäßigen Onlineshopping-Eskapaden begleitet wird und noch immer kein Ende findet: Ich habe nicht ausreichend elegante Mode im Schrank hängen. Bei jedem Hinweis auf Abendgarderobe oder beim Besuch von Kommunion und Konfirmation, glühen mir regelmäßig die Ohren.

Continue Reading

Allgemein

Seriously Style.com?!

stylecom logo
Bild: Style.com

Was das wohl gibt? Seit geraumer Zeit geistert eine Modeeilmeldung durch sämtliche Kanäle von Facebook und Konsorten: Style.com wird zum E-Commerce-Unternehmen umgewandelt.
Voraussichtlich ab Herbst wird die weltweite Anlaufstelle Nummer Eins in Sachen Laufstegberichte zum Condé Nast-Online-Einkaufshimmel umfunktioniert. Nachrichten und Modereporte werden dann aller Wahrscheinlichkeit zur amerikanischen Vogue weitergeleitet. Was aber soll das ganze Tamtam, kann nicht alles so bleiben wie es ist (meinen nostalgischen Lieblingsausruf mag ich euch wirklich nicht vorenthalten)?
„Nein, kann es nicht“, würde jetzt Charles Townsend antworten und die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Als CEO von Condé Nast hat er es sich zum Ziel gesetzt, seine Magazine in einem gemeinsamen Onlinestore auf den passenden Nenner, sagen wir lieber auf die passende Domain, zu bringen. Die heißt in diesem Fall Style.com und wird seit nunmehr 14 Jahren erfolgreich mit internationalen Mode-News gefüttert.

Continue Reading

Allgemein

Festival International de Mode et de Photographie à Hyères

Festival International de Mode et de Photographie a Hyeres Chanel
Bild: Chanel

Dass Annelie Schubert, die auf der Hochschule für angewandte Kunst in Hamburg Modedesign studierte, das diesjährige Festival für Mode und Fotografie im südfranzösischen Hyères gewann, ist nur ein Grund, dass wir darüber berichten. Nachdem Schubert ihren Bachelor in der Hansestadt machte, ging sie zunächst zu Haider Ackermann. Ihren Master bekam sie dann von der Kunsthochschule Weißensee verliehen. Für den Talentwettbewerb in Hyères kombinierte sie nun in ihrer Kollektion Neuinterpretationen des Kleidungsstückes ‚Schürze‘ mit skulpturalem Design. Das überzeugte die Jury und bringt sie sicherlich demnächst ein Stückchen weiter auf der Modeleiter.

Continue Reading

Allgemein

Abercrombie & Fitch: Das Ende der Sixpack-Verkäufer

ABERCROMBIE-AND-FITCH-Shirtles Models

Hi guys! What’s going on? – wer sich schon mal in die Nähe eines Abercrombie & Fitch-Stores gewagt hat, kennt den Spruch vermutlich. Kunden und kreischende Mädchen wurden so von den Verkäufern, die intern „Models“ genannt werden, mit einem perfekten Zahnpastalächeln begrüßt. Wer nicht in den schummrigen Laden wollte, wurde von „Fierce“ penetriert – der hauseigene Duft nebelte die gesamte Umgebung ein und rief in Hamburg und München sogar die Behörden auf den Plan, denen im wahrsten Sinne des Wortes das spezielle Odeur gestunken hat. Die, nennen wir es mal „Geruchsoffensive“, gehörte damals genauso zum Markenkonzept, wie die halbnackten Jungs vor der Tür, die so manch ein Mädchen- und Männerherz höher schlagen ließen. Doch zumindest mit den Models ist jetzt Schluss …

Continue Reading