Die senile Bettflucht hat mich heute extrem früh aus dem Bett getrieben und so konnte ich die zugefrorene Alster fast allein, ohne 1.000.000 andere Menschen auf dem Eis geniessen – herrlich! Bevor ihr nun auch den Nachmittag draussen bei einem Spaziergang im Schnee (oder auf der Alster) verbringt, lege ich Euch den Wochenrückblick ans Herz – Der macht ganz sicher warme Gedanken: Entweder vor Vorfreude auf den Sommer, vor Entzücken über Peter’s Cuttings oder vor Sprachlosigkeit einer diskussionswürdigen Werbekampagne …
Allgemein
Wo tun Jeset-Ladies zwischen Dubai, Monaco und St. Tropez bloß das Allernötigste hinein?
Wer sich das schon immer gefragt hat, dem kann ich mit meinem Fund von heute
ein Bild von der idealen Clutch liefern, in der die Centurion und das mit Diamanten besetzte Telefon – hoffentlich halbwegs wasserfest aufbewahrt – Platz finden. Damit deklassiert man mühelos die Konkurrenz am Pool und im Strand-Club, oder?
Das Teil ist aus feinstem PVC, nennt sich Aqua Large Clutch, ist von Christopher Kane und kostet stolze 639 Euro. Dafür hat man dann aber auch die Illusion einer Lavalampe in der Hand, in der sich zehn Prozent reinstes Glyzerin-Gel und neunzig Prozent Pflanzenöl lustig hin und her drücken lassen.
Inspiration zu diesem Bericht mit weiteren modischen Frühlings-Vorboten ist ein Bild von Peter, auf dem er ein ganz ähnliches Sakko trägt, das ihm auch richtig gut steht. Als ich dann den Zwilling von Etro entdeckte, hatte ich gleich ein Bild vor Augen, wie solche Sakkos in Hamburg getragen werden könnten. Ihr wisst ja, hier ist man entweder vollkommen entspannt aber modeaffin wie Horst, ganz abgerockt oder sehr schnieke unterwegs, wenn man etwas auf sich hält.
Was ihr schon immer über Bryanboy wissen wolltet … Oder eben nicht, das werden wir jetzt rausfinden.
Wie unfassbar glamourös das Leben eines Front Row Bloggers verläuft, das wisst ihr ja schon. Da kann man sich beim Paketboten mit Bandscheibenvorfall vom Schleppen der Designerpakete nur noch mit Luxusgeschenken und großen Scheinen, am besten in Bündeln, bedanken…. Dass man so etwas aber ohne große Vorbildung und von langer Teenagerhand vorbereitet, werden kann, das war selbst für mich völlig neu.
Bunte Schuhe sind wie bunte Socken – man trägt sie im Normalfall nicht. Das hat was kindliches und ist ungefähr so aufregend wie Krawatten mit Motiven zum billigen Anzug oder Satin-Shorts mit Garfield Motiv. Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich so manch eine Regel und so darf zum Beispiel Jeremy Scott sehr gerne mit Schuhen überraschen, die an Spielzeug erinnern und Converse darf Chucks mit den Superhelden unserer Kindheit bedrucken.
Nun gibt es eine Collaboration zwischen Converse mit der virtuellen Band „Gorillaz“: Der Designer und Gorillaz Co-Schöpfer Jamie Hewlett hat exklusive Drucke mit den Gorillaz-typischen Grafik-Designs entworfen – wie das im Endergebnis aussieht, seht ihr nach dem Klick
Ich habe gestern Abend Beckhams gezählt: Auf einer Wegstrecke von knapp 14 Kilometer in Hamburg kam ich an 15 Plakaten, Litfaßsäulen und Bushaltstellen-Leuchtdisplays mit der Werbung von H&M für deren Collaboration mit David Beckham vorbei. Nun müsste man denken, dass eine solche Kampagne auch monetären Erfolg hat und die Unterhosen weg wie warme Semmeln gehen – den Eindruck habe ich aber nicht, denn die Kartons liegen zumindest in den beiden H&M Läden, in denen ich gestern war, um nach dem Rechten zu sehen, akkurat aufgereiht auf dem Verkaufstisch, nur waren jeweils weit und breit keine Kunden zu sehen.
Daher meine Frage:
… und fahren diesen Sommer in den Ferien geschlossen dort hin 🙂
Das ist natürlich nur ein unverbindlicher Reisevorschlag aus unserer Ferienabteilung, der mir aus Sympathie zu den Griechen und wegen der schönen Sachen, die ich in den passenden Farben gefunden habe, sehr gelegen kam. Ich selbst war jedenfalls ewig nicht da und werde ganz im Sinne der Wirtschaftsförderung meine Ferien dort verbringen und wenn ich dann schon mal in der Nähe bin, einen weiteren Besuch im wunderschönen Istanbul dranhängen.
Letzte Nacht erreichte mich eine mysteriöse Email aus Südafrika – Daniel Žuman, ein Anwalt, hat einen Klienten, Gunter H., der in seinem Alter von 15 Jahren schon 18 Jahre im Diamanten-Bergbau gearbeitet hat und im November 2003 tödlich verunglückte. Als ich die Zeilen las, betrübte mich die Geschichte sehr, schließlich hat Gunter wirklich sein gesamtes Leben (und noch 3 Jahre extra) hart gearbeitet. Aber natürlich wurde seine Arbeit entlohnt und so sammelte sich im Laufe der Jahre ein Vermögen von $ 6.500.000 an.
Das Geld ruhte nun anscheinend die letzten neun Jahre und Daniel Žuman hat nun einen Menschen ausgewählt, mit dem der er eine sicher lukrative Kooperation eingehen möchte: MICH!
Weil ich nun offiziell Millionär bin, kann ich auch nach Herzenslust shoppen, habe schonmal meinen virtuellen Warenkorb gepackt und zumindest bei dem Schmuck nur auf eins geachtet – Hauptsache teuer:
Da Daisydora und ich heute sowieso wie die Rohrspatzen auf alles mögliche in unseren Artikeln schimpfen, setz‘ ich jetzt noch einen drauf: Die mit weitem Abstand merkwürdigsten Frauenschuhe dieser Welt, ein Hybrid aus Schuhen mit
Keilabsatz und Sneaker aus dem Hause Isabel Marant, hatten bisher den Vorteil, dass man sie fast nie in Natura gesehen hat, da die guten Stücke gut und gerne 370€ kosten.
Aus mir nicht erfindlichen Gründen weckten diese Schuhe aber Begehrlichkeiten bei einigen Frauen und ich glaube mich zu erinnern, dass man mir mal gesagt hat, dass sie sowas wie Trend-Schuhe sind. Es kam natürlich so, wie es kommen musste: Das Fast-Fashion-Unternehmen H&M hat es spitz bekommen und eine eigene Variante des Sneakers hergestellt (kleines Bild und oben rechts). Verkauft wird dieses wirklich hässliche Stück Schuster-Kunst für knapp 30€ und die Vorstellung, in Zukunft häufiger derlei Schuhe zu sehen, macht mir Angst.
Morgen widmen wir uns übrigens wieder den schönen Seiten der Mode. Versprochen.
Bilder: H&M und Net A Porter
Wird der Kuchen jetzt neu aufgeteilt? – adidas eröffnet die ersten NEO Label Concept Stores
Posted on 8. Februar 2012Wenn man sich mal verdeutlicht, wie ungeheuer viel Kaufkraft hinter der Marktgröße von vier Millarden Euro steckt, die Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren in Deutschland Jahr für Jahr für Mode ausgeben können und das auch tun, dann kann man sich ungefähr vorstellen, dass es langsam Zeit wurde, dass jemand von den Großen in den Ring zu H&M und Co. steigt. Einfach wird das nicht und ein KO ist auch nicht drinnen. Die großen Textilketten beackern den lukrativen Markt aber seit langer Zeit mit hunderten Outlets, an denen wirklich kein Teen vorbekommt. Von der massiven und sehr gut gemachten Werbung und dem Propagandamonopol, das H&M bei sehr vielen deutschen Modeblogs innehat, erst gar nicht zu reden. Da muss schon sehr viel Kraft aufgewendet werden, um dem etwas Wirksames entgegen zu setzen.










