Werbung
Ein schöner Rücken kann entzücken – Den Spruch kenne ich gut, bislang war ich jedoch selten selbst betroffen und gehöre mit meiner Hinteransicht wohl eher zur Fraktion „nicht weiter auffallend“. Von Entzücken keine Spur, eher dezenter Durchschnitt. Immer wieder habe ich deshalb nach passenden Gimmicks in Form von Rucksack und Co. Ausschau gehalten. Habe für Tests Modelle rauf und runter getragen. Bin Empfehlungen gefolgt und habe im Vierteljahrestakt Favoriten gesucht. Irgendwann fand ich mich dann in der Masse wieder, Einheitsbrei und Campus-Jedermann-Trägt-Retro, hello.
Julian
(Bild: MR PORTER)
Liebe, liebe, liebe – COS und MR PORTER machen wieder einmal gemeinsame Sache und lassen mit „The Art of Everyday“ mein Herz höherschlagen. Die Capsule Collection ist bereits die zweite Kooperation der beiden Modemacher bzw. –vertreiber und feiert diese Woche Premiere. Bei der ersten Geschichte habe ich bereits groß berichtet, habe Tamtam und Wellen geschlagen (den Artikel gibt’s hier zum Nachlesen). Wirklich zugeschnappt habe ich jedoch nicht, Budgettief aufgrund von Reisen und Möbelstücken sei Dank.
Ed Clark, Marilyn Monroe, 1950s; © Ed Clark, Courtesy: Galerie Hiltawsky
Na, da muss wohl in nächster Zukunft ein Berlin-Wochenende eingeplant werden: Ab dem 4. November präsentiert die Galerie Hiltawsky eine Ausstellung für und über Marilyn Monroe. Der Titel klingt mit „Marilyn Monroe. 90th Anniversary. A Life in Pictures.“ mehr als vielversprechend und auch die Vorankündigung – 70 Originale sollen gezeigt werden – verheißt Gutes.
So werden Aufnahmen von ungefähr 1945 vertreten sein (damals war Marilyn noch als Norma Jean bekannt), ein Reklamefoto für eine Schokoladenfabrik zum Valentinstag und natürlich Marilyns erstes Coverfoto. Klar, der „flying skirt“ darf in der Ausstellung nicht fehlen und auch die ein oder andere private Aufnahme wie z.B. von Arnold Newman wird in der Berliner Galerie gezeigt werden.
(Bilder: Taschen Verlag)
Dieser Nachricht begegne ich mit einem Lächeln, einer Portion Lokalpatriotismus für Düsseldorf und einem ungebändigten Interesse am Buchverlag TASCHEN: Heute eröffnet der Fashion- und Lifestyle-Tempel Breuninger erstmals einen Pop-up-Store von TASCHEN im Kö Bogen, besser gesagt im Breuninger Department Store. Vor Ort gibt’s exklusive Sammlereditionen, limitierte Auflagen und aktuelle Kollektionen der Bildbände zu erstehen – ein Eldorado für Buch- und Bildbandliebhaber.
Meine Mutter würde mich an dieser Stelle passenderweise als „Kaschmirziege“ schimpfen und gerne gebe ich zu, dass ich bereits vor Jahren ein Faible für die angenehm-leichte Wolle entwickelt habe. Meinen ersten (zugegeben, nicht ganz günstigen) Pullover trage ich bis heute durch die Gegend. Komplett selbstfinanziert ohne Cyrillus-Eltern, dem Jahresgehalt durch das Zeitungaustragen sei Dank. Komplett verschlissen und mit Löchern an den Ellbogen, fristet er noch immer sein wollmäusegebeuteltes Dasein bei mir. Im Laufe der Jahre habe ich für Kaschmirkonkurrenz gesorgt, der Schrank wurde zum Hochsicherheitstrakt im Kampf gegen Motten. Alsbald es nasskalt wird und der Herbst an der Tür klopft, krame ich nach V- oder Rundhalsmodellen. Wirkliche Abwechslung gibt es nur bei den Farben, die Form bleibt gleich. Glücklicherweise durfte ich nun die wohlig-warmen Entwürfe von Almonigo testen, sehr schön! Ich habe mich für einen äußerst bequemen Hoodie und die farblich passende Pant in Dunkelblau mit grauen Details entschieden.
(Bild: PR)
Kaum bin ich wieder zuhause in Hamburg, will ich auch schon wieder weiterreisen. Zu laut, zu viel Gewusel und Verbindlichkeiten. Die neue Uni hat angefangen, zahlreiche Termine samt Vorlesungen inklusive. Während ich in den Seminaren sitze, träume ich mich immer wieder an die entlegensten Plätze. Baue Luftschlösser in den Rocky Mountains, Sandburgen in Spanien und erinnere mich an die schönsten Begebenheiten auf Korsika (einen kleinen Einblick über meine Zeit auf der französischen Insel gibt’s hier). Kaum bin ich zuhause angekommen, setze ich mich an den Rechner, texte und lese Mails/ Pressemitteilungen. Vor ein paar Tagen kam diese Neuigkeit von Element reingeflattert: Das Skater- und Lifestyle-Modeunternehmen macht gemeinsame Sache mit Griffin Studio.
Kaum ist man ein paar Tage nicht vor Ort in Hamburg, hat sich die Jahreszeitenuhr schon im Schnelltakt gedreht. Plötzlich stecke ich im Oktober fest, Schnupfen und kalte Hände inklusive. Bei der morgendlichen Joggingrunde sehe ich meinen Atem und auch die Wangen sehnen sich nach Sommer, Sonne und Meer. Glücklicherweise kann ich nur unterschwellig klagen, schließlich durfte ich die letzte Zeit auf Korsika verbringen. Von Kindesbeinen an meine Lieblingsdestination und Platz Eins der absolut, absolut schönsten Laufstrecken. Irgendwo zwischen Macchia, Meer und Bergen findet man immer neue Pfade – ich habe natürlich nicht lange gezögert, bin die Wege rauf und runter geflitzt. Am Fuß hatte ich den ASICS GEL-NOOSA TRI 11, ein Testobjekt der besonders angenehmen Art.
(Bild: COS)
Hello, awesome autumn – Seit ein, zwei Wochen ist er da und bleibt nicht ohne Folgen: Der Herbst. Ziemlich ungestüm bläst er samt kühlem Lüftchen durch Hamburg und verwandelt den umjubelten Spätsommer in Nieselwetterstimmung. So weit, so gut. Ich kann mich nicht groß beklagen, einzig ein Projekt bleibt für dieses Jahr unerfüllt. Ich hatte mir fest vorgenommen nach St. Peter Ording zu fahren. Nicht irgendwie, sondern mitsamt Lieblingsfreundnase und Vespa. Picknick im Gepäck und vielleicht auch ein Zelt.
(Bild: COS)
Wenn das nicht mal großartige Neuigkeiten für Mode- UND Kunstfreunde sind: Mein Lieblingslabel COS sponsert die Retrospektive der amerikanischen Künstlerin Agnes Martin, die vom 7. Oktober 2016 bis 11. Januar 2017 im Solomon R. Guggenheim Museum New York gezeigt wird. Für mich eine ganz besondere Freude (auch wenn ich etwas traurig bin, dass ich wohl kaum selber nach Manhattan jetten kann), denn Martin gehört meiner Meinung nach zu den spannendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche Gemälde, Druckgrafiken, Zeichnungen und Skulpturen wird es zu sehen geben, juhu…
(Bild: Montblanc)
Ein Bericht über das Hamburger Unternehmen Montblanc gehört für mich schon fast zur Gewohnheit, vielmehr zur Horstson’schen Tradition. Im Vierteljahrestakt erreichen mich Informationen zu Neuheiten, Relaunches und Innovationen. Letztere sorgen immer wieder für Nervenkitzel-Momente, man erinnere sich z.B. an die Lancierung der Sfumato-Kollektion in London, die Hamburg-Edition des Meisterstücks oder aber New York. Da stehe ich plötzlich neben Charlotte Casiraghi und Hugh Jackman auf der Spitze des Rockefeller Centers und darf zudem auch noch den Creative Director Zaim Kamal zum Interview treffen. Klar, nicht zu Unrecht kommt bei Aufzählungen dieser Art der Verdacht auf, dass ich dem bloggertypischen Eventheißhunger verfallen sein könnte. Und? Raus mit der Sprache!



