Meine Karriere mit Nike Air Max begann vor 17 Jahren, als ein silbernes Paar Air Max 97 in meinen Schuhschrank eingezog. Wenig später gesellte sich eine blaue Version hinzu und auch, wenn ich Nike in den vergangenen Jahren nicht immer treu geblieben bin, hat der Air Max einen festen Platz in meinem Herzen – alte Liebe rostet eben nicht …
Horst
Dylan Brosnan und Jack Kilmer für Saint Laurent Permanent Collection
Posted on 20. November 2014Es scheint der Trend des Jahres 2014 zu sein: die Söhne berühmter Väter als Model einzuspannen. Bei Patrick Schwarzenegger hat es funktioniert und bei Romeo Beckham sowieso. Nun schickt also Hedi Slimane gleich 2 schöne Söhne ins Rennen: Dylan Brosnan und Jack Kilmer sind die neuen Gesichter der Saint Laurent Permanent Collection. Ob sich deren Einsatz finanziell genauso gelohnt hat, wie beim Beckham Spross, der für die Weihnachtskampagne von Burberry angeblich 57.000€ bekommen hat, weiß ich nicht, allerdings gefällt zumindest mir das Ergebnis wesentlich besser: Die Söhne von Pierce Brosnan und Val Kilmer wurden von Hedi Slimane ins rechte Licht gerückt …
Während es in der laufenden Saison bei Versus Versace vergleichsweise schlicht hergeht, wurde sich für Spring-Summer 2015 großzügig in den unendlichen Archiven des Hauses Versace bedient – also scheppert es regelrecht vor lauter Gold und Bling Bling und wird sicher eingefleischte Fans erfreuen, oder? No one can do Versace better than Versace …
Hier das Lookbook:
Bild: Steven Meisel für Moschino
… obwohl es so aussieht. Das, was das Model Isabeli Fontana in der Hand hält, ist „Toy“, der erste Duft von Jeremy Scott für Moschino. Der Name trifft den Nagel zumindest vom Flakon-Design her auf den Kopf, denn verspielt ist er allemal.
Inspirieren lassen hat sich Scott, unschwer zu erkennen, vom legendären Kleid, mit dem Ende der Achtziger Gloria von Thurn und Taxis auf dem Sofa von „Wetten, dass ..?“ gesessen hat und das aus der Fall-Winter 1988 Kollektion von Moschino stammt …
Denke ich an Fakes, also an Kleidung und Accessoires, die vorgaukeln, etwas zu sein, was sie nicht sind, denke ich einen Augenblick später an Samantha Jones, der in der Playboy Mansion von einem Bunny eine Tasche gestohlen wurde – zumindest glaubt sie das. Doch im Gegensatz zu Samanthas Tasche wurde die Fendi des Bunnys nicht in China hergestellt, sondern in Frankreich … Das ist zugegebenerweise bei „Sex and the City“ ziemlich lustig, in der Realität wäre es hingegen peinlich und doch sieht man regelmäßig auf der Straße und in Modeblogs gefälschte Kleidung und Taschen – immer getreu dem Motto: „Wird schon nicht auffallen!“ Dabei ist der Kauf von Fakes – und da spielt es auch keine Rolle mehr, ob es eine nachgemachte Tasche von Fendi ist oder eine Sonnenbrille von Ray Ban, mit Sicherheit kein Kavaliersdelikt.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag schätzt den Schaden, den allein der deutschen Wirtschaft durch Produktpiraterie entsteht, auf jährlich mehr als 50 Milliarden Euro. Und die Tendenz ist steigend: War die gefälschte Uhr von Rolex früher ein beliebtes Urlaubsmitbringsel, kann man heute bequem von zu Hause aus Fakes in diversen Onlineshops einkaufen – nur beim „Plagiate-Shop“ will es einfach nicht gelingen, das Schnäppchen von „Channel“ oder von „Farmer Castle“ in den virtuellen Einkaufskorb zu packen, denn sofort taucht ein Hinweis auf:
WARUM PLAGIATE KEINE ALTERNATIVE SIND:
Wussten Sie eigentlich, dass Kenner nur Originale kaufen? Ihnen reicht schon das Etikett? Sie haben an Nachgemachtem wirklich Freude? Das können wir uns nicht vorstellen. Wir versprechen Ihnen: Plagiate werden jedenfalls keine Ihrer Erwartungen erfüllen. Freuen Sie sich, wir haben Sie vor dem Kauf billiger Kopien bewahrt und vor den möglichen Folgen.
Hinter dieser ungewöhnlichen Kampagne steckt der „MEISTERKREIS“, der mit einem Bruttomediavolumen von mehr als 500.000 Euro der Marken- und Wertepiraterie den Kampf ansagen will.
Der MEISTERKREIS vereint laut Eigenbeschreibung Menschen, Unternehmen und Institutionen, die für Kultur, Kreativität und höchste Qualität aus und in Deutschland stehen.
Zum MEISTERKREIS gehören Unternehmen wie Gaggenau, Glashütte Original, Leica, Porsche, Meissen, Montblanc, Robert Weil, Thonet und Talbot Runhof sowie die internationalen Marken Armani Prive, Chanel, Dior, Condé Nast Verlag, Rolex und Estée Lauder Companies – also Unternehmen, die mit den Folgen von Fakes zu kämpfen haben …
Gemunkelt wurde es schon einige Wochen, nun ging es dann aber doch ziemlich schnell: Marco Zanini, der erst im September 2103 seinen Job als Kreativdirektor bei Schiaparelli antrat, verlässt das Modehaus auch nun schon wieder. Seine Mission war es, den Namen Schiaparelli sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft wieder laut ertönen zu lassen. In der Realität fiel es ihm dann allerdings schwer, einen roten Faden für seine Kollektionen zu finden:
Gestern kam es vermutlich zu Schnappatmungen bei einigen Modebloggern und Kunden der Bekleidungskette „H&M“: In einem Video, welches das Modeblog „Dandy Diary“ morgens veröffentlichte, wurde suggeriert, dass die gerade in den Läden ein eher trauriges Dasein fristende „Alexander Wang x HM“ Kollektion tatsächlich von Kindern zusammengenäht wurde. Das es sich um ein Fake handelt, war offensichtlich, da es mindestens 3 Lottogewinne an einem Tag bedarf, mehr oder weniger zufällig in eine Fabrik in Indien zu filmen, wo Kinder gut gelaunt die Klamotten der „Alexander Wang x HM“ Kollektion nähen, da „H&M“ in Bangladesch herstellt und die Etiketten im Video weiß waren, im Laden sind sie es hingegen nicht …
Vor wenigen Wochen hatten wir drüber berichtet: Jean Paul Gaultier hat seine Arbeit an den Ready-to-Wear-Kollektionen beendet und widmet sich fortan der Haute Couture, den Düften des Hauses Gaultier und Kooperationen. Das erste Ergebnis einer solchen Kooperation sehen wir oben, allerdings geht der Rucksack nicht in Massenproduktion, sondern ist – leider – einmalig: Zur Unterstützung der Hilfsorganisation Designers Against AIDS (DAA) verwandelten insgesamt 16 Designer bzw. Labels eine weiße Version eines Rucksacks von Eastpak in ein individuelles, einzigartiges Kunstwerk. Teilgenommen haben außerdem: Antoine Peters, Tim Coppens, MSGM, Walter Van Beirendonck, Lala Berlin, Manolo Blahnik, Christopher Shannon, Gaspard Yurkievich, Henrik Vibskov, Scooter LaForge, Elio Fiorucci, Chris Janssens, Christopher Lee Sauvé, Sybilla und KRJST …
PRADA hat ein neues Zuhause in Hamburg gefunden: weg von der etwas versteckt gelegenen Hohe Bleichen, hin zum Neuen Wall, dem immer noch ein besonderer Flair umweht – trotz diverser schwedischer Bekleidungsketten, die vermutlich ohne mit der Wimper zu zucken die Miete zahlen, um etwas vom Goldstaub der Edelmarken abzubekommen. Vergebene Liebesmüh, PRADA gehört fortan zu den Platzhirschen am Ort und hat es sich in den Räumlichkeiten am Neuen Wall 32 (vorher hatte dort das Münchner Label Escada einen Store) komfortabel eingerichtet …
Die Fläche des neuen Stores erstreckt sich auf immerhin 320 m² und präsentiert die Damen & Herren Ready-to-Wear Kollektionen, Lederwaren, Accessoires und Schuhkollektionen.
Verantwortlich für die Architektur war Roberto Baciocchi, der zuvor schon weitere Stores für PRADA (zum Beispiel in Kobe, Florenz und Barcelona) aber auch für Miu Miu (unter anderem in Paris) entwarf. Highlights sind, zumindest aus innenarchitektonischer Sicht, der Fußboden des Eingangsbereichs in schwarz-weißem Marmor, die mit schwarzem Marmor verkleideten Wänden und die Straußenledersofas und Teppichboden aus Ponyfell im Herrenbereich, sowie die mit grünem Stoff bezogenen Wände im Damenbereich. Da werden sich sicher die Geister dran scheiden, allerdings spätestens im oberen Stockwerk sind wir uns wieder alle einig: die „Clover Leaf“ Sofas, von Verner Panton entworfen und für PRADA reproduziert, hätten wir doch alle gerne im Wohnzimmer stehen, oder?
Hier weitere Eindrücke der neuen PRADA Boutique in Hamburg:
Adresse:
PRADA
Neuer Wall 32
20354 Hamburg
„From London with Love“: Romeo Beckham in Burberrys Weihnachtskampagne
Posted on 4. November 2014Bei den Beckhams ist alles ein wenig anders: Während andere 12-jährige ihr Geld maximal mit Zeitungaustragen oder mit YT-Videos verdienen, oder sich in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihren Eltern befinden und auf eine jährliche Taschengelderhöhung hoffen, tanzt Romeo Beckham zur Musik von Ed Harcourt Fred-Astaire-esque durch Burberrys 4-minütigen Kampagnenfilm zur diesjährigen Weihnachtssaison …
Christopher Bailey, Creative Director von Burberry, ist von der Arbeit mit Beckham jun. übrigens ganz angetan, was allerdings auch zu erwarten war, schließlich war das Honorar für Romeo mit Sicherheit um einiges höher als das Taschengeld anderer Kinder in diesem Alter: „Es ist eine große Freude, mit Romeo zusammenzuarbeiten – er hat Charme, Stil und viel Energie. Ich freue mich, dass wir ihn für unsere Weihnachtskampagne gewinnen konnten!“
Ich bin ganz hin- und hergerissen von dem Film und erkenne Parallelen zum jungen Heintje, der auch die Herzen Großmütter eroberte: Vor lauter „Cuteness-Alarm“ überschlagen sich gerade die Onlinemedien, wenn sie über die Kampagne berichten …




