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Plagiate shoppen beim Plagiate Shop

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Bild: PR

Denke ich an Fakes, also an Kleidung und Accessoires, die vorgaukeln, etwas zu sein, was sie nicht sind, denke ich einen Augenblick später an Samantha Jones, der in der Playboy Mansion von einem Bunny eine Tasche gestohlen wurde – zumindest glaubt sie das. Doch im Gegensatz zu Samanthas Tasche wurde die Fendi des Bunnys nicht in China hergestellt, sondern in Frankreich … Das ist zugegebenerweise bei „Sex and the City“ ziemlich lustig, in der Realität wäre es hingegen peinlich und doch sieht man regelmäßig auf der Straße und in Modeblogs gefälschte Kleidung und Taschen – immer getreu dem Motto: „Wird schon nicht auffallen!“ Dabei ist der Kauf von Fakes – und da spielt es auch keine Rolle mehr, ob es eine nachgemachte Tasche von Fendi ist oder eine Sonnenbrille von Ray Ban, mit Sicherheit kein Kavaliersdelikt.
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Bilder: PR

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag schätzt den Schaden, den allein der deutschen Wirtschaft durch Produktpiraterie entsteht, auf jährlich mehr als 50 Milliarden Euro. Und die Tendenz ist steigend: War die gefälschte Uhr von Rolex früher ein beliebtes Urlaubsmitbringsel, kann man heute bequem von zu Hause aus Fakes in diversen Onlineshops einkaufen – nur beim „Plagiate-Shop“ will es einfach nicht gelingen, das Schnäppchen von „Channel“ oder von „Farmer Castle“ in den virtuellen Einkaufskorb zu packen, denn sofort taucht ein Hinweis auf:

WARUM PLAGIATE KEINE ALTERNATIVE SIND:
Wussten Sie eigentlich, dass Kenner nur Originale kaufen? Ihnen reicht schon das Etikett? Sie haben an Nachgemachtem wirklich Freude? Das können wir uns nicht vorstellen. Wir versprechen Ihnen: Plagiate werden jedenfalls keine Ihrer Erwartungen erfüllen. Freuen Sie sich, wir haben Sie vor dem Kauf billiger Kopien bewahrt und vor den möglichen Folgen.

Hinter dieser ungewöhnlichen Kampagne steckt der „MEISTERKREIS“, der mit einem Bruttomediavolumen von mehr als 500.000 Euro der Marken- und Wertepiraterie den Kampf ansagen will.
Der MEISTERKREIS vereint laut Eigenbeschreibung Menschen, Unternehmen und Institutionen, die für Kultur, Kreativität und höchste Qualität aus und in Deutschland stehen.
Zum MEISTERKREIS gehören Unternehmen wie Gaggenau, Glashütte Original, Leica, Porsche, Meissen, Montblanc, Robert Weil, Thonet und Talbot Runhof sowie die internationalen Marken Armani Prive, Chanel, Dior, Condé Nast Verlag, Rolex und Estée Lauder Companies – also Unternehmen, die mit den Folgen von Fakes zu kämpfen haben …

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  • Siegmar
    13. November 2014 at 13:12

    hervorragende Idee, mich nerven auch diese ganzen offensichtlichen LV-, Prada- usw. Taschen morgens in der S-Bahn, da man der Besitzerin schon in Regel ansieht das Louis Vuitton nur aus dem Fake-Shop in ihrem Urlaub kennt. Ich habe mal eine Frau, morgens in der voll besetzten S-Bahn, gefragt ob ihre gefakte LV-Tasche eigentlich einen Fahrschein hat, da sie diese auf einem Sitz neben sich präsentierte und nicht wegnehmen wollte , dass gab ziemlichen Ärger aber auch Gelächter.

  • PeterKempe
    13. November 2014 at 13:44

    Ich konnte es noch nie verstehen, dass Menschen Fakes kaufen, denn es geht ja nicht um das Etikett, sondern um die Qualität. Besser ein No-Name Produkt, das hübsch ist, als einen Fake. Bei Designersachen gilt: immer das Original. Keiner kann davon ausgehen, dass, wenn er am Brenner oder in der Türkei auf dem Markt ein LV Produkt kauft, dass es echt ist. Immer in den Boutiquen der Haeuser kaufen oder bei zertifizierten Distributoren. Finger weg von Plagiaten, die finde ich verachtungswürdig und peinlich …

  • PeterKempe
    13. November 2014 at 13:45

    @siegmar

    Super, Deine Fahrschein-Geschichte! I love!

  • Elke
    13. November 2014 at 14:28

    Auf einer Fahrt nach Südtirol sah ich am Brenner mal LV Taschen
    mit „lila“Reißverschluss!Klasse!

  • Manfred
    13. November 2014 at 16:06

    Bitte keine Fakes!

  • Monsieur_Didier
    13. November 2014 at 18:31

    …ich kann nicht verstehen, wie man sich Fakes kaufen kann…
    sicher, die Originale sind immer teuer, aber das hat ja auch seinen „Grund“…
    ausserdem beschenke ich mich mit den Sachen doch auch immer selber…
    wie kann ich das mit Plagiaten…
    eigentlich muss man darüber gar nicht diskutieren, aber dann muss man es doch wieder…
    sicher, jeder kann das handhaben wie er oder sie es wollen…
    mich macht es eher traurig, wenn ich bedenke, was hinter dem Erwerb solcher Dinge steckt…
    es gibt soviele schöne, bezahlbare Dinge im Leben…
    alles andere ist Vortäuschen falscher Tatsachen…

    …Wir haben hier schon so oft darüber diskutiert:
    lieber weniger kaufen, dafür gut und „echt“…

  • Jan
    13. November 2014 at 19:39

    Coco Chanel hatte es als Kompliment gesehen, dass ihre Kostüme reihenweise kopiert wurden.
    Und eine Frage muss man stellen: geht wirklich Umsatz dadurch verloren? Kann der seriös beziffert werden? Würde sich die gleiche Kundin für eine kopierte Tasche entscheiden, wenn sie ausreichend Budget für eine echte hätte? Das sind doch zwei ganz unterschiedliche Käuferschichten…

  • Horst
    13. November 2014 at 20:44

    @Jan guter Einwand und es timt sicherlich, dass die Kundin, die 10.000€ für eine Tasche zahlt, vermutlich keine gefakte Tasche für 50€ im Urlaub am Strand kauft, allerdings leidet das Image der Marke allemal (siehe in den 90/2000er Jahren LV und MCM), was sich dann wieder im Umsatz bemerkbar macht.

  • Mici
    16. November 2014 at 15:19

    ganz ehrlich – wer sich eine teure Tasche nicht leisten kann oder will, der soll sie eben nicht kaufen. gibt schließlich tausende andere alternativen – und wenn man unbedingt diese tasche will, soll man drauf sparen…

    besser als sich eine plastik chanel für 50€ umzuhängen und sich dann geschichten dazu auszudenken, warum man sie so günstig bekommen hat á la vintage aus Omis keller oder so.