Neben diversen Oligarchen fallen mir ad hoc nur eine Handvoll potenzielle Kunden für die Möbel-Kollektion der Zwillingsbrüder Simon und Nikolai Haas für Versace Home ein. Allen voran natürlich Harald Glööcker, was den amerikanischen Designern allerdings nicht gerecht wird, arbeiten sie doch sonst mit Größen wie Peter Marino und Lady Gaga zusammen.
Daher hier auch zur Einstimmung auf weitere Möbel der Haas Brothers ein wirklich schönes Video, wo deutlich wird, wie viel Arbeit, Energie, Kreativität und unglaubliche Handwerkskunst hinter einem doch eher irritierenden Möbelstück wie obigen Sessel, der den tollen Namen „Donatella Chair“ trägt, steckt:
April 2013
Sie sehen unglaublich angesagt aus, kommen zu allem Überfluss auch noch aus Paris und ich habe sie glücklicherweise wieder in meiner Playlist entdeckt. Und siehe da: La Femme haben dieses Jahr bereits ihre dritte EP mit dem Namen „Hypsoline“ veröffentlicht. Darauf ist unter anderem auch ihre Single „Sur la planche“ in einer sehr gelungenen Version von 2013.
Den Kauf der EP „Le Podium #1“ (2010) lege ich euch ebenfalls nahe. Allein schon wegen Songs wie „La Femme Ressort“. Die Musik des Quintetts klingt wie eine Mischung aus Stereo Total, Surfrock und Synthesizer Musik. Warum ich mir die EP damals gekauft habe? Grund war das anstößige Cover. Aber seht und hört selber.

Bild: Zenith
Uhren sind so eine Sache – legt man auf modisches Aussehen wert, lohnt es sich natürlich nicht, in kostspielige Klassiker zu investieren. Wir bei Horstson neigen aber eher dazu, bei Basics Zeitloses und eher Kostspieliges anzuschaffen, von dem man lange was hat und das man immer wieder gern anschaut und trägt.
Natürlich gibt es Traumuhren diverser Marken und Manufakturen, aber es ist wie bei den Designern auch – die kleineren und feineren Manufakturen überstrahlen meistens die großen und eher aggressiv auftretenden Marken.

Absolut irre Zeiten – nun muss sich selbst Barack Obama, angeblich der mächtigste Mann der Welt, von Aktivistinnen, Aktivisten und einer Menge Medien dafür schelten lassen, dass er Komplimente macht.
Zwar ist es in unseren so genannten modernen Zeiten Gang und gäbe, dass junge Frauen in aller Öffentlichkeit über die Form und Festigkeit männlicher Po’s herziehen, das (Un)Wort Hackfresse oder wahlweise auch Sahneschnitte gefühlte zwanzig Mal pro Nichtgedanke* benutzen, aber wehe dem Mann, der sich heute nicht so weit unter Kontrolle hat, Komplimente und ähnlichen Zuspruch zu weiblichen Attributen nicht auszusprechen. Der bekommt es neuerdings mit #aufschrei und deren „Social Media Buddies“ zu tun … und ist dann erst mal mit öffentlichem Buße tun gut beschäftigt.
HORSTSON ist ja sowieso Fan der Skandinavier. Daher wundert es nicht, dass ich euch nun schon wieder etwas Nordisches vorstelle. Cold Mailman sind ein ähnliches Phänomen wie MOMOFOKO. „Heavy Hearts“ ist schon das vierte Album aber erwähnt man den Namen wird man fragend angeschaut. Dabei haben die Jungs für ihr Video zur Single „My recurring dream“ extra den momentan angesagtesten Musikvideo-Regisseur Norwegens Andre Chocron mit ins Boot geholt. Wenn das nicht hilft die fragenden Gesichter zu beseitigen, dann weiß ich auch nicht! Aber schaut selbst.

Bild: Horstson
In der französischen Sprache gibt es das wunderbare Wort „Sautoir“, was so etwas wie ‚lange Halskette‘ bzw. ‚eine Kette mit vielen Strängen‘ bezeichnet. Aufgekommen sind diese langen Ketten in den 20er Jahren, als die Kleider schlichter, die Röcke kürzer und darüber Kaskaden von Perlen oder Goldketten geworfen wurden, die bei den Modetänzen Shimmy oder Charleston wild im Takt mitwippten.
Als Chanel 1926 das kleine Schwarze erstmals vorstellte – nur mit einem langen Perlenstrang aus großen Zuchtperlen dekoriert – löste sie nicht nur eine riesen Modewelle aus, sondern erschuf gleichzeitig eine der Ikonen des Hauses: die Chanel Kette. Neben der Jacke mit den Tressen und der berühmten Handtasche 2/55 ganz oben auf der Wunschliste der Traumkleidungsstücken, wie bei Befragungen unter europäischen Frauen ermittelt wurde.
A Tribute To Fashion Photography – “Mouvements de Femme: Norman Parkinson by Roland Mouret”
Posted on 9. April 2013
Bild: Norman Parkinson Archive
Mein Lieblings-Kleidermacher als Kurator!
Das wäre meine Überschrift gewesen, wenn die letzten beiden Kollektionen Roland Mourets nicht etwas verstörend auf mich wirken würden. Vielleicht war es ja ganz gut, mal was anderes, sehr kreatives zu machen, Mons. Mouret ….
Wer und wie gut waren die Modefotografen zu Zeiten des New Look von Cristian Dior? Damals, als es noch nicht gefühlte 99 Topfotografen gab, die sich um die Aufträge der Editors In Chief der Hochglanzmagazine mit großem Können, Charme, List und Tücke zu bewerben haben?
Neid auf Models ist ja weit verbreitet. Sie deshalb aber gleich verbrennen zu wollen ist neu. Aber keine Sorge – Lily Cole hat im Video zur neuen Single „Sacrilege“, was soviel wie Kirchenschändung bedeutet, mehr getan als die falsche Haarfarbe zu haben. Sie hat nämlich mit der gesamten Population eines zugegeben sehr kleinen Städtchens geschlafen. Dafür sitzt sie dann, angebunden an einen Pfahl, neben ihrem Ehemann und muss sozusagen brennen.
Die Doppelmoral des Ganzen ist: alle Ankläger haben auch mit ihr geschlafen. Das ist einerseits bedrückend und erschreckend aber auf Grund der Tatsache, dass die Yeah Yeah Yeahs wieder da sind, auch sehr erfreulich. Die 2000 gegründete Kombo bleibt ihrem Stil treu. Frontfrau Karen O(rzolek) kreischt wieder gewohnt künstlerisch ins Mikro und sieht, wie ihr am Pressefoto sehen könnt, mal wieder hinreißend aus. Nach ihrem letzten Album „It’s Blitz“ (2009) war es sehr ruhig um die Band geworden. Lediglich Karen O hat mit Projekten wie zum Beispiel dem Soundtrack zu „Wo die wilden Kerle wohnen“ unter dem Namen „Karen O and the kids“ von sich Reden gemacht. Jetzt besinnt sie sich wieder auf rauere Töne und wir sind gespannt auf „Mosquito“, dem mittlerweile vierten Album. Und wer weiß, vielleicht wird sie ja auch Testimonial für SAINT LAURENT? Passen würde es ja.
„Mosquito“ erscheint am 12.4.2013

Eigentlich wissen wir es schon immer: Haare sind beim Mann sexy – zumindest ist das mein subjektives Stilempfinden und wenn ich mich in den Magazinen und überbewerteten Trendvierteln der deutschen Großstädte umschaue, liege ich mit meiner Wahrnehmung goldrichtig: überall Männer mit Haaren: Brust, Gesicht, eigentlich ist ein paar Jahre nach dem mittlerweile als oldfashioned geltenden Trend des metrosexuellen Mannsbildes alles wieder haarig.
Nun ist das erhöhte Aufkommen der Körperbehaarung nicht die Konsequenz auf ein vernachlässigtes Äußeres, sondern das Resultat von ehrgeiziger Pflege jedes einzelnen Haares und so wird gezupft, rasiert, gefärbt, gepudert, gebleicht und, wenn ich der gerade eingetrudelten Pressemitteilung Glauben schenke, gewaxt:
Hilfe, mein Parfumflacon spricht zu mir! – Bond No. 9 bringt das erste „digitale“ Parfum
Posted on 8. April 2013
Bild: Bond No. 9
Nichts gegen Smart Tags, die ich selbst programmieren kann …
… aber von allen vollkommen überflüssigen Errungenschaften und Segnungen unserer Zeit, zählen die nervigen Zeitfresser, QR (Quick Response Codes) genannt, auf Plakaten, Anzeigen und Produkten für mich zu den Schlimmsten. Selbst wenn ich nur einem Bruchteil aller Aufforderungen, den QR Code mit meinem Smartphone via passender App zu scannen nachgekommen wäre, hätte ich vermutlich seit deren Erfindung keine Zeit mehr gehabt, Bücher, Magazine und Zeitungen zu lesen. Man kann so herrlich viel Zeit damit vergeuden, wenn man nicht bemerkt, dass diese Codes als Bestandteile von Werbung uns in eine Art Endlosschleife beamen, in der die Absender uns mit allem voll sabbeln können, das sie noch dringend über ihr Produkt loswerden wollten.
