Der frühe Vogel fängt den Wurm – in dem Falle meines heutigen Besuches des H&M Showrooms müsste es eher heissen: …kann in Ruhe die Kollektion anschauen. H&M lud ein, die kommende Herbst- und Home-Kollektion genauer unter die Lupe zu nehmen und so standen wir dann als erstes in einem Showroom in der Hafencity.
Gefallen haben mir eine Menge Kollektionsteile und die gibts nach dem Klick zu sehen… Die Home-Kollektion folgt dann morgen
Mai 2011
Eigentlich hatte ich überlegt, dass man bei diesem Artikel ‚Club Tropicana‘ von Wham anklicken kann – aber dank irgendwelcher Urheberrechte funktioniert der 80er-Jahre-Pop-Klassiker leider nicht und somit müsst ihr den Soundtrack zum New Balance M574 Tropical Fruit Pack selber summen…
New Balance hat mit diesen Schuhen das geschafft, was leider nicht jedem Label gelingt: Einen Sommer-Sneaker entworfen – ganz ohne peinlichen Flip-Flop-Zehensteg. Und im Winter kann er auch getragen werden…
Vor einigen Tagen hat es mich beruflich nach Stockholm verschlagen – Zum Glück hatte ich einige Stunden für private Aktivitäten eingeplant und ich konnte einen Blick in das Acne Archive werfen.
In diesem kleinen Shop des Schwedischen Labels gibt es Stücke aus älteren Kollektionen, Musterteile, Klassiker und teilweise auch Einzelstücke, die nicht in die reguläre Kollektion aufgenommen wurden. Die Preise liegen bis zu 80% unter den regulären Verkaufspreisen, und wer jetzt das typische Outlet-Personal erwartet – weit gefehlt: Schwer begeistert war ich von den drei Verkäufern im Laden, freundlich-fröhlich-kompetent und hilfsbereit.
Mit in meine Umkleidekabine und später in meine Einkaufstüte wanderten ein kariertes Hemd, eine helle Jeans und ein Mitbringsel für den daheim gebliebenen Horst- ein gestreiftes T-Shirt. Jättebra!
Zu ein paar Eindrücken gehts nach dem Klick
Man muss meistens nicht lange nach Leuten suchen, die es auch nervig finden, wer heute so aller seine eigene Kollektion hat. Das fängt ja irgendwo bei der
Part-Time-Designerin Lindsay Lohan und den fashionverrückten Olsen Sisters an und endet leider nicht mit Heidis Maternity Collection. Auch wenn wir fast alle keine Tom Fords und Stella Mc Cartneys sind, wissen wir doch, dass da ganz schön viel dazugehört, Designer einer richtig guten Kollektion zu sein. Daher war ich im ersten Moment skeptisch, als mir durch Zufall beim Quergucken der Harald Schmidt Show John Malkovich als Designer seiner eigenen Kollektion vorgestellt wurde. Und das nur en passant, denn es ging um sein Opern-Engagement als Casanova in The Giacomo Variations an einem Theater im Ruhrpott. Eigentlich seltsam, dass ich das davor nicht auf dem Schirm hatte. Das änderte sich nach der ersten Sichtung der Website und mit dem Kontakt zur Company in Italien schlagartig.
Es ist Hafengeburtstag in Hamburg: Millionen Menschen schieben sich zwischen Landungsbrücken und Hafencity hin und her – schön klingt das nicht und eigentlich muss man Hamburg für diese Zeit verlassen – so wie z.B. Fabian Hart von Hart International, der mit der Queen Mary II das Weite sucht. Wer nun gerade nicht auf Kreuzfahrt geht, dem empfehlen wir etwas Entspannung und als Lektüre haben wir hier ein paar Artikel für euch rausgesucht, die es auf jeden Fall nochmal zu lesen lohnt – und Fabian wünschen wir eine gute Reise…!
1) Warum hat Chanel aus Peters Sicht die goldene Palme der Filmfestspielen in Cannes verdient? Die scheint Guerilla Boutique scheint großartig zu werden…
2) Was hat Kate Moss mit James Middleton zu tun? Frau Willis klärt auf…
3) Macht Christian Louboutin jetzt Herrenschuhe mit blauen Sohlen? Nein – es handelt sich um den Jil Sander Memphis 999 Derby Shoe
4) Eine Dior-Ausstellung in Moskau, das ist wie eine Ed Hardy Vernissage im Umkreis von Berlin? Ich weiß nicht ob es eine Ed Hardy Vernissage geben wird, aber die Inspiration Dior-Ausstellung in Moskau ist großartig
5) Welche Hose sollte man diesen Sommer auf jeden Fall in verschiedenen Ausführungen in seinem Kleiderschrank haben? Die Chino! Daisydora verschafft uns einen Überblick…
6) Einige finden ihn bestimmt auch ohne Schokoladenüberzug zum Anbeissen – Baptiste Giabiconi. Aber nicht nur die Lagerfeld Muse ist aus Schokolade, sondern gleich die ganze Hotelsuite im Pariser Luxus-Hotel “La Réserve”, die Lagerfeld für Magnum entworfen hat
Man darf das Kind auch mal beim Namen nennen: Die TUSH ist eines der besten Fashion-Magazine in Deutschland und eine der besten Fotografen aus Deutschland ist ganz klar Ellen von Unwerth. Und wenn nun Ellen von Unwerth eine ganze Ausgabe der TUSH shootet, kann man davon ausgehen, das Großartiges bei rauskommt. Ich war gespannt auf die Bilder und als ich sie gestern das erste Mal gesehen habe, war ich dann doch sehr schnell überzeugt – allein schon wegen der zwei verschiedenen Cover mit Crystal Renn.
Ob es nun die beste Ausgabe der TUSH ist, kann ich noch nicht sagen, denn diese erscheint erst am 11.Mai – aber die Preview, die es nach dem Klick zu sehen gibt, deutet darauf hin…
Die Emanzipation der Frau Knolle x Die Kartoffel als Lifestyleobjekt
Posted on 6. Mai 2011Sie hatte die Schnauze voll immer nur die Beilage und schmückendes Objekt ihres Mannes zu sein. Sie fühlte sich wie Catherine Deneuve in „Das Schmuckstück“. Eines Tages beschloss sie, dass damit nun Schluss sein müsse. Sie würde nun nicht mehr länger auf das Machofleisch namens Steak angewiesen sein. Hat sie doch auch alleine sehr viel zu bieten und es nicht nötig neben dem Knoblauchbrot immer die zweite Beilagengeige zu spielen. Sie wollte einen Neustart. Doch so einfach war das nicht, galt sie doch als angestaubt und ihre Haut war auch schon etwas braun geworden. Also musste etwas her, das ihr Ansehen steigert und Aufmerksamkeit erregt. Ein Künstlername! Er sollte außergewöhnlich und südländisch klingen, denn das mag das Publikum. Und es sollte ein Name sein, der sich einem nicht sofort erschließt. Also überlegte sie Tag und Nacht und kam zu dem wunderschönen Namen „Kumpir“.
Ich habe ein von Gott gegebene Abneigung gegen Flip-Flops Zehenstegsandalen und bin froh, wenn ich die Dinger in erster Linie nicht sehen und in zweiter Linie nicht hören muss: Ich mag weder einen Fuss in einem dieser Schuhen sehen, noch dieses komische Geräusch hören. Froh war ich, dass sich einige Firmen komplett von der Idee, einen solchen Schuh zu entwerfen, freigesprochen haben – allen voran Converse.
Converse liebe ich, besitze um die 10 Paar und ich weiß, dass auch die anderen Horstson Schreiber ein beachtliches Chuck-Repertoire in allen Farben haben. Nur obiges Paar wird hoffentlich nie in einen Schuhschrank von uns wandern – wir hätten ein Geschmacksproblem, denn ein Hybrid aus Converse Chuck Taylor und Zehenstegsandale kann ich nichts abgewinnen – und Du?
Zu weiteren Bildern der Chuck Taylor All Star Sandale gibts nach dem Klick
Diese Frage habe ich mir schon bei den ersten Berichten, die ich über die Met Costume Institute Gala 2011 gelesen habe, gestellt. Klar – Entwürfe von Alexander McQueen, denn schließlich widmet sich die Ausstellung dem Werk des englischen Modedesigners, der am 11. Februar 2010 durch den Freitod aus dem Leben schied. Rund 100 Ensembles plus 70 Accessories aus Kollektionen aus 19 Jahren kreativen Schaffens Alexander McQueen’s werden gezeigt und durch Kommentare (unter anderem von Sarah Burton und Andrew Bolton, dem Kurator der Ausstellung) ergänzt.
Einen kleinen Einblick gibts im Ausstellungskatalog mit Bildern von Sølve Sundsbø oder nach dem Klick – und wenn ich ehrlich bin: Die Kollektionen machen einen immer noch sprachlos, oder?
Fester Glaube, in der Waschmaschine waschbar bis 90 Grad? x Muslim-Message-T-Shirts von Styleislam
Posted on 6. Mai 2011Ich gebe es zu, ich hab’s ja schon sehr mit bedruckten T-Shirts und ich habe auch an Ostern ganz freiwillig den kleinen Modebericht zu den prachtvollen Roben des Heiligen Vaters und seiner Gefolgschaft geschrieben. Aber als euer Lieblingsblogger Horst mir schon am vergangenen Freitag den Tipp gab, ich könnte doch über das erfolgreiche Label Styleislam schreiben, das er im Spiegel entdeckt hatte, da war ich sehr unsicher, ob ich dazu trotz meiner verkorksten und eher nicht mehrheitsfähigen Haltung, der zu Folge jede Religion Folklore ist, in der Lage sei…. Da das beileibe nicht der erste Bericht wäre, den man als Daisy-Fehlversuch bezeichnen könnte, getraue ich mich nun doch drüber.
„Terrorism has no religion“, das ist eine der Botschaften, die man bei Styleislam seit einigen Jahren auf Buttons und T-Shirts druckt, und zwar so erfolgreich, dass man von einem Label sprechen kann. Ursprünglich ging es dem Grafiker Melih Kesmen aber nicht um eine erfolgversprechende Geschäftsidee, als er vor fünf Jahren auf ein T-Shirt das Bekenntnis „I Love My Prophet“ druckte. Dass daraus dann im Lauf der Jahre doch die Idee zu einem profitablen Modeunternehmen entstand, hat mit der überwältigenden Resonanz zu tun, die dieses erste T-Shirt mit dem Bekenntnis zu Alah auslöste. Heute ist Styleislam ein deutsches Unternehmen mit sieben Mitarbeitern und dem Geschäftsgegenstand: Urbane Kleidung mit muslimischen Botschaften.
Als ich diese Eigenaussage gelesen hatte, tauchten Reihenweise Bedenkenträger der westlichen Welt vor meinem geistigen Auge auf, die in der Aussage Urbane Kleidung mit muslimischen Botschaften auf jeden Fall einen Widerspruch in sich sehen würden. Schwarz-Weiß gedacht lässt sich auch das Thema der Kluft zwischen den Weltreligionen besser in Schubladen verstauen…. Und jeder von uns kennt Leute, die tatsächlich denken, in Istanbul oder Ankara läuft man überwiegend verschleiert durch Gassen und Straßen und jeder Türke ist praktizierender Muslim.
Die ersten Erfahrungen mit seinen T-Shirts hat Kesmen 2005 in London gesammelt, wo man ihm das T-Shirt vor Begeisterung, so der Erfinder, am liebsten vom Leib gerissen hätte. Das ist umso verwunderlicher, als durch die Gewalt, die mittelbar durch die Veröffentlichung der Mohammed Karikaturen in der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ ausgelöst wurde, gewalttätige Proteste und Terroranschläge auch Menschenleben forderten. Kesmen ging es darum, ein Zeichen dagegen zu setzen, dass man seine Religion mit Hass und Gewalt verband.
Ob das tatsächlich bei den unbeirrten Sarrazynisten funktioniert hat, darf bezweifelt werden. Ich glaube, dass solche Botschaften eher ein gutes Gefühl bei denen auslösen, die ohnehin mit Durchblick gesegnet sind. Aber das bedeutet nicht, dass ich der Idee gar nichts Positives abgewinnen kann. Ich finde es gut, wenn junge Leute ganz selbstverständlich ein selbstbewusstes Leben für sich einfordern, gerade weil es an der Schnittstelle der Kulturen mehr Missverständnisse als klare nachvollziehbare Positionen gibt. Mir ist da aber auch bei allen Religionsvertretern zu viel Druck im Kessel. Schließlich gibt es weltweit Studien, die belegen, dass die eigene Religion auch bei denen zu einem reflexhaften Verhalten und Empörung führt, die zur Mehrheit der nicht praktizierenden Gläubigen einer Religion zählen. Mögen sich die muslimischen Pendants zum Taufscheinkatholik scheinbar noch viel artiger dem Willen der Prediger und Kirchenoberhäupter beugen, die Gedanken der Menschen sind auch hier völlig frei…. und das Versprechen der Einhaltung der Zehn Gebote verkommt nicht selten zum Lippenbekenntnis…..
Die Kollektion von Styleislam wird mittlerweile in alle Welt verkauft. Shops gibt es bisher in Riad, Istanbul und Medina. Zur Zeit sucht man in Duisburg und Dortmund nach einem geeigneten ersten Standort für einen Styleislam Shop. Dort werden dann neben den schon erwähnten Botschaften Sprüche wie „Make Çay Not War“ (Macht Tee, keinen Krieg), „Du’a – The Weapon Of The Believer“ (Bittgebete – die Waffen eines Gläubigen), „Hijab – My Right, My Choice, My Life“ (Das Kopftuch – mein Recht, meine Entscheidung, mein Leben) oder „Salah – Always Get Connected“ (Das Gebet – verbinde Dich immer) auf T-Shirts, Hoodies, Babystrampler, Armbändchen, Taschen und so weiter gedruckt, ganz ohne Glaubensbekenntnis an jeden Kunden mit Sendungsbewusstsein verkauft werden…
Wer gerne ein Shirt mit dem Aufdruck „Jesus Was A Muslim“ gekauft hätte, kommt allerdings zu spät. Das hat man nach Protesten aus Bayern freiwillig aus dem Programm genommen. Herrschaftszeiten noch a’moi, dös wär‘ ja noch schöner, do könnt‘ ja jeder daherkommen und so was behaupten. Wo wir Taufscheinchristen doch ganz genau wissen, wie das mit Jesus wirklich war…
So ein Thema schreit geradezu danach, dass ihr euch einschaltet, liebe Leser, sagt ihr mir bitte, was davon zu halten ist. Ist Styleislam nur eine clevere Geschäftsidee oder doch mehr? Auf jeden Fall hat sich euer Lieblingsblogger Horst, im Herzen ganz investigativer Vollblutjournalist, dahinter gesetzt, Melih Kesmen um ein Interview zu bitten, das wir euch, falls er unsere Fragen brav beantwortet, zu späterem Zeitpunkt bringen werden…










