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Januar 2011

Allgemein

Thomas, meine Freundin Max und ich…

…drei Menschen, die sehr gerne und auch einigermaßen viel lesen. Magazine, Zeitungen und natürlich Bücher. Und manchmal lesen wir eben das gleiche Buch simultan, um dann ein – naturgemäß sehr bescheidenes und an das Original nicht annähernd heranreichendes – literarisches Terzett bilden zu können. Diesmal war „Modestrecke“ (Unterwegs mit LesMads, Berliner Taschenbuchverlag) dran, das erste Buch der Modebloggerinnen Julia Knolle und Jessica Weiss. Ich wollte erst mal nicht, weil ich an sich schon Schwierigkeiten mit „Frauenliteratur“ habe, die nicht wenigstens von Literaturnobel- preisträgerinnen geschrieben wurde. Ich hielt es daher für unfair, wenn ausgerechnet ich das erste Buch zweier junger Frauen lesen und rezensieren würde. Dann hat mir aber Max, meine amerikanische Freundin, Mut gemacht, mit Mantras in der Art: Du verstehst ja Einiges von der Materie und bist im wirklichen Leben die netteste Person, die ich kenne, wenn es um junge Leute – deren Förderung und Unterstützung geht. Nun ja, ob das stimmt, darüber können wir uns mal an anderer Stelle unterhalten. Meinen Freund haben wir dazu genommen, weil er ein Mann ist und solchen Themen erstens ganz pragmatisch und zweitens mit Verstand begegnet und er darüber hinaus noch nie Nutzer von Modeblogs war… daher beide Autorinnen ein unbeschriebenes Blatt für ihn waren. Für mich sollte das Lesen von Modestrecke aber auch eine Art Therapie werden, mit der ich mir die Chance geben wollte, menschlich gewinnende und modisch interessante Seiten an beiden Bloggerinnen zu entdecken, die mir wirklich gut gefallen. Und das hat – zumindest teilweise – geklappt.

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Die Woche auf Horstson

Eine Woche haben wir jetzt schon im neuen Jahr rum und ich könnte wetten, dass die meisten gute Vorsätze schon gebrochen sind. Aber nicht alle: mainlandoffice vom Modepiloten ist in diesem Jahr noch nicht rückfällig geworden und hat sich tatsächlich noch keine neuen Klamotten gekauft. Das finden wir von Horstson gut und drücken für diese tolle Aktion weiterhin die Daumen! Und was war die letzten 7 Tage auf Horston los? Eine Menge – Hier also die Highlights der letzten Woche:

1) Liegt Venedig an der Seine? Peter ist sich da ganz sicher – wie er darauf kommt lest Ihr bei „Venedig an der Seine – Chahans Eisblumen Farben
2) Was hat Philipp Plein mit Mode zu tun? Keine Ahnung, aber er wird es uns sicher bei Fashion & Fame auf Pro 7 zeigen
3) Daisydora hat einen Schuh gefunden, der Charly Chaplin sicherlich gut gestanden hätte, ihr aber nicht – und wir haben ihr vom Kauf abgeraten
4) Jan Who überrascht immer wieder: Diesmal mit französischer Musik fernab von Edith Piaf und Mireille Mathieu: Vive la France!
5) Was machen Jugendliche in Hamburg wenn Ferien sind? Sie stellen sich in einem Einkaufzentrum in eine Schlange und warten 45 Minuten, um im örtlichen Hollister Laden Einlass zu bekommen
6) Kann man nicht nicht kommunizieren? Nein! Paul Watzlawick und Daisydora sind sich da einig – Daisydora beschäftigte sich mit der Kommentarkultur auf Blogs

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Im Modesumpf: Kate Moss x Balmain x Antony Hegarty

Wir kennen ja mittlerweile die altbekannte Verbindung aus Musik und Fashion.
Aber was passiert, wenn die männliche Björk Antony Hegarty sich mit Inez van Lamsweerde und Vinoodh Matadin zusammenschließt und einen Kurzfilm über ein Fashionshooting macht? Genau. Etwas Großartiges! So geschehen beim Kampagnenshooting für die Herbst/Winter 2011 – Kampagne von Balmain, Interessanterweise haben alle beteiligten (außer Balmain, obwohl das wirklich witzig anzuschauen wäre) mit Björk bereits zusammengearbeitet. Inez von Lamsweerde war neben Nick Knight für die Booklet-Bilder von Björks aktuellem Album „Volta“ verantwortlich. Und mit Antony Hegarty hat sie auf genau diesem Album „Dull flame of desire“ eingesungen. Wahrscheinlich steckt Björk also hinter dem ganzen Balmainprojekt. War sie es doch, die für Alexander McQueens Tribute von Nick Night auch etwas eingesungen hat. Puh. Kommt noch einer mit? Nunja. Zurück zum Video.

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Frau Ingenieur ist nichts zu schwer – Lady Gaga und die Polaroid Grey Label Kamerabrillen

Unsereins, also jener Teil der knapp sieben Milliarden Menschen auf dem Planeten, die rein wirtschaftlich gesehen der westlichen Hemisphäre angehören, hat es gut: Erstens gibt es nichts, dass es nicht zu kaufen gibt, und dann kümmern sich auch noch glamouröse Popstars wie Lady Gaga höchstpersönlich um Produktinnovationen. Aber nicht etwa um Glitzertops, Lip Gloss oder Ledercatsuits. Der Kamera- und Brillenhersteller Polaroid hat sich Lady Gaga als Creative Director für den Produktinnovationsbereich Grey Label schon vor einem Jahr ins Boot geholt. Und nun, pünktlich zur Eröffnung der International Consumer Electronics Show in Las Vegas, werden die ersten Früchte dieser Zusammenarbeit der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zusammen mit dem von Creative Director Robert Brunner geleiteten Team des US Designspezialisten Ammunition LLC hat Lady Gaga das Design einer Spiegelbrille mit übergroßen Gläsern entwickelt, die als Digitalkamera funktioniert und in die zwei 1.5″ LCD Displays integriert wurden. Man hat die Brille auf dem Nasenrücken, fotografiert das, was man im Sichtfeld der Brille fokussiert und kann das Ergebnis in den Displays überprüfen. Wenn das mal kein Gimmick für große und kleine Jungs ist. Entstanden ist die Idee zu dem Design und der Kollaboration mit Stefani Germanotta beim Betrachten von Lady Gagas Video zu Poker Face, den großen Pop Culture Brillen, die sie darin trägt, so Polaroid. Von nun an kann man sich seine Polaroid also ganz einfach auf die Nase setzen… Frau Inschenör ist nichts zu schwör… fragt Lady Gaga jetzt aber bitte nicht, ob es sowas auch mal mit integrierter Ton- und Musikspur geben wird…

Bilder: Polaroid

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Dior Homme “The Time I Had Some Time Alone” Preview

Vorfreude ist manchmal die schönste Freude. Ob an diesem abgedroschenen Kalenderspruch was dran ist, wird sich am kommenden Montag, also dem 10.Januar zeigen: Auf der Seite von Dior Homme feiert Kris Van Assche’s Kurzfilm “The Time I Had Some Time Alone” seine Premiere. Und Kurzfilm passt: Ganze 55 Sekunden wird das gute Stück lang (kurz) sein, also könnte man ihn auch einfach nur Spot nennen. Gedreht wurde mit dem Model Victor Nylander, sozusagen als Hauptrolle, für die Kamera ist Willy Vanderperre verantwortlich.
Und, wer fehlt? Karl Lagerfeld! Naja – zumindest im Film, bei den dazugehörigen Fotos, die zeitgelich veröffentlicht werden sollen hat Karl Lagerfeld Baptiste Giabiconi abgelichtet.
Zu den Stills des Filmes geht es nach dem Klick

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Hampel-Karl

Normalerweise lässt Karl Lagerfeld die Puppen (sorry Models) bei Chanel tanzen oder erregt unsere Aufmerksamkeit durch die Warnwestenmitführpflicht-Kampagne in Frankreich. Einige wundern sich zur Zeit über die VW Werbung – Nun ist es an der Zeit das wir den Spieß umdrehen und Karl mal für uns tanzt.
Da seine Creationen für Chanel ja wunderschön sind aber mancher Horstson Leser auch bei akkuratem zusammenkratzen sämtlicher Barbestände dann doch der Magen umdreht, gleich die gute Nachricht: 15,90 Euro, für alle erschwinglich und ein super Geschenk: Der Karl Lagerfeld Hampelmann

Die Firma Eventarts in Berlin hat viel zu bieten: Neben Politikern und den Beatles sämtliche Popstars, Schauspieler, Schriftsteller bis zu Marx und Lenin über Bill Gates bis zu traditionellen Clowns – Alles hampelt um die Wette.

Drei Größen werden angeboten und die Hampelmänner sind liebevoll mit der Hand gesägt. Lagerfeld braucht man aber schon in groß (15 cm) damits auch richtig Spaß macht.
Bb fürs Büro, Arbeitszimmer oder Wohnung – Karl tanzt an allen Orten und bringt creatives Flair in eure Buden.

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Candy Men

Als unverbesserliche Optimisten, die wir nun mal sind, gehen wir fest davon aus, dass die bonbonbunten Farben einiger Kollektionen für das kommende Frühjahr und den Sommer die sonnige Großwetterlage, die uns erwartet, ankündigen. So bunt sind Männer zumindest der Planung einiger Labels nach schon lange nicht den ersten Sonnenstrahlen entgegen getreten, wie Raf Simons für Jil Sander und Kollegen in knalligen Farben schwelgen, für die so mancher Mann, erst allen Modemut zusammennehmen muss. Raus aus den dunkelbunten Nadelstreifuniformen und all den Businessanzügen in gedeckten Farben und rein in Gelbe Hosen und Bonbonrosa T-Shirts, die so aussehen, als seien sie aus Barbies Schrank gehüpft. Für mich noch sehr gewöhnungsbedürftig, ich gebe es zu, das verwegene Farbkonzept von Raf Simons noch nicht verstanden zu haben.

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MoutonCollet „Face to Face“

Wieder so ein Label, von dem man nicht unbedingt den Namen kennt, aber einige Entwürfe auf jeden Fall gesehen hat: Die beiden Belgier Matthieu Mouton und Nicolas Collet gründeten MoutonCollet 2001 in Paris, wo sie noch heute ihren Sitz haben. Sie kooperierten unter anderem mit Maison Martin Margiela, Loulou de la Falaise, Nina Ricci for Olivier Theyskens, Kenzo, Shirtology, Herve Lege und sicher noch einigen mehr, sind mir aber erst durch einen Hut für Lady Gaga aufgefallen. Das ist nun auch ein wenig her, was aber ihren Erfolg keinen Abruch macht. Zu den Arbeiten von MoutonCollet gehören allerdings nicht nur Hüte die eher der Avantgarde zuzuordnen sind – nein – sondern auch äußert tragbarer Schmuck.
Zum Lookbook geht es nach dem Klick

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adidas Originals Stan Smith 80s Mid

Wie heisst obiger Effekt? Irisierend? Also das sich die Farben ein wenig so verhalten wie bei den Pustefix-Seifenblasen. Ihr wisst schon was ich meine. Aber eigentlich soll es hier ja auch um den Schuh gehen und Kenner sehen es sofort: Da hat adidas Originals sich im eigenen Lager inspirieren lassen: Der Stan Smith 80s Mid sieht aus wie eine schlanke Version des Jeremy Scott Wings aus der Spring Summer Kollektion von 2010 – nur ohne Flügel. Mir gefällt das „Original“ besser und Euch?
Mehr Bilder des adidas Originals Stan Smith 80s Mid nach dem Klick. Und als komplett serviceorientierter Blogger habe ich natürlich auch noch den Jeremy Scott zu den Bildern dazu gepackt. So bin ich – täglich eine gute Tat

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Venedig an der Seine – Chahans Eisblumen Farben

Einer für mich am meisten beeindruckendsten Interieur Designer mit einer ganz eigenen Handschrift lebt in Paris und heißt Chahan Minassian.
1961 im Libanon geboren, aus einer armenischen Familie stammend, kommt der junge Chahan 1976 nach Paris. Nach einem Studium für Interieurdesign heuert er bei Ralph Lauren an und wird 7 Jahre lang deren europäischer Creative Director. 1993 macht er sich selbständig und richtet verschiedene Appartements ein. Kunden aus Kanada und Japan werden zu seinen ersten Klienten und auch in Paris richtet er verschiedene Wohnungen eine. Sein Gespür für die Vermischung von Mid 40th Stil klassischer französischer Wohnkunst und moderner Kunst und avantgardistischer Keramik ergeben einen ganz eigenen Stil und eine ganz eigene Handschrift. Seine Herkunft blitzt spannungsreich immer wieder mit einer gewissen orientalischen Opulenz durch und so ergibt sich ein wunderbares Crossover der Kulturen.
In der Rue du Beaune Nummer 12 eröffnet Chahan 1999 eine Galerie und zeigt dort die Bandbreite seiner Stile und verkauft auch die vom ihm entdeckte Keramik und ausgewählte Vintage-Möbel aus den 40th und 60th. Ein Besuch – wenn man in Paris ist – lohnt sich unbedingt.

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