Was machen Schaufsensterpuppen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen? Karl Lagerfeld scheint bei seinem neuestem Machwerk, dem Kurzfilm „Window World“ diese, oder zumindest eine ähnliche Frage durch den Kopf gegangen sein. Normalerweise zeichnen sich Schaufensterpuppen insbesondere dadurch aus, im Schaufenster Klamotten zur Schau zu stellen. Anders bei Chanel: Da reissen sich zwei Puppen (gespielt durch Barbara Dvorakova und Magdalena Frackowiak) Lagerfeld Muse Babtiste Giabiconi unter den Nagel. Oder so – denn richtig verstanden habe ich den Film leider nicht. Ihr?
Januar 2011
Vor ein paar Jahren launchte adidas eine Jeans – in Zusammenarbeit mit dem Denim-Label Diesel. Das war dann weder Fisch noch Fleisch – 3 Streifen im Innenleben einer Jeans, dazu ein für die Qualität überteuerter Preis (ab 160€ aufwärts) und wenn ich ehrlich bin – mit dem Kauf habe ich nie geliebäugelt, obwohl sonst früher oder später alles aus Herzogenaurach in meinen Kleiderschrank wandert. Ich weiß nicht, ob die Diesel x adidas Originals Kollektion jetzt eingestampft wird, aber: Nächste Woche wird zur Fashionweek in Berlin die eigenständige Jeanslinie von adidas Originals präsentiert – Eine Linie namens ‚adidas Originals Blue‘, bestehend aus 4 Formen, jeweils in mehreren Waschungen. Für die Männer gibts die weit geschnittene CONDUCTOR und die Karottenform REKORD. Für Frauen eine im Boyfriend-Cut (WINNETA) und eine Skinny (CUPIE).
Ich bin immer noch etwas ratlos, was ich von einer adidas Jeans halten soll, auch wenn der Preis wesentlich angenehmer ist: Ab ca. 90€. Was denkt Ihr?
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Na da muss man erstmal drauf kommen: Als Inspiration für die Spring/ Summer Kollektion von Ben Sherman diente die Kleidung der Besatzungsmächte des 2.Weltkrieges. Wäre ich jetzt nicht sofort drauf gekommen, aber mit Pressemitteilungen ist es bekanntlich ja auch immer so eine Sache. Was hier in diesem Falle ja eigentlich auch zählen sollte sind die Klamotten der britischen Firma – und die sind gelungen. Und an den Pressetexten feilen wir nochmal, liebe Leute aus dem hübschen Seebad Brighton, ja?
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Irgendwas ist anders. Und ich habe es erst auf den zweiten Blick gesehen: Es ist weder ein High-Top noch ein Ox-Modell, sprich die „Halbschuh“-Variante. Und ich finde, es war einfach an der Zeit, dass es auch irgendwas dazwischen gibt – sozusagen was für Unentschlossene. Meine Wünsche werden im Normalfall zwar nicht erhört, diesmal dann aber doch: CONVERSE launcht im Frühjahr seine Chuck Taylor AS Mid Serie.
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Der frühe Vogel fängt den Wurm: Vivienne Westwood’s 2008er Weihnachtstuch
Posted on 11. Januar 2011Das neue Jahr hat begonnen, wir haben den St.-Knut-Tag um einige Tage vorgezogen (der ist nämlich eigentlich erst übermorgen) und den Tannenbaum ganz traditionell aus dem Fenster geschmissen. Jetzt haben wir erstmal wieder Ruhe und brauchen uns eigentlich noch keine Gedanken über die nächsten Weihnachtsgeschenke oder die festliche Dekoration machen.
Aber ich arbeite mal vor und zeige euch mein Highlight für den Dezember 2011: Meine Freundin Mikiko aus Japan hat mir heute dieses tolle Halstuch von Vivienne Westwood geschickt.
Eine limited Japan-Edition von 2008. Das ist doch perfekt als kleine Weihnachtsdecke für den Esszimmertisch.
Oder falls Horst wieder keinen passenden Weihnachts-Sweater findet kann er sich ersatzweise das Tuch modisch um den Hals knoten.
Und damit für mich die Wartezeit von 11 Monaten schneller vergeht hat mir die Gute gleich noch dieses tolle Halstuch für den sofortigen Gebrauch dazu gepackt:
Samstag habe ich ihn angekündigt und das ist er nun, der DIOR Homme Kurzfilm “The Time I Had Some Time Alone”. Die Handlung so mystisch, dass man schon fast sagen kann, dass es gar keine Handlung gibt: Junger Mann (gespielt von Victor Nylander) liegt auf Teppichresten, komplett in DIOR Homme gehüllt, schläft so vor sich hin, träumt von Skateboard fahren und Ball spielen. Nicht viel aber immerhin. Manchmal träume ich auch von nichts anderem. Aber hätte Nylander seine Zeit nicht sinnvoller nutzen können?
Insgesamt aber dann doch gut, was Kris Van Assche und Willy Vanderperre auf die Beine gestellt haben. Woran das liegt kann ich gar nicht sagen – die Handlung ist es nicht.
Wie Karl Lagerfeld zu Chanel kam – Haute Couture Spring/Summer 1983
Posted on 10. Januar 2011Im Herbst 1982 war – heute unvorstellbar – bei Chanel das Geld knapp. Im Jahre 1971, also kurz nach dem Tod der Gründerin Coco Chanel, hatte die letzte Modenschau noch tausende Zuschauer angelockt und der frz. Staatspräsident und Madame Pompidou das Defilee posthum für Coco beendet.
Die Assistenten von Chanel, Philippe Cazaubon und Yvonne Dudel, entwarfen in den folgenden Jahren ganz im Sinne von Chanel Haute-Couture-Kollektionen. Doch das Klientel wurde immer älter und das Haus geriet langsam in Vergessenheit, während alle anderen Modeschöpfer Prêt-à-Porter-Kollektionen entwarfen, initiiert durch YSL’s Rive-Gauche-Gedanken im Jahr 1966. Vor allem beherrschten Labels die Szene, die nur fertige Boutiquen-Mode machten wie Chloé, Rykiel, Beretta und Co..
Zeitgleich lancierte Karl Lagerfeld sein Chloé-Parfum und die Chloé-Kollektionen – mit Erfolg: alleine das Parfum machte umgerechnet über 50 Millionen Euro Umsatz im ersten Jahr. Zaghafte Versuche, eine kleine Boutiquen-Kollektion für Chanel zu starten, begannen die Gebrüder Alain und Pierre Wertheimer, die 1974 von ihrem Vater das Haus Chanel übernahmen, 1978 mit dem Designer Philippe Guibourge. Ehrlich gesagt war, bis auf das Stammhaus in der Rue Cambon von Chanels Weltflair, außer dem berühmten Parfum No. 5, nicht mehr viel übrig.
Sicherlich ist es ein bisschen so wie bei der Queen von England: Für die meisten geneigten Horstson-Leser steht Karl Lagerfeld einfach für Chanel, allein weil er schon immer da ist und man sich die Marke schwer ohne den Designer vorstellen kann. Aber da ich der älteste Horstson-Schreiber bin, kann ich mich noch an meinen ersten Besuch in der Rue Cambon erinnern – vor Karl Lagerfeld und mit dem heute weltumspannenden Imperium, das über die größte Kapitaldecke aller Modehäuser verfügt.
Die Wertheimers überlegten sich damals, wenn die Chanel-Parfums und die Kosmetik sich auch in der Zukunft am Markt behaupten sollten – und das war bitter nötig, weil sie die Haupteinnahmen des Hauses darstellten – musste etwas unternommen werden.
Man überlegte sich, was zu tun sei. Einflussreich in der Führungsebene bei Chanel war damals Guy Douvier.
Douvier hatte schon 1955 Coco Chanel beraten und, wie das Leben so spielt, 1969 die Kollektion von Karl Lagerfeld Tiziano-Rome übernommen, eine Firma, die zu den Favoriten von Elisabeth Taylor gehörte. Tiziano entwarf Prêt-à-Porter, war besonders erfolgreich in Amerika und Lagerfeld hatte 1969 Guy Douvier empfohlen, weil er durch die Arbeit für Fendi und Chloé keine Kapazität hatte. Das hatte Guy nie vergessen.
Also brachte Guy Douvier bei den Wertheimers Lagefeld ins Spiel. Diese waren zunächst ablehnend, weil der Designer damals schon eher berühmt für luxuriöses Prêt-à-Porter und „jüngere Mode“ bekannt war, als für das damals aussterbende und verstaubte Haute-Couture-Gewerbe.
Trotzdem wurde er engagiert, was zu einem Tumult führte, weil, wie es damals in der VOGUE hieß, „… kann man so etwas einem Konfektionsdesigner anvertrauen ..?“
Laut Lagerfeld besteht der Vertrag mit Chanel nur aus einer Seite und er hat sich verbürgen lassen, dass er machen kann was er will. Es war die schlauste Entscheidung, die die Wertheimers je getroffen haben – das wissen wir ja heute.
Am 05. Februar 1983, die „5“ wegen des Parfums, präsentierte Lagerfeld seine Frühjahr/Sommer-Haute-Couture-Kollektion für Chanel in der Rue Cambon. Lagerfelds Freund, Jaques de Bascher, Antonio Lopez, Anna Piaggi – alle waren da und die Kollektion wurde mit großer Spannung erwartet. Ein junges Mädchen, was überhaupt nicht dem Typ des landläufigen Models vom Anfang der 80er-Jahre entsprach, lief in der Show mit: Ines de la Fressange. Sie faszinierte sofort. Die Kollektion griff alle Erfolge von Chanel auf – das Kostüm, die Spitzenkleider und die unzähligen englischen Tweeds garniert mit Kaskaden von Modeschmuck. Lagerfeld hatte seine Prüfung bestanden.
Über die nächsten zwei Jahre und in den Prêt-à-Porter-Kollektionen wurde Karl wesentlich mutiger und persiflierte die Wurzeln des Hauses immer mehr. Chanel wurde langsam aber sicher wieder das einflussreichste Modehaus der Welt und erlebte einen ungeheuren Boom. Heute munkelt man von 10 Milliarden Umsatz im Jahr, die Firma ist immer noch in Privathand und eine der bekanntesten Marken der Welt. Die Geschichte des Markenrevivals diente Gucci als Vorbild mit Tom Ford und die Geschäftspolitik von Chanel ist das Vorbild unzähliger unternehmen. Es ist die Erfolgsgeschichte der Mode schlechthin.
Lagerfeld ist jetzt 77 und wenn er so lange wie Mademoiselle arbeitet – sie starb mit 87 Jahren über ihrer letzten Kollektion – haben wir noch viele Überraschungen zu erwarten.
Vive Karl – er chanelisierte die Welt mehr, als Chanel es je getan hat!
Die G-SHOCK ist sowas wie die Swatch der coolen Jungs: Gibt es in Millionen Farben und ist einfach nicht totzukriegen – Weder das Design noch die Uhr an sich. Und was diese Uhr auch interessant macht ist, ganz klar, der Preis: 100€ kann man schonmal nebenher investieren und dafür die Rolex zu Hause liegen lassen, schließlich wird eine G-SHOCK auch nicht so schnell geklaut.
Hier sind die ersten Bilder der kommenden Kollektion. Im Grunde genommen nichts neues, die Farben sind hübsch, ich empfehle allerdings eher eine schwarze, wie zum Beispiel die nach dem Klick. Ob nun analog oder digital müsst Ihr selbst entscheiden – hübsch sind sie alle, oder?
Vor ein paar Wochen stellte ich Euch das Marie Claire Cover für das iPad mit Emma Watson vor. Das Besondere war, dass es sich bewegte und ein wenig an Harry Potter erinnerte. Das sich einiges in Zukunft auf dem Markt tut, ist klar – und die Vogue Hommes Japan zieht jetzt mit einem komplett bewegten Editorial nach, für das Vogue Chefredakeur Kazuhiro Saito inhaltlich verantwortlich ist.
Die Sonderausgabe ist nur online veröffentlicht. Das „bewegende“ Editorial gibt es nach dem Klick
Edit Da die bewegte Darstellung viel Zwischenspeicher braucht, gibt es auch das bewegte Cover nach dem Klick
Es gibt doch nichts schöneres als den verregneten Sonntagnachmittag auf dem Sofa zu verbringen. Mit dem Laptop oder einer DVD, telefonierend, lesend oder Trash-Tv guckend. Dazu gibt es bei uns immer Unmengen an Schokolade, Keksen, Obst, Kaffee und Tee.
Und weil mir vor lauter Keksen, Trash-TV und Telefoniererei so langweilig war, habe ich den vermutlich weltweit ersten (und letzten) Tee-Geschmackstest „Prada vs. Hermès“ gemacht und einen Prada-Beutel und einen Hermès Beutel ins Wasser geschmissen:








