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Schuhe

News

Fred Perry übernimmt George Cox Footwear

(Bild: Fred Perry)

Beide Marken arbeiten seit langem zusammen, beide mit tiefen subkulturellen Wurzeln, nun gab Fred Perry Holdings Ltd. bekannt, das Handelsgeschäft von Geo J Cox Ltd., also der Gesellschaft hinter dem Label George Cox, übernommen zu haben. Der Vorteil liegt auf der Hand: George Cox bekommt durch die Partnerschaft die Möglichkeit, sich als globale Marke weiterzuentwickeln – soll heißen: Mit der digitalen Reichweite wächst der Umsatz.
Mit George Cox und Fred Perry schließen sich zwei Schwergewichte der britischen Alternativszene zusammen. Das Schuhlabel, das seit 1906 in Northampton, England, ansässig ist, startete mit nur zwei klassischen Modellen: dem Derby und dem Oxford, die jeweils in Handarbeit gefertigt wurden.

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Damenmode

Geschmacksache: „Very Slimy“-Stiefel von Beate Karlsson für AVAVAV

(„Very Slimy“-Stiefel; Bild: Beata Cervin)

Schuhe wie Kunstwerke: AVAVAV hat Stiefel mit vier Zehen auf den Markt gebracht. Nun ist das italienische Label bisher nicht mit seinen avantgardistischen Entwürfen aufgefallen, sondern eher mit soliden Kollektionen, die sicherlich ungewöhnlich waren, aber eben nicht sehr künstlerisch.
Vielmehr hat sich die AVAVAV einen Namen für eine progressive Produktionskette gemacht. Mit Sitz in Florenz befindet die Marke im Zentrum der weltweit wichtigsten Produktionsstandorte für Luxusmodemarken. Ein Teil der Stoffe wird nicht verwendet, doch der Müll eines Modehauses ist der Schatz von AVAVAV. Jede Woche geht ein Team auf Schnitzeljagd durch Millionen von Metern luxuriöser Deadstock-Stoffe – und kreiert Stücke, die vor Ort in kleinen Mengen eingekauft und produziert werden. Die Kleidungsstücke werden dann mit Elektrofahrzeugen zur AVAVAV-Zentrale transportiert, verarbeitet und mit recycelten Verpackungen verschickt.

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Schuhe

Auf schwedischen Sohlen: Morjas

(Bild: Morjas)

Man kann nie genug schöne Schuhe haben – ob das auch ein Wunsch von Henrik Berg war, als er sein eigenes Schuhlabel ins Leben rief, ist nicht bekannt. Lange ist es noch nicht her, dass Berg die Marke „Morjas“ in seiner Wohnung in Stockholm gründete, insofern werden wir hier die Frage sicher irgendwann beantworten können. Die Frage nach dem Hauptaugenmerk stellt sich hingegen nicht: das lag von Anfang auf Männerschuhen.

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News Schuhe

White Mountaineering kooperiert erneut mit UGG

(White Mountaineering, Herbst-Winter 2020; Foto: Eva Losada)

Wo wir doch gerade über Kooperationen geplaudert haben … Der ein oder andere Leser wird es Anfang des Jahres während der Männerschauen der Paris Fashion Week mitbekommen haben: Die 1978 in Amerika gegründete Marke UGG und das japanische Label White Mountaineering haben erneut zusammengearbeitet – die vierte Kooperation ihrer Art.
Dass die Kooperation keine Eintagsfliege war, liegt auf der Hand: Auf der einen Seite mit Lammfell gefütterte Boots von UGG, die anfangs insbesondere bei Surfern beliebt waren, auf der anderen Seite Outdoor-inspirierte Kollektionen von White Mountaineering. Würde es den Gorpcore-Trend nicht schon längst geben, hätten ihn beide Labels mit ihrer Zusammenarbeit ins Leben gerufen.

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News

Palm Angels kooperiert mit Clarks

(Palm Angels x Clarks Wallabee; Foto: Clarks)

Ein Blick auf die Fußgängerzonen oder ein flüchtiges Scrollen bei Instagram beweist es: Palm Angels gehört zu den Hypebeast-Marken schlechthin. Francesco Ragazzi, der Kopf hinter Palm Angels, begann als Fotograf, arbeitete dann als Artistic Director bei Moncler und hat eben dort maßgeblich am „Genius“-Konzept mitgearbeitet – dem avantgardistischen Designprojekt des italienischen Luxuslabels.

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Geschmacksache

Geschmacksache: Bärchen-Schuhe

„Hug Me“-Slippers von Vetements; Bild: Ssense

Aktuell haben wir tagsüber ca. 35 °C, abends ca. 27 °C und nachts etwas mehr als 20 °C – unpassender können also Lammfell-Schuhe nicht sein, insbesondere dann, wenn sie in Bärchenform daherkommen. So geschehen mit dem „Hug Me“-Slippers von Vetements, über die ich gerade gestolpert bin.
„Man arbeitet immer damit, etwas zu dekonstruieren, um etwas Neues zu schaffen“, wie Demna Gvasalia mal erklärte. „Das ist meine allgemeine Vorgehensweise. Zerstören, um zu erschaffen. Ich denke, das ist notwendig.“

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Männermode Outdoor

More Gorpcore

(ROA Frühling/Sommer 2020; Bild: ROA)

Wer sich in den letzten zwei, drei Jahren gefragt hat, warum sich so viele Menschen von Kopf bis Fuß in Outdoorkleidung hüllen, ganz so, als stünden sie einer Mount-Everest-Besteigung bevor, dem sei kurz der Gorpcore-Trend erklärt. Gorpcore definiert einen Look, bei dem ein wilder Outdoormarken-Mix getragen wird, der erstmals von Jason Chen beschrieben wurde. Der „The Cut“-Journalist sah sich 2017 diesem Phänomen konfrontiert und leitete kurzerhand das Akronym „Gorp“ von „Good Old Raisins and Peanuts“, dem bei Outdoor-Enthusiasten beliebten Studentenfutter, ab.
Etwa zeitgleich zum Aufkommen des Gorpcore-Trends wurde die italienische Schuhmarke ROA gelauncht. ROA griff von Anfang an einerseits auf technischen Outdoorbekleidung zurück. Andererseits waren die Designs so modisch, dass sie auch als Lifestyleprodukt wahrgenommen wurden.

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Sneakers

Da ist er wieder

(Bild: Northwave)

Denkt man an die 1990er-Jahre, kommt man um zwei Schuhmarken, die den damaligen Zeitgeist maßgeblich geprägt haben, nicht drumherum: Acupuncture und Northwave. Während Acupuncture – man erinnert sich sicher noch an das subversive „A“ auf dem Klettverschluss – aus dem Umfeld einiger Ex-Punks, die die fixe Idee hatten, im Sneakergeschäft reich zu werden, stammt, begann die Geschichte von Northwave schon in den 1970er-Jahren. Snowboard-Boots legten damals den Grundstein für die italienische Brand, die sich schnell zum Geheimtipp der Szene mauserte.
Da Snowboarder die Schuhe auch nach ihrem waghalsigen Sport trugen, beschloss Northwave Anfang der 1990er-Jahre, eine neue Art von Sneaker auf den Markt zu bringen, bei dem die Sohle eines Snowboardschuhs und das Obermaterial eines Turnschuhs verwendet wurden. Wie es zu dem Namen kam, ist nicht überliefert, vielleicht ist es die Reaktion, wenn man den „Northwave Espresso“ das erste Mal sieht: Man ist hellwach, was vor allem der Sohle geschuldet ist, die nicht ohne Grund als „Big Boy“ bezeichnet wird.

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Geschmacksache

Marc Jacobs, Bill Kaulitz und wer noch?

Rick Owens White Grill Kiss Chelsea Boots; Bild: Ssense

Kurz mal in die Runde gefragt (denn Horstson-Leser haben Geschmack): Wie steht ihr zu den „White Grill Kiss Chelsea Boots“ von Rick Owens? Außer Marc Jacobs und Bill Kaulitz fallen mir ad hoc nur sehr wenige Menschen ein, die die Stiefel mit Grandezza tragen können. Doch ich scheine mich zu täuschen: Bei dem Online-Händler Ssense sind sie – trotz des Preises, der sich analog zum Absatz in schwindelerregender Höhe befindet ($2180, 14 cm Plateau) – ausverkauft.

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News

Veja kooperiert mit Rick Owens

(Bild: OWENSCORP)

Never change a winning team: Veja kooperiert zum zweiten Mal mit Rick Owens. Die Idee einer Zusammenarbeit der französischen Sneakermarke mit dem US-amerikanischen Modedesigner entstand schon 2017. Veja war damals das umweltfreundlichste Sneaker-Label, das Owens finden konnte. Bis es dann soweit war, die ersten Schuhe aus der Veja/Owens-Kooperation kaufen zu können, vergingen knapp zwei Jahre: Der Designer zeigte die Running Sneaker während seiner Herbst-/Winter-Schau 2019.
Die aktuellen Modelle sind zum einen eine Neuinterpretation eben dieser Laufsneaker und zum anderen welche zum Wandern.

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