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Musiktipp

Interview

„Schwierigkeiten sind ein notwendiger Teil meines Lebens.“ x Joan as Police Woman im Interview

(Joan as Police Woman; Bild: Allison Michael Orenstein)

Joan as Police Woman ist die erste Band, von der ich nach Konzertende ein Bandshirt gekauft habe. Das macht die Band natürlich nicht automatisch gut, allerdings wissen wir ja alle, wie schlecht Merchandise aussehen kann. Natürlich überzeugt Joan As Police Woman nicht (nur) durch Shirts und Jacken, bedruckt mit ihrem Bandnamen. Vielmehr war das Konzert Anfang April eine Mischung aus Kaminfeuer-Romantik und Jazzbar-Atmosphäre, vorgetragen von einer durchweg sympathischen Joan Wasser. Das alles wurde dann mit bombastischer Stimme in einer viel zu warmen Location präsentiert. Grund genug, sie nach dem Konzert persönlich zu treffen und zu interviewen. Continue Reading

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Beach House x „7“

(Beach House x „7“; Cover Artwork; Bild: PR)

Also eines vorweg: Ja, das neue Album „7“ von Beach House klingt anders. Wer jetzt aber denkt, das wäre so eine 360 Grad Wendung, der liegt falsch! Ihr könnt euch zur Musik von Victoria Legrand und Alex Scully noch immer zurücklehnen und über das Leben sinnieren. Oder eben im Mitleid versinken. Für beide Mitglieder allerdings stellt das Album eine Art Zäsur sowie „ …eine Verjüngung und Wiedergeburt der Band“ dar. So war der Aufnahmeprozess des Albums ein anderer als sonst. Es gab keinen festen Zeitraum für die Studioarbeit, sondern es wurde immer dann aufgenommen, wenn es sich richtig angefühlt hat. Im Endeffekt dauerte es elf Monate, bis das neue Album fertig war. Continue Reading

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Alice Merton x „Lash Out“

(Alice Merton, „Lash Out“, Cover Artwork; Bild: Paper Plane Records)

Eines ist jetzt klar: Alice Merton lässt sich gern von der Seite fotografieren. Nachdem sie auf dem Cover zu „No Roots“ von ihrer linken Seite zu sehen war, ist es nun die rechte. Allerdings ist das Gesicht dieses Mal hinter einer zersprungenen Scheibe zu sehen. Also nicht ihre Schokoladenseite? Wie auch immer. Continue Reading

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L.A. Salami x „The City Of Bootmakers“

(L.A. Salami; Bild: David Richardson)

Immer noch auf der Suche nach einem Sommeralbum, jetzt wo es langsam Sommer wird? Ich habe da etwas. Klingt nach L.A., wie der grandiose Bandname verrät, lebt aber tatsächlich in UK und hat seine Wurzeln in Nigeria. Die Rede ist von Lookman Adekunle Salami, der sich hinter “L.A. Salami” verbirgt. Und so sommerlich locker das Album auch klingt, Tracks wie „Terrorism! (The Isis Crisis)“ verraten: Salami ist politisch. Continue Reading

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Perel x „Hermetica“

(Perel, „Hermetica“; Cover Artwork; Bild: PR)

Wir hatten ja lange keine deutschen Interpreten mehr auf diesem Blog. Ich kann euch auch nicht sagen warum, aber jetzt ist es mal wieder soweit. Angefangen hat alles im schönen Sachsen. Dort machte Annegret Fiedler die ersten musikalischen Schritte auf dem Klavier ihrer Oma und wurde musikalisch von den Eurythmics und 2 Unlimited beeinflusst. Einige Jahre später im Jahr 2018, erscheint ihr Debutalbum „Hermetica“. Der E.T.-Finger auf dem Cover verspricht kosmische Klangwelten und genau das erwartet einen auch. Continue Reading

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Otzeki x „Binary Childhood“

(Otzeki x „Binary Childhood“, Cover Artwork; Bild: PR)

„(…)Wir schlingerten beide etwas und wussten nicht wohin unsere Leben trieben, aber Berlin veränderte alles(…).“

Was aus dem Zusammenhang herausgerissen dramatisch klingt, ist für uns ein großes Glück. Es war nämlich diese Berliner Zeit, welche die Cousins Mike Sharp (Vocals, Gitarre) und Joel Roberts (Keys, Ableton) alias Otzeki zu ihrem Debutalbum „Binary Childhood“ brachte. Die beiden in Stanford bzw. Cambridge aufgewachsenen Cousins waren sich nicht sicher, ob ihre musikalischen Stile zusammenpassen. Also besuchte Joel mit einer Drum Machine Mike und spielte ihm die Musik vor, die er produziert hatte. Continue Reading

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Nakhane x „You Will Not Die“

(Nakhane; Bild: © Tarryn Hatchett)

„Erretter des Neo-Soul“ und „Die queere Stimme des elektronischen Souls“. Man hat bisher viele Namen für Nakhane gefunden. Schwuler Soul-Messias oder Retter eines Musikgenres, ganz egal als was man ihn bezeichnet, er bleibt doch immer ein Mysterium. Das liegt vermutlich auch an seinem ungreifbaren und zerbrechlichen Auftreten. Der in der südafrikanischen Kleinstadt Alice geborene Künstler kämpfte sehr lange gegen seine eigene Homosexualität an, was nichts zuletzt an seiner Kindheit in einer streng gläubigen Xhosa-Familie lag. Der Kampf mit sich selbst und die Befreiung aus diesem, war Thema seines ausschließlich in Südafrika erschienenen Albums „Brave Confusion“ (2013). Der nächste Schritt für ihn, das Ablegen des christlichen Glaubens, ist nun Thema auf seinem zweiten Album „You Will Not Die“. Wer jetzt aber ausschließlich traurige und schwere Kost in Form von Elektrobeats wie bei Anohni vermutet liegt falsch. Und das obwohl diese für Nakhane ein großes Vorbild ist. „Sie hat meine Welt verändert“, so der Sänger in einer Pressemitteilung. Continue Reading

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Raf Rundell x „Stop Lying“

(Raf Rundell; Cover Artwork „Stop Lying“; Bild: PR; Illustration: Ben Edge)

Wie Raf Rundell es mit der Ehrlichkeit hält, wissen wir leider nicht. Dass sein zweites Album seinen musikalischen Horizont erweitert, ist allerdings gewiss. Nachdem Rundell auf seinem ersten Mini-Soloalbum „The Adventures Of Selfie Boy Part 1” eher in Richtung Dancefloor-Beats unterwegs war, schlägt „Stop Lying“ andere Wege ein. Kein „The Adventures Of Selfie Boy Part 2“ also. Und wer Songs wie „Right Time“ erwartet, ist hier (erstmal) falsch. Ersetzt werden diese allerdings durch Songs wie „Within Without“. „See me with my lobotomy“ heißt es da. Ein schwerer Eingriff in die Psyche des ehemaligen Selfie Boys? Oder vielleicht einfach zu viel Interpretation? Denn schon bei „Sweet Cheeks“ kommt der Selfie Boy vom ersten Album wieder raus. Zusammen mit der Disco-Diva Stimme eines Jungen namens „Jovis“ ist das Daft Punk, meets Disco, meets Dancefloor. Auf „Ric Flair“ dann ganz neue Hip Hop- Töne von Raf. Und fast am Ende des Albums noch einmal der alte Selfie Boy Sound in Form vom Pet Shop Boys inspirierten, tanzreifen „Falling Out“. Continue Reading

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Rhythmische Boxgymnastik

(Asbjørn; Bild: Mirjam Wählen)

Eine vernünftige Frisur hätte man Asbjørn verpassen können. Überhaupt, was ist seit Troye Sivan mit dem Wetlook bei Männern in der Musik los? Aber lassen wir das. Asbjørn liefert nicht nur einen erneut schwierigen Musikernamen, den man nicht aussprechen kann. Vielmehr ist „Nothing 2 Lose“ ein weiterer Popsong neben „My, My, My“, der uns mit Sicherheit den kommenden Sommer (ja ist noch ein Weilchen hin) permanent um die Ohren fliegen wird. Das Video beinhaltet, wie die Überschrift bereits verrät, rhythmisch schwitzige Boxgymnastik. Das hat im Grunde nichts mit dem Song zu tun, sieht aber schön aus.

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Janelle Monae x „Make Me Feel“

(Janelle Monae x „You Make Me Feel“; Screenshot Video)

Es gab soviel Tributes an Prince, nachdem er die (Musik)welt vor knapp zwei Jahren verlassen hatte. Lady Gaga, Madonna und wer nicht sonst noch alles. Zuletzt versuchte es Justin Timberlake beim Superbowl. Und dann kommt auf einmal Janelle Monae um die Ecke und liefert mit „Make Me Feel“ eine 1A Reminiszenz an Prince ab. Das war vielleicht nicht ihr erklärtes Ziel mit dem Song, aber Vibe, Sound, Klamotte und das Spiel mit der Sexualität, einfach alles stimmt. Funk-Pop at it‘s best sozusagen. Continue Reading