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Weniger Glanz, mehr Haltung: Wie Modemagazine ihre Auflagen retten können

Totgesagte leben länger: Modemagazine; Foto: Horstson

Die gute Nachricht zuerst: Modemagazine sind nicht tot. Sie liegen nur etwas zu lange dekorativ auf dem Couchtisch – neben der Duftkerze, die man auch eher fürs Ambiente als für den eigentlichen Zweck gekauft hat. Die schlechte Nachricht: Die Auflagen sinken seit Jahren. Papier wird teurer, die Inflation nagt am Portemonnaie, und die Leserinnen und Leser haben gelernt, dass man Trends auch kostenlos im Sekundentakt auf dem Smartphone serviert bekommt. Warum also noch drucken?

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Meinung News

Weshalb Quiet Luxury das lauteste Flüstern unserer Zeit ist

Quiet und Loud Luxury liegen manchmal dicht beieinander; Bild: Horstson

Es fängt an, wie es immer anfängt, zum Beispiel mit einem Luxuspullover, der kein Luxus sein will. Beige vielleicht, oder ein Grau, das sich zwischen Nebel und Staub nicht festlegen mag. Der Preis? Diskret versteckt – und ungefähr auf Wochenendtrip-Niveau. Willkommen im Zeitalter des Quiet Luxury. Man erkennt es vor allem daran, dass man es nicht erkennt.
Quiet Luxury ist die elegante Absage an jene Epoche, in der Identität in Großbuchstaben über die Brust lief. Logos wie Nummernschilder, Gürtelschnallen mit Landebahn-Ambitionen. Damals galt: Wer hat, der zeigt – möglichst in Versalien.

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Warum der Strafraum längst auch ein Laufsteg ist

Bild: Courtesy of Guess

Es gibt diese eine Szene, die sich jedes Wochenende millionenfach wiederholt – ein Fußballer steigt aus dem Mannschaftsbus – und trägt dabei nicht einfach nur irgendetwas. Nein, er inszeniert sich. Sonnenbrille, perfekt sitzende Jeans, Hoodie mit Haltung. Der Weg vom Bus in die Kabine ist längst zur inoffiziellen Fashion Week des Rasens geworden.

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News

Warum wir gar nicht wissen wollen, wer Banksy wirklich ist

Banksy in Hamburg; Bild: Horstson

Es gibt eine journalistische Unsitte unserer Zeit. Alles muss enttarnt werden. Jeder Mythos braucht einen Personalausweis, jedes Rätsel eine LinkedIn-Seite. Genau deshalb ist es vermutlich die langweiligste Nachricht der Welt zu erfahren, wer Banksy wirklich ist.

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News

Der Anfang vom Ende der Influencer

Foto: Influencer bei der Arbeit. Erst das Leben inszenieren, dann so tun, als wäre es gerade zufällig passiert.

Irgendwann kippt jede kulturelle Mode. Nur selten mit einem Knall. Meist eher mit einem kollektiven Schulterzucken. Vielleicht ist genau jetzt so ein Moment. Man könnte – halb ironisch, halb ernst – behaupten: Hiermit läuten wir das Ende der Influencer ein. Nicht offiziell natürlich, oder vielleicht doch?

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Glitzer auf Zeit

Bild: Horstson

Während die Welt draußen schwer an sich trägt, wirbelt Hamburg einmal im Jahr ein bisschen Leichtsinn durch die Straßen. Ich habe mich unter die Pailletten gewagt – und zwischen Polyester und Pappbecher eine überraschende Erkenntnis gefunden.

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Frankreich verbietet Werbung für Ultra-Fast-Fashion – und was wird aus den Influencern?

Zu viel Kleidung, Symbolbild

Frankreich hat als erstes europäisches Land ein Gesetz beschlossen, das Werbung für Ultra-Fast-Fashion einschränkt – wohlgemerkt nicht für klassische Fast-Fashion-Labels, sondern für die Ramsch-Plattformen, die täglich hunderte neue Produkte auf den Markt werfen. Betroffen von diesem Gesetz sind klassische Werbung und Influencer-Posts.

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Glosse

„Wasted Love“ und noch mehr verschwendetes Drama – der ESC 2025 in Basel

Man muss es den Schweizern lassen: Neutralität beherrschen sie nicht nur politisch, sondern auch emotional – zumindest, wenn es nach dem gestrigen ESC-Finale in Basel geht. So wenig Windmaschine war selten, man musste sich regelrecht anstrengen, um wenigstens ein bisschen Tüll in Wallung zu bringen. Vielleicht lag’s am Hallenklima, vielleicht an der allgemeinen Windstille des Abends – oder man hatte schlicht Angst, Michelles Stiefeletten könnten bei zu viel Luftzufuhr abheben und als gefährliche Flugobjekte enden. Die erinnerten übrigens stark an etwas, das man sonst nur auf Technopartys in Brandenburg nach 4 Uhr früh sieht – bloß ohne Ironie.

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