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Männermode

Sneakers

Comeback: Nike Air Rift

Bild: atmos tokyo

Das Comeback der Stunde – ach, was sag ich – des Jahres feiert der Nike Air Rift. Das mag den ein oder anderen Leser stark verwundern, doch der Sneaker-Hybrid, der im Jahr 1996 das Licht der Welt erblickte, wird uns in den nächsten Monaten – zumindest bis zum Ende des kommenden Sommers – des Öfteren begegnen.
Inspiriert wurde der Sneaker übrigens von den Barfußläufern aus Kenias Great Rift Valley und hat ein Außensohlen-Design, das an die Topographie eben dieser Region angelehnt ist.
Das wirklich Besondere an dem Schuh ist aber definitiv der vordere Teil: Der große Zeh hat nämlich ein, nunja, „Alleinstellungsmerkmal“:

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Männermode

ASKET – auf der Suche nach dem idealen T-Shirt

Manchmal sind die simpelsten Geschäftsideen die besten – allerdings muss man erst einmal auf sie kommen. So geschehen Anfang des Jahres in Schweden. Die Skandinavier sind nicht nur ein äußerst geschäftstüchtiges Volk – siehe Ikea, H&M oder ABBA –, sie stehen auch neuen Ideen sehr aufgeschlossen gegenüber, während hierzulande häufig zuerst die Hürden und Schwierigkeiten bei der Realisierung gesehen werden. Das ist zumindest die Erfahrung, die ich in meinem bisherigen Geschäftsleben gemacht habe.

Hat man eine klare Vision und die nötigen guten Handwerker und Menschen, die ihr Metier verstehen, gibt es eigentlich nur noch eine Hürde: Man braucht etwas Kapital für die Produktion. Genau vor diesem Problem standen die beiden Schweden August Bard Bringéus und Jakob Dworsky, als sie ihre Vision von ASKET verwirklichen wollten.

Worum geht’s bei ASKET? Es geht um das perfekte, in der Grundidee weiße T-Shirt – kein Statussymbol, kein Mode-Item, sondern ein Basic wie die Jeans, das weiße Oberhemd oder die Chucks. Normalerweise sind T-Shirts in fünf Größen von XS bis XL erhältlich. Doch jeder, der zwischen zwei Größen liegt, kennt das Problem: T-Shirts sind oft zu lang, zu kurz oder zu weit, und man muss auf eine andere Größe ausweichen. Kauft man sie dann noch bei Discountern oder Highstreet-Ketten, sind sie nach wenigen Wäschen eingelaufen oder verzogen – von der Produktion unter fragwürdigen Bedingungen in fernen Ländern ganz zu schweigen.

Bei ASKET verhält es sich anders. Die Shirts sind „Made in Europe“, aus hochwertiger, mercerisierter Baumwolle gefertigt und werden in 15 verschiedenen Passformen produziert – jede Größe in Regular, Short und Long.

Das perfekte T-Shirt, basierend auf der eigenen Erfahrung von August Bard Bringéus und Jakob Dworsky, war ihre Vision und der Start in die Selbstständigkeit. Das Geld für die Erstproduktion in einem portugiesischen Fachbetrieb, der besten gewirkten Baumwolljersey verarbeitet, wollten sie durch die Ausgabe einer Art „Aktie“ einsammeln, die in T-Shirts ausgezahlt wird. Es gab verschiedene Pakete, und die Gründer entwickelten ein System vom „Klein-“ bis zum „Großaktionär“, das sie in einer Kickstarter-Kampagne starteten.

Das Ziel war nicht nur das ideale T-Shirt – inspiriert von Ikonen wie James Dean, Marlon Brando oder Steve McQueen –, sondern auch ein Produkt, das Qualität, Passform und Langlebigkeit vereint. Denn ein weißes T-Shirt kann manchmal stilvoller wirken als jedes Designershirt. Auch wer es nur als Unterhemd trägt, möchte, dass es sitzt und nach der Wäsche so aussieht wie am ersten Tag.

Bard Bringéus und Dworsky investierten viel Energie in die Entwicklung, die Schnitte, die Materialwahl und die Zusammenarbeit mit ihren portugiesischen Partnern. Schon der offene Umgang mit ihrem Kalkulationsplan zeigt ihre partnerschaftliche Arbeitsweise: Alle an der Produktion Beteiligten werden fair entlohnt, Materialkosten spiegeln die Qualität wider, und der Großteil des Gewinns fließt in den Aufbau des Onlineshops, der im Juni dieses Jahres starten soll.

Vor zwei Wochen fand der Launch von ASKET auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter statt – mit überwältigender Resonanz. In nur 19 Stunden erreichten Bard Bringéus und Dworsky ihr Ziel. Heute – die Kampagne läuft noch bis Mittwoch – haben sie über 1.200 T-Shirts an mehr als 550 Personen verkauft.

Ein Blick lohnt sich weiterhin, denn einige Pakete sind noch verfügbar. Wer möchte, kann sogar für 4.000 Euro „Großaktionär“ werden.

30 Euro für ein T-Shirt, das lange hält – Arbeitsplätze in Europa und zwei sympathische Schweden inklusive. Eine großartige Geschäftsidee, die allen etwas bringt.

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Elegant-entspannter Empfang

Laboratory trend COS SS15 6
Bild: PR

Schlicht und doch elegant – Ich stehe vor einer echten Herausforderung, die von regelmäßigen Onlineshopping-Eskapaden begleitet wird und noch immer kein Ende findet: Ich habe nicht ausreichend elegante Mode im Schrank hängen. Bei jedem Hinweis auf Abendgarderobe oder beim Besuch von Kommunion und Konfirmation, glühen mir regelmäßig die Ohren.

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Le Slip Français – Eine Revolution kommt nach Deutschland

Le Slip Francais
Bild: PR

Wenn man nach Frankreich kommt, lernt man als erstes, dass „Bleu, Blanc und Rouge“ die Nationalfarben des Landes sind und dass man die Form Frankreichs auf der Landkarte ganz salop mit „Hexagon“ bezeichnet. Dass die französische Revolution das Land bis heute verändert hat und man darüber immer noch gerne spricht, ist uns aus dem Geschichtsunterricht bekannt – und auch, dass man in Adelskreisen bis heute noch beleidigt darüber ist …
Dass die Insignien dieser Revolution bis heute die Mode beeinflussen, davon kann man sich aktuell im Grand Palais in der Ausstellung über Jean Paul Gaultier überzeugen. Eine Bemerkung sei mir an dieser Stelle erlaubt: Alle Autoren von Horstson tragen leidenschaftlich gerne die gestreiften Shirts und Pullis von Saint James – also Oberteile mit den Ringeln, die auch in den Nationalfarben daherkommen …
Dass die Franzosen auch über sich selbst lachen können, zeigt, dass sie ihre Geschichte auch gern als spielerische Elemente einsetzen – wie beim Herrenwäsche-Label „Le Slip Français“.

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Palladium Lookbook Spring-Summer 2015: Von Bienen und Reifen

Palladium SS15_14
Bild: Palladium

Glaubt man einem Bericht der „BBC News“*, zeigt die gewöhnliche Honigbiene nicht nur großes Interesse an Blüten, sondern auch an Bomben – vorausgesetzt sie hat das entsprechende Training durchlebt. Bienen könnten demnach irgendwann als fliegende Sprengstoffspürnasen eingesetzt werden. Eine solche Karriere ist umso erstaunlicher, als dass es genau andersrum ungleich häufiger vorkommt: Erkenntnisse aus Forschung und Industrie werden in Bereichen eingesetzt, auf die man auf den ersten Blick gar nicht kommen würde. So geschehen bei dem französischen Schuhhersteller Palladium

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Unterwegs mit … Porsche Design Sport

Der Porsche unter der Sportswear – So platt meine einleitenden Worte auch klingen mögen, sie sind zu 100 Prozent wohlüberlegt und wahr. Letzte Woche habe ich im Rahmen eines ziemlich außergewöhnlichen Workshops die österreichischen Berge rund um Kitzbühel unsicher gemacht und dabei erstmals die Running-Kollektion von Porsche Design Sport by adidas kennengelernt …

2006 als Kooperation der beiden Marken Adidas und Porsche Design ins Leben gerufen, haben die puristischen Entwürfe einen neuen Trend vorangetrieben: Hochfunktionelle Luxus-Sportbekleidung mit Understatement. Anders kann ich es nach einer ersten Präsentation im sagenumwobenen Bio- und Wellnesshotel Stanglwirt (juhu, hier wollte ich schon immer einmal vorbeischauen) nicht auf den Punkt bringen. Es gibt kein hektisches Colour-Blocking, grelle Neonmischungen oder plakative Schriftzüge – vielmehr dezenten Chic mit außergewöhnlicher Funktionalität.

Die neue Running Kollektion Frühjahr/ Sommer 2015 umfasst Schuhe, Bekleidung und Accessoires – das sportliche Schuhwerk hat es mir dabei besonders angetan. Es handelt sich hierbei um den sogenannten Endurance BOOST™ Schuh, der über die revolutionäre Sohlentechnologie adizero™ Adios BOOST™ verfügt und stilvoll im dezenten Porsche Design Sport-Kostüm daherkommt. Augenscheinlich auffällig ist, dass er nicht irgendwie „daherkommt“ und in der Masse der vielen Laufschuhmodelle untergeht: Nein, die schlanken Modelle gibt es wahlweise in einer Mesh- oder perforierten Ledervariante, ein sehr elegantes Alleinstellungsmerkmal.

Ihr merkt schon, ich habe das Pressematerial hinzugezogen und drohe bei BOOST und Konsorten die Übersicht zu verlieren. Interessant ist jedoch, – egal ob Anfänger-, Profi- oder Laienläufer – dass die Sohleninnovation auf einem thermoplastischen Schaum beruht, der aus Tausenden Energiekapseln besteht. Ernsthaft, kein Witz? Definitiv! Man muss sich vorstellen, dass einzelne kleine Käpselchen (gibt’s diese Verniedlichung?) eine dämpfende Wirkung sowie Energierückgewinnung haben und als Sohle schon Dennis Kimetto zu seinem Weltrekord beim Berlin Marathon 2014 verholfen haben.

Ein Weltmeisterschuh? Ich bin angefixt und möchte am Liebsten sofort mit dem Workshop bei Björn Schulz, Personal Coach im Stanglwirt, beginnen. Nach einer kleinen Stärkung mit Säften, Smoothies und gesunder Kost, geht es endlich los: Das Wetter ist perfekt und wir machen uns langsam auf den Weg durch die atemberaubende Berglandschaft. Die Betonung liegt dabei auf langsam, denn die Wenigsten unter uns (auch ich gehöre dazu) wissen, das niemals einfach drauflosgelaufen werden soll. Ich bin etwas stutzig, noch nicht einmal langsam laufen?! Björn nickt und wird damit Recht haben, dazu jedoch an späterer Stelle mehr.

Nach dem Training, das Running-Outfit mit feiner Wabenstruktur hat sich durchweg bewährt, lassen wir den Nachmittag im hauseigenen, riesigen Spa-Bereich ausklingen und treffen uns anschließend zum Dinner im Stanglwirt-Almrestaurant. Ein urig-uriges Restaurant inmitten des riesigen Hotelkomplexes, ich nutze die Chance und löchere Björn mit Fragen für Horstson.

Das gesamte Interview und die Auflösung des Nicht-Draufloslaufen-Tipps folgt in den nächsten Tagen. Was haltet ihr von der Porsche Design Sport Kollektion und apropos, hat jemand von euch schon einmal im Stanglwirt genächtigt?

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Fendis erste Herrenboutique in Paris Marais eröffnet

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Bild: PR

Der Pariser Stadtteil Marais im 3ten Arrondissement ist um eine Attraktion reicher: Fendi hat dort seine erste Herrenboutique eröffnet. Der Store zeigt ein ganzes Universum nur für den Fendi-Mann und hat sich dem verschrieben, was für das Haus zur perfekten Männergarderobe dazugehört: Modernität, Eleganz und Handwerkskunst. Aufmerksame Horstson-Leser werden es wissen, dass wir ein großes Herz für Handwerkskunst haben – ein Grund mehr, einen Blick in Fendis neue heilige Hallen zu werfen:

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Ich stöhne, seit ich denken kann

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Bild: PR

Während ich heute eher verständnislos der Karriere von Boris Becker zuschaue, meldete sich dieser vor einigen Jahren zu einem ganz anderen Thema verständnislos in der „GQ“ zu Wort: „Bei Marija Scharapowa oder Serena Williams schaue ich oft verständnislos zu. Das hat ja auch etwas Sexuelles, und man fragt sich: Das muss doch die Stimmbänder reizen und kann nicht gesund sein. Das wird man reduzieren müssen. Das geht nicht weiter so.“
Gemeint hat der dreimalige Wimbledon-Sieger das Stöhnen der Tennisspielerinnen beim Schlagen des Balles, von dem er sich allen Anschein nach gestört fühlte.
Nun bringt LACOSTE L!VE eine Capsule-Kollektion auf dem Markt, in der Anzeigen des Labels aus den Siebzigern die Vorlage lieferten – also aus einer Zeit, wo noch hemmungslos beim Tennisspiel gestöhnt werden durfte …

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adidas Originals by Jeremy Scott SS15 Second Release

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Bild: Courtesy of adidas

Alte Liebe rostet eben doch nicht: Nachdem meine Liebe zu Jeremy Scott schon mehrmals auf Probe gestellt wurde, zeige ich mich mit dem Second Release der „adidas Originals by Jeremy Scott“-Kollektion für Spring-Summer 2015 mehr als besänftigt. Keine Ahnung, woran es liegt – vielleicht an der Inspiration für obiges Shirt: Als Idee musste ein allseits beliebtes Carré herhalten. Auch auf die Gefahr hin, dass ich in Zukunft von Euch mit Missachtung bestraft werde – die nachfolgende, perforierte Hose gefällt mir auch … Achtung, festhalten:

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Uniqlos Musterreich

SHOCHIKU KABUKI UNIQLO
Bild: Uniqlo

Kabbbuukkiii – Wie, was, wo? Richtig erraten, ich bin im Japanfieber! Zumindest wenn es um zeitlose Basics aus dem Hause Uniqlo geht, bin ich unwiderruflich angesteckt und freue mich über jeden Besuch in London, Paris oder Berlin. Egal ob Daunenjacke, Kaschmirsweater oder Socke, fündig werde ich garantiert.

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