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Männermode

Männermode

Live Stream Hermès Herren-Defilee Herbst/Winter 2017

Es ist bei Horstson schon eine liebgewonnene Tradition, die Männermodenschauen des Hauses Hermès zu streamen. Das Haus steht ebenso für Klassik und luxuriöseste Materialien und Handwerk, wie für eine skandalfreie Zone. Ganz ohne Promis geht es bei den Hermès-Präsentationen um den Kern, die Kollektion und deren Inhalte.

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Damenmode

Acne Studios Pre-Fall 2017

(Foto: Courtesy of Acne Studios)

„Das Model kenn‘ ich doch“, war mein erster Gedanke, als ich die Bilder des Pre-Fall-Loobooks für Frauen von Acne Studios gesehen habe. Richtig, das Model kennt man: Der Sänger Bobby Gillespie präsentiert die Entwürfe von Jonny Johansson, dem Creative Director des schwedischen Labels. Die Zusammenarbeit kam allerdings eher durch Zufall zustande: „Ich lasse mich häufig durch die Selbstdarstellung von Musikern inspirieren“, wie Johansson erklärt. „Als ich die Pre-Fall-Kollektion entworfen hatte, fiel mir auf, dass das der passende Look für Bobby Gillespie ist!“ Vielleicht ist Johansson aber auch einfach Fan von Primal Sream und es lief im Hintergrund „Chaosmosis“, das neueste Album der britischen Band, als er an der Kollektion arbeitete …

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Männermode

Live Stream: Louis Vuitton Männer Herbst/Winter 2017

Am Donnerstag ist es schon wieder soweit. Wir streamen ab 14:30 Uhr live aus dem Palais Royal in Paris die Louis Vuitton Herbst/Winter-Kollektion für Männer!
Dass wir auch dieses Mal mehr als gespannt sind, was Kim Jones für die nächste Herbst/Winter-Saison präsentiert, hängt auch ein bisschen mit einem Gerücht zusammen, das seit einigen Tagen die Runde macht: Kooperiert das Luxushaus Louis Vuitton mit de Streetwear-Label Supreme? Wir werden es sehen …

Der Stream startet am Donnerstag, 19.01.2017 um 14:30 Uhr. Ab in die Frontrow, liebe LeserInnen, wir freuen uns und wünschen viel Spaß!

(Bild und Medien: Louis Vuitton)

Männermode

Prada Herbst/Winter 2017 – Back to the Woods

(Foto: Courtesy of Prada)

Auch wenn Gucci erst im März während der Frauenschauen seine neue Herbst/Winter-Herrenkollektion zeigt, möchte ich schon mal frech behaupten, dass eine der ausgereiftesten und schönsten Männerschauen vor einigen Tagen von Miuccia Prada präsentiert wurde.
Ganz nach dem Sprichwort „Einem alten Seemann spuckt man nicht in den Bart“ brachte die Herbst/Winter-Kollektion die Marke und ihre Heritage auf den Punkt. Angefangen vom Dekor der Schau, das wieder gemeinsam vom Design- und Architekturbüro AMO und Prada erdacht und konzipiert wurde, zeigt sich auch hier die Rückkehr zum Realismus.

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Männermode

Fendi Herbst/Winter 2017 – The everyday, in the Fendi way.

(Foto: Courtesy of Fendi)

„Ich habe keine andere Wahl, als optimistisch zu sein“, erklärte Silvia Venturini Fendi vor der Schau, schließlich habe sie Kinder und Enkel. Und so schickte die Designerin dann ihre Männermodels mit Statements wie „Hope“, „Think“, „Fantastic“ und „Yes“ über den Laufsteg. Unterstrichen wurden die positiven Botschaften durch Knallfarben.
Nun sind diese Wörter in der aktuellen Situation der Welt durchaus als politisches Statement zu sehen und Fendi möchte mit positiver Energie entgegenwirken. Dieser sozialpädagogische Ansatz täuscht aber nicht über das lustige Durcheinander hinweg, den Silvia Venturini Fendi präsentierte. Das meine ich noch nicht einmal böse – ganz im Gegenteil, denn mir gefällt, was ich sehe …

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Männermode

Sein eigener Herr

(Foto: Courtesy of Jil Sander)

Gudbjartur Jonsson, die Hauptfigur des Romans „Independent People“ („Sein eigener Herr“) ist ein Schafzüchter, der sein Ideal einer eigenständigen Existenz auf so engstirniger Weise lebt, dass er damit sich und seine Familie ins Verderben stürzt. Diese Geschichte des isländischen Literatur-Nobelpreisträgers Halldor Laxness lieferte dem Inhouse-Designteam von Jil Sander die Inspiration für die Herbst/Winter-Kollektion 2017. Genauso wuchtig wie die Inspirationsquelle kommt auch die Kollektion daher – und das meine ich im allerbesten Wortsinne …

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Männermode

Meilland in Mailand

(Foto: Courtesy of Salvatore Ferragamo)

Die Männermodenschauen in Mailand sind in vollem Gange. Da ich ganz gemütlich in Hamburg sitze, verfolge ich im Stundentakt Livestreams und News auf diversen Internetportalen. Gerade bin ich über die Kollektion vom italienischen Label Salvatore Ferragamo gestolpert.
Und ich muss sagen, mir gefällt, was der neue Design Director Guillaume Meilland für das Label geschaffen hat.

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Männermode

Z Zegna Fall/Winter 2017 Kollektion

(Foto: Daniel Beres)

Pünktlich zum ersten Schnee in Hamburg präsentierte Zegna auf der Pitti Uomo die neue Fall/Winter-Kollektion von Z Zegna. Die ist zwar erst für die nächste Wintersaison, was aber insofern nichts macht, als dass Z Zegna eh nicht dafür bekannt ist, Kleidung herzustellen, die nach einer Saison ihre Gültigkeit verliert. Vielmehr ist das, was Alessandro Sartori für die Zweitlinie von Ermenegildo Zegna entworfen hat, ziemlich entspannt aber auch hintergründig elegant – eine Philosophie, wie sie nun mal dem italienischen Verständnis von korrekter Männermode entspricht.

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Damenmode Männermode

Klabautermänner und -frauen

(Foto: Courtesy of Belstaff)

Als Hamburger Jung hat man zu „Jolly Roger“ einen ganz besonderen Bezug: Im Schanzenviertel gibt es eine Kneipe, die sich nach der Piratenflagge – so die „Übersetzung“ von „Jolly Roger“ – als Namen gegeben hat. Diese Kneipe wird vermutlich jeder kennen, der schon mal ein Spiel des FC St. Pauli besucht hat – eben jenem Club, der die Piratenflagge ab Mitte der 1980er Jahre als inoffizielles Vereinslogo genutzt hat. Erst 1989 entwirft dann Steph Braun, der Geschäftsführer eines Textildruck-Unternehmens, das nur einen Steinwurf vom Millerntor-Stadion entfernt seinen Sitz hat, den Totenkopf so, wie man ihn heute kennt und liebt.

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History

Wer hat’s erfunden? Charles Macintosh‘ erster Regenmantel

Was uns heute alltäglich erscheint und man zwischendurch auch gern vergisst, dass es nicht schon immer da war, hat oft eine aufregende Geschichte.
So hat zum Beispiel fast jedes Kleidungsstück eine eigene Entstehungsgeschichte und kommt aus einer eigenen Kultur. Manche Dinge haben sich aus der Kostümgeschichte entwickelt; andere sind erst durch die Entwicklung der ersten Hightechstoffe ermöglicht worden, wie zum Beispiel den Regenmantel.
Den Ur-Regenmantel kann man heute noch kaufen: Der „Mackintosh“ ist zu einem eigenen Begriff geworden – sozusagen als Synonym für seine ganze Gattung. Allerdings ergänzt um ein „k“ im Wort und nicht wie der Name des Mannes, der ihn erfand: Charles Macintosh.

Der 1766 in Schottland geborene Chemiker Charles Macintosh setzte alles daran, ein Material zu finden, das es ermöglicht, Baumwollstoffe zu imprägnieren. Das Wetter seiner Heimat, das sehr regnerisch und kalt war, ließ die bis dahin üblichen Wollstoffe schnell vollsaugen und nur mühsam wieder trocken werden. Sein Landsmann James Syme arbeitet parallel an einem Verfahren, Textilfarbe mit Kautschuk zu mischen und zu verflüssigen. Im Jahr 1823 patentierte Charles Macintosh dann einen wasserdichten Baumwollstoff, den er mit gummilöslicher Farbe imprägniert hat und ließ in Glasgow von Schneidern den ersten „Macintosh“-Regenmantel (noch ohne „k“) anfertigen. Der Aufbruch in die Zukunft eines im ganzen englischen Königreich dringend benötigten Kleidungsstückes begann. Eine Erfolgsgeschichte, die bis heute besteht. Sein Unternehmen nannte er Charles Macintosh and Co..

Im Jahr 1830 fusionierte sein Unternehmen mit der Firma des englischen Unternehmers und Erfinders Thomas Hancock (1786–1865), der bereits seit 1819 mit Gummi und Naturkautschuk experimentiert. 1838 wurde der Firmensitz ins englische Manchester verlegt. Hancock optimierte Macintoshs‘ Gummibeschichtung durch ein 1843 zum Patent angemeldetes Vulkanisierungsverfahren, das später auch die Erfindung des Fahrradschlauches ermöglichte.
Anfängliche Schwierigkeiten mit der Gummierung wie Geruchsintensität, Steifheit und schlechte Waschbarkeit in heißem Wasser wurden damit überwunden. Die echten „Macintosh“ wurden komplett handgefertigt und verfügten über geklebte statt genähte Säume.

Das Unternehmen expandierte und belieferte bald auch Großabnehmer wie die britische Polizei und während der beiden Weltkriege die Streitkräfte mit Regenbekleidung. Im Laufe der Zeit wurde die Schreibweise mit einem zusätzlichen „k“ üblicher, sodass heute der Markenname „Mackintosh“ weltweit bekannt ist.
Selbst die Beatles besangen das Kultkleidungsstück in „Penny Lane“: And the banker never wears a mac in the pouring rain…

Typisch britisch verschroben wird der „Mackintosh“ vom Dandy bis Studenten zum etwas steifen Begleiter für jedermann – selbst der englische König inspiziert damit britische Industrieanlagen und das Militär. Die Prinzessinnen Elisabeth und ihre Schwester Margret spielen darin schon als kleine Mädchen im Park von Windsor.

Mit der Verbreitung von preisgünstigem PVC für Regenmäntel geriet das Unternehmen spätestens ab den 1980er Jahren in eine Krise. In den 1970er Jahren hatte das Hauptgeschäft noch aus regenfesten Uniformen für British Rail bestanden. In den 1990ern drohte der Verkauf der Mackintosh-Fabrik in Cumbernauld.

Daraufhin übernahm der schottische Mackintosh-Mitarbeiter Daniel Dunko das Unternehmen und wurde Geschäftsführer mit neuen Ideen. Er schaffte es, viele Kooperationen mit internationalen Luxuslabels zu akquirieren, die in ihren Kollektionen dem „Mackintosh“ ein neues Gesicht gaben. Hermès, Prada, Gucci, Comme des Garçons, Dior oder Louis Vuitton – alle ließen sie Mäntel bei Mackintosh fertigen.
Der „Mackintosh“ ist ein richtiger Regenmantel; andere britische Firmen, wie Burberry und Aquascutum, stehen für den Trenchcoat. Der „Trench“ ist zwar imprägniert, ist aber nur wasserabweisend und nicht -undurchlässig.

Bild: Mr. Porter

2007 wurde die Firma von der japanischen Firma Yagi Tsusho Ltd. aus Osaka gekauft. Die neuen Besitzer besitzen ein feines Gespür, ähnlich wie bei Denim, das traditionelle Herstellungsverfahren zu erhalten. Sie fertigen die Klassiker nach wie vor in England und eröffneten im feinen Londoner Stadtteil Mayfair eine sehr sehenswerte Boutique.
In Tokio gibt es einen Flagshipstore und viele japanische Label arbeiten mit Mackintosh zusammen. Die Klassiker bleiben ungeschlagen und man bekommt die Stücke, die nicht nur ein Leben lang halten, sondern auch mit einem praktischen Repair Kit jederzeit zu reparieren sind, zum Beispiel bei Selfridges in London und im Le Bon Marché in Paris aber auch bei Mr. Porter zu kaufen.

Ein schönes Basicteil für Individualisten und alle, die gern Briten wären – denn wer hat’s erfunden? In diesem Fall nicht die Schweizer …