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Kultur

Event

Palazzo Berlin 2018 x Irgendwas ist ja immer

(Bild: PR)

Fangen wir diese Kritik gleich mit einer guten und einer schlechten Nachricht an. Die Gute: In diesem Jahr hat das Palazzo gelernt und erfindet nicht komplett sinnbefreite und uninspirierte Geschichten um Showacts und Gerichte zu verbinden. Das Motto ist: Keep it clean, was in diesem Fall bedeutet Miss Frisky (Laura Corcoran) führt als Moderatorin durch den Abend und präsentiert allerlei kuriose und tatsächlich auch beeindruckende Acts. Die Schlechte: An diesem Abend leider der Hauptgang. Aber irgendwas ist ja immer. Continue Reading

In Zusammenarbeit mit DRIVE. Volkswagen Group Forum

Nachgefragt bei … Neue Meister / Drive. Volkswagen Group Forum

(Bild: Sebastian Reuter, Getty Images / VW)

Klassik der Zukunft – Na, hin und wieder ärgert man sich ja doch in Sachen „temporär auf der anderen Seite der Welt leben“. Eigentlich bin ich durchweg happy und wortwörtlich auf der Sonnenseite Kaliforniens unterwegs, doch manchmal verpasst man dadurch auch spannende Projekte in der Heimat. So gerade erst geschehen: Zum 6. Mal lud das Label Neue Meister in Berlin zum Konzert „Modern Classical Music“ und ich war erstmals nicht mit von der Partie, schade. Seit über einem Jahr arbeite ich mit dem DRIVE. Volkswagen Group Forum zusammen – nicht nur aufgrund meines Studiums Kultur-und Medienmanagement eine Herzensangelegenheit – und darf auf Horstson festhalten, welche musikalischen Akzente hier neu gesetzt werden. Die Konzertreihe sagt mir gerade deshalb zu, weil sie immer wieder mit ungewöhnlichen Kombinationen aus internationalen Musikern auftrumpft und erfrischend heterogen Zielgruppen anspricht bzw. fasziniert. Elitär und prestigelüsternes Publikum? Fehlanzeige! Hier kommen Musikliebhaber, Kunst- und Kulturinteressenten der verschiedensten Sparten zusammen und genießen einen Abend voller musikalischer Stilmixe bestehend aus Klassik, Elektro und Pop! Continue Reading

Travel

Il Vittoriale – das Vermächtnis des Gabriele D’Annunzio

(Bild: HaropaConsult)

Gardone am Lago di Garda und die letzten Jahre des Gabriele D’Annunzio sind eng mit einander verbunden. Nach seinem gescheiterten und mehr als zweifelhaften Abenteuer in Fiume und dem Versuch, als italienischer Nationalheld im Rang eines Garibaldis in die italienische Geschichte einzugehen, setzte sich Gabriele D’Annunzio Ende 1920 in einer Villa bei Gardone Riviera an der Westküste des Gardasees zur „Ruhe“. Stets getrieben von seinem Hang nach Unsterblichkeit, Ansehen und Anerkennung baute D’Annunzio das Anwesen zusammen mit dem Architekten Giancarlo Maroni bis zu seinem letzten Lebensjahr 1938 zu einem Gesamtkunstwerk aus und um. Continue Reading

In Zusammenarbeit mit DRIVE. Volkswagen Group Forum

Zugehört bei … Neue Meister V / Drive. Volkswagen Group Forum

(Neue Meister V; Bild: DRIVE. Volkswagen Group Forum)

Visionäre Virtuosen – Kürzlich war es wieder so weit, das Kammerorchester (DKO) Berlin und Label Neue Meister setzten im DRIVE. Volkswagen Group Forum ihre Konzertreihe fort. Bereits zum 5. Mal wurden hierfür renommierte Komponisten / Musiker geladen und tauchten die vielseitig genutzte Kommunikationsplattform des Volkswagen Konzerns in einen Klangteppich der besonderen Art – futuristisch, experimentell, ansprechend. Vor gut einem Jahr hatte ich erstmals auf Horstson über das innovative Format geschrieben und erhielt vor Ort einen Einblick in die Zukunft von Klassikmusik. Das war gleichermaßen spannend und an der ein oder anderen Stelle durchaus Neuland für mich. Dieses Mal habe ich mich gründlicher vorbereitet, Frau Mama rät zurecht: „In ein Konzert Neuer Musik stolpert man nicht einfach rein, sondern scannt vorab das Oeuvre der ausführenden Künstler!“ Gesagt, getan. Just aus der Vorlesung Richtung Zug gerannt, saß ich nass geschwitzt im ICE nach Berlin und ging auf Komponistenrecherche: Das Programm war gespickt mit interessanten und ziemlich, ziemlich großen Namen. Als Erstes fiel mein Blick auf HAUSCHKA, langsam kam auch die Aufregung. Warum? Hinter dem Künstlernamen verbirgt sich der Meister des präparierten Klaviers Volker Bertelmann und der ist `ne verflixt große Nummer in der Szene! Wobei, eine Eingrenzung à la Szene ist wohl kaum die passende Beschreibung. Viel mehr stehen die Werke des deutschen Komponisten für internationales Flair vom Feinsten. Bertelmann hat mehr als 15 Alben veröffentlicht und ist vor allem durch seine großartigen Filmkompositionen vor ein paar Jahren auf meinem Radar erschienen. Continue Reading

Kultur

Duato / Shechter by Staatsballett Berlin @ Komische Oper Berlin

(Nacho Duato „Erde“; Foto: Fernando Marcos)

Ein Abend wie er in seinen zwei Teilen nicht unterschiedlicher sein kann. Auf der einen Seite der britisch-israelische Choreograph Hofesh Shechter, auf der anderen der Intendant des Staatsballetts Nacho Duato.
„The Art of Not Looking Back“ beginnt mit einer Stimme und einer im Zeitraffer abgespielten Lebensgeschichte. Am Ende die Worte: „My mother left me when I was two“. Was dann folgt, fegt ein paar ältere Zuschauer kurz aus den Sitzen und selbst ich musste kurz mal meine Sinne sortieren. Kreischen, Hysterie und ein tonales Durcheinander. Was man vielleicht erst einmal belächeln möchte, berührt einen im Laufe des Stückes zunehmend und spiegelt die innere Zerrissenheit perfekt wieder. Continue Reading

Kultur

Tryout // Dance/Ruption @ Tischlerei – Deutsche Oper Berlin

(Bild: PR Deutsche Oper Berlin)

Normalerweise sind Tänzer ausführende Körper des Intendanten und festgelegter Choreographien. Was aber, wenn man neun Tänzern des Ensembles des Staatsballetts Berlin die Möglichkeit gibt, sich selbst eine Choreographie auszudenken und diese von selbst ausgewählten Corps-Kollegen tanzen zu lassen?
Vergangenen Samstag und Sonntag konnte man sich davon in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin ein Bild machen. Dort waren insgesamt neun Choreographien von neun Tänzern zu sehen, die sich noch in der Entwicklung befinden und zu denen jeder Choreograph/Tänzer eine Einführung gab. Dies war allerdings erst eine Vorschau auf eine Produktion, die in der Saison 2017/2018 zur Uraufführung gebracht wird. Continue Reading

Kultur

„Die Tänzer sind es, die das Gedicht schreiben. Ich erwecke es nur zum Leben.“ x „Maillot / Millepied“ in der Deutschen Oper Berlin

(Altro Canto; Foto: Yan Revazov)

Chefchoreograph und künstlerischer Leiter des Balletts de Monte-Carlo Jean-Christophe Maillot und Benjamin Millepied, ehemals selbst Tänzer beim New York City Ballett, bis vor kurzem Ballettdirektor der Opéra National de Paris und nebenbei noch mit Natalie Portman zusammen (die beiden lernten sich am Set von „Black Swan“ kennen). Wenn zwei solche Namen aufeinandertreffen und ein Teil der Kostüme zu allem Überfluss noch von Karl Lagerfeld entworfen worden sind, ist eine ausverkaufte Premiere meist vorprogrammiert. So auch an diesem Abend in der Deutschen Oper in Berlin. Continue Reading

Music

Was sich gehört x Woche 49/2016

(Devendra Banhart „Ape in Pink Marble“ Coverwork; Bild: PR)

Ein Fan von The White Stripes scheint Alice Merton zu sein, deren Intro zu „No Roots“ ebenso eingängig daherkommt wie „Seven Nation Army“. Wenn Her’s wüssten, dass man beim Suchen von „Marcel“ auf Apple Music auch „Rote Rosen für Mama“ von Marcel empfohlen bekommt, würden sie wohl ihren Bandnamen ändern? Ein Problem, das Møme mit seinem eigenwilligen Namen wohl nicht hat. Ruth B. wiederum hat einen zumindest in Deutschland sehr altbackenen Vornamen. Dabei ist die Gute gerade mal 21 und definitiv nichts für angeschlagene Gemüter. Unterdessen beweist Kultur mit „Dead Flowers“, dass Kultur eben auch getanzt werden kann. Und dank Devendra Banhart wissen wir nun auch was ein kulturell gebildeter Mann Samstagnacht so hört. In diesem Sinne: Angenehme Träume … Continue Reading

Kultur

Neues Knacken x „Der Nussknacker“ getanzt vom Staatsballett Berlin @ Deutsche Oper

(Foto: Fernando Marcos)

Es ist bei Ballett-Reviews schwer, als „Laie“ große Reden darüber zu schwingen, wie professionell etwas getanzt oder wie originalgetreu das Stück war. Was man jedoch bisher in den Medien über den Intendanten Nacho Duato lesen konnte, war alles andere als positiv. Die Feuilletonisten rümpften die Nase. Das Niveau sei heruntergegangen, er kenne sich nicht mit klassischem Tanz aus. Und das waren noch mit die freundlichsten Dinge. Diese Art von Diskussionen überlassen wir jedoch lieber den Leuten, die sich damit auskennen. Wir bewerten hier wie immer rein nach Unterhaltungswert und darum soll es ja letztendlich auch gehen, denn sein wir ehrlich: Was bringt ein noch so toll ausgefeiltes Tanzbein, wenn Klamotte und Bühne hässlich oder einfallslos ist. Continue Reading

Coffeetable Books

16 Quadratmeter Glück

JDS Architects, Hedonistic Rooftop Penthouses; Bild: Julien Lanoo / TASCHEN

Wenn man jemanden aufs Dach steigt, kann das verschiedene Gründe haben. Entweder man weist jemanden in die Schranken, oder man steigt jemandem wortwörtlich aufs Dach. Dann gehört man vermutlich zu den glücklichen Menschen, die eine Dachterrasse ihr Eigen nennen. Wir gehören dazu. Immerhin 16 Quadratmeter misst unser Glück, dem Hinterhaus im wahrsten Sinne aufs Dach gesetzt und man möchte es nicht missen. Sei es zum Rauchen oder zum Grillen, irgendwann gehörte sie zu unserem Alltag dazu und wird Jahr für Jahr neu bepflanzt, was dann – wie in diesem Jahr – optisch auch mal in die Hose gehen kann. Nächstes Mal wird alles besser …
Dass wir mit unserer Liebe zu „ganz oben“ nicht alleine sind, beweist der Taschen Verlag mit dem Bildband „Rooftops. Islands in the Sky“, der im November erscheint und der auch ganz oben auf meiner Wunschliste für Weihnachten stehen wird. Continue Reading