Was für verrückte, beklemmende und surreale Zeiten: Ich möchte an dieser Stelle gar nicht mein Herz auszuschütten und würde außer einem minimalen Lagerkoller ehrlicherweise nichts Schlimmes hervorbringen. Klar, es ist alles ziemlich unpassend und alles andere als cool, aber im Vergleich zu anderen Menschen – die wirklich existenzielle Probleme plagen – habe ich wirklich 0% zu meckern. Ich muss einfach im Home Office sitzen und ausharren, das ist nun wirklich nicht zu schwer. Vor allem nicht im direkten Vergleich zu den vielen helfenden Händen, die unseren Alltag beim Arzt, Supermarkt, etc. am Laufen halten. Ich habe mir vielmehr zur Aufgabe gemacht, dass man mehr Bühne denjenigen gibt, die in dieser schwierigen Zeit Hoffnung schenken und wortwörtlich anpacken.
News
Prints for Good: Giampaolo Sgura startet Initiative zur Unterstützung von italienischen Krankenhäusern
Posted on 24. März 2020(Bild: Prints for Good / Giampaolo Sgura; Instagram)
Viele Firmen starten wegen der andauernden Corona-Krise Initiativen, um Krankenhäuser zu unterstützen. Der italienische Fotograf Giampaolo Sgura schließt sich der Idee an: Die von ihm gegründete Initiative Prints for Good sammelt Geld, um bedürftige Krankenhäuser in der Region Apulien, Italien, zu unterstützen.
18 verschiedene Bilder kann man bei „Prints for Good“ kaufen – darunter Fotos der legendären „Like a Doll“-Serie, die Giampaolo Sgura für die italienische Vogue produziert hat.
(Toni Ruiz, Mango-CEO; Bild: Courtesy of Mango)
Vor wenigen Tagen berichtete die Textilwirtschaft, dass Toni Ruiz, der CEO des spanischen Fast-Fashion-Unternehmens Mango, während der Corona-Krise in Spanien auf „jegliche Vergütung“ verzichtet. Nun zieht das gesamte Unternehmen nach und spendet zwei Millionen Schutzmasken, um den Vormarsch von COVID-19 zu bekämpfen.
Die Masken wird das Unternehmen entsprechend der Vorgaben des spanischen Gesundheitsministeriums an die verschiedenen Krankenhäuser in Spanien verteilen, um damit einen Teil dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.
(Hamburg Davidstraße)
Wie sieht es in einer Stadt aus, die sonst vor Leben pulsiert? Wie fühlt sich die Reeperbahn an, über die sonst jede Nacht Zehntausende Touristen und Einheimische von Club zu Club ziehen? Und gibt es ein Hafenbecken ganz ohne Schiffe?
(Bild: Courtesy of H&M)
Die H&M Group hat sich vorgenommen, sich für den Kampf gegen die COVID-19 Pandemie einzusetzen und Schutzausrüstung herzustellen. Die Kleidung wird anschließend Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Krankenhäusern und im Gesundheitswesen zur Verfügung gestellt.
Nun sind die Lieferketten eines Fast-Fashion-Unternehmens etwas länger, als zum Beispiel bei LVMH, insofern ist in der Pressemitteilung auch nur von „schnellstmöglich“ zu lesen.
(Daniel Arsham: Future Relics für Dior; Bild: Courtesy of Dior)
Für die Präsentation der Sommerkollektion lud Kim Jones den Amerikaner Daniel Arsham ein, das Setdesign zu gestalten. Aus dieser Zusammenarbeit mit dem zeitgenössischen Künstler sind überdimensionale Dior-Skulpturen bzw. -Objekte entstanden.
Nun lassen sich die skulpturalen Werke von Daniel Arsham natürlich nicht 1:1 auf die Entwürfe von Kim Jones projizieren – bei einer Zusammensetzung aus Gipszement und Kristallquarz ist das schlicht nicht möglich. Insofern verwunderte es nicht, dass sich die „erodierenden Artefakte“ anfangs „nur“ beim Setdesign und später dann als Druck auf Sweatshirts und Sneakern wiederfanden.
(Foto: Courtesy of Fred Perry)
Gerade eine Woche (und jede Menge Schreckensnachrichten) ist es her, dass wir hier die Zusammenarbeit zwischen Fred Perry und dem japanischen Label Beams vorgestellt haben. Doch wie das heute fast üblich ist, jagt eine Kollaboration die andere – so auch bei Fred Perry. Da ist es dann schon fast beruhigend, dass es mittlerweile Kooperationen gibt, die man getrost als Klassiker bezeichnen kann – so auch die Liaison zwischen der 1952 gegründeten Marke und Raf Simons.
Schon seit elf Jahren arbeiten Fred Perry und der belgische Designer zusammen und bringen zweimal jährlich eine Kollektion raus, die die britische Subkultur in den Fokus rückt.
(Uniqlo Alter Wall; Bild: Copyright © gmp)
Wenn man ganz ehrlich ist, war es schon länger bekannt – schließlich ist die Lage des Gebäudes, in dem Uniqlo seine Zelte aufschlägt, einfach zu prominent. Der japanische Fast-Fashion-Retailer zieht direkt neben das Hamburger Rathaus, in das denkmalgeschützte Gebäudeensemble Alter Wall, dem ehemaligen Sitz der Vereins- und Westbank.
Der Hamburger Uniqlo-Store (bisher gab es nur Stores in Berlin und je eine Filiale in Düsseldorf, Köln und Stuttgart) wird sich über vier Etagen auf insgesamt 1.750 Quadratmetern erstrecken. Die Eröffnung ist geplant für Herbst 2020. Wann genau, kann aktuell nicht gesagt werden.
Bernard Arnault, Eigentümer des Luxuskonzerns LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton SE, ließ am Sonntagabend verkünden, dass seine Kosmetikdivision sein Portfolio um Handdesinfektionsgel erweitert. Wohlgemerkt geht es dem Unternehmer nicht um Profit, sondern vielmehr darum, den landesweiten Mangel des Desinfektionsmittels in Frankreich zu verhindern, da sich das Coronavirus immer schneller ausbreitet: „LVMH wird ab Montag die Produktionslinien seiner Parfüm- und Kosmetikmarken nutzen, um große Mengen hydroalkoholischer Gele herzustellen“, wie in einer Erklärung bekannt gegeben wurde.
(Champion x Rick Owens: „TECTUATL“; Bild: Champion)
In den letzten Wochen gab es – zumindest im Fashion-Bereich – kaum ein anderes Thema als Kooperationen. Auf die Ursache dieser allgemeinen Kollaborationswut bin ich hier eingegangen. Dennoch war mein erster Gedanke, als mich die News einer Zusammenarbeit zwischen Champion und Rick Owens erreichten: Nicht noch eine Kooperation. Mein zweiter Gedanke war hingegen: Endlich eine Kooperation zwischen Champion und Rick Owens. Und das nicht nur, weil die Kooperation mit Champion ein besonderes Herzensprojekt des Designers ist, sondern auch, weil das Ergebnis, die Kollektion nennt sich übrigens „TECTUATL“, überrascht.


