Als offiziell inoffizieller Lagerfeld-Blog ist es im Grunde genommen unsere Verpflichtung, den neuen Duft von Karl Lagerfeld zu testen. Bevor wir uns aber „Karl Lagerfeld for Him“ widmen, lohnt es, einen Blick auf die Parfum-Geschichte des Designers zu werfen, denn diese ist wahrlich von Höhen und Tiefen geprägt …
1978 war die Welt noch in Ordnung – Lagerfeld arbeitete noch für Chloé, Fendi und seinem eigenem Label, Chanel war noch in weiter Ferne und so schuf er zusammen mit dem Parfümeur Ron Wonnegrad seinen bisher, zumindest meiner Meinung nach, besten Duft, der unter seinem eigenen Namen verkauft wird: „Lagerfeld Classic“. Dieses ist ein eher holzig-orientalischer Duft, bei dem ich mich immer noch freue, wenn ihn ein Mensch in meiner Umgebung trägt und der vor ein paar Wochen bei Penny für 11€ verramscht wurde – ein Schicksal, welches leider viele Düfte aus dem Hause Lagerfeld ereilt …
Allgemein
Wer 2006 so schlau war, 100 Aktien des Sattlers Hermès für rund 7.000 € zu kaufen, konnte sich nur sechs Jahre später, im Jahr 2012 über einen Wert der Aktien in Höhe von rund 23.600 € freuen … die Gewinnzahlen des Jahres 2013 hat Hermès nicht bekannt gegeben, aber man kann getrost davon ausgehen, dass der Gewinn nicht unter sondern über den 740 Millionen Euro lag, den man 2012 mit einem Umsatz von 3,8 Milliarden Euro (der Gewinn wurde innerhalb des benannten Zeitraums der Aktienwertsteigerung verdoppelt) erzielte. Naturgemäß kann man das französische Traditionshaus* nicht darauf reduzieren, aber im Grunde ist der Erfolg auch immer zu einem Gutteil den legendären Handtaschen Kelly-Bag, Birkin-Bag und so weiter zuzuschreiben … Handtaschen regieren die Zahlen der Modewelt, ganz besonders die der High-Fashion …
Gerade irgendwo gelesen, ich weiss nicht mehr wo: „Ich weiss nicht, wieso ein Gros der Stars nach wie vor auf den Klassiker mit schulterfrei setzt, denn es sieht meistens langweilig aus“ Das können wir auf dem Modeblog Horstson so und so nicht so stehen lassen … und weil mir da zwei der schönsten modernen Kleinen Schwarzen entgegen purzelten, als ich etwas ganz anderes suchte, konterkarieren wir diese „Binse auf tönernen Füßen“ gleich hier …
Besser spät als nie … Wir lassen heute etwas später als sonst die Woche auf Horstson Revue passieren. Schuld daran ist ein kleiner Ausflug nach Rügen, den Blomquist und ich gemacht haben (wer Bilder sehen möchte, kann das gerne auf unseren jeweiligen Instagram-Accounts tun: Blomquist1970 und Horstson). Auf Rügen war übrigens nicht viel los (zum Glück!), auf Horstson hingegen schon (auch zum Glück!):
1) Peter gewährte uns einen Blick in den ersten Paul Smith Store Deutschlands: Sir Paul Smith enters Hamburg!
2) Die Werbung von American Apparel ist meistens doof oder sexistisch. Die neueste Werbung ist beides: The Ugly Clothing Company
3) Bevor wir ins Auto stiegen, um nach Rügen zu fahren, stellte Blomquist die Frage: Was soll man denn dazu anziehen? Heute: die Dauerwelle für den Mann
4) Jan hatte wieder einen Musiktipp, den ich Euch auch ans Herz lege möchte: Fäkalelektronik x Shit Robot – „We Got A Love“


Links: Anzug von Valentino; rechts: Anzug von Ann Demeulemeester
Sollte man es des schönen Wetters wegen nun wieder regelmäßig in Betracht ziehen, die Sonntage auch mal wieder Draußen zu zelebrieren? Unbedingt! Aber dafür braucht ihr mich nicht. Rein in die Schluffiklamotten oder das Sportzeugs von Nike X Undercover und schon geht es los.
Nur für die paar unverzagten, die sonntags wie aus dem Ei gepellt zum Frühstück im Stammcafé auf dem wachsgebohnerten Parkett glänzen wollen, habe ich eine Idee: sonntags stilvoll Blaumachen in Blautönen. Mal sehen, ob ihr das mögt. Nur ein paar Anzüge später, weiß ich dann sicher Bescheid …
Eine sehr tragbare und total selbstverständliche Kollektion stellte jüngst Marc Jacobs für den Winter 2014/15 vor.
American-Forties-Casual-Look mit Ulstern und „loose fit“ Bindegurtmänteln über geraden Hosen und Pullovern. Weite Flanellhosen und Sneaker, die an Stan Smith oder an Sperry Segelschuhen erinnern. Mustermix à la Chicago in den 40er Jahren und weit geschnittene Anzüge mit „Once Upon a Time in America“ Appeal. Bei den Abendsachen setzt Marc Jacobs auf Samt und Jacquard, Liberty und Art déco-Muster, die jeweils gegeneinander kombiniert werden …
Herausragend sind die Mäntel in Mouliné- und Streichgarn-Optiken.
Was soll man denn dazu anziehen? Heute: die Dauerwelle für den Mann
Posted on 14. März 2014
Bradley Cooper in American Hustle; Bild: Tobis Film
Es wird gemunkelt, dass die fiese Dauerwelle die nächste Frisur für den männlichen Hipster wird. Logisch, oder? Denn Schnauz- und Vollbart, Herrendutt und Vokuhila haben sich schließlich auch längst durchgesetzt und werden ganz lässig präsentiert. Ich mag mir nicht vorstellen, wie das Straßenbild dann bald z.B. in Berlins Mitte, der Hamburger Schanze oder dem Glockenbachviertel in München aussehen wird. Und was trägt man zu den Mini-Löckchen?
Hier meine Vorschläge …
Die perfekte Garderobe – Jacobs – vs – Ghesquière? … das High-Fashion-Rockstar-Bekenntnis T-Shirt
Posted on 13. März 2014Eine für alle – alle für einen oder wer gegen wen? Ein wenig tickt der High-Fashion-Zirkus schon so verrückt. Kaum aus dem Haus, muss der andere in der Sekunde der richtigere sein. Als ob es den Editors In Chief und all den Modemeinungsmachern, auch noch um die Märkte ginge. Man demonstriert eher Themenführerschaft, schließt sich dem Heer der Mehrheit innerhalb der Minderheit an …
Dass der aus Nottingham stammende Designer Sir Paul Smith schon immer einen besonderen, humorvollen und sehr eigenen Geschmack hatte, ist ja bekannt und machte ihn nicht nur berühmt, sondern auch adelig: Prinz Charles erhob ihn dafür zum „Sir“. Letztes Jahr konnte man in einer großen Ausstellung in London (wir berichteten) die ganzen Facetten seines Schaffens entdecken und auch sehen, was den Charme des Briten ausmacht …
Es gibt zwei gute Gründe, die einen in das Münzviertel führen: entweder man hat sich verlaufen, oder man weiß um den etwas runtergerockten Charme des Quartiers mitten in der Hamburger Innenstadt. Einen dritten Grund liefert in regelmäßigen Abständen die xpon-art gallery, vor deren Schaufenster sich z.Zt. merkwürdige Dinge abspielen: Handys werden gezückt, Bilder geschossen, erschrocken geguckt oder gelacht. Schuld daran ist die Kuscheltier-Schlachterei, die laut Beschriftung schon seit 1886 existiert.
Das stimmt so natürlich nicht, doch tatsächlich war in dem Haus in der Repsoldstraße mal eine Schlachterei. Nun ist es eine Galerie und ich traf Miroslav Menschenkind, einer der Künstler, die die Ausstellung „auf_hängen“ bzw. die Kuscheltier-Schlachterei initiierten …









