Roberto Cavalli präsentiert in seinem Lookbook zur Frühjahr-Sommer 2016 Herrenkollektion einen Stil, der sehr an eine Mischung aus Saint Laurent Paris und Glam-Rock erinnert. Vielleicht ist aber auch das Model daran schuld, dass ich an Saint Laurent denken muss: Reuben Ramacher lief bei den Präsentationen zur Fall-Winter 2013/14 und zur Spring-Summer 2014 Kollektion des französischen Labels mit. 2014 tauchte bei Saint Laurent schon das Tigermuster auf – wie bei Cavalli in Kombination mit Pink.
Bei der Spring-Summer 2016 Kollektion von Roberto Cavalli liegt der Fokus ebenfalls auf einer schmalen Silhouette, wobei mir hier persönlich die Skinny Anzüge am besten gefallen – und natürlich diese ganz gewisse David Bowie- und Mick Jagger-Attitüde.
Ich bin auf Eure Meinung gespannt!
Allgemein

Bild: Karl Lagerfeld für CHANEL
Obwohl wir gerade in der tiefsten Ferienzeit stecken, europaweit ausgesprochen gutes Wetter ist und es in unseren Köpfen unvorstellbar ist: Herbst und Winter ist insbesondere in der Mode nicht mehr weit. Ab Anfang September werden die Hauptkollektionen der Modehäuser angeboten, während die Pre- und Vorkollektionen bereits seit Anfang Juni mit wärmeren Sachen locken, was bei diesem Sommer sicherlich nicht bei jedem Label für große Verkaufszahlen gesorgt hat.
In Italien und Frankreich werden Hitzerekorde gebrochen, wie zuletzt im Jahr 2003. Doch das wird alles vergessen sein, wenn wir im Dezember wieder Rollkragenpullover und Flanellhosen tragen und uns an unseren kuscheligen Kaschmirpullis erfreuen. Da passt es eigentlich gut, dass uns CHANEL uns zurzeit noch mit der Paris-Salzburg-Kollektion auf Trachtentrend und Wintersportfreuden einstimmt.

Modezeichnung für die Zeitschrift „La Gazette du Bon Ton“; 1908. Illustriert von Paul Iribe; CC BY-SA 2.0
Ein Mann, den man als Karl Lagerfeld des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts bezeichnen kann, war Paul Poiret. Alles, was die großen Konzerne heute betreiben, erkannte der Visionär bereits in seiner Zeit. Er war vor dem Ersten Weltkrieg der Star unter den Couturiers und hatte einen Ruf, der ihn bis in die zwanziger Jahre folgte.
Dass wir in Modehäuser gehen können, die Accessoires und Parfums anbieten, hat Paul Poiret bereits in seinem ersten Salon mit einer Boutique im Erdgeschoss begründet. Er legte damit den Grundstein, wie Modehäuser heute noch funktionieren. Poiret machte nicht nur Werbung und veranstaltete Feste, die mit den heutigen Defilees im Grand Palais vergleichbar wären, sondern organisierte auch Tourneen der Schauen in Amerika, Südamerika oder Europa, um weltweit bekannt zu werden.
Entenwerder kannte der Hamburger bisher hauptsächlich durch die Partys in den Grünanlagen, der Hundewiese oder durch die Golf Lounge, die sich rein theoretisch in Schlagweite der Halbinsel befindet. Durch die aufgespannten Netze müssen die Golfer allerdings nicht ihre Bälle im Entenwerder Park suchen. Schade eigentlich, denn sie könnten genau dort ein neues Café entdecken: das Entenwerder1.
Die Idee zu diesem Café hatten keine Unbekannten: Thomas Friese, Gründer von Thomas-i-Punkt, und seine Tochter Alexandra, ihres Zeichens Geschäftsführerin des Conceptstores, hatten das Ziel vor Augen, einen beinahe vergessenen Ort zu neuem Leben zu erwecken. Auf einem 600 Quadratmeter großen Ponton, der durch eine 100 Jahre alte, aber sanierte Brücke mit dem Festland verbunden ist, findet sich seit Anfang Juli das Entenwerder1.
Bevor wir uns heute vor der Hitze erst ans Wasser nach HH-Entenwerder und später ins kühle Kino retten (hat jemand schon „Amy“ gesehen?), gibt es hier den sonntäglichen Wochenrückblick:
1) City-Battle – London oder Bologna? – Benjamin Clementine oder Wanda? Ihr habt immer noch die Wahl!
2) Liebe geht durch die Nase – Les Infusions de Prada – Meine (und mittlerweile auch die einiger Leser) Duft-Biografie
3) Summer Souvenirs – Ein Tag am Pool – Peter machte einen Tag blau!
4) Exklusiv anprobiert: Skagen – Julian war mit Taschen und Uhren des dänischen Labels in Lugano unterwegs.
Wir wünschen einen schönen Sonntag! 🙂
Ihr merkt, diese Woche geht es französisch zu. Seit ungefähr zehn Jahren reisen „Boulevards des Airs“ nun schon um die Welt und haben es auf bereits zwei Alben gebracht. Die Mischung aus spanischer Folklore und französischem Pop, der in drei Sprachen (Französisch, Spanisch und Englisch) gesungen wird, geht auch auf ihrem dritten Album „Bruxelles“ schnell ins Ohr und dank Gastsängerinnen wie ZAZ („Demain de bon matin“), kommt auch ordentlich Schwung in die ganze Sache. Aber auch leichter Hip Hop, wie z.B. bei „Tu danses et puis tout va“, ist im Repertoire der Gruppe enthalten, welche übrigens aus Tarpes in Südfrankreich stammt. Als ihre großen Vorbilder nennt die neunköpfige Combo übrigens u.a. die Red Hot Chili Peppers. Aber hört selbst.
Heute habe ich mir als Horstson Autor einen Tag Auszeit genommen und werde den Tag am Pool verbringen. In Frankreich wurde gerade der Höhepunkt der Ferien erreicht und die Wirtschaft des Landes liegt quasi brach. Selbst die großen Tageszeitungen, wie „Le Figaro“, haben sich am Freitag in die Ferien verabschiedet und erscheinen in dünnster Form, weil alle Redakteure in den Urlaub gefahren sind …
Die Temperaturen steigen schon morgens auf 35 Grad und eigentlich kann man sich nur im Schatten aufhalten und schreiben. Eine gute Gelegenheit, sich an den Pool unter den Sonnenschirm zu verkrümeln und zu lesen.


Links: „Romanov“-Armband; rechts: „Lagon“-Armband; Bilder: Cartier
Rund um die Haute Couture und kurz vor den großen Ferien herrscht in den Ateliers der Juweliere Hochbetrieb. Das liegt zum einen daran, dass im Herbst und zu Weihnachten die meisten Schmuckstücke verkauft und verschenkt werden und dass man über Sommer, wenn man sich für Schmuck interessiert, sorgsam überlegen und seine Kaufentscheidung fällen kann. Außerdem werden die Sonderbeilagen der wichtigen Modemagazine fotografiert und parallel die Geschenkeseiten vorbereitet. So ist es kein Wunder, wir berichteten schon über die Haute Joaillerie von Chanel, dass aktuell auch Cartier seine Haute Joaillerie-Kollektion zeigte. Ort der Präsentation war die Côte d’Azur, von der aus nicht nur die Inspiration zu den Stücken ausgeht, sondern in der auch weltberühmte Künstler, die für ihre flamboyanten Farben berühmt waren, wie Picasso, Matisse oder Chagall, ihre Meisterwerke schufen.
Es hat sich irgendwie in den Köpfen festgesetzt, dass Menschen, die eine Brille tragen, intellektueller als andere sind oder als Streber gelten. Tatsache ist, dass Schriftsteller oder Autoren häufig eine tragen bzw. gerne damit abgelichtet werden. Vielleicht war das einer der Gründe, warum PRADA mit der Lancierung seiner Brillenlinie „Journal“ ein Autorenprojekt startete, das in diesem Jahr bereits in die dritte Runde geht …
Wir blicken zurück und starten nach vorn – nachdem wir den CSD gestern aus gutem Grund sausen lassen haben, geht es heute nach Berlin zum Björk Konzert. Daher hier – kurz und knackig – unser Wochenrückblick:
1) Nach knapp 100 Jahren gönnt Converse seinen legendären Chucks einen neuen Look. Endlich!
2) Liberty of London kooperiert mit Mi-Pac und beweist einmal mehr, dass die hauseigenen Muster in jeglicher Kombination funktionieren.
3) Gwenno Saunders beweist, dass walisische (Song)Namen nicht nur ganz lustig klingen, sondern sich auch sehr gut anhören.
4) Das perfekte T-Shirt zu finden ist eine Sisyphusaufgabe. Wir haben sie gelöst.
Wir wünschen einen schönen Sonntag! 🙂






