
Azzedine Alaïa by Jean-Paul Goude – Bild: Jean-Paul Goude: So Far, So Goude
Er hat nie am Fashionsystem teilgenommen und war nie in eine Gruppe einzuordnen. Er passte weder zu den Japanern, obwohl seine Kreationen überwiegend schwarz sind, noch zu den üblichen Pariser Couturiers. Der in Tunesien geborene Designer Azzedine Alaïa ist eine Art Balenciaga unserer Zeit. Er macht eine Frühjahrs-, eine Winter- und eine Accessoires-Kollektion und die stellt er vor, wenn sie fertig sind. Er bestimmt den Zeitpunkt, wenn sein Streben nach Perfektion ihm sagt, jetzt ist es so weit. Er hat kein weltumspannendes Netz von Boutiquen, sondern sein Atelier im Marais, das einem Fabrikgebäude ähnelt und das, zusätzlich zu den Ateliers, eine Verkaufshalle und ein Hotel beheimatet. Weltweit arbeitet er mit Einzelhändlern zusammen, die ihm schon lange die Treue halten und einen kleinen Corner im Le Bon Marché. Acht Jahre hat er mal gar keine Kollektion gemacht, 2009 hat er dann wieder angefangen und heute gehört seine Firma zwar zur Richemont Gruppe, aber selbst die kann ihn nicht dazu bewegen, das zu werden, was heute Firmen so gern sind: kommerziell.








