Prêt … aehm Cos-à-Porter – Was braucht der moderne Mann auf Reisen? Bestenfalls eine ausgehtaugliche Garderobe, die einen durch den bevorstehenden Sommer 2015 trägt! Momentan liebäugle ich vor allem mit der exklusiven Capsule Collection ‘The Modern Traveller’ und bevor ihr euch berechtigterweise fragt, wen oder was diese Kollektion ausmacht, anbei die Auflösung:
Julian
Zuallererst eine Entwarnung: Ich bin weder großer Mutter- und Vatertagsanwerber, noch habe ich irgendeine bezahlte Kooperation in peto, die ich unauffällig an uns Söhne und Töchter unterjubeln will. Jedoch bin auch ich immer interessiert an außergewöhnlichen Geschenkideen (ganz gleich welche Sondertage gerade anstehen) und horche dreimal mehr auf, wenn ich eine Idee wirklich gelungen finde. In den letzten Tagen haben mich vor allem zahlreiche Blumensträuße oder Goldkettchenangebote verfolgt, fand ich semi- bis überhaupt nicht inspirierend. Dafür weiß ich zu gut, dass sich meine Mutter sehr über Ausflüge und Bücher freut – somit war sie schon mal gut versorgt …

Installation view: Be the first of your friends, Espace Louis Vuitton München, Munich, Germany, April 24–August 8; Bild: Christian Kain, Courtesy of the artist and Espace Louis Vuitton München.
Digitale Fragen der Ästhetik – Wie schafft man es, Computer und Internet als ernstzunehmende Kunstform aufzugreifen? Der Künstler Cory Archangel macht es einfach, polarisiert und wird auf der ganzen Welt für seine Arbeiten gefeiert! Im Espace Louis Vuitton München läuft momentan die erste monographische Werkschau des smarten Amerikaners. „Be the first of your friends“ habe ich mir für Horstson einmal näher angeschaut.
Vor ein paar Tagen habe ich Cory noch zum Gespräch gebeten (das Interview gibt’s hier zum Nachlesen), trotz allem bin ich mir nicht wirklich sicher, was er mit vielen seiner Arbeiten ausdrücken will. Vielmehr steht die Frage im Raum, wie wir seine Kunst aufnehmen und ob wir sie zwangsläufig verstehen können müssen? Es folgt eine Annäherung.
Nicht einfach Kunst – Der Espace Louis Vuitton München präsentiert „Be the first of your friends“, die erste monographische Werkschau von Cory Arcangel in München. Der amerikanische Künstler lebt in Brooklyn und setzt sich in seinen Arbeiten überwiegend mit Medien wie Komposition, Performance, modifizierten Computerspielen, Internet bis hin zu Videoinstallationen auseinander. Die augenmerkliche Besonderheit an seinen Arbeiten ist dabei die Reflektion unserer kapitalistischen Konsumwelt, die er mithilfe zeitgenössischer Praktiken und digitaler Quellen aufzeigt. Egal ob Tube oder Photoshop – als bildender Künstler ist Cory ganz nah dran an der Vernetzung von realer und digitaler Welt.
Was war deine Inspiration für diese Ausstellung?
Zuallererst setze ich mich immer mit den Räumlichkeiten, in denen meine Arbeiten gezeigt werden sollen, auseinander. Das ist ein ganz wichtiger Prozess für mich. Dabei würde ich jedoch das Wort Inspiration umgehen, denn primär beschäftige ich mich mit Dingen, die mich als Person umgeben. Ich wäge ab, was zu jenem Zeitpunkt am besten an den jeweiligen Ort passt. Statt mich auf die Suche nach Inspiration zu begeben, mache ich mich auf den Weg, die richtigen Arbeiten für den Raum zu finden.
Bild: PR
(Männliche) Topmodels?! Der “Top”-Zusatz im Modegeschäft entwickelt sich immer mehr zum inflationären Privatfernsehen- und Teenagerjargon und lässt mich erst einmal stutzig werden. Paul Boche scheint Abhilfe zu schaffen und revidiert meine vorangegangenen Verbindungspunkte: Der sympathische Thüringer gehört seit Jahren zu den meistgebuchtesten Männermodels der Welt und hat definitiv das “Top” vor dem Model verdient. Ich hatte das Glück, Paul für ein kurzes Gespräch zu gewinnen und prompt begegnet er mir auf dem Nachhauseweg in der aktuellen Antony Morato-Kampagne …
Erzähle mir etwas über dich: Wie und wo wurdest du als Model entdeckt?
Ich war für ein Schul-Praktikum in Berlin und wurde auf der Straße mit folgenden Worten angesprochen: „Willst du Model werden? Reisen und nach Mailand, New York und Paris fliegen?“ Also habe ich mir die Karte geben lassen und zwei Wochen später war ich schon auf der Fashion Week in Paris unterwegs.
Hoch, höher, hoch(radeln) – Bayerns Hauptstadt München hat mich unwiderruflich in den Bann gezogen. Bei jedem Projekt in Richtung Süddeutschland bzw. potentielle Weißwurstverköstigung (ertappt: Ich bin großer Fan der Touristenspezialität, auch nach zwölf Uhr) bin ich ordentlich aufgeregt und nehme mir vor, die Stadt stückweise zu erkunden.
Was passt da besser als ein äußerst außergewöhnlicher Fahrradausflug im Hofgarten? Fast nichts, würde ich sagen! Die Gegend unweit des Odensplatz inmitten der Altstadt hat mich schon bei meinem letzten Besuch fasziniert und bietet sich als perfekte Kulisse für die Hochradstation von Hendrick´s Gin an …
Schlicht und doch elegant – Ich stehe vor einer echten Herausforderung, die von regelmäßigen Onlineshopping-Eskapaden begleitet wird und noch immer kein Ende findet: Ich habe nicht ausreichend elegante Mode im Schrank hängen. Bei jedem Hinweis auf Abendgarderobe oder beim Besuch von Kommunion und Konfirmation, glühen mir regelmäßig die Ohren.
Nachgefragt bei … Jérôme Lambert – Teil II des Interviews mit dem Montblanc-CEO
Posted on 29. April 2015Bild: Montblanc
Luxus, Qualität und Teamgedanken – Was kann man sich unter der Arbeit eines CEOs vorstellen? Für Horstson war ich in London unterwegs und durfte keinen Geringeren als Jérôme Lambert zum Gespräch treffen (hier der erste Teil des Interviews). Der überaus sympathische Franzose leitet mit großem Erfolg das Hamburger Traditionshaus Montblanc, „Chapeau, Hut ab!“. Grund genug, um näher nachzuhaken:
Kunst, Kultur und Werte: Wie definieren Sie bei Montblanc den Begriff Luxus?
Ich würde sagen, dass es sich bei Luxus in erster Linie um Qualität handelt – unseren Anspruch an Qualität. Wenn wir beispielsweise die exklusive, neue Meisterstück Sfumato Collection näher betrachten, sehen und fühlen wir, dass ausschließlich bestes Leder verarbeitet wird. Die Oberfläche wird dabei in vier Schritten handgefärbt und erhält seine einzigartigen Farbverläufe. Dieser Prozess bedarf ungeheurer Präzision und Fingerspitzengefühl, wir arbeiten dafür mit den besten Spezialisten dieses Handwerks zusammen. Man darf nicht vergessen, dass jedes unserer Produkte etwas ganz Besonderes ist und höchste Handwerkskunst verkörpert.
Was das wohl gibt? Seit geraumer Zeit geistert eine Modeeilmeldung durch sämtliche Kanäle von Facebook und Konsorten: Style.com wird zum E-Commerce-Unternehmen umgewandelt.
Voraussichtlich ab Herbst wird die weltweite Anlaufstelle Nummer Eins in Sachen Laufstegberichte zum Condé Nast-Online-Einkaufshimmel umfunktioniert. Nachrichten und Modereporte werden dann aller Wahrscheinlichkeit zur amerikanischen Vogue weitergeleitet. Was aber soll das ganze Tamtam, kann nicht alles so bleiben wie es ist (meinen nostalgischen Lieblingsausruf mag ich euch wirklich nicht vorenthalten)?
„Nein, kann es nicht“, würde jetzt Charles Townsend antworten und die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Als CEO von Condé Nast hat er es sich zum Ziel gesetzt, seine Magazine in einem gemeinsamen Onlinestore auf den passenden Nenner, sagen wir lieber auf die passende Domain, zu bringen. Die heißt in diesem Fall Style.com und wird seit nunmehr 14 Jahren erfolgreich mit internationalen Mode-News gefüttert.
Bild: Montblanc
Anspruch, Meppen und Visionen – Was kann man sich unter der Arbeit eines CEOs vorstellen? Für Horstson war ich in London unterwegs und durfte keinen Geringeren als Jérôme Lambert zum Gespräch treffen. Der überaus sympathische Franzose leitet mit großem Erfolg das Hamburger Traditionshaus Montblanc, „Chapeau, Hut ab!“. Grund genug, um näher nachzuhaken:
Zuallererst: Ich habe gehört, dass Sie im Reitsport aktiv sind?
Richtig, ich habe ein eigenes Pferd. Momentan lässt sich das Reiten jedoch schwer in meinem Alltag integrieren. Ich bin regelmäßig geritten, bis ich in Hamburg angefangen habe für Montblanc zu arbeiten.




