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Horst

Männermode

Lauter Objekte der Begierde: Supreme x Lacoste

Wenn das mal keine guten Neuigkeiten sind: Lacoste kooperiert mit Supreme. Insgesamt neun Teile umfasst die Capsule Collection, die es tatsächlich schaffte, binnen Sekunden mein Herz zu erobern und die ich, Pardon, auch wesentlich weniger posh finde, als das Ergebnis aus der Zusammenarbeit von Supreme mit Louis Vuitton.

Die limitierte „Lacoste x Supreme“-Kollektion ist ab dem 16. März Online und in den Supreme-Stores in New York, Paris, Los Angeles und London erhältlich. In Japan erst zwei Tage später, also am 18. März.
Einziger Wermutstropfen: Dadurch, dass die „Lacoste x Supreme“-Kollektion nur bei Supreme verkauft wird, schnellen die Preise bei eBay und Co. in die Höhe …

Männermode

Toru Kamei für Dior Homme

(Bild: Morgan O’Donovan)

Am Rande hatten wir es schon erwähnt: Für die aktuelle Frühling/Sommer-Kollektion ging Dior Homme eine Partnerschaft mit Toro Kamei ein. Der in Tokyo lebende Künstler hat sich auf Motive spezialisiert, die botanische Stillleben darstellen. Die Inspirationsquelle liefern Kamei die Vanitas-Stillleben aus der Zeit des Barocks, bei denen leblose Gegenstände durch Sinnbilder der Vergänglichkeit ergänzt werden. Nicht verwunderlich also, dass Toru Kameis Arbeiten an Werke des flämisch-niederländischen Stilllebenmalers Pieter Claesz erinnern, wobei der Japaner neben Totenköpfen hauptsächlich Schmetterlinge und Blumen in seinen Werken verewigt.

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News

LVMH startet eigenen Onlinestore

Neuigkeiten bei LVMH: Bei dem Luxusgüterkonzern ist man sich bewusst, dass sich nicht nur die wirklich Reichen ihre Kleidung und ihre Accessoires von Luxusmarken gönnen, sondern auch der gehobene Mittelstand, der sich damit beweist, es geschafft zu haben. Insofern winkt schier ungebremster Wachstum – was liegt also näher, als eine E-Commerce-Seite zu launchen, die alle 70 Labels unter seinem Dach vereint?

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Wochenrückblick

Die Woche auf Horstson – 10/2017

Spaziergang zum Johannes-Brahms-Platz – was man halt als modeaffiner Mensch in Hamburg macht, wenn die Sonne scheint. Das Wetter hätte nicht besser sein können, den Elefanten – geschaffen von Ludwig Kunstmann – am Brahms-Kontor in Augenschein zu nehmen. Während ich überlege, warum der Elefant ausgerechnet „Anton“ heißt, hier unser Wochenrückblick:

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News

Gebündeltes deutsches Modedesign bei Apropos

Hamburg ist – zumindest für ein paar Tage – die Hauptstadt der deutschen Modedesigntalente. „Schuld“ an diesem äußerst angenehmen Umstand ist Der Berliner Mode Salon, der parallel zum Pop-up-Store beim Womenswear Retailer Uzwei, einen zweiten temporären Standort eröffnet hat. Dieses Mal stehen, ganz im Gegensatz zur Kooperation mit Uzwei, Kreationen für den Mann im Fokus.

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News

Should love last – Dior geht auf Pop-up-Store-Tour

(© Adrien Dirand)

Dior geht auf Tournee: Anlässlich der Debütkollektion von Maria Grazia Chiuri eröffnet das Haus Dior eine ganze Reihe von Pop-up-Stores. Der erste Pop-up eröffnete schon vor einigen Tagen auf dem Rodeo Drive in Los Angeles – am 25. Februar, um genau zu sein. Zwei Tage später folgte dann Paris auf der Avenue Montaigne. Weitere geht’s in Japan, Dubai, Seoul, Singapur, Beijing und Shanghai, um dann noch in Berlin bei The Corner, nochmals in Paris bei Colette, bei The Webster in Miami, bei Maxfield in Los Angeles und bei Antonia in Mailand jeweils einen kleinen Boxenstopp einzulegen.

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Interview

Von Juniqe bis Jaguar: Der Illustrator Dieter Braun im Interview

(Foto: Franziska Krug/Getty Images for Jaguar Land Rover)

Luxusauto trifft Art-Prints – Vor ein paar Tagen präsentierte JUNIQE in Zusammenarbeit mit Jaguar in München den Art Salon. Zusammengetan haben sich die Partner, die auf den ersten Blick fast gar nichts miteinander verbindet, schon im vergangenen Jahr. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Kunst- und Lifestyle-Objekte zu schaffen – entworfen vom schwedischen Grafikdesigner Bo Lundberg, dem britischen Illustratoren Ruben Ireland, dem Kreativ-Duo Fox & Velvet, dem Berliner Fotografen Michael Ali Belhadi, dem Illustratoren Dieter Braun sowie der Designerin Anna Albertine Baronius vom Studio na.hili.

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News

Sexiste Laurent?

(Bild: Courtesy of Samuel Haick)

Erst 2015 wurde ein Kampagnenmotiv des Labels Saint Laurent Paris von der britischen Behörde zur Überwachung der Werbung, der Advertising Standards Authority (kurz „ASA“), verboten. Das Model, die damals 18-jährige Kiki Willems, sei schlicht und ergreifend zu dünn und weitere Veröffentlichungen des kritisierten Motivs seien unverantwortlich, hieß es in der Begründung. In der Begründung der ASA hieß es damals außerdem, dass durch die Lichtwirkung die Aufmerksamkeit auf die Brust des Models gezogen wird, wo sich der Brustkorb abzeichnet; zudem seien die Beine zu dünn. Die ASA vertrat daher die Auffassung, dass das Modell auf den Betrachter ungesund und untergewichtig wirkte. Eine Veröffentlichung des Anzeigenmotivs war, so das Resümee, unverantwortlich.
Einer ganz ähnlichen Kritik sieht sich Saint Laurent auch bei der neuesten Kampagne konfrontiert.

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Filmtipp

Antonio Lopez 1970: Sex, Fashion & Disco

Blomquist berichtete mir vor einigen Tagen von einer Beobachtung, die er in Mailand machte. Ein unscheinbarer Van hielt unweit der Via Mecenate und es stieg einer dieser zahllosen Influencer aus. Dieser „Beeinflusser“, der im eigentlichen Sinne für seinen natürlichen und authentischen Style „gefeiert“ wird, wurde von einem Stylisten, einem Make-up-Artisten und einer hektisch telefonierenden Frau zurechtgemacht. Im Anschluss konnte er dann so tun, als ob es für ihn das Normalste auf der Welt sei, in einem Outfit im Gegenwert eines Kleinwagens über die Straßen von Mailand zu schlendern und ganz zufällig zur Gucci-Schau einzukehren. Soweit, so unverständlich. Nicht nur, dass das Wort „Influencer“ falsch gewählt ist, da kein Magic Fox oder keine Nina Suess die Mode nachhaltig beeinflussen. Vielmehr spiegeln sie, ausgestattet durch Klamotten von Labels und Onlineshops, das wieder, was allgemein als ‚angesagt‘ gilt. Einen eigenen Style? Nein. Eine eigene Message? Wenn man von „a simple but always a good look“ absieht, findet sich da nicht viel, was Rückschlüsse mit einer Auseinandersetzung mit Mode zulässt.

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News

Alles wieder beim Alten

(Brioni Boutique in Hamburg; Bild: Horstson)

Eins muss man Brioni, bzw. dem Kering-Konzern, zu dem das italienische Label gehört, lassen: Die Verantwortlichen haben Mut. Eben diesen braucht man sicher, um einen Einkäufer zum Creative Director zu machen. „Schuster, bleib bei deinem Leisten“, pflegte mein Großvater in solchen Situationen zu sagen. Wie recht er damit auch im Bezug zur Personalentscheidung bei Brioni haben sollte, zeigte sich nur wenige Monate und eine bemerkenswerte Kollektion später: Justin O’Shea musste seinen Posten räumen und postete auf Instagram einen „Brioni Sarg“. Wie man das eben so macht, heutzutage. Die Trennung sei aber „einvernehmlich“ gelaufen, wie ich damals der Pressemitteilung entnehmen konnte.

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