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April 2013

Allgemein

Mode als Typografie – Hedi Slimanes Code für Saint Laurent

Saint Laurent Homme
Foto: Wallpaper; P.Zak

Wenn man sich anschaut, was aus der Frühjahrskollektion von Hedi Slimane für Saint Laurent Homme tatsächlich im hauseigenen Onlineshop oder auch bei Mr.Porter verkauft wird, kommt man eigentlich ganz schnell auf die Philosophie und das gut kalkulierte System, das hinter seinen Kollektionen steckt.
Während andere Modedesigner eher von ihrer Einstellung mit Malern verglichen werden können, ist Hedi Slimane klarer Typograf.
Seine Kollektionen entsprechen, lässt man das ganze Schauen-Dekor und die Accessoires zur Seite, eher modernem, klassischen Industriedesign eines Dieter Rams für Braun, als modernistischem „Ich will die Mode neu erfinden“ Grundsätzen.

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Allgemein

Es ist geöffnet: Louis Vuitton Maison München Residenzpost

Louis Vuitton MeshLouis Vuitton Mesh Design Foto: (c) Louis Vuitton
Bild: Louis Vuitton

Wie hier und an anderer Stelle schon erwähnt, konnten wir 2 Tage vor dem eigentlichen Opening, welches gestern stattfand, einen Blick in das erste Maison von Louis Vuitton in Deutschland werfen.
Ob es nun ein Zufall ist, dass Louis Vuitton gerade in München das Maion eröffnet hat oder ob es ein stückweit auch die Verbundenheit zur bayerischen Landeshauptstadt ausdrückt, weiß ich nicht. Fakt ist aber das Louis Vuitton’s Love Affair mit Deutschland eben in der südlichsten Großstadt der Republik begann – dort eröffnete nämlich vor 35 Jahren auf der Maximilianstraße das erste Louis Vuitton Geschäft.

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Allgemein

Bottega’s Bommel …

bottega
Bild: Bottega Veneta

… habe ich gerade beim virtuellen Lookbook-gucken entdeckt und für gut befunden, oder?
Den Preis konnte ich nicht ausfindig machen, macht aber auch nichts – habe Zeit zum Sparen: es handelt sich um einen Schuh aus der Fall-Winter Kollektion von Bottega Veneta.
Ich bin auf ein ehrliches Meinungsbild gespannt …

Allgemein

Warum wir jetzt die FAZ noch lieber lesen – Lisa Simpson

FAZ Lisa Simpson
© THE SIMPSONS™ & 2013 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved

Die Zeit und die FAZ gehören zur deutschen Kultur und sind die Printmedien, die eher klassisch und seriös auf sich aufmerksam machen. Wer richtig gerne liest, kauft sie aber eh. Vermutlich auch deshalb können sich diese Institutionen in Zeiten von Online und verstärkten Lesemuffeln glänzend behaupten.

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Allgemein

McCartney ist das neue Jacobs x Stella McCartney wird Schirmherrin von „Designer for tomorrow“

stelly mccartney
Stella McCartney

Nachdem Marc Jacobs in den vergangenen zwei Jahren Schirmherr(in) von „Designer for tomorrow“ war, wird nun Stella McCartney die Ehre zu Teil ihre persönlichen Top 10 an Nachwuchsdesignern auszuwählen und schließlich einen glücklichen „Designer for tomorrow“ zu küren. McCartney selbst dazu: „Ich freue mich darauf, die Mode-Nachwuchsförderung aktiv zu unterstützen, und bin gespannt auf alle Bewerbungen und das Potential, das uns erwartet“. Wir werden berichten.

Music

Pleite x Phoenix „Bankrupt!“

Bankrupt
Bild: PR

Es geht sicher nicht nur mir so: Hypes um CD`s, Songs oder sonstiges stören mich nicht, so lange man es ansatzweise nachvollziehen kann. Momentan habe ich da eine Single und ein Album mit dem ich mich etwas schwer tue. Zum einen „Get Lucky“ von Daft Punk von dem ich noch immer nicht so ganz überzeugt bin, da es in meinen Augen für Daft Punk Verhältnisse sehr unspektakulär (von der Garderobe mal abgesehen) herkommt. Aber da warten wir am besten mal das Album ab. Das ist bei Phoenix vor kurzem schon erschienen. Und „Bankrupt!“ ist ein Album mit dem ich mich trotz (fast) durchgehend guter Kritiken schwer tue. Und ein bißchen Ironie ist es schon, dass das Album zu allem Überfluss auch noch so einen Titel trägt.

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Allgemein

Sometimes it is not easy to get an Interview – Karl Lagerfeld

Eine Trouvaille der besonderen Art haben wir bei Nowness gefunden. Als Karl Lagerfeld seine Ausstellung der Special Edition von Photos aus der „Little Black Jacket“-Reihe in St.Moritz eröffnete, wollte der Journalist Malcolm Venville ein Interview mit ihm führen. Naturgemäß kann man nicht einfach seine Fragen stellen – es wird im Vorhinein eine Zeit und die Dauer des Interviews vereinbart.

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Music

Dreimal Ja x YEAH YEAH YEAH’S – „Mosquito“

„Ich hasse Mücken, warum gibt es nicht mehr Songs gegen Sie“ sagte Karen O(rzolek), Sängerin der Yeah Yeah Yeahs jüngst in einem Interview. Sollte sie die nervigen Blutsauger so sehen, wie es auf dem aktuellen Cover von „Mosquito“, ist ihre Abneigung nachzuvollziehen. Aber keine Sorge. Auf dem neuesten Werk der Yeah Yeah Yeahs geht es nicht nur um rumfliegendes Zeug. Fest steht aber: nachdem man sich den Auftritt des Trios beim diesjährigen Coachella Festivals angeschaut hat, weiß man, dass beim nächsten Konzert auf jeden Fall wieder die Fetzen von Frontfrau Karen Orzolek rumfliegen werden.

Seit 2009, als sie mit „Heads will roll“ und zusätzlich durch den A-Trak Remix von ebendiesem auch das Mainstream-Publikum erobert hat, war es ruhig um die Band geworden. Lediglich die koreanisch-polnische Frau O machte eigene Soundtracks („Wo die wilden Kerle wohnen“), steuerte Songs zu Soundtracks bei („Verblendung“) und schrieb eine Oper namens „Stop the Virgens“. Stellt sich die Frage: ist davon etwas auf dem Album zu hören? Nicht wirklich.

Das Album startet mit „Sacrilege“, einem Song, dessen grandioses Gospelfinale seinesgleichen sucht. Das folgende „Subway“ nimmt seinen Beat vom Fahrgeräusch der New Yorker U-Bahn. Durch die wabernde und nachhallende Stimme wird es zu einem fast bedrohlich klingenden Mitternachtssoundtrack, bei dem man nicht unbedingt allein auf dem Bahnsteig stehen möchte. Es erinnert vom Thema her ein wenig an „In the cold light of morning“ von Placebo, in dem man am Anfang übrigens das Geräusch einer anfahrenden Berliner S-Bahn vernehmen kann. Das aber nur nebenbei. Dann endlich kommt man zu „Mosquito“, bei dem man förmlich merkt: dazu klatsch die O ihre Mücken platt. („Mosquito sing, Mosquito cry, Mosquito live, Mosquito die, Mosquito drink most anything, whatever’s left, Mosquito scream „I’ll suck your blood“ (…)“). Das macht Spaß. „These Paths“ klingt für die YYY’S ungewöhnlich aber dank Rhythmus und kontinuierlich ansteigender Tonhöhe Karen O’s Stimme einer meiner Lieblingssongs. Für „Area 52“ fehlen mir wahrscheinlich die ersten beiden Alben „Fever to Hell“ und „Show your bones“ um es gut zu finden. So wirkt es auf mich etwas überladen, unkoordiniert und ein wenig nach Garagenband was sie ja aber zu Beginn ihrer Karriere waren. „Buried Alive“ bekommt Unterstützung von Rapper Dr.Octagon, ist zynisch („Free yourself that leach is long long long“) und O vermittelt nur durch ihre Stimme den fiesen Bösewicht der wen auch immer einfach mal unter der Erde vergräbt. „Always“ ist wiederum bewundernswert, kommt es doch mit „Forget the time, forever mine, impossibility is possible to me. To me and you, we’ll see it through“, plus grob geschätzten 48x „Always“ aus und ist dennoch nicht nervtötend. „Wedding Song“ schließlich ist ein würdiges „Balladenfinale“ des Albums („With every breath I breath, I’m making history. With your name on my lips the ages fall to bits …“)

Karen O sagt über Mosquito übrigens selbst: „Es geht um positive Gefühle (…) Wir haben so viel in die neuen Songs gelegt, es war, als ob eine Strickleiter zu uns in die Tiefe gelassen wird, damit wir hinaufklettern und uns den Staub von den Klamotten klopfen.(..)“. Ich weiß nicht wie es euch geht aber Songs wie „Buried Alive“ oder „Slave“ („The keys are gone my slave (…) ), klingen für mich jetzt nicht nach positiven Gefühlen. Aber vielleicht fühlt sich Karen O ja einfach besser unter der Erde. Dort gibt es schließlich auch keinerlei stechendes Getier.

Hörtipps:

Sacrilege

These Paths

Always

Buried Alive

Subway