Die Macarons von Ladurée sind ein Phänomen – ich kenne kein anderes Gebäck, was einen solchen Hype ausgelöst hat, wie die kleinen runden Dinger.
Von Freitag auf Samstag war ich in Paris und weil mein Budget leider nicht für einen Einkauf bei Chanel gereicht hat, habe ich bei Ladurée zugriffen und 8 Macarons in einer viel zu teuren aber auch mindestens genauso hübschen Matthew-Williamson-Edition gekauft.
Warum ich das jetzt gerade erzähle? Ich muss mein Gewissen beruhigen, denn die hohen Kalorien kann ich nur mit einem Mini-Post am Sonntag-Nachmittag rechtfertigen – schließlich muss man als Modeblogger von Format alles mal getestet haben, sozusagen ein Service für unsere Leser. Mein Résumé: Ich hätte zwei Packungen kaufen müssen – Packung nach 15 Minuten geleert – dafür aber ein Leben lang zuviel auf den Hüften… Das nehm‘ ich in Kauf.
Oktober 2011
… aber das letzte Wort kam dennoch von Horst: nu ist der thread weg.
Und fortan herrschte das große Schweigen im Walde. Ganz ungewohnt für die facebook-Gruppe der BloggerInnen, der ich 355 von 365 Tagen fernbleibe, weil das dort irgendwie nichts für mich ist.
Aber dieses Follow-Up handelt ohnehin vom Fortgang und dem endgültigen Schluss der Mobbings in den Modeblog-Threads bei BYM (Brigitte Young Miss). Mauri (der mir übrigens verriet, doch schon neunzehn Jahre jung zu sein) hatte ganz offenbar mit seinen beiden Berichten auf Mau Fashion den richtigen Ton getroffen und die Verantwortlichen bei Gruner & Jahr dafür gewinnen können, mehr zu tun, als die Threads nur für weitere Kommentare stillzulegen.
Liebe Horstson-Leser-
es ist schon wieder Zeit für den obligatorischen Wochenrückblick. Viel Spaß und einen tollen Herbst-Sonntag!
1) Am Mittwoch und am Donnerstag hat Euch Horst die ersten Bilder aus der Kooperation zwischen dem Textilschweden und Versace gezeigt. Ich bin gespannt wie sich die Klamotten später im Strassenbild machen. In meinen Kleiderschrank wandert höchstens eine Baseball-Kappe und ein Foulard.
2) In der aktuellen Ausgabe des Teaser Magazines, das am Donnerstag erschien, könnt Ihr ein Interview mit Horst lesen. Und Bilder von ihm gibt es auch zu sehen, das wollt Ihr doch sicher nicht verpassen?
3) Das sich Kanye West seine kürzlich in Paris gezeigte Modekollektion sonst wohin stecken kann zeigte Daisydora am vergangenen Sonntag. Auch Horst und ich sind uns da einig-das kann weg! Danke!
4) In Peter’s Cuttings konntet Ihr am Montag vieles über den Installationskünstler Christian Boltanski lesen, lernen und sehen. Das reicht noch nicht? Dann besorgt Euch das Buch “Le dessin impossible de Christian Boltanski”.
5) Ein Musik-Potpourri der mehr oder weniger guten Laune gab es am Freitag ganz pünktlich zum Wochenende von Jan Who.
6) Die Regale in den Supermärkten sind bereits mit Lebkuchen und Co. bestückt. Da wird es Zeit sich mit Weihnachten zu befassen. Das Norwegermuster assoziiert Daisydora mit dem Fest der Liebe, der Geschenke und der Völlerei. Mehr zum Thema gab es am Dienstag.
Parcours Tactile x JIL SANDER x Kvadrat x „Clouds“ in Hamburg und München
Posted on 8. Oktober 2011Die weltgrößte und für die Modebranche wichtigste Stoffmesse der Welt zu besuchen, ist für mich wie Weihnachten und Geburtstag in einem. Auf der Première Vision in Paris kann man sich selbst an nur einem Tag unzählige Male an textiler Schönheit und dem Können der Hersteller satt sehen. Aber auch das Fühlen kommt dabei nicht zu kurz. Die Textur von gewebten, gewirkten, gefilzten und sonst wie technisch veredelten Stoffen ist so verschieden, wie deren Ausgangsmaterial. Designer, Trendscouts und Einkäufer der besten Labels und Couturehäuser der Welt wissen darum, wie sehr die Neuartigkeit einer Kollektion durch die eloquente Materialauswahl transportiert wird.
Ein ganzer Sommer in Sonntagskleidern – Louis Vuitton Women Spring-Summer 2012
Posted on 7. Oktober 2011Zart und sanft wird modern. Wie schon bei Miucca Prada lautet das Motto bei Louis Vuitton: Sweetness.
Im kommenden Sommer ist die Frau in LV eine Art Prinzessin in weißen oder pastellfarbenen Sonntagskleidern aus über und über bestickten und mit aufgenähten Stoffblüten veredelten Organzas, mal mit mal ohne die alles noch mal weichzeichnende Extra-Lage Organza oder Seiden-Cellophan drüber und drunter. Wie schon Karl Lagerfeld für Chanel und Alber Elbaz für Lanvin wagte Marc Jacobs mit dieser Prêt à porter Kollektion der Klasse Premium Extra eine sehr an duftige Couture-Kleidchen erinnernde Hommage an das Handwerk der Exklusivschneiderei. An all jene Fähigkeiten und Fertigkeiten, aus denen zauberhafte Effekte und ungesehene Looks entstehen, die nicht so einfach von den Trendscouts und Abpausern der Textilketten kopiert werden können.
Tja das passiert, wenn einem die Ideen ausgehen. Kein Unterthema. Nichts. Einfach nur Musik. Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen freue ich mich natürlich euch wieder einmal zur allseits beliebten Rubrik für Musikfreunde begrüßen zu dürfen. Ist ja schon wieder eine Weile her, aber wie heißt es doch so schön: Mach dich rar, dann kommst du weiter. Oder so ähnlich. Aber hier erstmal die nicht so rar gestreuten Musikhighlights.
Ich bin ja Fan von „Abgehört“ auf Spiegel Online. Das Album „SuperHeavy“ fiel allerdings mir völlig unverständlich in der Wertung durch. Die Begründung war eine Mischung aus „mick Jagger ist peinlich“ und „Die Musikstile passen einfach nicht zusammen“. Gut. Irgendwie hat er Recht. Was Mick Jagger, Dave Stuart, Joss Stone, Damien Marley und A.R.Rahman (Komponist des „Slumdog Millonaire“ Soundtracks) da versuchen ist gewagt. Bollywood, Reggae, Soul und Rock vereinen. Ist ein superheavy vorhaben jedenfalls. Ich für meinen Teil finde es nicht wirklich schlecht. Highlight sind neben eben „Miracle Worker“ noch das indisch inspirierte „Satyameva Jayathe“ (aha) und „I don’t mind“.
The Rapture – „Come back to me“
Diese Single vom neuen Album namens „In the grace of your love“ von The Rapture ist tatsächlich neben „How deep is your love“ (in der 10minüter Version) und „Children“ (ein Lied was man hört während man von zu Hause wegrennt) eines der Highlight auf dem Album. Der Rest ist solide Elektro-Indie Musik, die man nebenher laufen lassen kann, aber eben (leider) auch nicht muss. Aber zum Glück kann man Lieder bei Itunes ja einzeln kaufen.
Udo Lindenberg feat. Clueso – „Cello“
Udo Lindenberg war für mich immer ein verplanter alter (meist betrunkener) alter Mann, der das Glück hat sein ganzes Leben im Hotel wohnen zu dürfen. Ein Glück gibt es Mtv Unplugged, diese unglaublich hoch gepushten Musikkonzerte von Interpreten die damit dann beweisen, dass sie ja WIRKLICH singen können. Im Fall von Udo Lindenberg war es tatsächlich so, dass ich über die mit Inga Humpe aufgenommene neue Version von „Ein Herz kann man nicht reparieren“ (großartig!) auf das Album und somit auch auf seine Musik aufmerksam wurde. Sicher ein paar Jahre zu spät, aber seine Zeit war halt auch einfach nicht meine Zeit. Trotzdem: Cello mit Cluesos wunderbarer Stimme in Kombination mit der wehmütig rückblickenden Gesangspart von Udo ist einfach groß! Bitte das Mtv Unplugged Album kaufen!
Lana del Rey – Videogames
Die neue Nancy Sinatra wird sie genannt. Frechheit. War Nancy doch eher durch den Namen ihres Vaters als Sängerin hochgejubelt (was sie bei „Summer Wine“, wenn auch ein Klassiker leider beweist). Lana del Rey (ja mit „e“) hingegen hat eine so unfassbare Stimme, dass schon bei den ersten Worten im Song die Gänsehaut kommt. Das zugegeben sehr nunja, nennen wir es „künstlerische“ Video, ist etwas verwirrend. Aber egal. Wer mit solchen Angelina Jolie Gedächtnisschlauchboten im Gesicht singt, der darf auch mal komische Videos drehen. Wir dürfen auf das bald erscheinende Album gespannt sein.
Coldplay – „Paradise“
Achja werden viel jetzt sagen. „Klingt ja eh wieder alles gleich“. Ja irgendwie ja, aber eben auch irgendwie nicht. Dieses sphärisch bombastische kriegen eben doch nur Chris Martin und die Jungs hin. Insofern freuen wir uns auf das am 21.10.2011 erscheinende Album „Mylo Xyloto“ (das kommt davon, wenn man mit Gwyneth Paltrow verheiratet ist und sein Kind „Apple“ nennt) und hoffen dass es bald wieder Karten fürs Konzert gibt, denn die sind offiziell schon alle ausverkauft.
Schönes Wochenende!
Es wird Zeit, dass wir nochmal über etwas ganz wesentliches der bevorstehenden Versace-Überdosis auf den Strassen sprechen: Den Preis. Wer jetzt nämlich denkt, dass es die Kollektion hinterher geschmissen gibt, täuscht sich gewaltig – obige Jacke wird um die 300€ kosten. Da muss man schon etwas überlegen und sich vielleicht doch etwas Zeitloseres kaufen, oder?
Wie dem auch sei – das komplette Lookbook-Bild gibts nach dem Klick
Wer schon immer mal wissen wollte, warum Horstson eigentlich Horstson heißt, warum ich blogge, welche Blogs ich gerne lese, was in den Paketen drin ist, die hier
täglich per LKW angekarrt werden, was ich beruflich mache und was ich Raf Simons im Interview fragen würde (sind wir doch mal ehrlich – das wollt ihr doch alle wissen) – dem empfehle ich ins Teaser Magazine zu schauen, da ich dem Online-Magazin nämlich ein Interview gegeben habe.
Und wem das oben alles nicht interessiert, der kann wenigstens mal gucken, wie ich aussehe, da sind nämlich tatsächlich ein paar Bilder von mir drin. Weil wir hier aber auch ein Modeblog sind: Ich trage eine Pailletten-Hose von Jeremy Scott, eine Lee Jeansjacke (die mit einem Graffiti von dem Künstler Mode2 verschönert wurde), ein Hemd von Van Laack, eine Brille von YSL, ein Trucker-Cap von adidas Originals und eine Fliege, die Blomquist ins Ankleidezimmer gebracht hat.
Zum Teaser Magazin gehts hier entlang…
Traut euch doch drüber Männer – Daisy’s kunterbunt karierte Lieblingslooks
Posted on 6. Oktober 2011Trägt Rowan Atkinson Thom Browne?*
Weil die fabelhaften und spleenigen Ideen von Thom Browne leider ebenso schwer verständlich wie teuer sind, soll dieser kleine Bericht über Klein- und Mittelgroße Karos hier hauptsächlich der Inspiration dienen. Der Grund dafür: Mit Karos im Mustermix und einem etwas aus der Reihe tanzenden Kleidungsstück kann man aus dem Rest des Kleiderschranks viel mehr Schwung und neue Looks rausholen. Was auf dem Laufsteg im Konzentrat noch ein wenig plakativ und wie eine Mutprobe daherkommt, wirkt richtig kombiniert individuell und frisch.
Marc Jacobs trägt mit seinen Kampagnen gerne zur Erheiterung bei: Im Juli überraschte uns der Designer mit einem mehr oder minder nacktem Cerith Wyn Evans auf den von Jürgen Teller fotografierten Kampagnen-Motiven seiner eigenen Linie. Nun lässt Jacobs für die Preview der Ressort-Kollektion 2012 einen Mann im Kleid auf einem Bett rumspringen und dabei staubsaugen.
Die Botschaft des Clips verstehe ich nicht, ist vielleicht auch nicht so wichtig…










