Ein bisschen ist es so wie eine Videoanleitung für einen IKEA Stuhl, nur in schön: Das Video „Eames Lounge Chair Manufacturing in the Vitra Atelier“. Wenn man sich den Film anschaut pendelt man zwischen meditativer Benommenheit und (zumindest ich) Faszination. Ganz ohne großes drumherum und nervender Musik kann man sehen, warum der Stuhl, entworfen von Charles und Ray Eames und 1956 zum ersten Mal präsentiert, inklusive Ottoman ca. 5500€ kostet.
30. März 2011
Nun ist sie da, die Kollektion aus der Kooperation zwischen Carhartt und dem New Yorker Designer Adam Kimmel. Für Kimmel war die Zusammenarbeit sowas wie eine Aufarbeitung seiner Kindheit: In der trug er nämlich bevorzugt Klamotten des Streetwearlabels. Leider sieht die Kollektion auch so aus, wie sie Mutter Kimmel ihrem Junior anzog: Wie immer. Alles Basics, die zwar sehr zum Image von Carhartt passen, aber nicht so recht überzeugen wollen.
Preislich bewegt sich die 29 Teile umfassende Kollektion, von der nach dem Klick eine Auswahl zu sehen ist, zwischen 70 bis 600$
Was für ein künstlicher Billboard-Aufreger – zu sehen in der Houston Ave. und der Lafayette Street… der Daisy dazu zwingt, den ersten Bericht auf Horstson zu beeeeepen, weil ich bestimmte böse f . ck Wörter aus Prinzip nicht verwende…..
Darum geht es: Eine der größten Errungenschaften in deren Genuss wir durch unsere großartigen Verfassungen kommen scheint das uneingeschränkte Recht auf Meinungsfreiheit zu sein. Wie wir alle wissen, lieben die Amerikaner ihre abgöttisch. Das ist Daisy nur recht. Allerdings müssen sich dann Teile der Bevölkerung folgenden Exkurs gefallen lassen: Bitte, springt nicht immer gleich auf alles an, was irgendwelche Leute, die sich in ihrer frei verfügbaren Zeit mit pathologischem Eifer nur damit beschäftigen, welche Werbung der neue Skandal sein könnte, den man, wenn es aus deren Sicht gut läuft, glatt verbieten lassen könnte.
Ich hatte besagtes und nunmehr via CBS skandalisiertes CK Billboard einfach nur als etwas schwach bis misslungen angesehen, mich aber weiter nicht groß gewundert, da schon seit einigen Saisonen nichts richtig tolles aus dieser Ecke der Werbewelt kam. Viel weiß, darauf die eingeölte Eva Mendes oder Lara Stone mit Schmollmund.. Man sieht sich einfach rasch ab an dieser Ästhetik. Umso erstaunlicher, als mal wieder Meisterfotograf Steven Meisel hinter der Kamera stand. Um das etwas brave Duftwässerchen CK One, das man ja schon seit Jahren mit besonders szenigen jungen Leuten bewirbt, cybermäßiger und hipper zu inszenieren, haben die Werber bei Calvin Klein sich dafür entscheiden, das Billboard-Motiv wie einen Screenshot aus dem Commercial zu gestalten. Was ziemlich flau aussieht und auch nicht der Look sein dürfte, der Puncks so richtig in Kaufrausch versetzen könnte. Was ist denn nun der Skandal daran, werden sich die meisten von euch fragen, die das Billboard im Header betrachtet haben?
Irgendeinem Werbewächter mit sehr weit gesteckter einschlägiger Fantasie ist doch tatsächlich aufgefallen, dass man aus dem Teil links hinter dem Model, der unteren Linie der Panties und den Initialen CK das böse Beeeeep Wort bilden könnte. Sonst noch Probleme mitten auf der Straße in den Häuserschluchten New Yorks? Nein, wie schön! So stößt man als stolze US-Mom oder verantwortungsbewusster US-Dad tendenziell fruchtlose Grundsatzdiskussionen über falsche oder jugendgefährdende Werbung an, während die lieben Kids sich am Rechner in Sozialen Netzwerken, beim Spielen und Surfen in wirklich jeder Hinsicht die Kante geben. Daisy findet das irre, bei all der Indifferenz und Unbeholfenheit, mit der Eltern dem Treiben im Internet und seinen Auswirkungen gegenüber stehen, sich gleichzeitig via CBS von langweiligen Billboard-Motiven einer für viele Kids schon viel zu langweilugen und braven Marke aber unbedingt distanzieren zu wollen. Groovt euch lieber mal ins World Wide Web rein, liebe Supermoms und Superdads, da werdet ihr richtig große Augen machen, was es da selbst für euch noch zu lernen gibt.
Und ihr, liebe Calvinisten, von euch wünscht sich Daisy mal wieder richtig gute Werbung, mit der Trends gesetzt werden, so wie früher.
90er Trashmusik-Wochen bei Horstson – Tag 3 x Die Mischung machts
Posted on 30. März 2011Aufgewacht liebe Leser. Ein neuer Tag, ein neuer Song und ein neues Thema.
Am gestrigen Tag merkte die aufmerksame Leserin und geschätzte Kollegin DaisyDora an, dass es doch auch gute Songs in den 90ern gab, mit so richtig guten Texten. Recht hat sie. Aber darum soll es ja nicht gehen. Wir frönen eine Woche lang den guten alten Zeiten des Eurotrash und der Anti-Texte. Und genau da machen wir jetzt auch weiter.
Er war fast so etwas wie die Speedy-Bag für die Eppendorfer Frau oder die Barbourjacke für den Eppendorfer Mann. Unverzichtbar für das Gesamtbild einer guten 90er Band. Der obligatorische afroamerikanische Rapper. Er sorgte zwischen den (meistens) zwei Refrains für die nötige Wortbefüllung. Sinnvoll oder nicht war (natürlich) egal. Hauptsache er sah ganz gut aus, kam authentisch rüber und war von gutaussehenden weißen Sängerinnen umgeben.
Der Erfolg war garantiert. Bands wie Captain Hollywood Project, Fun Factory (um genau zu sein waren es da zusätzlich 2 weiße Männer neben der Frau), Mr.President und 2Unlimited bewiesen, dass die Rechnung aufging. Und wir beweisen das jetzt auch. Und zwar mit Captain Jack. Der schreit den Hörer nicht nur an, sondern zeigte uns schon damals die Missstände in der Army auf! Hätten wir mal auf ihn gehört.

