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Paris

Paris Fashion Week

Louis Vuitton Women’s Ready-to-Wear Spring-Summer 2016 Live Stream

Wir haben wieder Plätze für Euch in der Frontrow reserviert … Louis Vuitton präsentiert am Mittwoch, 07. Oktober 2015 um 10 Uhr die Ready-to-Wear Women’s Spring-Summer 2016 Collection. Da sicher nicht jeder Leser aktuell in Paris vor Ort ist, zeigen wir einfach die Schau im Stream – so kann man ganz bequem von zu Hause die Präsentation von Nicolas Ghesquière, dem künstlerischen Leiter des Hauses Louis Vuitton, am heimischen Bildschirm verfolgen.

Der Stream startet automatisch! Wir wünschen viel Spaß!

Allgemein

Stippvisite – Thom Browne im Le Bon Marché

Thom Browne Le Bon Marche Paris 5

Noch bis zum 17. Oktober gibt es im Pariser Luxuskaufhaus Le Bon Marché in der Rue de Sèvres etwas zu sehen, das wir Euch nicht vorenthalten wollen. Pünktlich zum Herbstanfang gibt es dort nicht nur die reguläre Winterkollektion von Thom Browne zu kaufen, sondern auch eine Capsule Kollektion für Damen und Herren, die der Designer extra für eine Präsentation entworfen hat. Schwarz-weiße Pullover mit Walfischen darauf, eine Handtasche in Walfischform oder auch spezielle Varianten von Hemden und Polos, die mit charakteristischen Ripsbändern in Blau/weiß/rot versehen wurden. Das Le Bon Marché, derzeit eigentlich komplett mit dem Thema „Brooklyn“ dekoriert, hat gemeinsam mit Browne eine beeindruckende Installation konzipiert, die fasziniert und an seine Modenschauen und Präsentationen erinnert.

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Allgemein

Kris Van Assche: Dior Homme Spring-Summer 2016 – Camouflage Roses

©Patrice Stable Dior Homme
Bild: Patrice Stable; Courtesy of Dior Homme

Kris Van Assche, seit 2007 Head of Design bei Dior Homme, ist ein zuverlässiger Garant für kontinuierlich gute Kollektionen – nicht ohne Grund kann er auf eine lange Zugehörigkeit zu einer der größten Modemarken Frankreichs zurückblicken. Dass es ohne den finanziellen Background von LVMH schwieriger ist, mit einer eigenen Linie zu bestehen, hat ihn vor einigen Monaten dazu bewegt, sein eigenes Label einzustellen. Nun kann sich Van Assche also vollkommen auf Dior konzentrieren. Ein Schritt, der dem mittlerweile 39-jährigen Belgier sicherlich so manche Sorge, die man mit eigenem Risiko hat, nimmt …

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Haute Couture

Die andere Haute Couture – Viktor & Rolf Winter 2015

Bild: Viktor & Rolf; PR

„Wearable Art“ nennen Viktor & Rolf ihre Haute Couture Kollektion für Winter 2015. Für mich ist sie nicht nur ein Augenzwinkern und der totale Gegensatz zu den arrivierten Couture Häusern, vielmehr zeigt sie auch die Fantasie und Kreativität, die eigentlich Mode ausmacht. Die beiden Holländer verfolge ich in ihrem Schaffen schon lange und besonders gern, weil sie die gleichen Wurzeln und Inspirationen meiner Generation mitbringen, die sie dazu brachten, sich mit Mode zu beschäftigen und sich dafür zu begeistern. Die Endvierziger begannen in einer Zeit, als Informationen aus anderen Modehäusern noch schwer zu bekommen waren und als es populärer wurde, sich mit Mode und Design zu beschäftigen. Als ihre Initialzündung geben Viktor Horsting und Rolf Snoeren an, die damals auch in den Niederlanden ausgestrahlte Sendung „Neues vom Kleidermarkt“, eine NDR-Produktion mit Antonia Hilke, verschlungen zu haben. Horsting und Snoeren träumten davon, eines Tages ihre Kollektionen in Paris vorzuführen.
Immer auf dem Boden geblieben, überraschen sie bis heute mit ständig neuen Ideen und gleichen in ihrer Arbeit eher Modekünstlern, als nur an Kommerz interessierten Designern.

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Allgemein

Dior Haute Couture Winter 2015 – Rafs flämische Meisterwerke

Dior_Couture_AW1516_Group Shot © Pierre Debusschere
Foto: © Pierre Debusschere

Die Dior Couture Kollektion, die am Montag vergangener Woche in Paris gezeigt wurde, war in den bisherigen Kollektionen eine der ganz großen Sternstunden von Raf Simons. Bei Simons wird deutlich gezeigt, dass er sich mit der Heritage und der Stilistik des Gründers voll identifiziert. Es ist ihm aber möglich, nicht nur seine eigene Handschrift, sondern auch seine Kultur und sein ureigenes Design spielerisch in die Entwürfe einzubringen und trotzdem très Dior 2015 zu sein.

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Allgemein

Chanel Haute Couture Winter 2016 – Cercle Privé

Die wohl heißeste Couture Woche ging in Paris am Mittwoch zu Ende. Einer der Höhepunkte war die Show von Karl Lagerfeld im Grand Palais. Schon die Einladung machte neugierig. Wer Karl Lagerfeld kennt, weiß natürlich, dass nichts im Vorraus verraten wird und dass das Motto „3D“ nicht bedeutet, dass alle Zuschauer plötzlich mit 3D-Brillen aufsetzen müssen oder es sehr grafisch in der Kollektion zugeht.
Kein Metier ist zurzeit so nah am tatsächlichen Empfänger der Kollektions-Message dran, wie die Couture. Die Kundinnen sitzen direkt im Auditorium und schon während des Defilees kann man an ihren Gesichtern ablesen, wie es ihnen gefällt und wie sich in den Tagen nach der Schau die Orderbücher der Couturiers füllen werden. Nachdem Termine vereinbart werden und auf den Hausmodels, auf deren Maße die Kleider angepasst sind, im Salon noch einmal die Modelle gezeigt werden, bestellen die Kundinnen ihre Favoriten. Die Kundinnen machen, je nach Verfügbarkeit vor Ort, zwei Anproben und bekommen dann nach sechs bis acht Wochen das fertige Kleid geliefert. Je nachdem wie lange eine Kundin schon dem Haus verbunden ist, liegen die Maße entsprechend vor. Bei Erstbestellung ist der Aufwand natürlich größer, da eine Stockman Büste mit der individuellen Proportion der Trägerin für das Atelier gefertigt wird.

Die Kunden aus der ganzen Welt strömten letzte Woche ins Grand Palais. Sie wurden von einem ein kompletten Spielcasino im Art Déco-Stil, das an das alte Casino von Nizza erinnerte, überrascht – inklusive Slotmaschinen auf den Rängen, die natürlich Kamelien oder N°5-Flaschen in den Sichtfenstern zeigten.
Lagerfeld geht bei der Konzeption einer Kollektion vom Bild der Präsentation aus. Seine Vorstellung einer intimen Spielrunde wird durch Freunde des Hauses dargestellt, die echten Diamantschmuck aus der Kollektion tragen. Coco Chanel selbst war es, die 1931 in ihrem Appartement in der Rue du Faubourg Schmuck zeigte und damit den Grundstein zur Juwelentradition des Hauses legte. Geraldine Chaplin, Stella Tennant, Julienne Moore, Vanessa Paradies, Isabelle Huppert aber auch Nine d’Urso, die Tochter von Inès de la Fressange und viele mehr. Irgendwie bleibt es bei Karl Lagerfeld doch in der Familie und ein Blick über die Ränge zeigt, dass ihm viele Weggefährten der letzten sechzig Jahre treu begleiten. Fast wirkt die Couture wie ein Familientreffen, wenn nicht in den letzten Jahren augenfällig viele Menschen dazugekommen wären, die die „gehobene Schneiderei“ als eine Art Instagram- und Social Network-Platform nutzen wollen, um das Signal auszusenden, dass sie an einer Art Happening teilnehmen.
Dabei verpassen viele, worum es bei der Haute Couture eigentlich geht. Es geht um die Details und die permanente Verbesserung und Verfeinerung des Handwerks – gewürzt mit einer Art „Labor“, um die neuesten Techniken und Materialien auszuprobieren. Materialien, die nur in diesem Metier funktionieren und deren serielle Herstellung zu kostspielig wären. Lagerfeld ist ein Meister darin und schon bei den ersten Durchgängen der insgesamt 67 Looks wird einem das 3D-Thema klar. Was bei den typischen klassischen Chanel-Kostümen mit kniekurzem Rock und „Bord à Bord“-Jacke wie Stoff bzw. Bouclé aussieht, ist in neuester 3D Laserdruck-Technik entstandenes Material, was verschmolzen, gelocht und ohne Nähte verarbeitet ist. Jede Jacke wird individuell auf die Maße der Kundin mit Hightech hergestellt. Dabei sind die Jacken federleicht. Beim näheren Betrachten am nächsten Tag beim Re-See sieht man dann deutlich, dass Hightech auf Handwerk trifft. Vieles ist noch überstickt oder mit Applikationen, Pailletten oder anderen Materialien kombiniert. Haute Couture und die Paraffections Ateliers, die heute zu Chanel gehören, wie Desrues, Lesage, Lemarié oder auch Lognon, waren die Hightech Betriebe im 19. Jahrhundert. Lagerfeld passt dieses durchaus zeitgemäße Handwerk immer der heutigen Zeit an. Tradition bewahren heißt nicht, an Altem festzuhalten, sondern immer das zu nutzen, was Abläufe und Prozesse verbessert. Die meisten Materialien die Chanel zeigt, wären vor zehn Jahren noch gar nicht für Couture einsetzbar gewesen. Viele Stickereien werden auf Neopren, das Volumen und Großzügigkeit erzeugt, ausgeführt. Die Stickereien werden durch Glasfaser oder spezielle Folien, die auch bei opulentestem Dekor die Trageeigenschaften und die Leichtigkeit der Kleider nicht beeinflussen, leichter.

Die Linie bei Chanel wird durch breitere Schultern, gerade Schnitte und der Betonung bei Kostümen und Mänteln mit Schulterklappen unterstrichen. Auch die Bouclés sind gestickt und neben Sackkleidern mit drapierten Effekten im Rücken und leichten Watteau-Falten steht (auch) der Couture Bestseller ‚Kostüm‘ im Vordergrund. Kostüme, die aber auch Outdoor getragen werden können und deren Jacken einen sportlichen Touch haben. Die gepolsterte Schulter und die Verbreiterung mit etwas zweidimensionalen Touch hält Einzug und erinnert an Lagerfelds Kreationen Anfang der Neunziger. Kurze Trapez-Schnitte und Trench-Details werden in weiche Materialien übersetzt und neben Beige, Wollweiß und Schwarz in Nachtblau oder Schwarz-Gold gezeigt. Klassische Farben neben Couture Nuancen wie Mauve oder warmen Brauntönen: Die Klientel mag schmeichelnde Farben.

Die Atmosphäre des Casinos nimmt Karl Lagerfeld bei den vielen verschiedenen Cocktail- und Abendkleidern auf und zitiert die zwanziger und dreißiger Jahre mit fließenden seidigen Lamé Kleidern im Stile von Madeleine Vionnet und Jean Patou mit der sich nach hinten verlängernden Silhouette. Chanels Aubazine Spitzenkleid mit weißem Kragen ist ebenso vertreten, wie Chiffon- und Gazar-Kleider mit ausgestellten Röcken und opulenten Stickereien mit Collier Motiven oder Mikromosaiken. Zu den Highlights zählten auch die zwei- oder dreistufige Gatsby-Kleider mit angedeuteter Schleppe, Capuchon oder komplett mit Federn bestickte Tüllroben.
Die Zwanziger und Dreißiger Jahre hat Lagerfeld wie kein anderer studiert und so wird Poirets Schirmkleid genauso „chanelisiert“ wie die Stilkleider von Madame Lanvin. Sein Mode- und Kulturwissen ist einfach unendlich …

Racing Green, Oliv und viel Schwarz und Weiß – was manchem wie ein bunter Ablauf vorkommt, trifft exakt die Bedürfnisse und Lebensumstände, die das Couture Klientel benötigt. Sie sind es, die schließlich und endlich die Kollektion bestellt. Auch wenn es die internationale Presse anzieht, gibt es nicht wie in der Prêt-à-porter den Vorlauf des Filterns durch Presse und Einkäufer, die im Endeffekt bestimmen, was gekauft werden kann. Couture ist eine Verkaufsmodenschau. Wenn Vogue oder Harper’s Bazaar ihre Strecken zeigen, treffen die Pakete aus der Rue Cambon bereits in Los Angeles, New York, Peking oder Beirut ein und die Kundinnen haben längst gewählt.

Die Cercle Privé-Schau ist mehr als 3D. Man muss oft hinschauen und jedes Teil anfassen, um es komplett zu erfassen. Keine Schau hat es bisher so schwer gemacht, die Modelle richtig zu begreifen. Aber genau das will Karl Lagerfeld ins Bewusstsein bringen. Was oberflächlich wirkt, muss tief erfasst werden und man muss sich intensiv damit beschäftigen – darin liegt die ungeheure Passion und Qualität von Couture. Ein Kleid oder Kostüm begleitet die Trägerin über viele Jahre und wird immer wieder rausgeholt. Und es werden einige Modelle später als Dotationen in Textilsammlungen, wie dem Metropolitan Museum oder dem Fashion Institut of Technology in New York, gegeben.
Karl Lagerfeld lässt nichts unerklärt und in der Pressemappe wird ein Kostüm drei Mal fotografiert, damit auch alle seine Interpretation von 3D verstehen. Lagerfeld sieht die Welt immer mit den neuesten Augen, um sie dann ins Handwerk zu übertragen.

Die Braut erscheint im Satin-„Safari Anzug“ mit kleinem Schleier zu Barry Whites „Love Theme“ und die Chanel Couture Welt setzt sich am nächsten Tag in den Salons bei den Anproben fort. Auch wenn sich die Locations der Schauen vergrößert haben, das Medieninteresse schneller und größer geworden ist und die Materialien sich verändern – der Reiz liegt immer noch darin, dass individuell und mit ungeheurer Akribie etwas ganz allein für einen einzelnen Menschen gemacht wird. Die Zeit spielt scheinbar keine Rolle. Das ist es, was die Frauen, die sich die Haute Couture leisten, mit jedem Cent gern bezahlen.
Haute Couture ist zum Träumen da und das geht in jeder Dimension …

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Sollte man(n) machen: Each x Other

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Bild: © Each x Other

Besondere Modemomente? Konzeptionell durchdacht! Manchmal ärgere ich mich zutiefst, dass ich stumpfsinnig im Vorlesungsaal hocke und ausufernden Vorträgen lausche. Beinahe synchron klicke ich mich dann durch die Männerschauen in London, Mailand oder Paris und stelle fest: Du verpasst was, Julian. Ziemlich ähnlich ergeht es mir, als ich am 25. Juni 2015 den Geotag der Galerie Perrotin im Pariser Marais bei Instagram aufrufe und puzzleartig über Aufnahmen der ersten Menswear Collection von Each x Other stolpere.

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Sprunghaft bei Sander

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Bild: © Jil Sander

Mein ewiges „ich finde kaum Zeit, die Modenschauen zu sichten“-Gequake kennt ihr bereits und ja, auch diese Saison hat sich daran nichts geändert (Abgaben, Präsentationen und Klausuren in der Universität sei Dank). In meinen freien fünf Minuten klicke ich mich bevorzugt durch die umfangreiche Kollektionsbesprechung von Peter, manchmal schaffe ich es auch zu Style.com. London und Mailand habe ich dabei fast komplett verpasst, wobei: Jil Sander hat mich wieder einmal in den Bann gezogen.

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Ami Alexandre Mattiussi Spring 2016 – Parisian Urban Jogger

Dass Alexandre Mattiussi den Status des Jungdesigners nicht nur aufgrund seines Alters verloren hat und Ami zu einer etablierten Marke für Männer geworden ist, sieht man nicht nur daran, dass der Designer gerade seinen dritten eigenen Laden in Paris eröffnet hat, sondern auch, dass er seine Spring-Summer Kollektion Ende Juni in den ehrwürdigen Tuilerien zeigte. Die Tuilerien befinden sich mitten in der Stadt, die Alexandre am meisten liebt, in der er lebt, arbeitet und von der er sich inspirieren lässt: Paris.

Alexandre Mattiussi hat es geschafft, nachdem er 2013 den renommierten Andam Preis gewonnen hat, einen Onlineshop zu eröffnen, mit namhaften Kooperationen, wie zum Beispiel mit Robinson les Bains oder Saint James, zu glänzen – und das mit einem Konzept, das auf Sympathie und „Freunde machen für Freunde Mode“ aufbaut.
Dabei entspricht Ami mit den Basics, die übrigens alle in Europa hergestellt werden, eher einer guten Casual Marke als einer wirklichen Designer Kollektion. Doch das will Mattiussi auch nicht sein, denn für prätentiöse Runway Looks oder Eintagsfliegen geben seine Freunde sicherlich nicht ihr Geld aus. Sein Rezept, gute Basics, wie Sweatshirts, Pullis, Chinos etc., mit einer Prise Pariser Touch zu versehen, geht auf und seine Sachen zieht man wirklich an. Als zweite Eigenschaft kann man Kleidung von Ami lange tragen und jede Saison mit neuen Bonbons ergänzen. Simpel gesagt guckt er den Pariser Jungs gern zu, was sie tragen und als „casual“ empfinden. Mattiussi nimmt eben diesen Aspekt auf, um ihn weltweit zu verkaufen. Mehr als 150 Läden weltweit, besonders in Asien in den großen Department Stores, mögen nicht mehr auf Mattiussi Sachen verzichten.

Die Show in einem Pavillon, mit kleinen Ständen, die dem „Marché aux fleurs“ nachgebildet sind und einem Remix aus Pariser Filmsequenzen, Malcolm McLarens „Paris Paris“ und romantischer Filmmusik, die dann in die Moderne der Stadt überging – Ami ist mit dem Spirit von Paris stark verbunden und es fühlt sich so an, als würden Mattiussis Freunde über den Laufsteg gehen.

Für den kommenden Sommer setzt Mattiussi auf den Stil der Nineties und hat die Track Suits, die von Berlin und New York aus Anfang der 2000er die Mode prägten, reanimiert. Nach Jogginghosen in Sweatshirtstoff wird’s nun wieder fließend und glänzend. Die Styling Highlights sind definitiv das Tracktop mit Zip, das zur weiten klassischen Anzug Pinstripe-Hose kombiniert wird oder die T-Shirts, die an Soccer Shirts erinnern, die zur Chino getragen werden. Sehr schön sind auch die Trenchcoats und Staubmäntel, die über Pullis und Hosen geworfen werden. Überlange Gürtel, die im Stile der Popper-Bewegung der Achtziger geschlungen sind, gelten als Stylingtipp.

Ami Spring-Summer 2016 liefert Alltagslooks für Männer, die ihren Stil gefunden haben und keine modischen Experimente wollen. Männer jeder Altersgruppe, die einfach normal aber nicht „Mainstream“ rumlaufen wollen und die keine Produkte von den ganz großen Fashion Konzernen möchten. Preislich liegt Alexdrandre Mattiussi in einem Segment, das nicht billig aber auch nicht unbezahlbar ist und ihn trotzdem in Qualität und Image zum Createur gehören lässt.
Nachdem seine Sweatshirts und Premier Baiser-Kollektion in diesem Sommer besonders erfolgreich waren, kommt im September übrigens die Kooperation mit Moncler in die Läden. Sicherlich bedient Mattiussi damit noch mal eine neue Zielgruppe, die mit Glück Ami für sich entdecken wird. Und sicherlich werden wir im nächsten Sommer dann von Paris bis Tokio seine roten Trackpants in den Streetstyles sehen.

Ami ist irgendwie unaufgeregt und gut und, was mir besonders gefällt, Alexandre Mattiussi bleibt sich treu und sucht nicht ständig nach neuen Wegen, mit denen er sich nicht identifizieren könnte.
Wer diesen Sommer in Paris ist, sollte es nicht verpassen der neuen Boutique in der Rue d’Alger, gleich um die Ecke von Colette, oder dem besonders gemütlichen Laden in der Rue de Grenelle in Saint Germain einen Besuch abzustatten …

Paris Fashion Week

Hermès Homme Spring-Summer 2016 – A Lesson of casual Elegance

Hermes Homme Spring Summer 2016Hermes Homme Spring Summer 2016
Bilder: Jean François José

Wenn man von Luxus spricht, was ja auch immer etwas mit Beständigkeit und Kontinuität zu tun hat, kommt man an Hermès nicht vorbei. Die Sattler bleiben sich immer treu und man hat in den letzten Jahren das Gefühl, dass es mehr darum geht, sich zu verfeinern und in die Tiefe zu gehen, als sich neu zu erfinden und Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Während zurzeit einige Designer in Mottenkisten zu wühlen scheinen und Dinge in das gehobene Preissegment hieven, die man auch bei Textildiscountern bekommen könnte, setzt das Pariser Familienunternehmen auf tragbare Eleganz, die sophisticated-lässig aber ungeheuer stilbewusst daher kommt.

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