Eine neue Ära und ein Imagewechsel wird bei der spanischen Traditionsfirma Loewe eingeläutet. Das seit 1996 zum LVMH gehörende Unternehmen ist vor allem für seine immer noch ausschliesslich in Spanien hergestellten Lederwaren bekannt und machte sich unter anderem einen Namen als Lieferant des spanischen Königshauses und der Infantinnen. Es ist, auch wenn in französischen Besitz, das hochwertigste Modehaus Spaniens und möchte nun seine Textilkompetenz mit einer Art 360° Richtungswechsel auch der international nachwachsenden Kundschaft von jungen Avantgardisten näher bringen …
Männermode
Bild: Getty; Courtesy of CHANEL
Diese Woche bekam Pharrell Williams bei den BET Awards in Los Angeles zwei Auszeichnungen und machte allerdings auch mit seinem Outfit Furore.
Pharrell, mittlerweile 41 Jahre alt, vermag es, lässig-sportiv ungewöhnliche Dinge zu kombinieren, ohne dabei lächerlich auszusehen. Es entsteht ein total selbstständiger und selbstverständlicher Look, der typisch ‚Pharrell‘ ist, der aber doch gewagt gut an ihm aussieht …
Manchmal verschütten Dinge einfach im Kopf und es reicht ein kleiner Funke und alles ist wieder da. Eine ganze Welt tut sich dann vor einem auf – nicht nur das man sich dann wieder erinnert, sondern man dringt ganz tief in diese Welt ein und plötzlich wird einem klar, warum man das mal so geliebt hat.
Die Macher des Magazins Fairy Tale und Kreateure des Labels Vier5, Achim Reichert und Marco Fiedler, haben ein Buch herausgebracht, das man einfach haben muss: „Best Company Designer Olmes Carretti Perfect Definition of Fox“.
Wer ist Olmes Caretti und was ist Best Company fragten mich viele, die das Buch sahen. Allerdings weniger die Jungs die so um die fünfundvierzig sind, denn die bekamen sofort leuchtende Augen und meinten „Best Company, Liberto Jeans, Timberland Boots und gestreiftes Hemd“ – genau das war der Look, wie man die göttlichen Sweatshirts, die Sweatshirts der 80er Jahre und beginnenden 90er überhaupt, trug.
Erwähnte ich eigentlich schonmal, woher ich komme? Beziehungsweise wo ich meine Kindheit verbrachte? Aus der Lüneburger Heide. Und wie das nunmal in einer fröhlichen Kindheit in den 70ern so war, fuhr man einmal im Jahr mit Sack und Pack in den Urlaub – Nicht wie es heute üblich ist im Flieger, sondern im VW Käfer in himmelblau und später im Golf in hellrot an die See. Das war modern und schick und auch so herrlich praktisch, weil eben nur 3 Stunden vom Heimatort entfernt – inklusive 2 Pausen nörgelnder Kinder sei Dank.
Daisydora hat es schon geschrieben, was ich mir für das neue Jahr 2012 vorgenommen habe und eines der Dinge, die ich tun werde, ist, mir zwei Hemden bei Charvet nähen zu lassen. Dies ist mir natürlich ein willkommener Anlass, euch das Haus Charvet, Hemdenmacher seit 1828, an der Pariser Place Vendôme Nummer 28, vorzustellen.
Charvet ist so zu sagen das Haute Couture Haus für Männer-Hemden, oder das Gegenstück zur Londoner Savile Row. Die Kundenliste ist hochkarätig und beginnt bei Charles de Gaulle, über John F. Kennedy bis zu Winston Churchill. Daphne Guiness lässt alle ihre Blusen dort machen und Yves Saint Laurent ließ sogar seine Anzüge dort anfertigen.
Schon als Kind liebte ich es, in London in das mehr als 150 Jahre alte Kaufhaus Liberty zu gehen – das Gebäude ähnelt einem Tudor Gutshaus und ist für seine blumigen Baumwollstoffe und seine wunderschönen Baumwollschals weltbekannt. Im 19.Jahrhundert, als die Engländer begannen, aus ihren Kolonien Baumwolle und sogenannte „Cashmere Shawls“ in den wunderschönen Mustern des indischen Paisleys zu importieren, bekam die Stoffhandelsfirma Liberty einen großen Aufschwung. Ganz Europa war süchtig nach den Stolen und langen Schaltüchern, die mit fantasievollen Blüten und geheimnisvollen orientalischen Mustern geschmückt waren. Später nahm die Kompanie noch andere Waren auf wie Porzellan, Tee und Glas und schließlich wurde dann ein Kaufhaus gegründet, in denen das Handelshaus seine Waren direkt an die Kunden verkaufte. Der wunderbare Teesalon lädt mit seiner Dekoration aus hunderten von Teekannen zum gemütlichen High-Tea-Nachmittag ein.
So Horst- auch wenn ich natürlich weder so glamourös wie Deine geliebte Amanda Lepore und lange nicht so eine Skandalnudel wie Michael Alig bin, war auch ich vor langer langer Zeit so etwas wie ein Clubkid! Natürlich im kleineren Stil, ich wurde für meine Auftritte nicht bezahlt.
Ja, da staunst Du. Beim Aufräumen und Entsorgen vor dem Umzug habe ich tatsächlich noch einen großen Karton mit alten Klamotten aus meiner wilden Partyvergangenheit auf dem Dachboden gefunden. Es wimmelte von kleinen Denim Hot-Pants, kurzen T-Shirts, gerüschten Hemden, Kniestrümpfen, Matrosen-Käppis, Gehröcken mit Samtkragen und anderen Skurrilitäten.

Und unter anderem habe ich auch noch diese tollen Stücke aus längst vergessenen Junior Gaultier Kollektionen gefunden.
Ich denke, für das taillenkurze gesteppte Knautschlackteil habe ich damals sicher ein Azubigehalt gezahlt. Aber das war es auch wert!
Die Mütze finde ich sogar heute noch ziemlich gut!



