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Wie wohnt eigentlich Don Draper?

Wie wohnt eigentlich Don Draper? – diese Frage stellte sich die LA Times und besuchte das TV-Set von Mad Men.
Nun ist Don Drapper natürlich nur eine Serienfigur, allerdings vermitteln die Bilder einen guten Eindruck, wie man in den 60ern gewohnt hat – zumindest wie es sich der Set-Designerin Claudette Didul vorstellt… Mir gefällt’s!

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Peters Cutting’s – Als die Möbel Memphis wurden


Tawaraya Boxring – 1981; Designer: Masanori Umeda; Bild via Stylefrizz

Ende der siebziger Jahre steckte die Möbel- und Designindustrie in einer tiefen Krise. Die Avantgardisten der sechziger und die psychodelischen Farben der siebziger waren durch und man orientierte sich an Post-Bauhaus und schwerfälligen Formen. Der Spaß schien aus dem Interieur Design raus und Italien, dass auf dem Sektor von Möbeln und Design führend war hatte, zwar den berühmten Salone de Mobile in Mailand, der übrigens nächste Woche nach wie vor stattfindet, aber die großen Creationen aus dem eigenen Land lagen schon etwas zurück. Carlos Mollino hatte in den fünfziger und sechziger Jahren Meisterwerke geschaffen. Auch so etwas wie das Graphische, gerade Design von Zanotta war in dem Land, wo die Zitronen blühen, erfunden worden. Nun stand man vor einem Wendepunkt. Die jüngeren Designer hatten den Funktionalismus gehörig satt und wollten etwas Neues und Modernes schaffen, dass aber mehr eigenes Profil und Witz hatte.

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Jed Johnson und Alan Wanzenberg

Manchmal kommt man, wenn man für einen Artikel oder eine Geschichte recherchiert, immer weiter in ein Thema – oder entdeckt wunderbare Hintergründe die schon wieder eine eigene Geschichte ergeben.
Mein Freund Stephan machte Ende 2010 eine Geschichte über den Innenarchitekten Alan Wanzenberg (kleines Bild) und sein New Yorker Apartment am Central Park, in dem Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts als Künstler- kooperative erbauten „The Central Park Studios“ acht Neogotische Blöcke, die mittlerweile unter Denkmalschutz stehen.
Er erzählte mir, dass Alan Wanzenberg nicht nur einen super schönen Stil hat, sondern das er auch noch eine der sympathischsten Inneneinrichter und Männer ist, den er in seinem Job kennengelernt hat. Ich wurde neugierig und die Bilder von seiner Wohnung fand ich schon überwältigend.
Eine Mischung aus Arts and Craft Möbeln, einem Kamin im Prärie-Stil und auserlesener und äußerst geschmackvoller Kunst. Gemälde von Francesco Clemente, Walton Ford, Picabia und Chuck Taylor; Fotografien von Weston über Horst P. Horst bis hin zu Robert Mapplethorpe.

Seine Projekte zeichnen sich durch eine stringente, geschmackvolle Linie aus, die auf harmonisch abgestimmte Farben und der gezielten Kombination von Kunst, ausgewählten Möbeln oder Eigenentwürfen basiert. Wanzenberg gehört zu den unbestrittenen High-End Inneneinrichtern Amerikas. Heute arbeitet er mit seinem New Yorker Büro an Projekten in ganz Amerika und ist ein echter Klassiker.

Das war aber nicht immer so und das ist eigentlich die besondere faszinierende Geschichte dahinter – Kurz bevor Wanzenberg 1980 in die Central Park Studios zog, lernte er in Andy Warhols Factory Jed Johnson (Bild links) kennen. Johnson war seit 12 Jahren mit Warhol zusammen und schon als Interieur Designer in aller Munde.
Wanzenberg arbeitete bei I.M.Pei (baute zum Beispiel die Pyramide des Louvre) und war mit seinem Freund gerade ein Häuschen im West Village gezogen.
Als sie das erste Mal zusammen zu Mittag aßen, zeigte Johnson ihm die Wohnung am Central Park, in der Wanzenberg noch heute wohnt. Wanzenberg fragte ihn, warum er ihm die damals völlig unrenovierte Wohnung zeigte, aus der gerade eine alte Frau ausgezogen war. Jed Johnson sagte spontan „Weil wir beide hier zusammen Leben werden“
Ende des Jahres zogen sie beide ein und arbeiteten auch zusammen als Couple, machten viele gemeinsame Projekte, befruchteten gegenseitig ihren Stil und entwickelten Farbkonzepte und einen kontinuierlich sich perfektionierendes gemeinsames Auge…
Jed Johnsons legendäre Photos von Andy Warhol, gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Jay gehören zu den Legenden der Factory und zu absoluten Photoklassikern. Die ‚American Erotic‘, die die Zwillinge ausstrahlten, reicht bis in die heutige Zeit. Jed war aber auch ungeheuer begabt und wurde durch die Zeit mit Warhol natürlich auch geschult und kam mit den unglaublichsten Sachen in Berührung.
1996 verunglückte Jed Johnson beim tragischen Absturz der TWA Maschine 800 vor Long Island. Bis dahin hatten die beiden wunderbare Wohnungen und Häuser für Richard Gere, Mick Jagger oder Julian Schnabel eingerichtet.

Wanzenbergs Stil ist vornehm und seine Sandtöne wirken warm aber nicht langweilig. Sein Kunstverständnis ist grandios und die Balance zwischen Designstücken von Künstlern und Vintage-Möbel oder Antiquitäten bewundere ich sehr.
Sein gutes Aussehen und seine Sympathie runden seine Genialität ab. Wer würde nicht gern eingerichtet werden von Alan Wanzenberg. zumindest sein Apartment würde man gern mal besichtigen und einen Walton Ford aus seiner Sammlung würde ich auch nicht aus meiner Wohnung werfen.
Alan Wanzenberg ist mit seinem unaufdringlichen, ungeheuer dekorativen Stil ein großes Vorbild für mich, der sehr New York aber mit klassischer Bildung und großer Attitüde ist, eben – The Wanzenberg Style.

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Wie wohnt eigentlich Dorothee Schumacher?

Wie wohnt eigentlich Dorothee Schumacher? Diese Frage hat sich Todd Selby gestellt und besuchte die deutsche Designerin in ihrem Haus, was architektonisch an die Villa Kunterbunt erinnert, in Mannheim. Als ich gelesen habe, dass Dorothee Schumacher Besuch von dem amerikanischen Fotografen bekommt, ahnte ich Böses – und wurde sehr angenehm überrascht: Nicht nur ihr Haus erinnert mich an Pippi Langstrumpf, sondern auch ihre Affinität zu ungewöhnlichen Haustieren. Neben einem Shetlandpony, einem Schweine und diversen Hühnern laufen auch noch Hunde durch Haus und Hof und es fehlt im Grunde nur noch ein Affe namens Herr Nilsson – schon hätten wir eine deutsche Pippi…

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Patch – New York City

Don Carney und John Ross sind zwei New Yorker Designer, nebenbei ein Paar und zusammen sind sie Patch NYC. Die beiden begannen 1997 mit einer Kollektion, die von einem Hut, den Johns Mutter gemacht hatte – damit John seinen ersten Winter im kalten New York gut überstehen konnte – inspiriert war. Sie verwendeten ökologischen Filz und Vintage-Knöpfe und wurden von dem Erfolg der Kollektion regelrecht überrannt.
Da die beiden aber vielseitig sind und sich nicht beschränken wollten, begannen sie Schals und Mützen zu entwerfen und verschiedene, ganz besondere Taschen, an denen sich Elemente befanden, die sie auf den New Yorker Flohmärkten aufgestöbert hatten. Langsam aber sicher erweiterte sich ihr Sortiment um Dinge, die sie schön fanden, oder die sie re-designeten. Don, ein äußerst begabter Zeichner, machte Federzeichnungen in der Art von mittelalterlichen Holzschnitten und hängte sie in alte Rahmen oder verarbeitete sie zu Schalen und Objekten.

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Wie wohnt eigentlich Diane von Furstenberg?

Mir sind Menschen suspekt, die Bilder von sich in ihrer Wohnung hängen haben – warum machen die das? Ist das eine eine Form der Selbstbeweihräucherung?
Die Designerin Diane von Furstenberg hat ein Bild von sich in ihrer Wohnung hängen und auch bei ihr wirkt es irgendwie tragisch. Der Rest der Wohnung ist dann alles andere als tragisch, sondern bunt zusammengewürfelt und selbst die Lage ist etwas ungewöhnlich: 3150 Quadratmeter in Manhattan’s Meatpacking District nennt sie ihr Eigen und sagt selbst darüber: “Everybody told me when I came to this neighborhood that I was crazy—that it was full of drag queens, that it smelled awful because of all the butchers. All of that is true.“ – Hätte sie Sex and the City geguckt, hätte sie gewußt, dass Samantha genau diese Erfahrung gemacht hat und nach ein paar Wochen entnervt weggezogen ist…
Weitere Bilder von Diane von Furstenberg’s Appartment gibts nach dem Klick

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Der Exorzisten-Teller

Am Sonntag wurde großes Unheil angerichtet: Ich war bei einem sehr gutem Freund zum Abendessen eingeladen und dank zuviel Wein, Weib und Gesang (viel und gut) wurde es ein sehr lustiger Abend, bei dem am Küchentisch viel gelacht, diskutiert und gestikuliert wurde – letzteres zumindest einmal zu stark und so ging ein Wandteller zu Bruch. Ich möchte jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, finde es aber sehr mystisch, dass der Teller in ca. 1.000 Scherben zerplatzt ist und nur das Exorzisten-Mittelteil unversehrt blieb. Damit wir keine Rache aus der Hölle fürchten müssen, muss zügig für Ersatz gesorgt werden – und siehe da: Der Teller war kein Einzelstück sondern wird in Los Angelas von Beat Up Creations in Massen hergestellt und vertrieben – und weil ein neuer Wandteller in der Küche einfach zu einsam aussieht, habe ich auch gleich noch ein paar weitere rausgesucht. Vielleicht geht beim nächsten Mal ja Mr.Spock, die bärtige Frau oder der UFO-Teller zu Bruch …

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Steven Gambrel – Amerikas Glamour Interieurs der leisen Art

Im Grundsatz unterscheidet sich die Einstellung von Europäern und Amerikanern gegenüber Inneneinrichtern wie folgt: Der Europäer nimmt den Inneneinrichter, um seinen Geschmack zu bestätigen und bringt sich ständig mit Vorschlägen ein. Er realisiert das Konzept des Designers nur zum Teil und versucht seinen eigenen Stil, oder das, was er dafür hält, durch zu setzten.
Der Amerikaner, seit einem Jahrhundert damit vertraut, einen Psychologen genau wie einen Augenarzt zu konsultieren, erteilt General-Budgetvollmacht und lässt den Interieur Designer machen. Sitzt dann, wenn er Pech hat, wie im Hotelzimmer, wenn es sich um einen schlechten Inneneinrichter handelt. Wenn er aber zum Beispiel an Steven Gambrel gerät, betritt er die Wohnung seiner Träume. Gambrels Stil macht seit Jahren in den USA Furore und ist in New York wegweisend.

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Wie wohnt eigentlich Thierry Mugler?

Nachdem wir schon bei unzähligen Modemenschen und Prominenten in die Wohnung geschaut haben, verwundert auch das New Yorker Penthouse von Modedesigner Thierry Mugler nicht – sein Innenarchitekt hat ganze Arbeit geleistet und moderne Möbel und ein wenig Kunst so zusammengestellt, dass es ein wenig wie in der „Junges Wohnen“-Abteilung bei dodenhof aussieht – nur eben wahnsinnig überdimensioniert aber mindestens genauso aufgeräumt.
Vielleicht hat Mugler aber auch schon seine persönlichen Habseligkeiten in Umzugskartons verstaut, denn das Penthouse steht zum Verkauf: Wer ca. 8 Millionen Dollar übrig hat, kann diese in 4.100 Quadratmeter (inklusive einem 500 Quadratmeter großem Essbereich) Wohnfläche investieren und bekommt dafür einen atemberaubenden Blick über die Stadt und eine im Verhältnis viel zu kleine Küche …

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Peter’s Cuttings – Daniel Porthault Handtücher

Jeder benutzt sie jeden Tag und es gibt sie in unterschiedlichster Güte – Frotteehandtücher.
Mancher mag es einfach nur schlicht weiß- anderen kann es nicht bunt genug sein. Es gibt die flauschige Variante für Verwöhnte und die Hart-Rubbler, die eher feste Badehandtücher mögen. Aber, dass Hand-und Badetücher auch Kunstwerke sein können, lernt man ganz schnell, wenn man das altehrwürdige Wäschehaus Porthault in der avenue Montaigne in Paris betritt.

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