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Daisydora

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Lesetipps: Wie aus Anatol Josephos Vision trotz aller Unwägbarkeiten Realität wurde

Für Erfinder schöner oder nützlicher Dinge konnte ich mich schon als Kind begeistern und das ist bis heute noch so. Erst recht, wenn eine Erfindergeschichte so spannend und nett erzählt wird, wie die des Erfinders des ersten vollautomatischen Fotoautomat der Welt, dem im Sibirischen Omsk geborenen Anatol Josepho.
In ihrem in der Rubrik einestages beim Spiegel platzierten Artikel Karriere einer Knipskiste beschreibt die Autorin Nadine Helms den kämpferischen und hürdenreichen Hergang der Entstehung der Erfindung des Photomatons, die den Erfinder schon als Fünfzehnjährigen von Omsk nach Berlin trieb, um dort Fotograf zu lernen und von dort aus nach Ungarn, wo er mit knapp Neunzehn sein erstes kleines Fotostudio eröffnete. Das ist an sich schon ungewöhnlich genug, mit diesem Alter fern der Heimat selbständig zu sein, aber damals, im Jahr 1913, ein Jahr vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges musste man schon ganz schön verwegen, zielstrebig und zäh sein, um das zu schultern.

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Mut zu kleinen Karos

Wie viele von euch haben eine karierte Hose im Schrank?
Das wüsste ich zu gerne, zumal Karohosen unter Frauen ja nicht ganz unumstritten sein, weil sie mitunter auftragen und streng genommen nur an langen und wohlgeformten Beinen oder dünnen Bleistiftbeinchen gut aussehen. Von den befürchteten Poansichten ganz zu schweigen…..
Sind Männer da entspannter?
Also wenn ihr gerade ein paar Minuten übrig habt, schaut euch meine sechs Karohosen aus den aktuellen Kollektionen an und verratet mir bitte, ob ihr Karohosen mögt und eine davon tragen würdet.

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Hose und Pulli auf schön Italienisch

In Moment stecken wir so mitten zwischen dem Sommer, den wir größtenteils nicht hatten und dem Herbst, der da in Kürze kommt. Auf jeden Fall in einer Zeit, in der ich gerade so gar nichts über Schauen und Designerkollektionen zu berichte habe. Also habe ich gegen den modischen Saure-Gurken-Zeit-Kater ein paar Pullis und drei schöne, schmale Hosen rausgesucht, mit denen man sich ganz ähnlich wie diese Italiener aller Altersgruppen kleiden kann, die einen mit ihrer unaufgeregten Casual Elegance immer wieder verblüffen.
Ich musste nur ein wenig bei den bevorzugten Farben schummeln, weil ich Kamele nur auf vier Beinen mag und auch Genscher zu einer anderen Farbe als Gelb für seinen Pulli geraten hätte … aber der ist ja schon schönste Geschichte….
Auf jeden Fall habe ich mich bei der Auswahl der Pullis auf Blau- und Rottöne beschränkt, die so gut wie allen Männern sehr gut stehen. Dazu trägt der Mailänder oder Florentiner eine tiefblaue Hose. Nur so als Vorschlag.

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Wo gehste? Plein auf e Kö!

Mit etwas Fantasie kann man den übergroßen Philipp Plein Skull zwischen Luxuskarossen und anderen Flagshipstores schon jetzt ein wenig in der Königsallee 56 glitzern sehen. Es dauert aber noch bis Mitte November, dann öffnet das architektonische Juwel endlich seine Pforten für Ureinwohner wie Verona Pooth, Carmen Geiss, Gisela Muth und Chiara Ohoven – aber natürlich auch für gewöhnlich Sterbliche, die in ihrem Leben für noch mehr Glitzersteinchen und textilen Glamour à la Plein Platz haben.

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Horst und Daisy über die WM in Brasilien: Ein Thema, zwei Schreiber, drei bis dreißig Millionen Meinungen

Showdown in Sao Paulo x Jogi –vs– Jürgen

Männer mögen Fußball und Horstson ist ein Männerblog. Nur so zur Erinnerung, liebe Leser. Wir hatten das Thema lange nicht, aber nun führt kein Weg dran vorbei: Es kommt zum Showdown zwischen Jogi und Jürgen, in einem Stadion in Sao Paulo, das glaube ich noch ausgebaut werden muss. Da wurde von der FIFA was geswitcht, habe ich neulich auf dem führenden Sportblog des Landes gelesen, der sich ohnehin fast ausschließlich dem Lieblingssport der Deutschen widmet. Dort werde ich mich nun regelmäßig bis zur WM zu allem rund ums runde Leder und eure Chancen, diesmal endlich wieder Weltmeister zu werden, schlau machen. Nützen wird das zwar nichts, denn mit dem Jogi werdet ihr ohnehin nie Weltmeister, dem fehlt einfach das Aufstellungs- und Austauschgen.

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An Icon For Seven Icons x Wrangler Jeans

Das werden Victoria Beckham, Katie Holmes und andere It-Girls nie verstehen. Es gibt Jeansmarken, die brauchen kein Lifting und die verkaufen sich auch ohne Paparazzifotos…..
You Can Count On Wrangler. Mehr muss man zu diesen zutiefst Amerikanischen Jeans nicht sagen. Wenn ich mir von jemand Jeans empfehlen ließe, dann sicher nicht von Victoria Beckham, die ihren gequälten Flachpo in Designerjeans mit Strasslogo zwängt, die insgesamt nur zweimal hergestellt wurden. Wenn schon, dann frage ich Amerikanische Ikonen, die sowas seit ihrer Kindheit jeden Tag getragen haben.

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Einladung zur Modebloggerreise: Blut, Schweiß und Billigklamotten*

 

Es ist wenige Wochen her, da gab es in einer ZDF Neo Dokumentation über sechs junge, britische Gourmets, die in den Osten Asiens gereist waren, um dort in der Lebensmittelindustrie zu arbeiten und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, nichts zu lachen. Die jungen Leute erlebten zum ersten Mal, unter welchen Bedingungen die Leute arbeiten müssen, die das herstellen, was bei ihnen regelmäßig auf den Tisch kommt. Der Name der Dokumentation war Programm:*Blut, Schweiß und Fastfood
Zum Programm gehörte selbstverständlich auch, mit demselben Geld für Wohnen und Essen auszukommen, wie die Arbeiter. Müßig, zu berichten, dass noch jede Menge Tränen und andere missliche Zustände dazukamen, bei dieser Expedition in das eigene, streng genommen sehr rücksichtslose Konsumverhalten. Und ganz sicher würden die meisten von uns schon aussteigen müssen, wenn an Stelle der Arbeit in einer asiatischen Geflügelfabrik ein Tag bei Wiesenhof oder einem der Wettbewerber anstünde.

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Modisches Promillerechnen

Ihr könnt es von der Weltbevölkerungsuhr ablesen: In wenigen Tagen leben auf unserem Planet sieben Milliarden Menschen. Das sind neun Nullen hinter der Sieben und wer mag, kann sich auf der Website www.weltbevoelkerung.de ansehen, wie schnell es acht, neun und zehn Milliarden sein werden. Mit einer enormen Zunahme all der Probleme, die wir heute schon ungelöst haben. Diese haben entgegen dem flüchtigen Eindruck, den man auf Modeblogs gewinnen könnte, nichts damit zu tun, ob es ein Paar Chucks noch in meiner Größe gibt, welche Farben den Designern für die kommende Saison vorschweben und so weiter.

Es bringt zwar nichts, mir die Bedeutungslosigkeit meiner modischen Gedanken vor Augen zu führen und die Bedeutung von Designermarken und deren Kollektionen zu relativieren. Darüber nachzudenken, dass es sowas wie Modeblogs, die einen täglich über die Dinge informieren, die man dann ohnehin nicht kauft, nur gibt, weil modisch interessierte Menschen Zeit und Lust haben, zu lesen und zu erfahren, was sie zum weitaus überwiegenden Teil auch nicht kaufen und ohnehin nicht vermissen, weil der Kleiderschrank voll ist und viele Leser auch ohne Modevorschläge auf Modeblogs wissen, was sie wollen. Ab und zu muss ich das aber tun.

Das geht aber nicht in Richtung konsequentem Verzichts auf alles Schöne und Wertige, es rüttelt mich nur zurecht, um weiterhin nicht zu viel Zeugs einzukaufen. Es hat lange gebraucht, bis ich das gelernt hatte, dass mein Leben durch noch mehr Miyake und Mouret nicht schöner wird. Dass die meisten Menschen, die mir selbst in Großstädten begegnen, ohnehin nicht wissen, was ich da gerade trage. Zum Glück. Mode ist eine wundervolle Option, sich selbst und anderen mit dem Tragen von guten Stücken Freude zu bereiten, aber auch nicht mehr. Bekleidung brauchen wir in unseren Breiten, auf Mode können wir zurückgreifen, aber so viele Menschen leben auch gut und glücklich, ohne Key-Pieces und Co.

Ich weiß es nicht, aber wahrscheinlich landen wir im niedrig einstelligen Prozentbereich, wenn wir versuchen, rauszufinden, wie viel Prozent der Weltbevölkerung schon mal was von Giorgio Armani gehört haben. Vom Besitz eines Teiles aus seinen Kollektionen ganz zu schweigen. Wenn wir uns dann Marken wie Monki zuwenden, dann landen wir schnell in der Homöopathie, könnten selbst mit viel Geld und bester Marktforschung nicht mehr rausfinden, wie wenig Menschen auf dem Globus davon wissen, das es das Label gibt. Sehr wahrscheinlich findet das, was wir als Schreiber auf Modeblogs so vorstellen, überhaupt erst hinter dem Komma statt. Was uns nicht die Freude daran nimmt, genau das weiter zu tun, über Mode und etwas mehr zu berichten. Aber ohne jeden Zeigefinger will ich mir anlässlich der Feier von sieben Milliarden Menschen auf dem Globus die Freiheit nehmen, mir Luft zu machen und Leute mit Kleiderschränken wie Anna Dello Russo oder Paris Hilton, oder, oder, oder einfach total durchgeknallt zu finden.

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Horstson Beautycheck – ist Schönheit wirklich messbar?

Seit dem Verbot der Lancôme Anzeige mit dem retuschierten Gesicht von Julia Roberts in England rauscht es wieder zum Thema Schönheit im Blätterwald. Allerorts macht man sich Sorgen um das Körperbild junger Frauen. Als ob das völlig neu auf dem Globus wäre, dass junge Frauen und nicht nur die, sowieso mehrere Stunden täglich um ihr Aussehen kreisen wie ein Karussell um seine Mitte. Die von den Kritikern des Retuschewahns geforderte Wahrung der Natürlichkeit unserer Gesichter und deren naturgegebenem Verfall wird von den Frauen zu allererst abgelehnt, da Schönheit schon seit mehreren tausend Jahren auch ein Machtfaktor der Frauen untereinander ist. Man versucht, die Konkurrentin oder gleich mehrere davon mit dem besseren Aussehen aus dem Feld zu schlagen, um dann am Ende den Märchenprinz abzubekommen.

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Rote Sohlen Parvenu’s?

An die genaue Adresse des ersten kleinen Schuhladens von Christian Louboutin unweit der avenue de l‘Opéra kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich weiß nur noch, dass ich eines sonnigen Tages mit einem Freund gerade über die tollen farbigen Hosen von Marithé + Francois Girbaud redete und wir plötzlich staunend vor dem orientalisch anmutenden Schaufenster des Minilädchens standen, schnell entschlossen reingingen … und ich innerhalb von fünf Minuten meine ersten Louboutins erstand. Alles vor knapp zwanzig Jahren, zu einer Zeit, als Sex And The City noch nicht erfunden war, daher niemand in Deutschland was von Manolo Blahnik, Christian Louboutin, Jimmy Choo und den anderen Vertretern des Luxus-Schuhmacherzirkels wusste.
Christian Louboutin war gerade mal sechsundzwanzig Jahre jung, als er den Sprung in die Selbständigkeit – und damit in den Haifischteich des harten Wettbewerbs der Modewelthauptstadt Paris – wagte …

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