Ich habe das Gefühl, als würden eine Menge Horstson-Leser gerne noch mehr knapp geschnittene Badehosen im „Speedo-Style“ sehen. Und da mir gerade dieses dunkelblaue Modell von Robins les Bains aufgefallen ist, werfe ich das jetzt zur Diskussion in die Runde. Keine echte „Banana Hammock„, eher eine klassische Brief-Form (zum Glück hier ohne Eingriff …). Herrlich retro! Oder was meint Ihr?
Juni 2013

Hedi Slimane überrascht immer wieder – ganz aktuell mit Rollschuhen aus dem Hause Saint Laurent. Die scheinen mir bei der Fall/Winter Schau des Labels entgangen zu sein, oder Slimane hat die Rollen erst später unter den an sich sehr schönen Sneaker geschraubt. Wie auch immer – ich find sie super und bei einem Preis von 900 € kann man sich auch sicher sein, dass sie sonst keiner auf der Rollschuhbahn trägt. Einziges Problem: ich kann nicht Rollschuh fahren. Aber auch an mich wurde gedacht, den Schuh gibt es auch ohne Rollen …

Saturdays Surf NYC, Modell Ennis
Weil ich in meinen beiden Hawaihemd-Berichten schon eine ganze Menge hübscher Badeshorts gezeigt habe (hier und hier), auch solche, die ein wenig ins Geld gehen, kommen hier noch mal ein paar normalere Modelle für sportliche Jungs und Männer. Badeshorts von Saturdays Surf NYC, für die unter euch, die gut sitzende Schwimmshorts suchen, die aber sonst „irgendwie nur ganz normal“ sind. Also ohne großartige Muster und so weiter.
Kann eine Modeskizze einen Mini-Shitstorm auslösen? Ja, sie kann – zumindest wenn es um die Darstellung von Beyoncé Knowles geht, die auf der von Cavalli veröffentlichten Skizze ca. 3 Meter lange Beine hat, bei der man Angst haben muß, wären sie real, dass sie irgendwo durchbrechen. Nun waren in der Geschichte der Modezeichnungen diese in den seltensten Fällen realistisch, aber in einer Zeit, in der Aktivisten vor dem Barbie Haus in Berlin ‚Brennt es nieder! Brennt es nieder‘ skandieren, verwundert es eigentlich nicht, dass die Zeichnung auf wenig Gegenliebe stößt. Also musste Cavalli dem langsam aufbäumenden Shitstorm entgegenrudern, was das Label dann auf Facebook gemacht hat und ich hoffe, dass es nicht falsch verstanden wird:
Schöne Beine hin oder her, ab gewissen Temperaturen sehnt sich doch jeder normale Mann nach kurzen Hosen ….. Daher kommen hier ohne großes Aufhebens, zehn ganz und gar relaxte, das heißt für Horstson-Begriffe unprätentiöse Shorts des US-Labels J. Crew für 71 EUR das Stück. In so vielen Farben, dass eigentlich für jeden Horstsonian, der gewillt ist, so was zu tragen, eine dabei sein sollte.
Das Material ist robuster Baumwoll-Twill, der Stoff aus dem die meisten Chinos sind. Mit dem richtigen T-Shirt dazu, auch mal in ungewöhnlichen Farbkombinationen, kann man sich damit durchaus samstags auch beim Bäcker um die Ecke in Berlin, Hamburg, München und so weiter blicken lassen … oder?
Schon die Beschreibung klingt wie ein wahr gewordener Albtraum: „BADEHOSE AUS LYCRA & NYLON MIT SCHÄDEL UND SPINNE,“ kann der Kunde auf der Seite des Online-Stores Luisaviaroma lesen. Gemeint ist obige, sehr knapp geratene Badehose aus dem Hause Dsquared. Wie ich aus den Kommentaren zur Badehosenwoche bisher rauslesen konnte, kommt es immer ein wenig auf den Körper, der in der Hose drinsteckt, an. Daher frage ich: macht ein Sixpack diese Badehose auch schöner?

Bild: Patrick Bienert und Max von Gumppenberg für Mercedes Benz Fashion
Nach Julia Stegner, Milla Jovovich, Karolina Kurkova, Karlie Kloss, Joan Smalls und Jessica Stam, reiht sich dieses Jahr das chinesische Model Sui He in die illustre Reihe der per Photoshop runderneuerten Models, die nun fortan den Titel „Gesicht der Mercedes-Benz Kampagne zur Fashion Week 2013“ tragen darf. Fotografiert wurde Sui He von den deutschen Fotografen Patrick Bienert und Max von Gumppenberg. Das Styling übernahm Carine Roitfeld.
Bild und Bildsprache erinnern mich übrigens etwas an den Commercial von Citroën aus den 80ern, bei dem Grace Jones ein Citroën Cx aus dem Mund fährt.
Ich bin wirklich auf Eure Meinung zum Endergebnis gespannt und frage mich, ob der Arm nicht etwas zu dünn geraten ist …

Hermès für Lacoste; Bild: Lacoste
Das Tennisturnier von Roland Garros in Paris ist gerade das achte Mal von Rafael Nadal gewonnen worden und überall konnte man „es“ sehen – jung wie nie, obwohl es das Zehnfache an Jahren auf dem Buckel hat: Das berühmteste Krokodil der Welt wird achtzig Jahre alt und ziert mittlerweile nicht nur die weißen Polohemden der Tennisspieler.
René Lacoste selbst hat nicht nur vielfach das berühmte französische Turnier gewonnen, sondern war der beste Tennisspieler seiner Zeit und hatte stets ein großes Krokodil auf seinem Hemd und seiner Strickjacke, was ihn den Namen „Le Crocodile“ einbrachte. In den 50er Jahren avancierte dann sein ureigenes Hemd zum Statussymbol und die Beatniks in Frankreich trugen es ebenso, wie Helmut Berger oder Alain Delon. Schnell avancierte das mittlerweile in einer berauschend großen Farbpalette erscheinende Polohemd aus Baumwoll-Piqué zum beliebten Urlaubs- und Sommerhemd der Pariser Gesellschaft an der Côte d’Azur, bis es dann Ende der 70er Jahre eines der Key Items der europaweiten Popper-Bewegung wurde.
Eigentlich ist Musik das Ressort von Jan. Nun ist es aber so, dass sich Blomquist und ich neulich intensiv mit einem Song auseinandersetzen mussten. Dieser Song ist zwar richtig gut (obwohl ich ihn eigentlich nicht mehr hören kann), aber in einer Endlosschleife Nachts um 03 Uhr nur schwer zu ertragen. Die Rede ist von Daft Punk’s ‚Get Lucky‘ – ein Song, der die vermutlich eher langweilige Party (schließlich waren wir nicht eingeladen) auf der Dachterrasse gegenüber so richtig in Schwung brachte (und ich meine hier SO RICHTIG IN SCHWUNG). Und so lagen wir bis ca. 05 Uhr wach, im Hinterkopf das Wissen, das man um 06 Uhr wegen eines Termines aufzustehen hat. Daher hier ein Musiktipp, nicht nur für unseren Nachbarn: Elena Tonra aka Daughter covert auf ganz wundervolle Art den Daft Punk Song. Das wirkt in der Heavy Rotation wenigstens beruhigend, was dem hysterischen Haufen auf der Party auch ganz gut gestanden hätte …
ABBA’s Dancing Queen sei ihm übrigens verziehen.

Badehose: Dan Ward
Geringelt und ganz schön knapp, das sind die schnörkellosen Retro-Badehosen (95 bis 130 EUR), die ich mir für die Badehosenwoche bei Dan Ward ausgeguckt habe. Ich weiß, die beiden Shorts haben so was von Sandkasten-Spielhöschen für kleine Jungs, aber da müsst ihr eben durch. Es gibt immer jemand, der darin einfach umwerfend aussieht. Möglicherweise auch in den knappen Trunks. Sieht man ja schließlich auch an dem absichtlich wohl trainierten Model, dass Mann so was ruhig auch mal tragen kann … oder?




