Es dauert etwas bis man sich an das Chaos in der kollektion von John Galliano gewöhnt hat, denn es wurde so ziemlich jeder Trend (oder was mal Trend war bzw. was mal Trend werden könnte) verarbeitet – und so reihen sich Lederhosen, Jeans, kurze Hose, Fischer-Outfits, Stiefel, Batik-Designs, Cowboy-Hüte und Tropen-Helme ohne Rücksicht auf den guten Geschmack aneinander.
Nach ein paar Minuten Irritation hat es sich immer noch nicht für mich erschlossen, was uns Bill Gaytten mit seinen Entwürfen für Galliano sagen will und ich denke, dass er das auch nicht so ganz weiß – vielleicht ist das Chaos der rote Faden der Kollektion.
April 2012
Wenn ich an meine relativ sorglose Kindheit denke, fallen mir ad hoc viele tolle Sachen ein: Kindergeburtstage, Geheimgänge im Wald, die ständige „Sind wir schon da“-Nachfragerei im Auto, nur um zu gucken, wo die Belastungsgrenze meine Mutter war (bei ca. 20KM Autofahrt) und – ganz wichtig – der Donnerstag. Denn da erschien das YPS Heft. Wenn ich ehrlich bin, waren mir die Comics im YPS Heft egal – Ypsilon war ein hoffnungsloser Spießer und Pif und Herkules erscheinen mir noch heute wie Streber. Mir ging es einzig und allein um die Gimmicks – und die hatten es in sich, zum Teil im wahrsten Sinne des Wortes, denn die mexikanischen Springbohnen waren in Wahrheit Schmetterlingslarven, die (warum auch immer) anfingen zu hüpfen wenn man sie in die Hand nahm.
Denk‘ ich an Victoria’s Secret, denk‘ ich an Engel. Aber es gab eine Zeit vor den legendären Engeln – nämlich eine, wo die Models zwar schon perfekt aussahen, aber sie sahen auch so aus – wenn wir mal ganz ehrlich sind – als ob sie nach dem Shooting für soft-erotische Filmchen die Unterwäsche ausgezogen haben – so war zumindest mein erster Gedanke, als ich die Bilder aus dem Victoria’s Secret Katalog von 1979 heute bei Fashionista gesehen habe…
Wie ist Dein erster Gedanke bei der geballten Ladung Marabu-Federn, Seide und Satin?
Chanel Accessoires Fall/ Winter 2012 – über den Dächern von Hamburg
Posted on 25. April 2012Am letzten Freitag war es soweit – die Chanel Accessoires Kollektion für den Winter 2012/2013 machte in einer wunderschönen Location über den Dächern Hamburgs Station auf ihrer Reise zu den Pressevertretern Deutschlands. Die Gelegenheit, die wundervoll detailliert gearbeiteten Handwerks-Stücke aus den Meister-Ateliers von Desrues, Lesage und den Studios von Chanel ließen wir uns von Horstson natürlich nicht entgehen und nahmen sie eindringlich unter die Lupe.
Liebevoll und gekonnt inszeniert, luden verschiedene Stationen zum Genießen und Träumen ein. Das Chanel Team hat den Bogen raus: Unaufdringlich und mit viel Charme präsentierten die deutschen Botschafter des Hauses in der Rue Cambon auf eindrucksvolle Weise die Bandbreite der Kollektion. Perfekt und professionell wie man es von ihnen gewöhnt ist, arrangierten sie eine Reise durch die einzelnen Themen und Schwerpunkte der Kollektion.
Spezielle Musik für spezielle Menschen – Karl Lagerfeld empfiehlt Django Django
Posted on 24. April 2012Karl Lagerfeld vergisst ja manchmal für was er alles designt (Breuninger). Und wer soviele Ipods besitzt wie er, der verliert sicher auch mal den Überblick darüber, was er gut findet und was nicht. Anders kann man sich nach erstmaligem hören von Django Django die Empfehlung dieser Band nicht erklären. Aber der Meister sprach während des Interviews bei Markus Lanz in der letzten Woche über das britische Psychedelic Quartett Django Django als seine Lieblingsband. Sie würden ihn ein wenig an die Beach Boys erinnern. Also haben wir mal reingehört, denn nach Bands wie Cat Power und Devendra Banhart weiß man des Meisters (bzw. Michel Gauberts) Musikgeschmack zu schätzen.
Drei Songs von Django Django sind Online anzuhören. Lagerfelds Lieblingssong „Default“, die gleichzeitig auch die erste käufliche Single ist, hat mit Sicherheit Fashionshowpotential. Zum Hören nebenbei ist sie aber weniger geeignet. Zuviel verzerrte Stimmen im Hintergrund, zuviel Tasten auf dem Keyboard gleichzeitig gedrückt. „Storm“ und „Waveforms“ sind da schon eher etwas für das von „Default“ geplagte Gehör. Nichtsdestotrotz ist es natürlich ein Ritterschlag von Karl Lagerfeld als Lieblingsact empfohlen zu werden. Warten wir also das ganze Album ab und fällen dann unser endgültiges Urteil über Karls Musikgeschmack und Django Django’s Album.
Dior’s Roben sind seit jeher in großen Hollywoodfilmen und auf den Red Carpets sämtlicher internationaler Film-Events vertreten. Soweit nichts Neues. Aber schon gewusst, dass Christian Dior durch seine Begeisterung für Filme bereits Kostümdesigner war, bevor das Couturehaus 1946 gegründet wurde? Aus diesem Grund (und weil es einfach wundervoll anzuschauen ist) gibt es nun den Bildband „Stars in Dior“. Dort findet man auf 250 Seiten Fotografien und Aufnahmen von Schauspielerinnen aus Filmen, Filmsets und Werbespots (zum Beispiel „J’adore“ mit Charlize Theron).

„Pussycat, Pussycat“ by Nick Knight; via
Und zwar nicht nur eins. Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch die Besten der Fotografie Twitter, Instagram und co. für sich entdecken. Und es ist Nick Knight,
Vorreiter und Visionär in Punkto Modefotografie, der sich dem von uns allen geliebten Pitcuresharingtool angenommen hat. „Pussycat, Pussycat“ heißt Knights erste Instagram- Fotostrecke, die neben süßen kleinen Pussykätzchen und anderen flauschigen Tierchen die neueste Pret-a-Porter Mode von Katrantzou, Rochas und Co. ebenso zeigt, wie die neuesten Juwelen von Van Cleef und Arpels oder Cartier. Knight orientierte sich bei der Wahl der Motive am Faible der Internetuser für süße Tierbilder. Das Ergebnis könnt ihr auf www.showstudio.com begutachten. Wir sind auf weitere Instagram-Shoots gespannt und sagen: Mewow!
Richtig verstanden habe ich es nie, allerdings sagte man mir heute Abend, dass man auch mal ein Bild von sich selbst auf dem Blog veröffentlichen muss.
Da ich kein Spielverderber sein möchte, hier also das erste klassische Blogger-Foto von mir – standesgemäß aufgenommen im Hotelzimmer.
Ich trage zum Dinner einen Smoking mit passendem Hemd von Boss, eine Fliege von Tom Ford für Gucci, eine Brosche von Chanel und eine Kamera von Canon.
Gut, dann habe ich diese Blogger-Pflicht jetzt auch erfüllt…
„A Day at the Hermès Flagship Store in Paris“ – so ist der Name eines kleinen Filmchens, wo sich die Macher einen Tag im Hermès Flagship Store in der 24 Rue
du Faubourg Saint-Honoré aufgehalten haben, um ein paar Impressionen einzufangen.
Ein gängiges Vorurteil von den Stores der Highend-Label ist, dass im Grunde nicht viel los ist – schließlich ist der Kundenkreis ziemlich klein. Das es nicht so ist, zeigt der Film auf nette Art und Weise innerhalb eines Tages – kompremiert auf 96 Sekunden Zeitraffer … Vielleicht liegt es auch an der Kundenfreundlichkeit des Verkaufpersonals, denn manchmal guckt man da einfach mal so rein im Hermès Flagship Store in Paris… Lohnt auf jeden Fall, nicht nur in Paris.
Wenn der Herzog zweimal klopft – Hermès Handschuhe und ihre Folgen
Posted on 23. April 2012Hermès ist ein Haus voller Geschichten und fast jedes Teil hat einen phantasievollen Hintergrund oder eine faszinierende Entstehungs-Geschichte. Aber es gibt auch Geschichten die man kaum glauben kann oder die wie eine Legende durch das Haus wabern und sich dann im Endeffekt doch irgendwann bewahrheiten.
Eine der schönsten Geschichten hat mit den Hermès-Handschuhen zu tun. Handschuhe sind neben den Sätteln einer der Ursprungsprodukte des Lederhauses am Faubourg Saint-Honoré.









