Ich bin irgendwas zwischen 30 und 40. Ich habe für mein Alter durchschnittlich viel Versicherungen, habe einiges erlebt, habe die Nikotinsucht erfolgreich bewältigt, bin kulturell interessiert, lese ein paar Zeitungen täglich, lese auch mal ein Buch nebenher, bin sozial engagiert und seit ein paar Tagen bin ich das, was ich eigentlich ausgeschlossen hätte: Suchtgefährdet nach einem Computer-Spiel.
Angefangen hat es letzte Woche, als ich mir ein iPad gekauft habe. Warum ich es mir gekauft habe kann ich mir genauso wenig erklären wie die Steuergesetze in Deutschland und warum ich jetzt täglich dieses (im Grunde genommen sinnentleerte) Spiel spiele.
Vielleicht habt ihr ja ein paar andere iPad-App Empfehlungen für mich, damit ich mich auf Entzug setze…
Juni 2011
Sogar sehr stark gemustert kommt das aktuelle Lookbook von De La Garza mit „Zombie Boy“ Rick Genest als Model daher – zumindest obiges Bild. Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich mochte Genest zum Anfang, mittlerweile öden mich seine ewig-gleichen Gruselposen an, die eher an einen Edgar Wallace Krimi oder an Laienschauspiel erinnern als an professionelles modeln und daher erkläre ich Horstson zur Rick-Genest-freien Zone für ein halbes Jahr. Gute Idee, oder?
Ein vorläufig letztes Mal könnt ihr nun also Rick Genest genießen… Viel Spaß!
Zwischenkollektion sind meist nur lauwarm, aber weil der Markt noch immer nicht gesättigt ist, gibt es halt auch eine Cruise Collection von Marc by Marc Jacobs. Die Zweitlinie von Herrn Jacobs versuchts hier mit allerhand Basics, die zum Teil von Fred Feuerstein (oben) oder von den 80ern inspiriert wurden, die aber in den Augen weder gut noch richtig weh tun, dafür aber bestimmt das machen, was Zweitlinien machen sollen: Für gute Umsätze sorgen…
Zu weiteren Bildern der Cruise Collection 2012 gehts nach dem Klick
Lara shouldn’t throw with stones cause that Hurts x CK One – Mtv Push @ Tape Berlin
Posted on 16. Juni 2011Ck One. Das Unisexparfum meiner Jugend. Roch immer etwas wie Persil (was ich damals sehr mochte) und jeder konnte es irgendwie gut tragen. Beim Mtv- Push/Ck One Event vergangenen Mittwoch roch es nicht nach Persil, dafür aber nach Rauch und Party. Im Berliner Tape Club zelebrierte der wohl bekannteste Gummibund der Welt die neue Kampagne/das neue Video von Fotografiegenie Steven Meisel. Gefilmt in einer Box mit viel schwarzem Kajal und viel nackten Oberkörpern tanzen und vergnügen sich dort u.a. Pixie Geldorf, Halbglatzköpfin Alice Dellal, Boxer Robert Evans und Models von der ganzen weiten Welt. Ebenfalls in der Box zu finden: Lara Stone. Ihres Zeichens niederländisches Topmodel. Diese moderierte charmant und etwas über ihren Dialekt stolpernd durch den Abend im Berliner Tape Club.
Wer Lust hatte, konnte sich in die Ck-Box stellen und ein eigenes Daumenkino seiner Tanz- bzw. Performanceeinlage ganz im Stil des Kampagnenvideos mit nach Hause nehmen. Für die Box scouteten ne Menge Models mehr oder weniger erfolgreich, denn die Hemmschwelle sich für alle sichtbar in einer Box zu bewegen war doch recht hoch. Nachdem Bodi Bill eine in Berlin gegründete Band die wie eine Mischung aus Whitest Boy Alive und Hot Chip klingen (leider) nur 3 Songs spielen durften, konnte man sich auf der geöffneten Terrasse den ein (oder wie ich den anderen) Drink genehmigen, bevor es gegen halb elf dann mit Hurts weiterging. Diese gaben wieder mal alles auf der Bühne und spielte alle veröffentlichten Songs plus zwei weitere vom Debutalbum „Happiness“ und wurden mit würdigem Applaus verabschiedet. Anschließend konnte man unter dem bekannten Holzbaum noch ein bisschen tanzen und auf Grund des wirklich fabelhaften Dj’s war man dann doch etwas traurig, dass man am Donnerstag wieder früh raus musste.
Uns glücklichen Nordlichtern geht es ja ähnlich den Briten: Früher oder später beträgt die Regenwahrscheinlichkeit hundert Prozent. Da werden Eitelkeiten schnell beiseitegelegt und zigtausendfach die Friesennerze aus dem Schrank geholt, mit denen man dann Draußen so tun kann, als ob der Himmel nicht gerade 97 Liter auf einen Quadratmeter runter schütten würde. Wasserfest und praktisch sind die Klassiker des Schlechtwetters ohne Ende, aber richtig schön? Was liegt da näher, als modische Abhilfe des Britischen Labels Burberry.
Prix Blamage Allemagne? – die rappelvolle Couch der Fehlbesetzungen
Posted on 15. Juni 2011Liebe Leser, ich vergebe heute den Prix Blamage Allemagne für Werbegesichter. Auf einer Richterskala der nervigsten Werbefiguren und deren Entsendern, wären die TV-Spots der Gummibonbonhersteller Haribo und Katjes mit ihren Markenbotschaftern immer ganz vorne mit dabei. Wenn ich die Soapmaus Alexandra Neldel sehe, wie sie sich in diesen unsäglichen Jersey-Shorts, aus denen der pinkfarbene String hervor blitzt, mit ihren schneeweißen, anscheinend noch von Ostern übrigen Kaninchen auf dem Bett räkelt, und dabei für gutes Geld Kiddies und Mädchen Sweet Lies* auftischt, dann weiß ich wieder, dass Deutsche Werbung nicht mehr schlechter besetzt werden kann.
Mit Coldplay ist es ja so. Entweder man mag opulent-verträumte Popmusik mit einem weichgespülten Gutmenschen als Frontmann. Oder eben nicht. Ich gehöre zu den Coldplay-Fans und war leider noch immer auf keinem Konzert. Aber immerhin gibt es jetzt eine neue Single und somit hoffentlich auch irgendwann die Möglichkeit eines Livekonzertes. Mit „Every Tear is a waterfall“ macht die englische Kombo mal wieder das, was sie am besten können. Schöne Popmusik mit eingängiger Melodie. Nicht mehr und auch nicht weniger. Aber auch so ein Level halten zu können ist eine Kunst. Insofern einfach kaufen und neben den anderen Alben ins Regal stellen. Vorher aber natürlich rauf und runter hören.
Hättet ihr ihn erkannt? Tobey Maguire? Ich nicht und ganz anfreunden kann ich mich auch nicht mit den Bildern, die David Sims für die Herbst/Winter Kollektion 2011/2012 für Prada geschossen hat – Vielleicht haftet Maguire auch noch zu sehr das Spiderman-Image an oder es ist einfach nur ungewohnt einen Schauspieler als Model bei Prada zu sehen – für Spring/Summer 2011 war noch das Männermodel Clement Chabernaud in den Kampagnen der Hauptdarsteller…
Aber wenigstens einer ist ganz glücklich über die Auswahl – Tobey Maguire: „Ich bewundere Miuccia Prada wirklich für ihr Kunsthandwerk und fühle mich geehrt, ein Teil der Prada – Herbstkampagne zu sein.“
Was denkst Du über Maguire für Prada?
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Es gibt ja Labels, die erkennt man an einem einzigen (okay: oder an zwei) Buchstaben. Eines von ihnen feiert dieses Jahr sein 90-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumskollektion: Gucci. Die „1921“-Kollektion für die Dame und für den Herren beinhaltet alles, was man mit dem italienischen Klassiker in Verbindung bringt – Taschen, Loafer, Stiefel, Uhren, Sonnenbrillen und auch Kleidungstücke sind mit den charakteristischen Designs versehen: Horsebit- und Bambus-Details, Quasten oder das typische Emblem (diesmal in abgewandelter Form: G. Gucci Firenze 1921).
Nachwuchs-Zuhälter aufgepasst: Was schon auf den ersten Blick nicht im entferntesten wie Diamanten aussieht, sind in echtem Silber eingefasste Zirkonia-Steine, mit denen der japanische Retailer Amp die G-Shock’s DW5600 und DW6900 sozusagen „aufgepimpt“ hat, da, und jetzt wird es verwunderlich, viele Casio-Fans im asiatischen Raum sich sogar echte Diamanten an ihre Digitaluhren kleben, was den Preis in die Höhe treibt. Obige Version ist sozusagen eine Low-Budget-Bling-Bling-Casio, die aber immerhin noch einen stolzen Preis hat: Ab 800€ aufwärts. Wenn man dann aber zu Mutti zum Mittagessen geht, kann man seine Fake-Diamanten-Uhr auch tarnen: Es gehört eine Abdeckung dazu und schon ist man wieder Mama’s ganzer Stolz…
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