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November 2010

Allgemein

Chivas Regal 18 x Vivienne Westwood

Stilvoll trinken: Andere Designer arbeiten mit Coca-Cola zusammen, Vivienne Westwood mit dem Whisky-Hersteller Chivas Regal. Kann man nicht richtig verstehen, muss man auch nicht zwingend. Aber Frau Westwood ist in bester Gesellschaft: Vor einem Monat stellte de französische Modedesigner Christian Lacroix seinen Entwurf einer Chiva regal Flasche vor, die mich ehrlich gesagt eher an einen Parfumflakon von Harald Glööckler erinnert – so overdone ist sie. Die Flaschen sind jeweils natürlich streng limitiert und mit Sicherheit nicht beim Getränkemarkt im Industriegebiet erhältlich.
Die Flasche, die jder Christbaumkugel Konkurrenz macht, und von Christian Lacroix entworfen wurde, kommt nach dem Klick

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Allgemein

Mann, bist du schön! Der BestSeller Gabriel Aubry

Jetzt mal ganz ohne Übertreibung: Amerika hat es gut!

Ganz besonders, wenn es um Werbung geht. Da wird aus dem Vollen geschöpft. Nur das Beste, beziehungsweise die besten Akteure sind gut genug. Und wir sprechen hier nicht mal von Calvin Klein & Co. – es geht schlicht um Bettwäsche mit dem einprägsamen Namen: Charisma. Ich kann mich nicht erinnern, in deutscher Bettwäschewerbung überhaupt schon mal ein Gesicht entdeckt zu haben, bei dem ich mir was gedacht hätte, oder, das ich hätte einem Namen zuordnen können  ….das eine angenehme Empfindung bei mir ausgelöst hätte. Uns muss es reichen, wenn wir die Information bekommen, dass es sich um gewebte Baumwolle mit der Farbbezeichnung Vanillegelb, Mauve, Eisblau oder so ähnlich handelt, auf und unter der wir uns schlaftrunken räkeln. Wäre ja noch schöner, wenn da eigens ein Mann dafür bezahlt werden sollte, uns mit seinem Charme und großartigem Aussehen dazu zu verführen, öfter hinzuschauen, als wir das sonst bei Bettwäschewerbung tun… und, zu kaufen, obwohl sich noch die gesamte Aussteuer unangetastet in Originalverpackung im Schrank stapelt. Da denken die ausgefuchsten Werber an der Ost- und Westküste und dazwischen ganz anders und geben Alles. Egal, ob für eine Sockenkampagne Bruce Weber als Fotograf angeheuert wird, weil Annie Leibovitz wegen des Fotoshoots für ein kleines Hemdenlabel keine Zeit hatte … oder, ob es darum geht, immer den perfekten Cast im verfügbaren Budget zu identifizieren und zu engagieren.

Dieser Idealzustand tritt in Deutschland – so jedenfalls mein ernüchterndes Fazit – nur dann ein, wenn die paar versprengten Spezialisten, die es wirklich beherrschen, einer Marke (oder Kampagne) ein Gesicht zu geben, das die Kunden lieben, den Job bekommen. Wenn nicht, haben wir eben einmal mehr Pech…… bekommen weitere Heerscharen von Grinsebacken in Commercials und Printkampagnen aufs Auge gedrückt ….. Dabei unterscheiden wir uns geschmackstechnisch rein gar nicht von US-Konsumenten. Wir lieben es auch, charmant und überaus ansehnlich dazu eingeladen zu werden, zu kaufen. Und an diesem Punkt kommen wir endlich wieder zu Gabriel Aubry, um den es hier schließlich geht. Das kanadische Model ist für mich einer der besten Verkäufer von Marken und deren Waren. Niemand hätte was dagegen, wenn er uns im Vichykarohemd aus der Almette Werbung verschmitzt entgegen lächeln würde …. der Mann kann alles besser als andere Darsteller verkaufen, auch Frischkäse, Zahncreme, Ketchup und Rasierklingen.
Den Attraktivitäts- und Sympathieforschern unter den Horstsonians brauche ich wahrscheinlich nicht zu erklären, weshalb Werbung mit Gabriel Aubry für die Deutsche Bank genauso funktionieren würde, wie für so ziemlich jedes andere Produkt und jede Dienstleistung in der westlichen Hemisphäre: Der Gesichtsausdruck passt immer. Der Mann ist weit überdurchschnittlich fotogen, hat nur Schokoladenseiten. Die unprätentiöse Art lässt den Betrachter vermuten, dass es sich bei dem Mann um einen idealen Buddy handeln könnte. Er sieht nicht doof aus und ist es auch nicht. Er hat eine sehr männliche Statur, ist riesengroß (1,88) und breitschultrig, wirkt aber trotzdem nicht massig sondern schlaksig und jungenhaft …. und, er hat immer genau die richtige Körperspannung. Was bei Werbung für Bettwäsche auch eine Rolle spielt. Es kann ganz schön schief gehen, wenn Mann sich irgendwie seltsam auf dem Bett und in der neuen Bettwäsche räkelt …. A pro Pos: Nicht auszudenken, wie aufgesetzt beziehungsweise segmentierend das laut models.com wichtigste Männermodel, Baptiste Giabiconi, in derselben Kampagne wirken würde. Auch keine gute Idee wäre es, die im Ranking auf 3 und 11 stehenden Models Simon Nessman oder Aiden Andrews zu buchen. Ich weiß, ich weiß, einigen unter euch gefallen diese Models, weil sie so herrlich unkommerziell und artifiziell wirken, dass man denkt, es könnte sich in Wirklichkeit um Androiden oder schlichtweg attraktive Außerirdische handeln. Diese mageren Jungs können gerne weiterhin (leider für sehr kleines Geld) in den von Insidern bejubelten Anzeigensujets bedeutungsgeschwängert, böse oder fies dreinblicken …denn die Klamotten von Alber Elbaz, Lanvin, für H&M verkaufen sich trotzdem und nicht deswegen besser ….. Allen anderen Anbietern auf unserem Globus kann ich nur dringend empfehlen: Geben sie ihrer Marke ein Gesicht, das ihre Kunden lieben! Zum Beispiel das von Gabriel Aubry, dem Topverkäufer unter den männlichen Models.

Allgemein

Die Woche auf Horstson

Was war denn letzte Woche schon wieder hier los? Zuerst fliegen Fledermäuse zu Halloween über den Bildschirm (die habe ich ganz schnell wieder runtergenommen, weil die gleichermaßen schön waren und genervt haben) und dann zur Mitte der Woche war unser Web-Hoster der Meinung, kurzerhand knapp 1.000 Blogs offline zu Stellen. Nun sind wir aber wieder da und wie ich sehe Ihr auch. Und für die, die jetzt ein paar Tage nicht auf Horstson gesurft haben, hier die Highlights und für alle anderen nochmal die Möglichkeit, in Erinnerung zu schwelgen:

1) Peter erzählt, warum Frauen bei der Vogue Fashion Night in Paris wegen eines Nagellackes durchdrehen und was überhaupt das Besondere an eben diesem Lack ist
2) Horst hat sich die Lanvin x H&M Kollektion im Showroom angeschaut, dass Fotografieren vergessen und lediglich ein Bild eines zerknitterten Trenchcoats mit nach Hause gebracht. Modebloggen at it’s best!
3) Die großartige Vanessa Veasley zeigt, was sie mit einem Football so alles anstellen kann, und Terry Richardson hat es fotografiert. Nicht jedermanns Sache, dass Lookbook von Supreme
4) Horstson zeigte Deutschland-Exklusiv eine Preview des “DOUBLE VISION” Editorials by Hedi Slimane & Collier Schorr aus der kommenden VMAN
5) Noch habt ihr Chancen, an unserem DIY Gewinnspiel teilzunehmen. Zuerst wollte ich Chanel-Windlichter aus Pappe basteln, Daisydora will aber beweisen, dass DIY auch gut aussehen kann und verlost ZweiMalZweiMeterAchzigWarmeWolle
6) Blomquist hat in den Untiefen seines Ankleidezimmers einen Weihnachtspulli gefunden, der bei ihm und vermutlich auch bei Robbie Williams am Bauch etwas spannt

Allgemein

Born To Be Wild x SISLEY ART PROJECT Bikerjacken als Ritual der Männlichkeit

Auf eurem Lieblingsblog bekommt ihr auch Neuigkeiten von den Marken mit, die anderswo nur deshalb vorkommen, weil Modeblogs den Sisley Hausfotograf Terry Richardson oft ganz schön BÄÄÄÄÄH finden. Oder GAAAAAAANZ toll, nur ohne auch zu den Klamotten von Sisley ein Wort zu verlieren. So viel zum Vorgeplänkel, es geht um das Art Project des globalen Textilmultis, auf dessen Höhepunkt am 8. November im Rahmen einer Auktion bei Christie‘s in New York achtzehn coole Bikerjacken – gestaltet, beziehungsweise richtig bemalt, von siebzehn namhaften Pop Art Künstlern – zu Gunsten der Andy Warhol Stiftung bzw. des Andy Warhol Museums zur Versteigerung kommen. Für internationale Interessenten und Bieter, die am 8. November gerade nicht in New York sind, wurde auf www.CharityBuzz.com eine Möglichkeit eingerichtet, online mit zu bieten. Ich will gar nicht wissen, von welchen Beträgen wir da reden… Mir gefallen mindestens drei der Jacken so gut, dass ich auf der Stelle schwach werden – und jede Vernunft vergessen könnte. Andy Warhol hat Bikerjacken geliebt, hatte eine ganze Sammlung der robusten Jacken, eine darunter war die mit seinem Portrait…

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Allgemein

Wood Wood Double Denim Pop-Up Store Hamburg

Ich habe eine von Gott gegebene Abneigung gegen diese ganzen skandinavischen Labels, und gerade Weekday finde ich überbewertet. Bei Wood Wood mache ich eine großzügige Ausnahme, weil ich den Shop in Kopenhagen so gerne mag und weil man dort ein paar Läden weiter so unglaublich leckere Røde Pølse gibt (mit Essen bekommt man mich immer). Und da heute Samstag ist, wir sowieso noch in die Innenstadt wollte, und dann auch mal wieder über die Tourimeile Markstrasse im Karoviertel gehen können, freue ich mich, dass dort im YBDPT STUDIO der Wood Wood Double Denim Pop-Up Store aufgepoppt ist.
Für das Design des Pop-Up Stores ist übrigens der Berliner Künstler Gary Summer verantwortlich.
Marktstrasse 117 in Hamburg St. Pauli, Foto: VIA

Stil

Besser geht’s nicht! – Siems Luckwaldts „sur mesure“ Pulli von Hermès

Was ist mit meinem geschätzten Schreiberkollegen Peter los? Lässt der größte Fan des weltbesten Labels für Edles die exotischen Prachtstücke in seinem Kleiderschrank etwa doch heimlich wo anders nach Maß arbeiten? Diese Frage beschäftigt mich, seit ich gestern in der How To Spend It Beilage zur Financial Times auf den Seiten 14 und 15 den Artikel „Mein bestes Stück“ von Siems Luckwaldt entdeckte, in dem er – sehr schön zu lesen – beschreibt, wie er zu seinem „sur mesure“ Pullover des Traditionshaus Hermès kam, den er im Februar in der ersten Boutique für Männer, in der Madison Avenue 690 bestellte und im Juni endlich in Händen hielt. Aber der Reihe nach ……. In dem Artikel lässt er uns daran teilhaben, wie er in der Maßabteilung, die in der dritten Etage liegt, seine Vorstellungen von einem perfekten Pullover Schritt für Schritt umsetzen konnte. Es sollte ein Pulli sein, der an Stelle eines Sakkos zur Anzughose genauso gut passt, wie zu Jeans, zum Lackschuh und zu Cowboystiefeln….

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Allgemein

Kim Ann Foxman – Creature

Wohoooo – das sind doch mal gute Nachrichten. Zumindest für mich. Denn Kim Ann Foxman, Ihres Zeichens starke Stimme meiner Lieblingsband Hercules & Love Affair wandelt jetzt zusätzlich auf Solo-Pfaden. Und ich bin sehr hin und weg von Ihrem Solo-Debut-Song „Creatures“. Lied und Video erinnern mich stark an die späten 80er Jahre und meine durchgefeierten Nächte im FRONT. Das FRONT war die erste Disco Deutschlands, in der House Musik gespielt wurde. Die DJ’s Klaus Stockhausen, jetziger Modechef der GQ, Boris Dlugosch und Michi Lange machten House in Deutschland bekannt und das FRONT zur Legende.
Das Harness wurde übrigens von Zana Bayne von Garbagedress designt.
Und jetzt bitte die Lautstärke hochdrehen, das Video gucken und ab ins Wochenende!

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Supreme Fall/Winter 2010 Lookbook by Terry Richardson

Wenn Ihr wüsstet, wie lange ich überlegt habe, welches Bild des Lookbooks von Supreme ich als Header nehme. Ich habe mich für das harmloseste entschieden. Terry Richardson beweist zumindest aus meiner Sicht der Dinge (die einzige Frau unter den Horstson-Schreibern sieht das bekanntlich anders) das man seine Bilder irgendwann über hat. Und die Mode? Die Herrenjacke mit dem Popeye gefällt mir richtig gut. Das Lookbook mit der fast gar nicht angezogenen Vanessa Veasley (ist der Name eigentlich echt?) und Cyprien Gaillard gibt es nach dem Klick, und ich bin etwas irritiert, wie Vanessa uns zeigt, was man mit einem Football alles anstellen kann

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Allgemein

Die Katze die ich mag: KUNTZEL + DEYGAS

Wollen wir mal was festhalten: Ich mag keine Katzen. Nicht weil ich eine Allergie habe (habe ich nämlich nicht), sondern weil ich sie einfach hinterlistig und gemein finde. Sie kratzen, beissen, mögen Kratzbäume (find ich unglaublich hässlich und ich verstehe keinen, der sich so ein Ding in sein Wohnzimmer stellt und dadurch optisch die Mies van der Rohe Möbel verhunzt). Wir hatten mal überlegt, ob wir uns eine Katze anschaffen, obwohl, äähm – wenn ich ehrlich bin habe ich gar nicht überlegt, denn für stand der Entschluss fest: Nein, wir schaffen uns keine Katze an. Ein Hund wär schön. Mit dem kann man Gassi gehen und das Supertalent gewinnen. Katzen machen nur in den seltensten Fällen etwas, so wie die Katze von KUNTZEL + DEYGAS oben. Die macht nämlich Licht. Und sieht auch besser aus als eine Hauskatze und fordert auch keinen Kratzbaum ein. Der Anschaffungspreis liegt sogar unter dem einer Siamkatze, und auch wenn eine Katze angeblich sieben Leben hat – die Lampe hält länger.
Mehr Designs der vermutlich einzigen Katze neben Garfield, die ich mag, nach dem Klick

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Allgemein

Earth / The Book von Jon Stewart

Was wir schon immer über unseren BLauen Planet wissen wollten, werden möglicherweise doch nur Außerirdische erfahren….. “A Visitors Guide To The Human Race. Everything An Alien Tourist Needs To Know About The Planet After Human Beings Are Gone” …. so viel zu den Hinweisen auf das Thema von Earth, des jüngsten Buches des Hosts von The Daily Show: Jon Stewart
Das Buch ist große Klasse! Habe schon lange nicht so herzlich über mich und meine etwas mehr als Sechseinhalb Milliarden Artgenossen gelacht. Und weil wir auf Horstson klar als solche gekennzeichnete, unbezahlte Werbung für nicht lebensnotwendige Produkte machen, hier das Commercial mit der Eigenwerbung des Autors.

Nachdem es ja leider im Moment keine aktuellen Kaufbefehle von Harald Schmidt gibt, empfehle ich euch, das Buch für den nächsten kalten Sonntag, den ihr daheim auf der Couch oder im Bett verbringen wollt, zu kaufen.