Schon lustig. Als James Blake 2013 „Overgrown“ veröffentlichte, ließ mich das zumindest größtenteils kalt. Manchmal braucht es eben Impulse von anderen Musikern, wie in diesem Fall Beyoncé, damit Blake mir zumindest schmackhaft gemacht wird. Auf „Lemonade“ steuerte er jüngst das wirklich sehr kurze (1:19) Stück „Forward“ bei. Also fix zum neuen Album „The Colour In Anything“ gegriffen und reingehört.
Musik
Wir stellten euch Flumes neue Single „Never Be Like You“ bereits kurz vor. Nun ist sein zweites Album „Skin“ erschienen. Darauf setzt der Australier nach eigenen Angaben vor allem auf „Schocks“. Das fällt dann auch gleich beim Eingangsstück „Helix“ auf, das sich gemächlich vorwärts bewegt bis es in einen vollkommen hysterischen Dubstep mündet. Im Anschluss folgt dann die Single, welche das Ganze wieder etwas abfedert. Auf „Skin“ sind es insbesondere die Stücke in denen Musiker wie Aluna George, Tove Lo und vor allem Beck mitwirken die überzeugen. Der Rest kann dem Hörer nach einer Weile schon arg auf die Nerven gehen, weil es zwischendrin einfach zu viel Gequietsche ist oder doch ein wenig zu wild und experimentell zugeht. „Tiny Cities“ mit Beck ist leider erst ganz am Ende des Albums das beste Stück aus „Skin“, das man sich am besten einzeln zusammenkaufen sollte. Alles komplett muss nicht sein.
(Bild: PR)
Wem Sommerhits wie „Californication“ gefehlt haben, der darf sich schon einmal auf das neue Red Hot Chilli Peppers Album freuen. Die erste Single „Dark Necessities“ klingt auf jeden Fall schon einmal vielversprechend! Auf das neue Album „The Getaway“ müssen wir uns allerdings noch bis zum 17.06.2016 gedulden. Bis dahin könnt ihr ja noch eine Runde mit dem Bären um den Block gehen.
So flauschig, wie das Garbage „G“ auf dem Cover zum kommenden neuen Album „Strange Little Birds“ (VÖ 10.06.2016), ist Shirley Manson mit Sicherheit noch immer nicht. Dabei ist es bereits (oder erst) das sechste Album der Band, die mit Songs wie „Stupid Girls“, „Milk“ oder auch dem Bondsong „The World Is not Enough“ zum, man möchte sagen, Kult wurden. Der neue Song klingt, und das ist für uns erfreulich, genauso wie Garbage schon immer geklungen haben. Das war bisher auch alles super, nur stellt sich die Frage: Klingt das für eine möglicherweise neue Generation von Fans noch relevant? Das letzte Album war bekanntlich eher semi-erfolgreich. Aber hey, Müll ist ja recyclebar und ansonsten bringt Shirley den Müll einfach runter.
Wenn man Thomas Cohen so auf seinem Cover sieht, fragt man sich zuerst: Was denken wohl seine zwei Kinder, wenn sie Papa so sehen? Das allerdings war in der jüngeren Vergangenheit weniger Cohen’s Problem. Vielmehr machte ihm der Tod seiner Frau Peaches Geldof zu schaffen. Ein Therapiealbum jedoch, so betont er, sei „Bloom Forever“ nicht, wenn auch der Titel als Anspielung auf seine immer in seinem Herzen währende Ex-Frau zu verstehen sein könnte.
Als 2013 im Werbespot von Sony Blütenexplosionen gezeigt wurden, war es der Song „Berlin“ von Ry X, der dies musikalisch untermalte. Im Anschluss ging es für Ry Cuming vorerst steil bergauf und die EP „Berlin“ wurde zum irgendwann nicht mehr so geheimen Hipster-Shit. Jetzt hat Cuming sein Debutalbum „Dawn“ veröffentlicht und bleibt dabei seiner mystischen Kopfstimme treu. Im Video zur ersten Single „Only“ wird dazu in Zeitlupe viel Staub aufgewirbelt und Dampf gemacht. Davon ist auf „Dawn“ allerdings nicht viel zu merken.
Es gibt ja Interpreten, die vermisst man nicht unbedingt und dennoch ist man dann wohlgestimmt, wenn sie wiederum ihre Stimme wieder nutzen um zu Singen. So ist das auch bei Alicia Keys. Die fünfzehnfache Grammy-Gewinnerin hat nun nach vier Jahren Abstinenz ihren neuen Song „In Common“ veröffentlicht. Auf dem im Video gezeigten Bild macht sie ein bisschen auf Beyoncé und überhaupt klingt sie sehr unterschiedlich im Vergleich zu früher. Das wiederum tut ihrem Sound sehr gut. Produzenten wie Tayla Parks, Billy Walsh und Illangelo (The Weeknd) haben dazu mit Sicherheit einen großen Beitrag geleistet.
(Bild: Screenshot „A Hundred Ropes“)
Wenn man Songs wie „The Thief“ hört, mag man denken, dass diese Band ein eingespieltes Team ist, das schon etliche Alben aufgenommen hat. Tatsächlich ist aber das genaue Gegenteil der Fall. Die Mitglieder Rachel Goswell (Slowdive), Stuart Braithwaite (Mogwai), Editors Gitarrist Justin Lockey und seinem Bruder James Lockey waren tatsächlich das erste Mal zusammen im Studio. Natürlich ist ihr jeweiliger musikalischer Backround ein Erfolgsgarant. Ein weiterer Grund war laut Justin Lockey der Fakt, dass „…we were doing it for the fuck of it.“ Dennoch wissen wir alle, dass es schon wesentlich schlechtere Debutalben gab und daher freuen wir uns auf Anfang Juni. Dann nämlich wird ihr Debut „Minor Victories“ erhältlich sein. Bis dahin könnt ihr Euch mit dem Video zur ersten Single „A Hundred Ropes“ einstimmen.
Was für eine Karriere: Die VOGUE bezeichnet die 22-jährige Léon als „musikalische Hoffnung 2016“, im Paper Magazin ist sie unter den „10 Musicians to watch in 2016“, Snapchat packte sie unter die „Top 3 Artists To Watch in 2016“ und mit Jan Who führt sie ein Interview …
Jan: Du hast in einem Interview gesagt, dass du aus einer Familie von Musikern stammst. Gibt es Familienmitglieder, die ebenfalls hauptberuflich Musik machen oder lebst du quasi den Traum für deine Familie?
Léon: Also mein Vater und meine Schwester sind beide Komponisten und meine Mutter spielt Cello im Orchester. Aber das sind alles klassische Musiker. Ich bin die Einzige, die rausgegangen ist und quasi ihr Popding macht (lacht).
So kann es gehen. Bereits 2014 hat diese heiße Schwedin großartiges wie z.B. „Bad Things“ produziert und erst jetzt mit ihrer EP „Don’t Explain“ wird man (ich) auf sie aufmerksam. Alle die jetzt die Augen verdrehen und sagen: „Man ey voll alt“, können jetzt wegklicken. Alle anderen merken sich den Namen Snoh Aalegra bitte ganz schnell, hören sich sofort ihre neue EP „Don’t Explain“ an und sorgen dafür, dass diese Frau auch endlich in Deutschland richtig bekannt wird.

