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Interview

Interview

Nachgefragt bei … Paul Boche

Bild: PR

(Männliche) Topmodels?! Der “Top”-Zusatz im Modegeschäft entwickelt sich immer mehr zum inflationären Privatfernsehen- und Teenagerjargon und lässt mich erst einmal stutzig werden. Paul Boche scheint Abhilfe zu schaffen und revidiert meine vorangegangenen Verbindungspunkte: Der sympathische Thüringer gehört seit Jahren zu den meistgebuchtesten Männermodels der Welt und hat definitiv das “Top” vor dem Model verdient. Ich hatte das Glück, Paul für ein kurzes Gespräch zu gewinnen und prompt begegnet er mir auf dem Nachhauseweg in der aktuellen Antony Morato-Kampagne …

Erzähle mir etwas über dich: Wie und wo wurdest du als Model entdeckt?
Ich war für ein Schul-Praktikum in Berlin und wurde auf der Straße mit folgenden Worten angesprochen: „Willst du Model werden? Reisen und nach Mailand, New York und Paris fliegen?“ Also habe ich mir die Karte geben lassen und zwei Wochen später war ich schon auf der Fashion Week in Paris unterwegs.

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Interview Schreibgeräte

Nachgefragt bei … Jérôme Lambert – Teil II des Interviews mit dem Montblanc-CEO

Bild: Montblanc

Luxus, Qualität und Teamgedanken – Was kann man sich unter der Arbeit eines CEOs vorstellen? Für Horstson war ich in London unterwegs und durfte keinen Geringeren als Jérôme Lambert zum Gespräch treffen (hier der erste Teil des Interviews). Der überaus sympathische Franzose leitet mit großem Erfolg das Hamburger Traditionshaus Montblanc, „Chapeau, Hut ab!“. Grund genug, um näher nachzuhaken:

Kunst, Kultur und Werte: Wie definieren Sie bei Montblanc den Begriff Luxus?
Ich würde sagen, dass es sich bei Luxus in erster Linie um Qualität handelt – unseren Anspruch an Qualität. Wenn wir beispielsweise die exklusive, neue Meisterstück Sfumato Collection näher betrachten, sehen und fühlen wir, dass ausschließlich bestes Leder verarbeitet wird. Die Oberfläche wird dabei in vier Schritten handgefärbt und erhält seine einzigartigen Farbverläufe. Dieser Prozess bedarf ungeheurer Präzision und Fingerspitzengefühl, wir arbeiten dafür mit den besten Spezialisten dieses Handwerks zusammen. Man darf nicht vergessen, dass jedes unserer Produkte etwas ganz Besonderes ist und höchste Handwerkskunst verkörpert.

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Beauty Interview

Nachgefragt bei … Alexander Vreeland; Teil zwei des Interviews

Bild: TopasPictures / Heiko Weßling

“Of course, one is born with good taste“ – Wir kennen ihre Ausrufe, ihr charakteristisches Grinsen und Dutzende ihrer Lebensweisheiten. Diana Vreeland gilt nicht umsonst, neben Coco Chanel, als die mächtigste Frau der Modewelt des 20. Jahrhunderts. Die wenigsten unter uns kannten Diana Vreeland persönlich, trotz allem wird ihr Name heute inflationär als Inspirationsquelle genutzt. Ich habe ihren Enkelsohn Alexander Vreeland bei der „Diana Vreeland Parfums“-Vorstellung (juhu, Unisex-Düfte) im APROPOS The Concept Store Hamburg zum Gespräch gebeten und mich ausführlich mit ihm über seine Großmutter unterhalten.

Wofür steht Mode heute?
Mode soll uns zum Träumen einladen. Es gibt großartige Designer, die uns in eine andere Welt entführen oder uns in unserem Alltag beeinflussen. Man muss sich nur einmal anschauen, was Phoebe Philo bei Chloé und Céline geschaffen hat: Sie zieht mit ihren Entwürfen Frauen auf der ganzen Welt in ihren Bann, das ist doch unglaublich inspirierend. Wirklich gute Mode berührt uns, sie begleitet und umhüllt uns in unserem Leben.

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Beauty Interview

Nachgefragt bei … Alexander Vreeland

Bild: TopasPictures / Heiko Weßling

„I wanted to get where the action was“ – Wir kennen ihre Ausrufe, ihr charakteristisches Grinsen und Dutzende ihrer Lebensweisheiten. Diana Vreeland gilt nicht umsonst, neben Coco Chanel, als die mächtigste Frau der Modewelt des 20. Jahrhunderts. Wir berufen uns auf ihre Worte, ihren unverwechselbaren Sinn für Ästhetik und die Legenden um ihre schillernde Persönlichkeit. Die wenigsten unter uns kannten Diana Vreeland persönlich, trotz allem wird ihr Name heute inflationär als Inspirationsquelle genutzt. Ich habe ihren Enkelsohn Alexander Vreeland bei der „Diana Vreeland Parfums“-Vorstellung (juhu, Unisex-Düfte) im APROPOS The Concept Store Hamburg zum Gespräch gebeten und mich ausführlich mit ihm über seine Großmutter unterhalten …

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Allgemein

Feel Vree(land)

Diana Vreeland Parfum
Diana Vreeland in ihrem Apartment; Bild: PR

Wie nähert man sich einer Ikone an, die im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu „fassen“ ist? Wie verschafft man sich Zugang zu einer Person, die vor mehr als einem Vierteljahrhundert verstorben ist und doch bis heute mit ihren Visionen die Modewelt prägt? Im besten Fall verfasst man eine Hommage, ein ehrfurchtserfülltes Kompliment mit Pointe und Hintergrundwissen. So geschehen bei unserem Peter, der bereits mehrfach und äußerst bedacht über die Modeikone Diana Vreeland berichtet hat (meinen Lieblingsbeitrag gibt es hier zum Nachlesen).

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Interview Music

Jan Who auf ein Wort mit … Eaves

Wir stellten euch den überaus talentierten, erst Anfang zwanzigjährigen Joseph Lyons bereits vor . Neugierig wie wir sind, wollten wir natürlich mehr wissen und so fragten wir den aus Leeds stammenden Sänger nach Coverart, Vorbildern und Lars von Trier.

Jan Who: Wann hast du begonnen Musik zu machen?

Lyons: Ich glaube ich muss so sieben Jahre alt gewesen sein. Mein Großvater hatte ein elektronisches Keyboard. Damals hat man noch Floppy Disks (diese schwarzen quadratischen Disketten, Anm. der Oldschool Redaktion) dort reingesteckt und konnte das speichern was man gespielt hatte. Ich kannte nur einen Akkord und habe den unfassbar oft gespielt, ohne dass mir langweilig wurde.

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Interview Uhren

Nachgefragt bei … Bastian Baker

Bild: Omega

Sänger, Songwriter und Gitarrist – Letzten Sommer wurde ich erstmals auf Bastian Baker aufmerksam, als ich beim Luganer Traditionsurlaub nichtsahnend durch das Zeitungssortiment gestöbert habe: Egal ob Klatschmagazin oder Tageszeitung, überall das Gesicht des Popstars. Kein Wunder, dass der Schweizer Uhrenhersteller OMEGA mit dem charismatischen Sänger gemeinsame Sache macht und ihn bei seinem Werdegang unterstützt. Ich habe mich daraufhin eingelesen und spekuliert, ob auch Deutschland vom Baker-Boom angesteckt wird? Letzte Woche habe ich die Chance genutzt und ihn anlässlich seines Konzerts in der Hamburger Prinzenbar zum kurzen Tête-à-Tête gebeten …

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Beauty Interview

Nachgefragt bei … Sabon Teil 2

Bild: Sabon

Einfach Seife? Sabon, die Geschäftsidee von Avi Piatok und Sigal Kotler-Levi hat sich in den letzten Jahren zu einem weltweiten Phänomen entwickelt und bereichert internationale Einkaufs- und Flaniermeilen. Letzte Woche habe ich Avi, dessen Geschäftspartnerin Sigal, den leitenden CEO Ronen Zohar und Ifat Pasternak, verantwortlich für die Presseabteilung des Traditionshauses, zum Gespräch gebeten und nebenbei die erste deutsche Filiale in Köln besucht.
(Teil 1 des Interviews kann hier nachgelesen werden.)

Wie würden Sie Sabon in drei Wörtern beschreiben?
Avi: Nur drei Wörter? (lacht) Auf jeden Fall spielt Freude eine sehr große Rolle.
Sigal: Stimmt, Freude. Ich finde aber auch, dass Essenz wichtig ist. Also: Freude, Essenz und…

Avi: Sinnlichkeit! Das ist definitiv Teil unserer Erfolgsgeschichte.
Sigal: Genau, Produkte von Sabon genießt man. Das sind unsere drei Worte, unser persönliches Logo sozusagen …

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Beauty Interview

Nachgefragt bei … Sabon

Bild: Sabon

Was wären wir ohne Seife? Den Geruch mag ich mir lieber nicht vorstellen, umso besser, dass wir auf eine beinahe unendliche Auswahl an wohlriechenden Produkten und Unternehmen zurückgreifen können. Einer meiner Favoriten ist Sabon, das ehemals kleine und feine Lädchen aus Tel Aviv mit Blockseifen zum Selbstportionieren. Mittlerweile hat sich die Geschäftsidee von Avi Piatok und Sigal Kotler-Levy zu einem weltweiten Phänomen entwickelt und bereichert internationale Einkaufs- und Flaniermeilen. Letzte Woche habe ich Avi, dessen Geschäftspartnerin Sigal, den leitenden CEO Ronen Zohar und Ifat Pasternak, verantwortlich für die Presseabteilung des Traditionshauses, zum Gespräch gebeten und nebenbei die erste deutsche Filiale in Köln besucht …

Was war Ihr Anreiz, im Kosmetikbereich zu arbeiten?
Avi: Ganz zu Beginn hatten wir einen Kerzenladen in Tel Aviv, der sehr gut gelaufen ist. Dann haben wir gedacht: Okay, Seifen wären prinzipiell auch eine gute Geschäftsidee. Damals gab es bei uns in Israel nur die Supermarktseifen und keine wirklich schönen Alternativen. Dann dachten wir, das wäre doch eine tolle Idee für die Straße, in der wir auch unsere Kerzen verkauft haben.

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Interview

Nachgefragt bei … Christian von der Heide, Teil 2

Bild: Atelier Christian von der Heide

Christian von der Heide ehrt mit seinen Arbeiten die klassische Handwerkskunst und zeigt einmal mehr, dass Luxus nicht zwangsläufig mit Dekadenz und Protz einhergehen muss: Die streng limitierten „objects trouvés“-Editionen seines Markenkonzeptes chvdh gefallen mir dabei mindestens so gut, wie seine selbstgestalteten Duft-Flakons. Anbei die Fortsetzung des Gesprächs für Horstson (Teil I gibt es hier zum Nachlesen)

Welche Rolle spielt überhaupt der Flakon für einen Duft?
Ganz früher gab es überhaupt keine Flakons. „Per fumum“ heißt aus dem Lateinischen übersetzt soviel wie „durch den Rauch“, Düfte waren damals eher als Räucherwaren bekannt. Irgendwann hat man Öl und Flüssigkeiten beigemischt und so benötigte man erste Behältnisse. Diese Form der Aufbewahrung hatte aber nur den Zweck, den Inhalt von Staub und Luft zu schützen. Das ist die eine Aufgabe eines Flakons, die sich bis heute erhalten hat. Die Entwicklung des heutigen Flakons hat sich erst um 1910 weitreichend verändert: Fortan wurden Flakons gezielt für einzelne Düfte entwickelt. Zuvor erfüllten sie den Zweck eines Einrichtungsgegenstandes, es gab eine Kammschale, Etuis, Puderdose und Flakons. Natürlich gab es auch schon Reisesets, Hermès hatte ein ganz elegantes Modell aus Leder und Sterlingsilber.

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