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New York, New York: Ralph Lauren Purple Label 2015/16

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Bild: Ralph Lauren; PR

Niemand verkörpert so perfekt die Welt des „All American Dreams“ wie die 1967 gegründete Marke Polo Ralph Lauren. Der kleine schüchterne Ralph aus dem New Yorker Stadtteil Queens träumte schon in der Schule von der Welt der Vanderbilts und der idealisierten Vorstellung, die mehr Hamptons waren als die echten: Amerikanische Opulenz gepaart mit Sportswear, Cricket Teams, Familien durch alle Generationen und der Mythos von Harvard waren seine Idee. Und er träumte, vom großen Selfmade Reichtum. Ein Traum, den sich Ralph Lauren erfüllen sollte …
Ralph Lauren war der erste Modeschöpfer, der es durch seinen Perfektionismus schaffte, eine komplett in sich geschlossene Welt zu produzieren: Von der Tapete und Wandfarbe über Geschirr und Gläser bis zum letzten Etui in der Tasche wurde alles von Ralph Lauren designt. Als in den Achtziger Jahren die Rhinelander Mansion, sein Flahshipstore, in New York eröffnete, gab es niemanden, der nicht nach New York wollte, um wenigstens ein kleines Teil dort zu erhaschen. Polo Ralph Lauren wird durch alle Schichten und Generationen getragen: es passt eigentlich zu allen Anlässen und mit jedem Teil ist man stilvoll angezogen – selbst der verwöhnteste Kunde hat was von ihm im Schrank.
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Bild: Ralph Lauren; PR

Wenn Ralph Lauren etwas macht, dann wird ist es perfekt – der Store im Pariser Stadtteil Saint Germain hat sich zum Restaurant Treffpunkt entwickelt und das Gebäude atmet mehr Stil, als es seit der Erbauung im 18. Jahrhundert jemals hatte. Man kann dort jede Lampe erwerben – eine Idee, die sich auch auf die Polo-Stores übertragen hat, in denen selbst Sessel oder Kommoden verkäuflich sind. Die Polo-Welt erneuert sich stets, ohne jemals die Träume und Grundsätze des Gründers zu verlassen. Polo ist das Original und Tommy Hilfiger oder Gant würden ohne den grauhaarigen Charmeur gar nicht existieren. Das, was Ralph Lauren an Kampagnen mit Bruce Webber und anderen weltberühmten Fotografen schon vor Jahrzehnten kreierte, bildet das Vorbild von Dutzenden von Marken.
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Bilder: Ralph Lauren; PR

Konsequent wird in den einzelnen Segmenten die Marken-DNA umgesetzt und so gibt es die Welt von High School, College und University bei Polo Ralph Lauren. Der erwachsene, Karriere machende Mann wird vom Black Label angezogen. Die Krone bildet aber das Purple Label, das in Italien nach feinster sartorialer Art hergestellt wird. Es war von Anfang an Ralph Laurens Grundsatz, dass in seinen Kollektionen immer etwas für jeden Geldbeutel dabei sein sollte. Darin begründet es sich auch, dass er sehr früh mit Auslandsproduktionen begann – zu einer Zeit, als es noch kein anderes Label wagte, in anderen Kontinenten produzieren zu lassen. Purple Label ist hingegen die High-End-Kollektion und wurde vor einigen Tagen auf der New York Fashion Week präsentiert.
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Bilder: Ralph Lauren; PR

Keiner hat so viele Awards und Auszeichnungen in der Mode bekommen wie Ralph Lauren. Seit fast 50 Jahren ist er dafür verantwortlich, dass die American Sportswear mit Stil in unser Leben eingezogen ist. Auch beim Purple Label vermischt er Dandytum und Formal Wear mit den Elementen, die für den Amerikaner Freizeit und Karriere ausmachen. Erfolg macht in Ralph Laurens Augen niemals eine Pause und „Smartsein“ gilt für seine Kollektionen rund um die Uhr. Dabei sieht man bei ihm immer „klassisch“ und anständig aus – auch das ein Teil des Erfolgsrezeptes … Das Purple Label nimmt zum Ausgang feine italienische Stoffe, Cashmere, klassische englische Tweeds etc. und setzt die Polo-Linie in Luxusqualität fort.
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Bild: Ralph Lauren; PR

Beim Purple Label trägt der Mann im nächsten Herbst Monteurs-Overalls in Wollgabardine und sieht ein bisschen aus, als würde Charles Lindbergh nach der Atlantiküberquerung just zum Abendempfang mit seinen bestickten Escarpins eilen. Weitere Highlights sind die Samtjacken und Smokings für den Abend. Wie in jeder Kollektion sind auch in dieser die purplefarbenen Cashmere Rollis stark vertreten, nur werden sie diese Saison zu braunem oder erdfarbenen Houndstooth Sakko getragen. Nicht fehlen darf ein ‚Touch‘ Sportswear für den Landsitz, wobei immer auf die urbanen Wurzeln geachtet wird – ein Indiz dafür sind die Clubblazer, die mit „Grey Flannel“ kombiniert werden.
Klassischer Blackwatch, Dufflecoats, Wetter-Jacken in „chic“ mit Bieber-Kragen: Polo ist Gentlemans Garderobe und keine Kollektion für Avantgardisten, wohingegen das Purple Label über Stoffauswahl, Materialkombi und die Details Luxus vermittelt. Kauft man ein Teil, besitzt man es jahrelang, denn egal wie klassisch der kleine Ralph den Traum geträumt hat, bildet er immer noch die Grundlage dafür, was man an Amerika mag. „Es war einmal in Amerika“ oder „Der große Gatsby“ liegen nur einen Steinwurf von der Kollektion entfernt.
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Bilder: Ralph Lauren; PR

Weit weg von der heutigen Realität der USA trägt das Purple Label ein Bild um die Welt, das den amerikanischen Traum auch in Hamburg, Madrid oder Paris träumen und italienisches Schneiderhandwerk hoch leben lässt.
Das hätten sich die Vorfahren von Ralph Lauren sicherlich nicht träumen lassen, als sie von Italien das Schiff bestiegen, um gen New York zu fahren …

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  • Siegmar
    23. Februar 2015 at 10:47

    schöne Hommage an Ralph Lauren, natürlich habe ich auch einige Teile mit dem Polospieler, weil zeitlos und immer schön.

  • thomas
    23. Februar 2015 at 14:48

    WIE lieb muss man wohl sein um den overall zubekommen!?!?

  • Siegmar
    23. Februar 2015 at 15:19

    @thomas

    ich glaube “ ziemlich lieb “ erinnert mich irgendwie an Filme aus den 40zigern 🙂

  • Horst
    23. Februar 2015 at 15:22

    Oh Gott, in meinen Augen müsste man eher ziemlich böse sein, um einen solchen Overall zu bekommen – ich find‘ den ziemlich schlimm! 😀

  • thomas
    24. Februar 2015 at 09:22

    sascha, der ist das tollste was ich seit langem gesehen habe!
    ich lass dir dafür alles von valentino

  • thomas
    24. Februar 2015 at 09:24

    @sigmar – du meinst die drei von der tankstelle?!

  • Horst
    24. Februar 2015 at 10:37

    @Thomas Fairer Deal! 🙂

  • Siegmar
    24. Februar 2015 at 12:08

    @ thomas

    stimmt genau 🙂

  • Tim
    24. Februar 2015 at 15:32

    Sorry, Ralph Lauren nur im Sale 😉