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Altkleider oder Ankleide? Jean Paul Gaultier Vintage

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90er Jahre Krawatte von Jean Paul Gaultier; Bild: Farfetch

Vintage hat ein waschechtes Imageproblem – es wird einfach zu inflationär mit allen möglichen Klamotten älteren Datums in Verbindung gebracht, die aber einfach nur alt ist. Dabei ist „richtiges“ Vintage was ganz Wundervolles und gibt einem die Möglichkeit, zumindest in Gedanken in der „guten alten Zeit“ zu schwelgen. So oder so ähnlich passiert es mir fast jeden Tag, wenn ich aus dem Raum, in dem Blomquist und ich unsere Kleidung mühevoll stapeln, weil die Regale zu voll sind, wieder rausgehe und mir eine alte Gaultier Lackjacke aus den 90ern entgegenlächelt. Nun möchte ich heute nicht mehr zwingend eine Lackjacke tragen, auch (und insbesondere) weil sie eigentlich Blomquist gehört, aber ein wenig Vintage kann doch nicht schaden, oder?

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Die Tote steht mir gut …

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Bild: Burberry

Burberrys lustige Welt der Tiere: Keine Panik – bei den Taschen kam kein Jaguar oder Gepard zu Schaden, denn es handelt sich hier um bedrucktes Kalbsfell, das zu äußerst hübschen Taschen verarbeitet wurde …

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Roberto Cavalli Capsule Collection bei C&A*

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Manch eine der Kooperationen, die wie Pilze im Herbst aus dem Boden schießen, verursachen schon mal gemischte Gefühle. Und es kommt auch vor, dass man da so gar keine Idee davon und kein Gefühl dafür hat, ob das richtig war und für den Modehändler ein gelungener Coup … für den Designer mehr als das Honorar, das dafür üblich sein dürfte.
Erst mal zu den Fakten: Roberto Cavalli, einer der Meister der auffallenden Abendroben, Kleider und Jetset-Outfits mit viel Bling-Bling, hat für C&A eine sommerliche Capsule Kollektion geschaffen, in der es, und das dürfte für keinen von euch eine Überraschung sein, vor Animal Prints und Zitate auf die „Originale“ nur so wimmelt.

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Möge der Beste gewinnen: G-SESSIONS Finals

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Team Mohr! Patrick Mohr und Thomas Hanisch; Bild: G-SHOCK

Damit wir für eventuelle Neuwahlen gut gerüstet sind und nicht aus dem Training kommen, hätte ich einen Tipp: das Voting zum europaweiten Kreativwettbewerb von G-SHOCK, wobei es dabei natürlich weniger um eine Entscheidung zwischen Schwarz, Rot, Gelb oder Grün geht:
In Mailand, Barcelona, Paris, Amsterdam, St. Petersburg, Manchester und Berlin feierte der Uhrenhersteller in den letzten Monaten sein 30-jähriges Jubiläum mit den temporären G-SESSIONS. In jeder dieser europäischen Metropolen wurde eine lokale (Design-)Größe als Kurator gefunden, um den hoffentlich kreativen Nachwuchs zu fördern …

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Jeremy Scott geht zu Moschino

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Bild: Jeremy Scott

Das Haus Moschino gab soeben bekannt, dass Jeremy Scott der neue Creative Director des legendären italienischen Labels wird und somit die Designerin Rossella Jardini ablöst. Jardini war 20 Jahre für Moschino tätig und schaffte es immer wieder, den Maßstäben ihres besten Freundes und Mentors, Franco Moschino, mehr als gerecht zu werden.
Die erste Kollektion von Jeremy Scott für Moschino wird im Zuge der Mailänder Modewoche im Februar 2014 präsentiert.

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Peter’s Cutting – Pringle of Scotland und Grace Kelly

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Bild: Pringle

Kooperationen sind so eine Sache: Zum einen werden wir damit überschwemmt, zum anderen ist manchmal die Wahl der Partner und des Labels nicht geglückt. Zum Glück gibt es aber rühmliche Ausnahmen und eine besondere Hand, die manchmal genau die richtigen Menschen zusammenführt. Ein Beispiel für eine geglückte Kooperation ist die „Archiv Kollektion“ des traditionellen Stricklabels Pringle of Scotland.
Dass die Schotten bei der Verarbeitung von Strickwaren schon seit Jahrhunderten ihren Platz behaupten, zeigen neben Pringle Traditionsfirmen wie Barrie immer wieder aufs Neue.
Alles britische, wie Harris Tweed und Donegal oder auch Tartan, erlebt zurzeit ein fulminantes Comeback. Kein Wunder – nichts ist so nachhaltig wie gute Qualität, Handwerk und klassisches Design.

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Kann man mit PR-Coups wirklich alles camouflieren?

Modeblogs sind nicht der Spiegel und auch keine der renommierten Tages- und Wochenzeitungen im Lande. So ist es undenkbar, dass man wohl temperierte Interviews mit dem Personal Trainer aller berühmten Workout-Gurus, David Kirsch, als Ergebnis einer mehrtägigen Pressereise, auf Kosten von Mc Fit, in seiner Qualitätszeitung oder dem Wochenmagazin findet. Im Gegenteil, wüsste man dort davon, würde man vermutlich keine Sekunde zögern, daraus eine Geschichte zu machen, die für Rainer Schaller, den Eigentümer und Geschäftsführer von Mc Fit, auch nach hinten losgehen könnte.
Die Frage nach dem korrekten Umgang mit den Begehrlichkeiten, die gute PR-Agenturen im Namen ihrer Kunden auf dem Markt durchsetzen wollen, kocht in unserer Branche eher selten hoch; obwohl wir als (in der Regel) Nicht-Journalisten vergleichsweise öfter in der Situation sind, uns zwischen dem richtigen JA und dem falschen NEIN oder umgekehrt entscheiden zu müssen. Man spannt Blogger gerne vor seine PR-Karren, weil sie unkritisch sind oder als unkritisch gelten und oftmals indifferent im Umgang mit alledem sind, was für Berufsredakteure und Journalisten Gang und gäbe ist (manchmal auch sein sollte).

Sind Modeblogger die Opportunisten der Online-Informationsbranche?

Denkt unsereins wirklich nur darüber nach, ob genügend Bargeld, schöne Reisen inklusive gutem Hotel oder Goodies als Gegenleistung für Berichte angeboten werden? Werden Entscheidungen über Engagements für Marken wirklich überwiegend danach getroffen, ob der Eigennutz gerade gut in den Geschäftsverlauf passt? Warum sind wir da so anders als seriöse Printmedien und leiden nicht gerade Seelenqualen, wenn es dabei um eine Marke wie Mc Fit geht, mit der ich –  aus guten Gründen – gar nichts zu tun haben möchte.

Mc Fit’s Kooperation mit David Kirsch, dem Fitnessunternehmer aus New York, ist das Thema. Man hat sich den Godfather Of Healthiness geholt, um den Zulauf zu den mittlerweile 186 Mc Fit Studios Deutschland weit, in Spanien und Österreich (Italien und Polen kommen demnächst hinzu) anzukurbeln, die mit ihrem Dumpingpreis von 19,90 € ohnehin längst zum Marktführer in Deutschland geworden sind. Dafür hat man Videos produziert, in denen der Personal Trainer Heidi Klums selbst Couchpotates zeigt, wie man gekirscht wird. Das heißt: sich im Schweiße seines Daseins 25-30 Minuten im „Ultimate Cybertraining“ (gibt es für Männer oder Frauen) zu einem besseren Ich verhilft. Rein muskeltechnisch gesehen.

Wer mag, schaut, was David Kirsch dazu sagt

Ultimate New York Body Plan feat. David Kirsch (Making-of)

Sehr professionell gemacht, dafür garantiert alleine der Name David Kirsch. Und das hat einiges gekostet. Da noch teure Werbung hinterher zu schalten, rechnet sich bei einem Mitgliedsbeitrag von 19,90 € monatlich einfach schlecht. So hat der findige Unternehmer Rainer Schaller Modeblogger nach New York eingeladen, um über deren Berichte die frohe Kunde vom Ultimate New York … und so weiter verbreiten zu lassen … und die tun das auch. Man hatte sie einige Tage lang nach New York zum Dreh der Videos eingeladen, Interviewtermine mit David inklusive. Bilder von umwerfendem Sendungsbewusstsein und Video mit Bloggerin beim Mini Workout mit Mr. Kirsch, auch inklusive. Das haut rein. Der Trainer der Stars und Intimus Heidi Klums, da wird das Cross Marketing zum Mc Fiten Rennpferd in Sachen PR und wiehert vor Freude. Die Interviews von Cloudy auf LesMads und Anna Frost auf fashionpuppe sind nett, stellenweise finde ich die richtig gut … aber, da war doch noch was??

Ach ja, tatsächlich: Rainer Schaller der Chef von Mc Fit ist Eigner von Lopavent, dem Veranstalter der Loveparade 2010 in Duisburg, der sich im Monsterprozess, der eventuell noch in diesem Jahr vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf beginnt, verantworten muss. Zwar zählt Rainer Schaller nach heutigem Wissensstand nicht zu den Angeklagten, aber gegen fünf Mitarbeiter der Lopavent wurde jedenfalls ermittelt und wird wohl Anklage erhoben werden. Damit dürfte klar sein, dass Mc Fit das PR-Desaster, dass sich aus dem Unglück während der Loveparade in Duisburg 2010 entwickelte, bei der 21 Menschen den Tod fanden, hunderte verletzt und noch weit mehr für ihr Leben traumatisiert wurden, doch noch nicht so ganz überstanden haben dürfte.

Auch wenn da auf den ersten Blick kein direkter Zusammenhang erkennbar ist … und man den BloggerInnen konzedieren kann, dass es wahrscheinlich schwer ist, sich gegen ein Interview mit David Kirsch zu entscheiden, für das man nach New York eingeflogen wird, mutet das Modeblog-Engagement des Rainer Schaller für mich jedenfalls seltsam an. Auf Modeblogs findest du alles, nur nichts über Sport.

Warum also die heile Welt der Modeblogs, in denen Mädchen in Hängerchen von H&M Conscoious herumspringen, dafür nutzen, Gutwetterstimmung für Mc Fit zu machen, das kann man doch fragen und kommentieren, oder? Es geht hier aber nicht darum, die Entscheidung der Blogs und BloggerInnen anzuprangern. Das hätte auch anderen „passieren“ können (uns aber bitte nicht). Wir hinterfragen, ob man als Schreiber oder Blogbetreiber „gefahrlos“ dabei mitmachen kann. Es geht um einen „Laden“, der mit seinem Monatsbeitrag von 19,90 € in der Hauptsache das Ziel verfolgt(e), Marktführer zu werden und den Wettbewerb ruhig zu stellen oder platt zu machen. Mit 19,90 € kann man, das ist vielen von euch sicher auch ohne mein Zutun klar, ein Fitnessstudio nur deshalb betreiben, weil man bei den Mitarbeitern spart und ein erheblicher Teil der „Eingeschriebenen“ nur via Einzugsermächtung trainiert und schon längere Zeit nicht an den Geräten gesichtet wurde. Das hat mir der Arbeit der Unternehmer und ihrer Mitarbeiter, die in meistens Inhaber geführten Sportstudios solide arbeiten, nur wenig zu tun. Aber bitte, ist ja alles legal und wer selbst weiß, wie er zu trainieren hat, kann das Schnäppchen ja gerne nutzen.

Mc Fit kann kann von mir aus Werbung schalten, bis der Arzt kommt oder so lange das Budget dafür reicht. Aber will ich auf Modeblogs mit den Promotions für Billigangebote von Fitnessstudios infiltriert werden? Kann man das, weil es ja um David Kirsch ging und sich Rainer Schaller dort wahrscheinlich nicht hat blicken lassen, wirklich voneinander trennen? Die Rechnung von David Kirsch und die für den Aufenthalt BloggerInnen bezahlt Herr Schaller … und dem geht es um Return On Investment. So weit, so normal.

Ist es ganz unverfänglich, zwischen zwei Berichten über High-Fashion Kollektionen, Tagesoutfits und so weiter schnell mal die Gegenleistung für die Einladung und das Interview in den Blog zu stellen? Ist es für Blogleser wirklich interessant, mit Werbung für 19,90 € Fitnessbuden konfrontiert zu werden? Denn wo anders als bei Mc Fit gibt es den Ultimate New York Body Plan nicht. Aber natürlich klingt das besser, wenn man sagt, ich bin dabei, wenn David Kirsch daran arbeitet, die heile Welt der Mc Fit-en noch schöner zu machen. Das frage ich euch, liebe LeserInnen … aber naturgemäß haben wir auch den BloggerInnen Gelegenheit gegeben, etwas dazu zu sagen (meinen Text und die Kritik darin kannten die BloggerInnen).

Anna Frost für fashionpuppe: Ich achte darauf, mit wem ich kooperiere. Bei McFIT habe ich keinen aktuellen Grund gefunden, der gegen eine Kooperation spricht. Die Loveparade in Duisburg war ein tragisches Erlebnis, unter anderem auch für mich. Ich komme aus dem Ruhrgebiet, war an diesem Tag mit Freunden auf dem Festivalgelände verabredet und hatte mich jedoch mit meiner Mutter verquatscht, entschied mich dann gegen die Loveparade und sah dann die Berichte über die Katastrophe im TV. Freunde von mir waren dort, zum Glück kam keiner zu Schaden. Demnach habe ich da auch eine emotionale Verbindung.

Jedoch sehe ich nicht McFIT in der alleinigen Verantwortung dieser Katastrophe. Und aus diesem Fehler hat der Konzern gelernt. Im Gegensatz zB. zu Inditex, die ja weiterhin produzieren, als hätte keiner von irgendwas eine Ahnung, wird McFIT wahrscheinlich darauf achten, dass so eine Katastrophe nicht noch einmal passiert.

Zu Arbeitsbedingungen und Löhnen im Hause McFIT kann ich nichts sagen. Wenn du Fragen bezüglich der Arbeitsbedingungen hast, kann ich dich gerne an meinen Kontakt weiterleiten.

Leider kann sich nicht jeder den Luxus eines Fitnessstudios gönnen, welches 200€ monatlich kostet. So ist es mit vielen Dingen.

Cloudy, Du hattest mir ja schon gesagt, dass ihr diesen Gesichtspunkt, dass Rainer Schaller auch bei Lopavent für die Loveparade Katastrophe von Duisburg verantwortlich ist, sehr kritisch gesehen habt. Was gab für Dich und LesMads den Ausschlag, dass Du Dich dafür entschieden hast, die Einladung von Mc Fit anzunehmen und das Interview mit David Kirsch doch zu machen?
Claudia Zakrocki „Cloudy“ für LesMads: Zuerst möchte ich, auch in Bezug zu den vorherigen Abschnitten deines Artikels, festhalten, dass ich nicht über LesMads zu dem Interview eingeladen wurde. Ich selbst trainiere in den Studios von McFit und habe ab und an ein Instagrambild geschossen. Darüber wurde das Social Media Team auf mich aufmerksam und schrieb mich zwecks des Interviews an. Da vor einem Interview selten klar ist, wie viele Fragen man stellen kann, wie tief man gehen kann und wie das Resultat des Interviews letztlich wird, war die Vereinbarung, dass ich als freie Autorin für meinen eigenen Blog cloudycloudy nach New York fliege und nach dem Interview spontan entschieden werden kann, ob ich das Interview auch auf LesMads poste. Was viele vielleicht nicht wissen: Ich bin bei LesMads bzw Burda nicht angestellt, sondern freie Autorin, kann meine Themen also frei wählen. Die Abmachung für den Antritt meiner Reise war demnach, dass der Artikel nicht unbedingt auf LesMads erscheinen wird. Weiterhin muss ich anfügen, dass ich nicht mehrere Tage von McFit in New York verwöhnt wurde. Flug und Hotel wurden bezahlt, das ist korrekt, aber für mich war das ein Trip der nicht mal 48 Stunden andauerte. Die Andeutung, dass es für Blogger erstrebenswert sei, nach New York eingeflogen zu werden und deshalb diese Kooperation eingegangen bin, muss ich von mir weisen. Wer LesMads ließt, weiß, wie viel ich im Jahr unterwegs bin – und neben LesMads habe ich noch viele andere Jobs. Meine Tante und mein Onkel leben in der Nähe von New York, ich selbst war schon mehrfach in der Metropole und daher sollte jedem klar sein, dass ich nicht für einen Flug und einen Aufenthalt von einem Tag eine Kooperation eingehe. Dass das Thema Sport auf Blogs nicht thematisiert wird, ist so nicht ganz richtig, denn es wird in der Tat in der letzten Zeit verstärkt aufgenommen – einige bekannte Blogger laufen zum Beispiel gerade in San Francisco den Marathon. Auch wir bei LesMads binden das Thema Lifestyle immer mehr ein – soweit es bei einer Zwei-Mann-Redaktion und dem Arbeitspensum möglich ist. Kürzlich durfte ich die World Headquarter von Nike in Portland besuchen, was unglaublich spannend war und verstärkt gezeigt hat, dass Funktionalität in der Kleidung immer wichtiger wird – selbst wenn die Kleidung nicht zum Sportmachen sondern auch auf der Straße genutzt wird. Katja hingegen führt wöchentlich die Reihe „Weekend Cooking“, in der sie Rezepte für gesunde, vegetarische Küche präsentiert. LesMads ist längst mehr als ein simpler Modeblog – unsere Leser interessieren sich ja auch nicht nur für Mode, sondern viele andere Lifestyle Themen und wir versuchen mit ihnen zu wachsen und diese Themen aufzugreifen.

Wenn man in der Modebranche arbeitet, ist man jeden Tag gebeutelt mit Konflikten, denn diese gibt es genug: Kinderarbeit, generell menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten, gefährliche Chemikalien zum Färben und noch vieles mehr. Am Ende steht der Verbraucher, der für eine Acne Bluse aus Polyester 200 Euro zahlt und das auch noch okay findet, weil es hip ist. Und hier reden wir nur von Mode. Wie es um unsere Nahrung bestellt ist, wissen wir dank unzähliger Reportagen annähernd. Discounterfood wird dennoch mehr gekauft als Bio. Wie sieht es hingegen in der Möbelindustrie aus? Wie wird hier produziert und wie viele Wälder müssen für ein weiteres Billy-Regal sterben? Was ich damit sagen will: Unsere Konsumgesellschaft ist ein Graus und hinter jeder Ecke lauert etwas, was man moralisch verwerfen könnte. Was wir tun können: Uns dessen bewusst sein und versuchen, ein besseres Beispiel zu sein und moralisch gut zu leben. Was das für einen bedeutet, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Sport empfinde ich als wahnsinnig wichtiges Thema, denn Gesundheit ist generell das Wichtigste. Daher hat mich auch die Anfrage von McFit wahnsinnig interessiert. Ich selbst schaffe es oftmals nicht meinen inneren Schweinehund zu überwinden und jemand wie David Kirsch, der seit Jahren seinen Drill öffentlich auslebt, fand ich als Gesprächspartner daher so interessant. Die Fragen, wie er es schafft, quasi unermüdlich vor Energie nur so zu sprühen und weiteres wurden in dem Interview beantwortet. Wieder zurück in Deutschland habe ich den Text fertig gebaut und Katja geschickt – wir beide fanden, dass es einen Mehrwert für unsere Leser hat und haben es deshalb auf LesMads gepostet. Denn darum geht es bei jedem unserer Posts: Den Mehrwert für den Leser.

Ich persönlich kann sagen, dass wir jeden Tag über Mode schreiben und damit über reine Äußerlichkeiten. Mir liegt Gesundheit und Sport sowie Ernährung deshalb so sehr am Herzen, weil ich ebenso vermitteln möchte, dass wahre Schönheit von Innen kommt und dass wir über all dem Konsum nicht unser Inneres vergessen sollten. Deshalb bin ich bei diesen Themen so dahinter.

Wäre Kirsch nicht auch der Personal Trainer von Heidi Klum, die ja hier im Fernsehen schon alle erfolgreich an die Wand gelächelt hat, hättest Du so einen Fitnessguru wie Kisrch dann auch als Thema in den Blog genommen, oder spielte diese Mediensynergie und seine hohe Bekanntheit eine Rolle?

Claudia Zakrocki: Ich hätte das Interview auch machen wollen, wenn es zum Beispiel Jilian Michaels gewesen wäre, die derzeit mit ihrem 30 Day Shred in aller Munde ist. Sie ist ebenfalls ein kleiner „Drill-Master“ und sprüht vor Energie. David Kirsch ist natürlich deshalb so interessant, weil er Sport seit so vielen Jahren öffentlich zelebriert und ich quasi parallel zu seiner Karriere groß geworden bin. Ich führe wahnsinnig gerne Interviews, weil ich generell eine sehr menscheninteressierte Person bin und habe in meinen Jobs schon oft Interviews mit bekannten wie unbekannten Persönlichkeiten geführt und auch auf LesMads gab es bereits öfters Interviews mit unbekannten Personen, die aber einem interessanten Job nachgehen. Ich denke das beides für unsere Leser von Interesse ist, der Mix ist hier wohl ausschlaggebend. Nach dem Interview mit David Kirsch nun kann ich sagen, dass er einer der faszinierendsten Personen ist, denen ich je Fragen stellen durfte.

Wie oft musst Du im Monat im Schnitt NEIN zu PR-Angeboten sagen (nicht aus zeitlichen Gründen), weil das Thema oder die Marke nicht zur Ausrichtung von LesMads passt?
Claudia Zakrocki: Wie ich bereits schrieb, bin ich bei LesMads nur als freie Autorin tätig. Koorperationen werden von Katja geleitet, die ja Chefredakteurin ist.

Ganz ehrlich, hättest Du Dir von Rainer Schaller erwartet, dass er als Geschäftsführer von Lopavent mehr persönliches Interesse an der Sicherheit seiner Veranstaltung gezeigt hätte. Und die Strecke mal hätte zu Fuß abgehen sollen – fit genug ist er ja, auch für längere Spaziergänge?
Claudia Zakrocki: Das hast du sehr gut ausgedrückt. Die Katastrophe bei der Love Parade ist ohne Frage tragisch und es hätte dazu erst gar nicht kommen sollen, denn bei jeder Veranstaltung sollte die Sicherheit der Besucher an erster Stelle stehen. Da ich selbst in der lange in der Eventbranche tätig war, weiß ich allerdings aus Erfahrung, dass dieses Thema oftmals mit zu wenig bedacht behandelt wird – Stars und Sternchen, Ticketverkäufe und die Wirkung bei den Medien sind oft von größerer Bedeutung. Das ist ebenso tragisch und ich kann nur hoffen, dass so etwas nie, nie, nie wieder passieren muss.

Diesen Bericht wollte ich als Reflektion des Umgangs von Unternehmern mit Krisen und großen Unglücken unbedingt schreiben. Wegen des Films über Niki Lauda mit Daniel Brühl, der zur Zeit auf Promo Tour ist, gab es ein paar O-Töne von Niki Lauda zu der Flugzeugkatastrophe in Folge schadhafter Schubumkehr der Boeing 767 der Lauda Air im Mai 1991; bei der 223 Menschen tödlich verunglückten. Ich kann mich noch sehr gut an den Tag und die Zeit danach erinnern; vor allem daran, wie lange der Unternehmer Niki Lauda daran zu knabbern hatte und wie er damit umging. Natürlich ist so ein Flugzeugabsturz theoretisch noch einen Tick grauenvoller, weil mehr Todesopfer zu beklagen sind. Aber Lauda ist nie ganz darüber hinweggekommen, hatte das Vertrauen in sich als Airline-Unternehmer verloren und trotz der Sicherheit, nicht durch Versäumnisse bei der Wartung dazu beigetragen zu haben, hatte sich Niki Lauda der Öffentlichkeit gegenüber immer der unternehmerischen Verantwortung des Lauda Air Geschäftsführers gestellt. Man kann sich als Chef nicht hinter den Mechanikern verstecken.

Die Frage ist, wie geht Rainer Schaller als Unternehmer, als der er die Verantwortung trägt, damit um, dass  21 Menschen wegen seiner Veranstaltung Loveparade in Duisburg nicht mehr leben? Reicht es da wirklich, wenn man feststellen lässt, das waren wenn überhaupt, die Mitarbeiter und andere Akteure, durch deren Leichtsinn oder was auch immer es dazu kommen konnte? Wohl kaum! Für mich ist das die sehr schwache Performance eines starken Mannes, dessen Vorbild mal Arnold Schwarzenegger war …

„Don’t Spin A Better Story – Be A Better Company“ Das sollten auch wir Modeblogger uns öfter hinter die Ohren schreiben.

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Die Woche auf Horstson

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Im Grunde genommen wurde uns letzte Nacht eine Stunde geschenkt und nun stellt sich sicher der ein oder andere Leser die Frage, wie er die 60 Minuten sinnvoll füllt. Wer etwas Lesestoff sucht, für den hätten wir ein paar Tipps zusammengetragen …
1) Die Woche stand ganz im Zeichen von Düften – Peter stellte die Geschichte des Klassikers „Miss Dior“ vor.
2) Der Designer Peter Schmidt gab uns ein kleines Interview: Der Mann hinter dem Design!
3) Frank J. Schnitzler hat in der Duft-Branche Maßstäbe gesetzt und gilt als der Experte auf dem Gebiet. Wir luden Herrn Schnitzler zu einem Gespräch ein.
4) Aber auch die Mode kam nicht zu kurz. Peter besuchte für uns das Hermès Mann-I-Fest in Frankfurt
5) … und Daisy stellte ein passendes Outfit für einen Ausflug mit dem Porsche Carrera S zusammen!

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Schöne Sachen, F18 … Boho-Hase mit Begleitern

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Links: Mantel von Ines & Marechal; rechts: Pulli von Jil Sander

Lammfell und bedruckte Hasenfelle gibt es diesen Winter in so einigen Kollektionen. Darunter sind solche wie Ines & Marechal, wo es sowohl den Klassiker, einen geschorenen Lammfellmantel in zwei Beigetönen (im Fenster des Breuniger „Megastore“ in Düsseldorf zu sehen) gibt, als auch was wilderes im Boho Stil. Und weil im Winter solche warmen Mäntel sehr gefragt sind, steht der Boho-Hase heute auf dem Horstson-Zettel. Nur was trägt man dazu? Das, was man im Schrank hat! Da passt eigentlich alles und nichts dazu … weil man vielleicht ohnehin nicht ganz sicher ist, ob solche Mäntel allen Ernstes getragen werden sollten.

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Geschmackstest

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Bild: Versace

Die Headline ist natürlich nicht ernst gemeint – hier wird nicht der Geschmack getestet, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Doch obwohl ich mir jetzt schon fast zu 100% sicher bin, dass sich hier keiner als Fan der neuen Kollektion der Haas Brothers für Versace outen wird, frage ich trotzdem mal in die Runde, was ihr von den Porzellan Panthern, Seiden-Shorts und Co. haltet …

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