Mir liegt fern über das Wetter zu schimpfen – aber langsam stelle ich mir die Frage, ob ich irgendwann in Deutschland die Gelegenheit bekomme, sämtliche kurzen Hosen, T-Shirts, Polos und kurzärmeligen Hemden zu tragen oder ob ich auf unseren Urlaub zu warten habe?
Wir wissen zwar noch nicht, wohin es genau gehen soll – daher freue ich mich auf eure Vorschläge.
Für diejenigen, die auch gerade in Wohnzimmer sitzen und überlegen sich einen Glühwein zu machen und die Heizung auf höchste Stufe zu stellen, habe ich jetzt etwas, womit es richtig gemütlich wird: Die Woche auf Horstson!
1) Peter’s Cuttings beschäftigt sich diesmal mit einem Buch bzw. eher mit drei Büchern – Das Dior Trio von Assouline
2) Ein wenig neidisch kann man schon auf Todd Selby werden: Der Fotograf ist gerade mit dem Louis Vuitton Express auf Reisen…
3) Peter pflegt einen engen Kontakt zu Christian Lacroix. Vor ein paar Wochen fand Peter ein Foto wieder, welches Irving Penn von dem Designer geschossen hat – was Lacroix zu dem Fund sagt, lest ihr hier
4) Bevor die Fashionweek in Berlin startete, war ich Gast des Liberatums. So meinen Eindrücken geht es hier entlang
5) Während der Fashionweek drückte ich einigen Designern mein „Meine Designerfreunde“-Buch in die Hand!
6) Wo ich River Viiperi getroffen habe, lest ihr hier
Allgemein
… und zwar geht es um ein Paar Schuhe. Schuld am Dilemma ist obiger „adidas x OPENING CEREMONY OC DRESS RUBBER“ Sneaker (gibts zum Beispiel bei The Good Will Out für 119€). Ich sehe ihn als Bedrohung des guten Geschmacks an und bin mir nicht sicher, ob ich jemals einen solch hässlichen Schuh gesehen habe, nicht zueletzt weil Teile des Sneakers aus transparenten Material hergestellt wurden. Blomquist hingegen hat ihn schon ohne zu zögern in seinen virtuellen Einkaufskorb gesteckt. Stellt sich die Frage, wer falsch liegt – Blomquist oder ich?


Vor und nach der „Yayoisierung“
Wenn euch die Teile der Yayoi Kusama Kollektion für Louis Vuitton zu teuer sind, dann könnt ihr nun zumindest eure Fotos selbst yayoisieren. Mit der Louis Vuitton Kusama Studio-App kann man selbstfotografierte Bilder wahlweise mit Punkten oder Wellen versehen. Ganz im Stil der japanischen Künstlerin also. Hat zwar keinen tieferen Sinn, macht aber Spaß. Und man hat eine App mehr, die man mit Facebook verknüpfen muss/darf.
Die App ist kostenlos im App-Store erhältlich.
Vortreten an die Bahnsteigkante x „The Selby goes from Paris to Shanghai by Train“ im Louis Vuitton Express
Posted on 13. Juli 2012Im Zug sitzen wird mir persönlich schnell langweilig. Auf jeder Fahrt die länger als vier Stunden dauert, nervt mich nach spätestens zwei Stunden meine Playlist auf dem Iphone und sämtliche Weeklies habe ich bis dahin auch schon durchgeblättert.
Dieses Problem hat Todd Selby nicht. Der Gründer von www.theselby.com (übrigens Vorbild für die Seite www.freundevonfreunden.de) und Fotograf hunderter Interieurs und Wohnungen schnappt sich einfach eine Kamera und kommentiert seine Bahnfahrt. Gut, er fährt im Louis Vuitton Express (ja, der von der Herbst/Winter 2012/13 Show) und nicht im ICE und ja, er fährt außerdem von Paris nach Shanghai und nicht von Berlin Hauptbahnhof nach München Hauptbahnhof.
Vor ein paar Monaten habe ich euch die Paper Bags aus der kommenden Herbst/Winter Saison 2013 von Jil Sander vorgestellt. Dank Kathrin vom Modepiloten wissen wir auch, dass diese tatsächlich aus Papier bzw. aus Pappe hergestellt wurden.
Nun habe ich bei Mr.Porter eine Version der Tasche aus Leder gefunden – sozusagen eine Papiertüte de luxe. Leider ist diese schon vergriffen – trotz eines Preises von immerhin 520€. Ich hoffe auf Nachlieferung.
…. ist die 315.000. Soviel und noch ganz viel mehr Swarowski Steine wurden nämlich auf Madonna, ihren Tänzern, Backroundsänger/innen und Band ihrer MDNA-Tour appliziert. Für dieses Glitzerinferno sorgte niemand geringeres als Madonnas Stylistin und Kostümbildnerin Arianne Phillips, die schon für die Kostüme von Filmen wie „ A single Man“ oder auch Madonnas neuen Film „W.E.“ verantwortlich war. Und vielleicht haben Fiona und Madonna ja selber auch ein bisschen mitappliziert?!

Christian Lacroix by Irving Penn
Letzte Woche fiel mir, als ich etwas für einen Artikel suchte, ein Porträt in die Hände, dass der legendäre Photograph Irving Penn Ende der Achtziger Jahre von Christian Lacroix gemacht hatte. Es zeigt ihn ganz in der Kleidung der Camargue, mit Souleiado Hemd und Weste. Dazu einen Strohhut. Irgendwie hatte ich es total vergessen und dachte mir: Der große Irving Penn – wie toll, wenn man von dem mal photographiert wurde. Ein Super Photo und vielleicht hat es Christian ja genauso vergessen wie ich.
Als ich es ihm schickte, kam folgende Reaktion: „Als es gemacht wurde, hasste ich es, weil ich bei dem Shooting keinen Hut tragen wollte und mich total blöd damit fand. Aber Mr. Penn wollte absolut eine Art van Gogh Stimmung und Look, dass war mir zu passend. Er schickte extra einen Assistenten los, der speziell diesen Hut suchen musste.“ so Christian und erklärte weiter:
„Ich hab noch einen Koffer in Berlin…“ sang die unvergleichliche Marlene Dietrich und beschrieb damit ihre Verankerung an die damalige kulturelle Hauptstadt Deutschlands. Ich war letzte Woche auch in Berlin – und hatte meinen Koffer in den Soho House Apartments ausgepackt, denen ich noch einen extra Artikel widmen werde. Grund meines Berlin Aufenthalts schon vor der Fashion Week war ein sehr spannender Anlass:
Das Kultur-Festival Liberatum gastierte das erste Mal in Deutschland und bot Interessierten die Möglichkeit, Persönlichkeiten vom Range eines James Franco, einer Marianne Faithfull, eines Stephen Frears, einer Kim Cattrall, einer Rossy de Palma, eines Jonas Akerlund und der unglaublich charismatischen Carmen Dell’Orefice hautnah dem Austausch mit nicht minder interessanten Gesprächspartnern (Kim Cattral wurde von Chris Glass, dem Member-Manager des Soho House‘ interviewt) zu folgen – das alles in den nahezu intimen Rahmen der Apartments bzw. anderer Räume des Memberclubs.
Ins Leben gerufen wurde das Konzept und die Idee des Liberatums übrigens vom 28jährigen Pablo Ganguli, der sich zufrieden mit der Auswahl des Festivals-Ortes zeigte: “Es ist eine besondere Gelegenheit ein multidiziplinäres kulturelles Festival in einer enorm kreativen europäischen Stadt wie Berlin zusammen mit einem großartigen Kooperationspartner wie der Soho House Group zu präsentieren.” Das auserkorene Liberatum-Ziel ist die Förderung der Beziehungen zwischen den verschiedenen Ländern über die Energie der Künste. Die Liberatum Festivals lassen Film mit Hutmacherkunst, Kunst mit Literatur, Mode mit Dichtkunst und Oper mit Architektur auf fesselnde und faszinierende Weise aufeinandertreffen.
Bisher fanden Liberatum-Veranstaltungen in Istanbul, London und Hong Kong statt – ich finde das sich Berlin sehr gut in der Reihe macht – Gleiches hätte sicher auch die Dietrich gedacht und vielleicht hätte sie sogar die 2 Zeile des Refrains ihrer Liebeserklärung an Berlin darauf bezogen – „Deswegen muß ich da nächstens wieder hin.“

Photo by Loomis Dean//Time Life Pictures/Getty Images
Seine Mutter wollte, dass er Diplomat wird, aber Christian Dior wurde so viel mehr. Sein Name wurde die Inkarnation für französische Eleganz und er der berühmteste Botschafter der Couture nach dem zweiten Weltkrieg. Wie eine Bombe schlug, nach über einem Jahrzehnts des Chaos und der Entbehrung, am 12.Februar 1947 die Premiere seines berühmten New Looks nach dem zweiten Weltkrieg ein. Seine feminine Silhouette und die langen glockenförmigen von Blüten-Kelchen inspirierten Röcke waren eine Silhouette, die die Frauen zum träumen brachte.
„Hurra – wir leben noch. Was mussten wir nicht alles überstehen….“ So, oder so ähnlich lauteten einige Zeilen aus einem Song von der rothaarigen Milva. Sie schien bereits damals etwas von der Merzedes Benz Fashion Week in Berlin geahnt zu haben.
Wie auch immer, Horst und ich sind zurück aus der Hauptstadt, die „arm, sexy und auch ein wenig doof“ ist, wie sie neulich eine Journalistin in Anlehnung an Wowereits Worte beschrieb.
Und hier der Wochenrückblick:
1) Our House in the Middle of the Street – Peter berichtet üüber das legendäre „Chanel Haus“ in Rue Cambon Nummer 31.
2) Montag hat Jan Who das Levi’s 100 yards Blockfestival zwar nicht besucht aber immerhin beschrieben.
3) Über den Designer for Tomorrow von P&C ging es am Donnerstag. Horst war live for Ort.
4) Peter’s Faible für Couture Schauen wurde am Mittwoch besonders deutlich. Er berichtete über die Couture Show von Raf Simons für Dior.
5) Jeremy Scott’s Adidas-Designs werden einfach nicht besser. Horst hat sich am Mittwoch auf der Bread & Butter umgeschaut.
6) Mir gefällt die Givenchy Kollektion für den nächsten Sommer. Ausschnitte gibt es hier.





