Täglich grüßt das Murmeltier: Das neue Balmain Lookbook für Spring/Summer 2013 ist da und es sieht hübsch aus wie immer! Schön. Auch wie immer wird vermutlich der Preis der einzelnen Kollektions-Stücke sein – ein T-Shirt kostet gerne mal 400€ und obwohl wir keine Angst vorm Preis haben, fehlt mir bei Balmain immer ein wenig die Rechtfertigung dafür – zumindest bei den Shirts, denn die Verarbeitung bei den anderen Teilen ist sicherlich absolut erstklassig.
Fotografiert hat das Lookbook (wie immer) Karim Sadli und vermutlich wird sich auch wie immer Zara kräftig von dem Balmain Design inspirieren lassen.
Für ein wenig Abwechlsung wurde aber auch gesorgt: dieses Mal ist Janis Ancens das Model… Immerhin.
Allgemein

3 verschiedene Tartans. Bild: Ellywa
Ich gebe es ja zu, dass ich sie schon als Kind geliebt habe: es gibt ein ganz frühes Bild von mir auf dem ich ein Schotten-Mäntelchen anhabe und dazu Kniestrümpfe mit Rauten. Die Schottenkaros, mit Fachausdruck Tartans genannt, sind bis heute mein geheime Liebe geblieben.
Für einige ist es eine komische Vorstellung, dass Männer mit Röcken herumlaufen, aber es sind ja auch keine Röcke, sondern Kilt’s und die stehem manchem kernigen Schotten mehr als gut.
Vor allem aber kommt es ja darauf an, was man dazu kombiniert. Von den Tartans, die so eine Art Familien- oder in dem Fall Clan-Erkennungsmerkmal sind, gibt es über 2.500 verschiedene Musterungen. Wobei es fast jeden Tartan noch in einer alten historischen und einer modernen Variante gibt. Black Watch, Royal Stewart und MacPherson sind die bekanntesten – aber die Variationen finden kein Ende. Die englische Königsfamilie hat ebenso ihren Balmoral Tartan wie alte schottische Adelsgeschlechter.
Der Modepilot feiert heute seinen 5. Geburtstag und wir gratulieren ganz herzlich!
Wenn ich an den Modepiloten denke, fallen mir sofort zwei tolle Erlebnisse ein, die ich immer mit der Modejournalistin aka Kathrin Bierling verbinde: Kennengelernt haben wir uns in einer Zeit, in der es eigentlich noch keine Modeblogs in Deutschland, geschweige denn den Modepiloten gab – am 13.Februar 2006 während einer Pressereise nach New York, die sich zumindest mich für etwas verlängerte, da ich aufgrund eines Blizzards viele Stunden am Flughafen verbringen durfte.
Ein paar Jahre später wunderte ich mich, warum mir Kathrin klatschnass nachts während der Fashionweek in Berlin entgegen lief – sie hatte eine Wette verloren und ließ es sich nicht nehmen, den Wetteinsatz sofort einzulösen und in die Spree zu springen.
Dass sich die Modepiloten sowieso nicht ganz so ernst nehmen, beweist das Video, welches sie während der 175. Jubiläumsfeier von Tiffany & Co drehten und Modejournalisten fragten, ob sie Modepilot kennen.
Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich ausplauder‘, dass eigentlich alle den Blog von Kathrin, Barbara und Sabine kennen und lieben – so wie wir auch. Herzlichen Glückwunsch!
Pünktlich zu Eurem Marmeladenbrötchen und Milchkaffee servieren wir tippfrisch die Highlight der vergangenen Woche auf Horstson:
1) Am Montag ging es in Peter’s Cuttings um das wunderbare 80er Jahre-Label Best Company und dessen Designer Olmes Carretti.
2) Einen Blick in Peters Reisetasche konnte man am Donnerstag erhaschen. Ich bin gespannt wie sein Wochenende in Wien war.
3) Schraubt schonmal die ollen Lampen von der Decke und schafft Platz für eine „Pop Art Flame“. Bilder, Infos und was unser Autor Peter damit zu tun hat erfahrt Ihr hier.
4) Das Gianfranco Ferré auch mal Designer für das Haus Dior war, hatten einige sicher fast vergessen. Wie gut das Peter in seinen privaten Modeschätzen noch die erste Pressemappe der Haute Couture Kollektion von 1989 hat.
5) Es gibt ein neues Album von Placebo. Eine Hörprobe hatte Jan Who am Mittwoch.
6) Ganz fiese kleine Stiefelchen und eventuelle Kombinationsmöglichkeiten zeigte ich am Freitag.
Illustration: Kera Till
Gestern ging mir ein Licht auf – beziehungsweise 36: Wir brauchen eine neue Wohnung. Ausgelöst hat diesen Wunsch der räumlichen Veränderung die Vogue, auf deren Blog ich obige Illustration der Lampen Kollektion „Pop Art Flame“ fand. Verantworlich für diese wundervolle Neuinterpretation der klassichen Flämische Kronen der „Leuchten Manufactur seit 1862 i. SA.“ sind keine Unbekannten: Thomas Kuball und Peter Kempe – ihres Zeichens Hamburger Kaufleute, Designer, Kuratoren, gute Freunde und zu 50% Autoren von Horstson.
Farblich inspirieren lassen haben sich die beiden von Andy Warhol oder David Hockney und mit der märchenhaft-leichten Verträumtheit von »Alice im Wunderland« erblickten Leuchter das Licht der Erde, für die es lohnt, in eine etwas geräumigere Wohnung zu ziehen. Meine Lieblingsversion ist die größte und hat die sagenhafte Höhe von 1,37m – wenn ich sie nun an die Decke aufhängen würde, liegt sie auf dem Esstisch auf bzw. in der Suppenterrine drin.
In der schottischen Provinz, um die Stadt Hawick herum, ist es, wenn man arbeitslos wird, nicht einfach einen neuen Arbeitsplatz zu bekommen. Die Region ist berühmt geworden durch ihre hervorragenden Strickwaren-Manufakturen wie Peter Scott, Robertson, Drumohr und natürlich Barrie.
Lambswool, Merino und besonders der festgestrickte Cashmere machten die Schotten berühmt und schottischer Strick ist von nicht bezwingbarer Qualität, hält ewig und ist im Gegensatz zu den italienischen Strickfabrikanten eher klassisch ausgerichtet. Gute Qualität hat seinen Preis, doch Ende der 80er Jahre begann auch dort das große Textilsterben, weil immer mehr Produktionen in Billiglohnländer abwanderten oder die Importe aus Fernost kleinere Betriebe zur Aufgabe zwangen.

Bild: © 70s CONCEPT CARS – YESTERDAY’S DREAMS OF THE FUTURE
by Rainer W. Schlegelmilch, Bertone Lamborghini Bravo, published by teNeues
Falls ihr euch beim Anblick der Autos fragt: Sind die echt? Ja sind sie! Die Frauen übrigens auch. Ende der 60er bzw. Anfang der 70er Jahre wollten italienische Auto-Designschmieden wie Bertone oder Pininfarina das Auto neu erfinden. So entstanden diese Geschosse die teilweise wie eine Mischung aus Knighrider’s „Kid“ und Rakete aussehen. Leider wurde viele Entwürfe nicht produziert und landeten auf dem Designfriedhof.
Was soll man dazu denn anziehen? Heute die fiesen Harness Boots von Gareth Pugh
Posted on 19. Oktober 2012
Boots von Gareth Pugh über Oki Ni
Für meine kleine Styling-Rubrik und für Horst’s „Schuh of the Day“-Week kommen mir diese hässlichen kleinen Stiefelchen hier gerade recht. Ich werde mal schauen ob ich Looks finde, die von den grauenvollen Tretern ablenken. Wer trägt sowas? Kleinwüchsige? Hippe Modeblogger? Und wer gibt für sowas knapp 1300 Euro aus? Fragen über Fragen…
Mich erinnern die Teile auf jeden Fall irgendwie an Al Pacino im Film „Cruising“. Der sah dort etwa so aus:
Nachdem Jan mit seinem Wunsch-Schuh auf eher wenig Gegenliebe stieß, werfe ich ein neues Paar in die Runde und läute eine inoffzielle Schuh-Woche auf Horstson ein – In der Hoffnung das Peter und Blomquist nachziehen.
Unser heutiger ‚Schuh of the Day‘ ist der Prada Levitate, der ein wenig wie ein Hybrid aus klassischem Prada-Halbschuh und Nike Air Max Sneaker aussieht – zumindest wenn man auch einen Blick auf die luftgepolsterte Sohle wirft. Einen Tragetest habe ich noch nicht gemacht, allerdings stelle ich sie mir bequemer als die Prada Golschuhe vor – die auch aufgrund ihres Nietenbesatzes ca. 10 Kg wiegen, aber mit denen man auch bei einem Herbststurm einfach nicht umgeweht werden kann.
Der Preis liegt bei ca. 550€ und ich bin auf eure Meinung gespannt!
Eine richtige Überraschung sind die Bilder, die ich euch hier zeige und die gestern bei Fucking Young veröffentlicht wurden, eigentlich nicht mehr: zu lange waberten sie schon durch diverse Foren im Internet und eigentlich war sowieso klar, wie das Ergebnis der Kooperation von der schwedischen Bekleidungskette „H&M“ mit dem ehemaligen Avantgardelabel Maison Martin Margiela aussieht – schließlich handelt es sich um Re-Editions vergangener Margiela-Kollektionen.
Renzo Rosso sei Dank, werden wir bald in den Fußgängerzonen die Mädchen mit Daunendecken-Jacken und die Jungs mit angepinselten Schuhen rumflitzen sehen. Der ein oder andere denkt sicherlich, er hätte ein Stück Modegeschichte am Leib – hat er aber nicht. Sondern Bekleidung mit einem hohen (so denke ich zumindest) Polyester-Anteil.
Mehr Bilder gibt’s bei Fucking Young, dass komplette Lookbook ist es allerdings noch nicht.







