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peterkempe

Allgemein

Peter’s Cuttings – Wo Lady Gaga klassisch wird

Neulichst war Lady Gaga ja unter großer Medienaufmerksamkeit in Paris und hat natürlich auch die örtlichen Modehäuser mit Ihrem Besuch beehrt.
Wenn man Ihre Looks verfolgt denkt man ja nicht spontan, dass sie klassische Maß Schuhe begehren könnte und würde sie eher in Gaultier, Rick Owens oder in Stretchleder-Outfits von Jean-Claude Jitrois sehen.
Nachdem sie mit buntbemalter Tüte, die Karl Lagerfeld veredelt hatte, mit seinem und der Gaga’s Konterfei, die Rue Cambon verließ, machte sie sich auf in die Rue de la Paix, an einen Ort, der unmittelbar hinter dem Place Vendôme gegenüber dem Stammhaus von Cartier liegt. In einem schlichten Zwischengeschoss mit halbrunden Fenstern liegt die Werkstatt und der Anprobesalon von Massaro.

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Handwerk

Es gibt immer weniger Menschen, die Napoleon noch kannten – Madame Pouzieux

Jeden Tag berichten wir hier bei Horstson über Trends, Mode, die zukünftigen Kollektionen. Alles dreht sich um die Welt der Mode – von ganz billig bis ganz teuer, doch wir werfen auch einen Blick auf die Menschen und die Hintergründe. Diese Geschichten sind es, die das ausmachen, was den ein oder anderen von uns so faszinierte, sich mit dem Thema Mode zu beschäftigen oder wie im meinem Fall: Süchtig danach zu werden.

Der geniale französische Dokumentarfilmer Loïc Prigent drehte im Jahre 2004 eine der besten Modedokus die es gibt: „Signe Chanel“, oder wie es bei uns heißt, „Im Haus Chanel“. Über den Zeitraum einer Haute-Couture-Saison wird die gesamte Entstehung einer Kollektion, von der Entwurfszeichnung bis zur großen Modenschau, gezeigt. Man schaut auf amüsante und ungeschminkte Weise hinter die Kulissen und lernt alles kennen, was zur Entstehung einer Kollektion beiträgt. Loïcs Doku ist eine der besten, die je gemacht wurden. Andere Modeschöpfer wie Marc Jacobs, Versace oder Sonia Rykiel waren von ihr so begeistert, dass er über sie auch Dokus drehen musste.
Das absolute Phänomen, dass in dieser Sendung ans Licht kam, war für mich aber die Bortenmacherin des Hauses Chanel: Madame Pouzieux. Zulieferin bei Chanel seit 1954.

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Allgemein

Campana Brother – Brasiliens tolle Möbel-Barbaren

Die beiden brasilianischen Brüder Humberto, geboren 1953 und Fernando Campana, geboren 1961 sind mit die originellsten Möbel-Designer die ich kenne. Humberto war zunächst Rechtsanwalt, sein Bruder hat in verschiedenen Berufen gearbeitet. Lange vor dem Recycling-Fieber und Nachhaltigkeits-Trend verwandelten sie scheinbaren Müll in Möbel. 1983 machten sie sich selbständig mit einer Art „Favela Stil“ (die Vorstädte von Rio de Janeiro), indem sie Stühle aus geschichtetem Abfallholz, die wie Skulpturen wirkten, vorstellten.
Weit weg von der zu der Zeit in Paris aufkommenden Bewegung unter Designern wie Bonetti und Garouste, die ihren Barbaren-Stil präsentierten und zum Beispiel mit der Einrichtung des Modehauses von Christian Lacroix Möbel- und Interieur-Geschichte schrieben, hatten sie doch die gleichen Grund Inspirationen: Eine Art Mischung aus Fred Feuerstein/ Ethnik-Chic und Humor diente als Basis um einzelne Möbelstücke, die zunächst in kleiner Auflage gefertigt wurden, zu entwickeln.

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Allgemein

Peter’s Cuttings: Der Krieg der Knöpfe – Desrues

Als ich ein kleiner Junge war, konnte ich nie genug bekommen von dem Film „Der Krieg der Knöpfe“. Zwei französische Jugendbanden in einem Dorf kämpfen gegeneinander. Lebrac, der Anführer der einen Gruppe, nimmt eine Geisel und schneidet ihm alle Knöpfe von der Kleidung. Darauf hin wird bei der nächsten Runde des Bandenkrieges Lebrac gefangen genommen und ihm passiert das gleiche. Der Film ist auch heute noch ein super Klassiker und ich freu‘ mich jedes mal wieder, wie als Kind, wenn er mal wiederholt wird.
Scheinbar rührt daher meine Vorliebe für besondere und ausgefallene Knöpfe. Flohmärkte und auch die Knopfkiste meiner Großmutter waren danach nie mehr vor mir sicher, manche sind kleine Kunstwerke. Aus Schildpatt oder Horn, aus Trocas-Perlmutt, manche bestickt oder mit kleinen Farbsteinen. Nun denkt man, dass es solche Handwerker, die sich um Knöpfe die mit der Hand gefertigt werden, gar nicht mehr gibt, seitdem Plastik und Kunststoffe den Konfektions-Knopf dominieren.

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Allgemein

Hermès Constance Team – ein Urklassiker gründet eine Familie

Denkt man an Hermès Taschen, wird sofort die Birkin oder die Kelly genannt. Aber hinter den großen Schwestern steht seit über vierzig Jahren ein Klassiker, der mir immer schon super gut gefallen hat. Die Constance H (H benannt nach Ihrem Verschluss) war auch das Vorbild für Hermès populärstes Stück, den H-Gürtel , der wendbar ist und eine Aufsteckschnalle in der Form des Anfangsbuchstaben des Sattlers vom Faubourg Saint-Honoré hat.
Die Constance H war einer der beliebtesten Taschen der Ladies in den 60er und 70er Jahren und meistens in Bordeaux oder Schwarz das Objekt der Begierde der Mädchen der Pariser Cliquen…

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Allgemein

Sonia Rykiels Zeichnungen – Wilde Strickliesel-Girls

Sonia Rykiel ist ja seit 1967 bekannt für Ihre Stricksachen und wird auch gerne „Die Königin des Stricks“ genannt. Ihre Ringel Pullover sind ewige Klassiker und ihr Stil ist eng an ihrem Pariser Stadteil St.Germain gekoppelt. Sie verkörpert selbst und mit ihren Creationen den Stil der „Parisienne“. Nun ist die gute Sonia ja schon ein wenig betagt und die Kollektionen werden hauptsächlich von ihrer Tochter Nathalie umgesetzt.
Am witzigsten sind aber Rykiels Zeichnungen und Skizzen, die sie für ihre Kollektionen über viele Jahre angefertigt und alle aufbewahrt hat. Manchmal zeichnete sie im Urlaub auf dem Briefpapier von Hotels oder den Kassenblöcken von Restaurants. Manchmal auch auf ihrem Briefpapier.

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Interieur

Alberto Pinto – Interieurs Royal

In Paris in der Rue d’Aboukir gibt es einen Innenarchitekten, der sozusagen zum Nationalerbe Frankreichs gehört, aber gar kein Franzose ist. Alberto Pinto, gebürtiger Libanese, ist wohl einer der einflussreichsten und meistbeschäftigsten Innenausstatter der Welt und das schon seit vielen Jahren.
Neben Yachten und Privatjets, einem Sektor der in den letzten Jahren immer wichtiger wird, ist er der Mann für die ganz großen Projekte und Appartements und Häuser der Superreichen. Neben dem 5000 Quadratmeter großem Hotel Lambert auf der pariser Île Saint-Louis (es gehörte einst den Rothschilds) hatte er unzählige Paläste des nahen Ostens, Häuser in Marocco, auf Mykonos, in den U.S.A. und hunderte Wohnungen in London und Paris ausgestattet. Seine Stilistik reicht von schwülstig-orientalisch über Art Deco bis hin zu absolut royalem Style. Dieses kann er besonders gut und authentisch und übertrifft in der Perfektion teilweise die Ausstatter des 18. und 19. Jahrhunderts.

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Allgemein

Peters Cutting’s – Paloma Picasso – Ikone der Neunziger

Wenn man als Kind eines Prominenten geboren wird, hat man meist genau so viele Vorteile wie Nachteile. Als Kind eines Jahrhundertgenies wie des spanischen Malers Pablo Picasso geboren zu sein, lässt vorprogrammierten Druck und Vergleiche voraus ahnen.
Mutter Francoise Gilot, Vater Pablo Picasso – so kommt die kleinen Paloma 1949 auf die Welt, sie hat noch einen Bruder Claude. Vater und Mutter haben einen Altersunterschied von 40 Jahren. Sie lebten sieben Jahre zusammen und Francoise verließ Picasso 1953. Paloma verlebte aber ihre Sommerferien immer bei ihrem Vater in Südfrankreich, bis er 1964 den Kontakt zu Claude und Paloma abbrach, nachdem ihre Mutter über die gemeinsame Zeit des Paares veröffentlicht hatte.

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Allgemein

Irving Penn – Small Trades

Auch wenn sie der eine oder andere von euch schon kennt aufgrund dessen das jetzt das Getty Museum in Los Angeles den Katalog herausgebracht hat, möchte ich euch hier auf Horstson meine absolute Lieblings Photostecke von Irving Penn vorstellen.
Irving Penn – weltberühmter Modephotograph, der von 1916 bis 2009 lebte und wirkte war der Liebling von Magazinen wie Harper’s Bazaar, Vogue etc. Seine Einstellungen und Strecken sind legendär und er prägte jahrzehntelang die Modephotographie aller einflussreichen Magazine auf allen Kontinenten. Sein Porträt, was ihn lässig über den Sessel gelehnt darstellt, wurde von seinem Kollegen Horst P.Horst aufgenommen.
Für mich das eindrucksvollste, realistische und beeindruckendste sind aber seine Alltags Porträts von Bäckern, Feuerwehrmännern, Klempnern, Zeitungsverkäufern, Stuhlflechtern und Tiefseetauchern.

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Berlin Fashionweek

Rouge Coco Shine im Soho House – und so ist’s geworden

Horstson kündigte am Sonntag vor der Berlin Fashionweek die Photobooth von Chanel im Soho House, mit den Produkten der Linie ‚Rouge Coco Shine‘, an und nun wollen wir natürlich auch ein paar Ergebnisse zeigen, die sich wirklich sehen lassen können. Das Erlebnis mit der gesamten Range der super schönen Chanel-Kosmetik geschminkt zu werden – wie ein Profimodel und seine ganz persönlichen Favoriten dabei kennenzulernen – wurde an dieser besonders schönen Location von vielen Fashionistas wahrgenommen und ich finde die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. Zumindest unser interviewten (sehr hübschen) Mädels von Josie Loves und Frollein Liebelei fanden sofort ihre Favoriten heraus oder kamen auf diese Weise zu mal vorzeigbaren Passphotos (was ja nicht alle Leute von sich behaupten können). Auf jeden Fall hat die Aktion einen riesen Spaß gemacht und wir wünschen viel Freude bei den Impressionen von der letzten Woche – wir hoffen das Chanel an anderen Plätzen eine ähnlich schöne Aktion macht damit noch mehr Chanel-Traumlooks ihren Weg in weitere hübsche Gesichter finden…
Ein paar weitere Eindrücke kommen nach dem Klick

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