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Jan Who

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Die Anti Gaga – SIA – Live at ELLEN

In Zeiten wo man von absurden Persönlichkeiten in noch absurderen Kostümen vollkommen übersättigt ist, bildet SIA eine willkommene Abwechslung. Anstatt sich weiterhin bunt angemalt wie auf ihrem letzten Album „We are Born“ zu präsentieren, übernehmen das nun andere für sie. Also um genau zu sein verwenden diese Personen ihren blonden Bob dafür. Auf ihrer Homepage finden wir Mädels mit ihrer Perücke abgebildet, aber eben nicht SIA selbst. Und auf ihrem YT-Channel Foto sehen wir SIA mit Papiertüte über dem Kopf. Das zieht die aus Australien stammende Sängerin und Songwriterin (u.a. „Diamonds“ von Rihanna) so konsequent durch, dass sie bei Liveauftritten zwar präsent, aber mit dem Gesicht zum Publikum zu sehen ist. Die Performance übernimmt bei der Ellen Degeneres Show wie auch im Video zu „Chandelier“) die elfjährige Maddie oder prominente Freunde wie Lena Dunham. An dieser Stelle revidiere ich meine Behauptung von damals, dass „Chandelier“ eine Hipster-Hymne werden könnte. Sorry SIA!

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Kiesza – „What is love“

Bild: PR

Während mittlerweile wirklich jeder (inklusive mir) zu „Hideaway“ tanzt, hat die Kanadierin Kiesa Rae Ellestad alias Kiesza ganz nebenbei ein Cover von Haddaways „What is love“ veröffentlicht. Als Neunzigerkind muss ich das natürlich toll finden und möchte es auch allen anderen Jahrgängen nicht vorenthalten …

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The Knife – „Shaken Up Versions“

the_knife
Bild: PR

Man fragt sich beim Albumtitel des neuen Knife „Minialbums“ zwangsläufig: Wenn die das Shaken Up nennen, was waren dann die anderen Alben? Karin Dreijer Andersson und ihr Bruder sind nämlich nicht unbedingt für strukturierte, klassisch aufgebaute Songs bekannt. Somit wird sich der geneigte The Knife Fan auch schnell an die Remixe von älteren Songs wie „Pass This On“ oder „We Share Our Mothers Health“ gewöhnen. Aber auch neuere Titel wie „Without You My Life Would Be Boring“ werden hier schneller, langsamer, psychodelischer (siehe „Bird“ – und ja da ist noch Spielraum) durcheinander geschüttelt …

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Was sich gehört – Dieses Mal Hin und Vek von Gabriel und Brüderschaft

Tom Vek – „(Sherman) Animals In The Jungle“

Selten so eine gute Kombination von Elektro und Indie-Rock gehört wie auf Tom Vek’s neuem Album „Luck“. Der leicht nerdig aussehende Mittdreißiger hat sich laut Biografie seine Instrumente selbst beigebracht. Es würde uns nicht wundern, wenn der Typ das Cover zu seinem neuen Werk „Luck“ auch selbst entworfen hat. Immerhin hat er einen Grafikdesignabschluss …

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Alle Farben – „Synesthesia“

Bild: PR

Es kommt relativ selten vor, dass ich an dieser Stelle deutsche Künstler vorstelle aber für Alle Farben machen wir da mal eine Ausnahme. Der aus dem schönen Berliner Kreuzberg stammende DJ Frans Zimmer hat es geschafft und sich als DJ neben Deutschland auch in Ländern wie Holland, Dänemark und sogar Israel einen Namen gemacht. Er ist quasi bekannt wie ein bunter Hund. Ob daher der Name kommt wissen wir nicht …

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Hercules and Love Affair x „The Feast Of The Broken Heart“

Bild: PR

Bei dieser Band fällt es mir besonders schwer zu schreiben, da ich weiß, dass Horst und Blomquist Riesenmegasuperfans der Band rund um Andy Butler sind. Und für solche Fans hat Herr Butler dieses Mal folgendes vor Augen gehabt:
“I wanted nasty basslines, stormy, bleary-eyed sounds, fiery, rough, tough and ragged old school house productions that sounded almost techno. I didn’t want polite, I wanted aggressive.” Das heißt soviel wie: „Ich wollte es richtig krachen lassen …“

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Röyksopp & Robyn – „Do it again“: Monumentale Songlängen und altbewährter Sound.

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Bild: PR

Das letzte Mal als sich Röyksopp und Robyn zusammentaten, ging es um Roboter. Bei den fünf Songs auf dem Minialbum „Do It Again“ bleibt es ebenfalls elektronisch, allerdings haben sich die drei Schweden dieses Mal in epischer Länge ausgelassen. Die gleichnamige erste Singleauskopplung, „Do It Again“, bekommt glücklicherweise noch die Kurve zwischen Großraumdisko und typischem Robyn Dancesound …

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Indiana x „Solo Dancing“

Wir stellen fest: Es gibt neben Robyn noch mehr Künstler, die es bevorzugen allein zu tanzen. Leider muss Indiana aber damit rechnen, dass zu „Solo Dancing“ niemand allein auf der Tanzfläche stehen wird. Die 24-jährige und bereits zweifache Mutter aus Großbritannien, wurde durch eine Akustikversion von Joe Goddard’s „Gabriel“ (feat. Valentina)bekannt. Und wie das so oft mit Phänomenen ist, wurde das Video zum Selbstläufer. Der Komponist des Songs John Beck entdeckte das Video, nahm zu Indiana Kontakt auf und mittlerweile ist es Joe Goddard selbst, der ihre neue Single „Solo Dancing“ remixt …

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Was sich gehört – heute mit: Cherry Ghost, Michael Jackson und Foxes!

Cherry Ghost x „Herd Runner“

Was viele nicht wissen: Cherry Ghost ist die Band, die Birdy’s Megaerfolg „People help the people“ im Original gesungen aber bei weitem nicht so erfolgreich damit waren. „Herd Runner“, das bereits dritte Album der Band um Frontmann Simon Aldred beschreibt er selbst als „Edward Hoppereske Beobachtung anderer Menschen und derer Leben“. Also schnell den Kunstdruck von „Nighthawks“ (Nachtschwärmer) hervorkramen, davor setzen und „Drinking For Two“ anschalten. Das passt zu diesem Werk nämlich am besten …

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Ray Lamontagne – „Supernova“

An dieser Stelle erst einmal ein Geständnis: Ich hatte bisher keine Ahnung von Folkrock. So wenig, dass ich Ray Lamontagne auch gar nicht in diese Sparte sortiert hätte. Aber mir ist es ja prinzipiell egal wie man Musikrichtungen nennt, wenn sie gut sind und mich unterhalten. Unter diesem Gesichtspunkt ist „Supernova“ für mich eines der Alben des kommenden Sommers. Der aus New Hampshire stammende Singer/Songwriter ist kein Newcomer, sondern hat bereits vier Alben (2004-2010) veröffentlicht und wurde bereits etliche Male nominiert (u.a. für einen Brit Award 2007 als „Best international Breakthrough Act“) …

Die Musik, die Lamontagne macht, hat die GQ im Jahre 2006 gut auf den Punkt gebracht, die ein Konzert von ihm auf ihre Liste „The 25 sexiest places on the planet to take a girl“ packte. Natürlich ist das nicht nur auf Girls bezogen. Die Girls können zu der Musik auch gut die Boys abschleppen oder eben die Boys die Boys oder wie auch immer. Man muss aber sagen, dass „Supernova“ keine Fummelplatte ist. Vielmehr ist es ein Album zu dem man zu „Lavender“ im Lavendelfeld rumlaufen und dann mit dem Moped durch die Gegend fahren möchte.

Hörtipps:
Lavender
Airwaves
Pick up a Gun
Julia
Supernova