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Horst

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Louis Vuitton Cruise 2016 in Palm Springs #LVLive

Wir gucken heute Nacht Mode … Louis Vuitton präsentiert Donnerstag, 07.05.2015, um 03:15 Uhr, seine Cruise Kollektion in einer Fashion Show – allerdings nicht in Paris: Das Haus Vuitton hat seine Koffer gepackt und ist nach Palm Springs gereist. Was Nicolas Ghesquière alles eingepackt hat, zeigen wir im Live Stream:

Wecker stellen nicht vergessen!
Der Live Stream startet automatisch.

Sneakers

Comeback: Nike Air Rift

Bild: atmos tokyo

Das Comeback der Stunde – ach, was sag ich – des Jahres feiert der Nike Air Rift. Das mag den ein oder anderen Leser stark verwundern, doch der Sneaker-Hybrid, der im Jahr 1996 das Licht der Welt erblickte, wird uns in den nächsten Monaten – zumindest bis zum Ende des kommenden Sommers – des Öfteren begegnen.
Inspiriert wurde der Sneaker übrigens von den Barfußläufern aus Kenias Great Rift Valley und hat ein Außensohlen-Design, das an die Topographie eben dieser Region angelehnt ist.
Das wirklich Besondere an dem Schuh ist aber definitiv der vordere Teil: Der große Zeh hat nämlich ein, nunja, „Alleinstellungsmerkmal“:

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Allgemein

„Vangardist“-Magazin: Dieses Magazin wurde mit dem Blut von HIV-positiven Menschen gedruckt.

Stimmt sogar: Tatsächlich wurde der Tinte, mit der ein Teil der Auflage des „Vangardist“-Magazins gedruckt wurde, das Blut von drei HIV-positiven Spendern beigemischt: Eine Frau und Mutter, ein homosexueller und ein heterosexueller Mann gaben einige Tropfen ihres Blutes für den Kampf gegen Isolation von HIV-positiven Menschen und für einer höhere Auflage des Männermagazins. Doch bevor nun jemand Angst – wovor auch immer – bekommt: „Das Magazin wurde unter strengster Kontrolle und mit Prozessen, die nach Richtlinien von Harvard und der Universität Innsbruck entwickelt wurden, gedruckt. Bei der Benutzung der physischen Ausgabe des Magazins gibt es kein Risiko auf eine Infektion, es ist 100% sicher“, wird in der Pressemitteilung des Vermarktungspartners Saatchi & Saatchi erklärt. Dass sich überhaupt wer dazu hingerissen fühlt, zu erklären, dass das Magazin nicht „ansteckend“ ist, deutet schon darauf hin, dass weiterhin Aufklärung im Umgang mit HIV nötig ist … Nur muss das so reißerisch sein?

Das „Vangardist“-Magazin sieht sich zu einem fast schon pädagogischen Auftrag berufen: Jeder, der eine der auf 3.000 Stück limitierten Ausgaben kauft, wird, zumindest lt. „Vangardist“-Magazin, spätestens beim Öffnen der Spezialverpackung unweigerlich mit seinen eigenen Vorurteilen und Ängsten konfrontiert: „Werden diese Ängste einmal überwunden, wird der nächste Kontakt mit einer HIV-positiven Person sehr natürlich ablaufen.“

Das „Vangardist“-Magazin möchte mit der Ausgabe die internationale Aufmerksamkeit rund um den diesjährigen Life Balls nutzen und den Kampf gegen das Stigma von HIV-positiven Personen aufnehmen.
Den Kampf um die Aufmerksamkeit dürfte das „Vangardist“-Magazin zumindest gewonnen haben.

Ich bin auf Eure Meinung zum Thema gespannt!

Beauty Gesellschaft

Das stank zum Himmel: 7.680 gefälschte Parfumflakons vernichtet

Bild: Hauptzollamt Krefeld

Spätestens seit Samantha Jones in „Sex and the City“ von einer Party in der Playboy Mansion geschmissen wurde, weil sie einen Bunny verdächtigt hat, ihre gefälschte Fendi-Tasche gestohlen zu haben, wissen wir: Fakes sind ein absolutes No-Go. Nicht nur, dass man sich mit ihnen komplett lächerlich macht, auch schädigt man dem Handel. So schätzt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag den Schaden, der allein der deutschen Wirtschaft durch Produktpiraterie entsteht, auf jährlich mehr als 50 Milliarden Euro. Und doch begegnen einem täglich Fakes – nicht nur in der U-Bahn, sondern auch dann, wenn man sich durch die hiesigen Blogs und Instagram-Accounts scrollt. Warum sich die Besitzer mit Taschen, Sneaker und Co. schmücken, die „so tun als ob“, erschließt sich mir nicht. Oft genug erkennt man das Fake auf den ersten Blick und man – pardon – bescheißt nicht nur sich, sondern auch seine Leser.
Doch es werden auch Parfums gefälscht. Ein Teil dieser gefälschten Düfte wurde nun aus Anlass des Welttages zum Schutz des geistigen Eigentums in Zusammenarbeit der Hauptzollämter Krefeld, Düsseldorf und Hamburg, des VKE-Kosmetikverbandes und des Museum Plagiarius in Solingen vernichtet …

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Allgemein

Abercrombie & Fitch: Das Ende der Sixpack-Verkäufer

ABERCROMBIE-AND-FITCH-Shirtles Models

Hi guys! What’s going on? – wer sich schon mal in die Nähe eines Abercrombie & Fitch-Stores gewagt hat, kennt den Spruch vermutlich. Kunden und kreischende Mädchen wurden so von den Verkäufern, die intern „Models“ genannt werden, mit einem perfekten Zahnpastalächeln begrüßt. Wer nicht in den schummrigen Laden wollte, wurde von „Fierce“ penetriert – der hauseigene Duft nebelte die gesamte Umgebung ein und rief in Hamburg und München sogar die Behörden auf den Plan, denen im wahrsten Sinne des Wortes das spezielle Odeur gestunken hat. Die, nennen wir es mal „Geruchsoffensive“, gehörte damals genauso zum Markenkonzept, wie die halbnackten Jungs vor der Tür, die so manch ein Mädchen- und Männerherz höher schlagen ließen. Doch zumindest mit den Models ist jetzt Schluss …

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Allgemein

Pixel-Pommes: Colette x McDonald’s

Colette McDonalds Horstson Fashionblog
Bild: Colette; PR

Machen wir uns nichts vor: McDonald’s hat ein waschechtes Imageproblem. Einem Bericht der WirtschaftsWoche zur Folge brach der Gewinn der US-Fastfood-Kette im ersten Quartal 2015 um 33 Prozent ein. Die Gründe für den Umsatzeinbruch dürften klar sein: die Konkurrenz wächst, Burgerrestaurants findet man mittlerweile an jeder Ecke und ein Hygieneskandal in Asien dürfte auch nicht ganz spurlos an McDonald’s vorbeigegangen zu sein. Es ist für den Burger-Brater also an der Zeit, sein Image zu polieren: Neben einem geplanten Service am Tisch (zumindest in ausgewählten Lokalen), setzt McDonald’s mit Burgern wie dem Bacon Clubhouse Beef und Bacon Clubhouse Chicken auf – zumindest optisch – hochwertiger Burger … Als neuesten Streich steht nun eine Kooperation mit Colette ins Haus: Der französische Concept-Store bringt Anfang Mai zusammen mit McDonald’s eine Capsule Collection auf den Markt, die dann einen Monat lang erhältlich ist.

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Allgemein

Who made my clothes? Heute ist Fashion Revolution Day!

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Bild: Fashion Revolution

Ich bin etwas spät dran mit einem Post zum Fashion Revolution Day. Das Gute daran ist, dass wir den Tag jetzt wenigstens Revue passieren lassen können. Also frage ich doch mal in die Runde, wer von Euch heute seine Kleidung „auf links“ getragen und so das Label „Made in…“ gezeigt hat?! Ich habe ehrlich gesagt niemanden gesehen. Wenn mir dann doch jemand begegnet wäre, hätte ich eher an Gianfranco Ferré, Jean Paul Gaultier oder an Martin Margiela als an den Fashion Revolution Day gedacht. Der Grund dafür, dass der Schnitzel- und Blowjob-Tag (14. März) vermutlich mehr Anhänger findet, liegt vermutlich daran, dass der Anlass einerseits ein sehr trauriger ist und andererseits beim Fashion Revolution Day an die Eigenverantwortlichkeit eines jeden appelliert wird:

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Coffeetable Books

Buchtipp: „Leigh Bowery – Verwandlungskünstler“

Fragt man heute Designer wie Vivienne Westwood, Marc Jacobs oder John Galliano, oder Künstler wie Boy George, wer sie nachhaltig beeinflusst hat, wird mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit ein Name fallen: Leigh Bowery.
Bowery (1961–1994) war auf den ersten Blick nur ein weiterer schrillbunte Star der Londoner Clubszene der 1980er-Jahre, ein Performer, der vor keinen Tabus und keinem Trash haltmachte. Doch auf den zweiten Blick offenbarte sich ein warmherziger Mann, der noch heute zu den größten Inspirationsquellen der vergangenen Jahrzehnte zählt.

Die Kunsthistorikerin Angela Stief legt mit „Leigh Bowery – Verwandlungskünstler“ die weltweit erste umfassende Monografie zu Bowery vor, in der verschiedene Aspekte seines Schaffens von Spezialisten aus unterschiedlichen Disziplinen untersucht werden. So gibt es Beiträge von Angela Stief, Martin Gayford, Thomas Mießgang, Katharina Sykora, Gertrud Lehnert, Sue Tilley und Anne Marsh – also allesamt Menschen, die in irgendeiner Verbindung zu Bowery standen, oder sich sonst einen Namen als Fachmann gemacht haben. Ich weiß nicht, ob es das wirklich braucht, um sich solch einem Mann zu nähern. Ich habe hingegen zwei Menschen, die Bowery sehr nahestanden, nach einem kurzen, aber persönlichen Statement gefragt: Amanda Lepore und James St. James.

Ich erinnere mich noch daran, als ich gemeinsam mit Leigh bei der Joan Rivers Show war. Er war so nervös: Bevor er auf die Bühne gekommen ist, hat er unglaublich gezittert und beinahe hyperventiliert. Ich fand das Ganze höchst sonderbar, dabei war er sonst so ein extrovertierter Mensch. In dem Moment, als er die Bühne betreten hatte, gehörte ihm die Show. Er war absolut brillant und man konnte nicht im entferntesten erahnen, dass er noch ein paar Minuten zuvor so aufgeregt gewesen ist.
Ich kann mich auch noch gut an einen gemeinsamen Morgen in Miami erinnern: nachdem wir die ganze Nacht durchgetanzt haben, sind wir zum Strand hinunter gegangen, um den Sonnenaufgang zu sehen. Plötzlich steuerte er mit nichts als einer Kürbismaske und Reifrock auf die Wellen zu – das war mit Abstand der beste Trip meines Lebens …

James St. James

Leigh war für mich ein wahrgewordenes Kunstwerk – man konnte seinen Blick nicht von ihm lassen. Zudem war er auch noch unglaublich charmant: so beteuerte er bei jedem Treffen, dass ich mit der Zeit immer schöner werde …

Amanda Lepore

Den Auftritt in der Joan Rivers Show, wo neben Leigh Bowery, James St. James und Amanda Lepore auch Michael Alig und Ernie Glam zu Wort kommen, habe ich Euch rausgesucht. Ein schönes Zeitdokument, wie ich in vielerlei Hinsicht finde …

„Leigh Bowery – Verwandlungskünstler“
Angela Stief (HG)
328 Seiten
543 Abbildungen, davon 457 in Farbe
Hardcover mit Schutzumschlag

Format 21,5 x 27 cm
ISBN 978-3-905799-31-6
€ 48.50 (D) / € 49.90 (A)
SFr. 59,90 (UVP)

„Leigh Bowery – Verwandlungskünstler“ ist am 17. April im Piet Meyer Verlag erschienen.

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Palladium Lookbook Spring-Summer 2015: Von Bienen und Reifen

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Bild: Palladium

Glaubt man einem Bericht der „BBC News“*, zeigt die gewöhnliche Honigbiene nicht nur großes Interesse an Blüten, sondern auch an Bomben – vorausgesetzt sie hat das entsprechende Training durchlebt. Bienen könnten demnach irgendwann als fliegende Sprengstoffspürnasen eingesetzt werden. Eine solche Karriere ist umso erstaunlicher, als dass es genau andersrum ungleich häufiger vorkommt: Erkenntnisse aus Forschung und Industrie werden in Bereichen eingesetzt, auf die man auf den ersten Blick gar nicht kommen würde. So geschehen bei dem französischen Schuhhersteller Palladium

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Allgemein

Filmtipp: „The Artist is Absent: A Short Film On Martin Margiela“

Wie dreht man einen Film über jemanden, den niemand kennt? Die New Yorker Filmemacherin Alison Chernick hat sich dieser Aufgabe gestellt. Der Kurzfilm „The Artist is Absent: A Short Film On Martin Margiela“ widmet sich in 12 Minuten dem Modedesigner, der es verstand, aus seiner Person ein großes Mysterium zu machen und der als einer der Ersten das „Upcycling“ in seine Kollektionen einfließen ließ. Martin Margiela überdachte die konventionellen Konzepte von Proportion und entwickelte den Ansatz der Rekonstruktion weiter, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, was gemeinhin als ’schön‘ wahrgenommen wird.

Spannend an „The Artist is Absent: A Short Film On Martin Margiela“ ist insbesondere, dass Martin Margiela im Vorfeld zum Dreh Alison Chernick unterstütze und ihr eine Liste mit Namen von Personen zukommen ließ, die es lohnen würde, über seine Person zu interviewen. Zu Wort kommen neben Jean Paul Gaultier, Raf Simons und Suzy Menkes auch Geert Bruloot, der einer der ersten war, der Margielas Kollektionen in sein Sortiment aufnahm.

Seine Premiere feierte „The Artist is Absent: A Short Film On Martin Margiela“ am vergangenen Wochenende auf dem 14. Tribeca Film Festival in New York.
Wer den Film komplett sehen möchte, der muss sich noch bis zum 27. April gedulden: Dann wird Chernicks Werk auf den Seiten des Onlinehändlers „YOOX“ gestreamt – die YOOX-Gruppe hat die Produktion nämlich unterstützt …