Foto: Courtesy of Barbour
Es gibt Dinge, auf die man sich verlassen kann wie auf den Regen in Brighton: dass der Sommer eine vorsichtige Behauptung bleibt. Und dass zwei britische Traditionsmarken früher oder später beschließen, gemeinsam sehr britisch zu sein. Nun also wieder. Barbour trifft auf Paul Smith.
Zweite Runde, Frühjahr/Sommer 2026. Nach der ersten Kooperation folgt nun die Fortsetzung, diesmal mit dem erklärten Fokus auf „British coastal culture“. Das klingt nach Wind, Wehmut und einem Softeis, das schneller schmilzt als der Optimismus der Wetter-App.
Immerhin 46 Teile umfasst die Kollektion, erstmals inklusive Womenswear. Bekleidung, Outerwear, Accessoires, Schuhe. Fotoprints von schmelzenden Eiscremes und windzerzausten Liegestühlen – aufgenommen von Paul Smith und seinem Vater – erscheinen in Jackenfuttern und auf T-Shirts. Dazu kräftige Küstenfarben, Tartans, Gingham-Karos, Polka Dots und die unvermeidlichen Paul-Smith-Streifen. Die Silhouetten weich, unstrukturiert.
Im Zentrum stehen neu interpretierte Klassiker. Etwa die Barbour Durham Wax Jacket in neuen Farbvarianten oder die Transport- und Spey-Modelle im blau-grünen Karomuster. Barbour bleibt sich treu in der Kollektion – wetterfest, traditionsbewusst, mit jener Aura von Landadel und Angelwochenende, die längst urbanisiert wurde. Paul Smith steuert folgerichtig Streifen und Eigensinn bei.
Auch das Schuhwerk wird mit Archiv-Details wie D-Ringen versehen, gefüttert mit Streifen und Tartan. Taschen zitieren Forellenfang-Modelle, Bucket Hats tragen Fly-Fishing-Stickereien. Das Meer ist hier weniger Naturgewalt als ästhetische Referenzfläche.

Foto: Courtesy of Barbour
Warum funktioniert das? Vielleicht, weil sich hier zwei Spielarten britischer Identität nicht widersprechen, sondern ergänzen. Barbour liefert das Fundament aus Tradition und Funktion. Paul Smith legt darüber eine Schicht kontrollierter Exzentrik. Gemeinsam ergibt das Küstenromantik ohne Seegang – tragbar, zeitgemäß, und mit einem Fisch in der Tasche, der einem sagt, dass alles gut wird. Oder es zumindest versucht.
Die Kollektion „Paul Smith Loves Barbour“ für Frühjahr/Sommer 2026 ist ab sofort Februar bei ausgewählten Händlern sowie online erhältlich.

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