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Dior unter Jonathan Anderson: Spiel, Spaß und Archivzauber

30 Montaigne; Foto: © Kristen Pelou

Jonathan Andersons ersten Kollektionen für Dior sind da – und mit ihnen eine Reihe inszenierter Pop-ups und Schaufenster, die die klassische Boutique-Erfahrung auf verspielte Weise neu interpretieren. Von Paris’ Bon Marché bis zu Selfridges in London nimmt das Haus seine Kundschaft mit auf eine kleine Zeitreise, die Archivliebe und Moderne auf einmalige Weise verbindet.

Die Szenografien der Schaufenster sowie die der Shopdekos rücken mit einem Augenzwinkern die DNA des Luxuslabels in den Fokus. Stapel von grauen „Colifichets“-Boxen – eine Hommage an die allererste Dior-Boutique am 30 Montaigne – durchbrechen Vitrinen, türmen sich zu beinahe akrobatischen Konstruktionen und werden von uniformierten Helfern flankiert, die zwischen den Türmen balancieren. Fast möchte man glauben, das Dior-Archiv habe plötzlich seinen Humor entdeckt.
Darauf klettern zierliche, scheinbar schwebende Models, öffnen gespannt die Kästen und enthüllen Andersons erste Entwürfe: den neu interpretierten Lady Dior, bestickte Dior Book Totes (die wir natürlich alle haben wollen) mit literarischen Klassikern, Dior Bow, Dior Normandie, Schuhe wie Dior Roadie und Dior Archie, dazu eine Auswahl von Ready-to-Wear. Hier treffen die Welten männlicher und weiblicher Mode aufeinander, Altes und Neues verschmelzen, während Dior eine neue Haltung annimmt – frisch, mutig, charmant verspielt.

Seongsu (Seoul); Foto: © Kyungsub Shin

Die Inszenierung ist nicht „nur“ Schaufensterdekoration, sondern ein Statement: Anderson spielt mit Diors Vergangenheit und macht sie zum lebendigen Erlebnis.
Die Kollektionen sind seit einigen Tagen in den Dior-Boutiquen weltweit verfügbar. Wer hätte gedacht, dass Luxus so schelmisch sein kann?

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