Der Brite Ben Wilson bemalt Kaugummireste auf Londoner Bürgersteigen. Klingt irgendwie eklig. Ist aber auch irgendwie eine nette Idee – aus Müll etwas
Schönes machen. Wilson geht es bei seiner Arbeit darum, auf die Verschwendung von Rohstoffen und die Müll-Überproduktion unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen. Und es sind schon ein paar hübsche Objekte dabei herausgekommen. Er bemalt die zusammengeklebten Kaugummis zum Beispiel mit kleinen Flugzeugen oder Tierchen. In minutiöser Kleinstarbeit und mit viel Liebe zum Detail gestaltet er ganze Straßenszenen aus Häusern, Autos und kleinen Mini-Menschen. Das Ganze macht Wilson seit 1998, seit 2004 hauptberuflich. Insgesamt hat er schon über 10.000 kleine Werke kreiert.
Bleibt die obige Frage. Der Gedanke hinter der ganzen Sache ist ein wichtiger und schöner und das Ergebnis ist auch noch hübsch anzusehen.
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16. August 2011
In lockerer Reihenfolge stell ich euch bei Horstson die großen Könner der Interior Decorator Szene vor. Nach Chahan Minassian und Alberto Pinto nun den Großmeister François Catroux.
Catroux stattet seit Mitte der sechziger Jahre Wohnungen, Geschäfte, Büros,Yachten und Hotels aus. Die Vielfältigkeit seines Stils hat sich im Laufe der Jahre immer wieder gewandelt und er vereint klassische Elemente mit Zeitgeist Elementen auf spielerische Weise.
Mitte der sechziger Jahre waren seine Appartements eher futuristisch mit Vaserely Mosaiken und Graphiken geschmückt. Sitzbänke im Raumschiff-Enterprise-Look und hohe Velours-Auslegeware gaben den passenden Jet-Set-Style ab.
In der August Ausgabe der französischen Vogue fiel mir sofort die Strecke mit den 64 Keylooks der Herbst/Winter Saison ins Auge. Besonders die von meiner Lieblings – jetzt nach Carine Roitfelds Abgang aufgestiegener – Chefredakteurin produzierten Photos zeigen, von Inez van Lamsweerde photographiert, die besten Looks .
In bester Peter Lindbergh 90th inspirierter Manier der Streetscenes aus Amerika, begeisterten mich nicht nur die Looks, sondern besonders die vielseitigen Jungs einer meiner Lieblingsbands „The Parlor Mob“ aus New York. Als fashionable Statisten für die Looks von Chanel, Alaia und Givenchy bilden sie einen durchaus kontrastreichen, sexy Rahmen für das, was uns im Winter an Mode erwartet. Sicherlich hatten die Jungs viel Spaß bei dem Shooting für die Strecke „Escale a L.A“ in Los Angeles.
Ihre Musik erinnert Rockfans ein bisschen an Led Zeppelin und mir fielen die Jungs das erste Mal auf, als ich in Ihre CD „And you were a Crow“ reinhörte – Echt hörens- und empfehlenswert.
Und jetzt sind die Jungs auch noch fashionable Vogue Statisten. Eine wirklich gute und coole Band wie ich finde und eine super gelungene Modestrecke von Emmanuelle Alt.
Vielleicht gefällt euch Horstson Lesern ja „The Parlor Mob“ – bin gespannt auf Eure Meinung – gut schauen die Jungs ja auf jeden Fall aus…
Wenn man von dem nicht passendem Jacket oben links, den Knickerbockern, den Hosen mit Taschenbesatz, den Stepphosen, dem Norweger-Muster und der Steppjacke, in der selbst das Model Robins Ahrens wie ein Michelin-Männchen aussieht, absieht, hat Yohji Yamamoto für Y-3 eine ganz amtliche Arbeit abgeliefert. Viel bleibt auch nicht übrig – im Grunde genommen nur die Sneaker, bei denen mir (bis auf das Paar oben links) alle gut gefallen…
Zum Lookbook gehts nach dem Klick – und ich bin gespannt, was ihr von der Kollektion haltet – Spring/Summer ist bei euch ja nicht so gut angekommen…




