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Januar 2011

Paris Fashion Week

No Colors Anymore I Want Them To Turn Black… – Louis Vuitton Menswear FW11

Mehr Schwarz in verschiedenen Kombinationen, Materialien, Texturen und Schnittführungen passt nicht mehr in eine Kollektion. Wenige Teile in kräftigem Orange, das man aber Motel Red nennt, mit Schwarz abgedunkeltes Dunkelrot, Braun und Grau und ein strahlendes Weiß waren dann auch schon die einzig farbigen Momente in der von Paul Helbers, als Studio Director unter der Regie von Marc Jacobs verantworteten Kollektion für den kommenden Winter. Monochromie in der Großstadt: Muster kommen nur Ton in Ton vor. Als Schwarze LV Logoprints im Schwarzen Samt, als großes Schachbrett-Karo auf Schwarzem Wollstoff und – sehr effektvoll und neuartig im Look – ähnlich der Machart von Quilts horizontal verlaufend aneinandergenäht wirkende Schwarze Stoff – oder Lederstreifen für ein Hemd, einen Lederblouson und eine Lederweste. Man sieht alleine daran, wie groß das gute Handwerk bei Louis Vuitton noch geschrieben wird. Sowas Aufwändiges muss sich eine Modemarke ja auch leisten können. Für die Einfarbigkeit der Entwürfe sollen einerseits die Amish People in ihren schlichten Anzügen und Hemden Modell gestanden haben, aber auch das filmische Werk von David Lynch hat die Designer laut Eigenaussage inspiriert…

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Paris Fashion Week

A Homage To The Thin White Duke – Dries Van Noten FW11

Für Daisy ist Dries Van Noten nicht nur einer der besten Designer von Männerklamotten: Er ist mein ganz persönlicher Hosenkönig, der meine ohnehin schon übergroßen Erwartungen auch diesmal nicht enttäuschte. Die absolute Krönung – eine Tintenblaue weite Anzughose, an deren Seiten so eine Art unregelmäßiger Kamm – der an den Seitennähten der Hose entlang weich in alle Richtungen fällt – dran geschneidert wurde, wie ein Bergchamäleon, das stolz seinen Rückenkamm präsentieren kann. Dass Hose plus doppelreihig geknöpftes Jackett aus ganz feinem und leicht glänzendem Wollstoff Blau in Blau nadelgestreift sind, macht den ganzen Anzug dann perfekt. Ob die Hose ein Zitat auf den Thin White Duke, David Bowie, das Chamäleon, ist, dessen dandyesker und glamouröser aber ansonsten reduzierter Kleidungsstil sich in der Kollektion für den nächsten Winter spiegelt, kann nur vermutet werden.

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Allgemein

Die Woche auf Horstson

Das war eine Woche: Zuerst Fashionweek in Mailand, dann in Berlin die Bread and Butter und die Mercedes Benz Fashionweek und Peter treibt sich gerade in Paris zur Fashionweek rum. Ich blieb die ganze Zeit im beschaulichen Hamburg und beobchtete sämtliche Schauen aus sicherer Entfernung – ihr vielleicht ja auch und wurdet ja durch Horstson bestens auf dem Laufenden halten.
Hier die Highlights der Woche

1) Patrick Mohr hat es wieder geschafft: Er hat uns verblüfft. Diesmal mit einer komplett langweiligen Kollektion
2) So ist er der Jan – da bitte ich ihn, einen Bericht über die Armani Kollektion zu schreiben – und raus kam ein Bericht der sich gewaschen hat – Alles außer Armani!
3) Man kam sich vor, als ob man in die Umkleidekabine bei Gucci guckt. Der Livestream hat alle verblüfft und trug zur großen Erheiterung bei
4) Eigentlich kann Peter schon wieder Paris verlassen: Die beste Show dieser Saison lieferte unser Lieblingsdesigner Walter Van Beirendonck ab, oder?
5) Bei Thierry Mugler kam nicht nur eine spannende Kollektion raus – nein: Auch ein Video mit Musik von Lady Gaga und der Nicola Formichetti Muse Rick Genest alias Zombie Boy ist entstanden
6) Auch wenn man vielleicht mit der Mode des Labels ‚Billionaire Boys Club‘ – die Wohnung des BBC-Designers Pharrell Williams ist ein Knaller, oder?

Paris Fashion Week

Korsettgeschnürte Hosenbeine – Alex Mabille Men FW11

Um euch auf diesen gleichermaßen begabten wie originellen Designer (aus Lyon stammend) einzustimmen, zeigen wir 39 Sekunden Werbung für einen weißen Männerslip. Nur ein Model in Unterwäsche, das sich sinnlich in den Laken räkelt …

Noch keine 35 Jahre alt ist der Herr der Fliegen und dennoch schon ein alter Hase als Designer. Alex Mabille hat schon 1997 sein Examen als Couturier und Modedesigner an der Ècole de la Chambre Syndicale de la Couture Parisienne bestanden. Dort lernte er, wie man Stoff drapiert und Falten plissiert. Es ist bis heute hin eine klassische Ausbildung an dieser Schule, bei der fast alles von Hand gemacht wird. Nur zwei Wochen nach dem bestandenen Examen hatte er an der Seite von John Galliano seinen ersten Job bei Christian Dior. Mit seinem Wunsch, die hohe Schneiderkunst alltagstauglicher zu machen, steht Alexis Mabille für eine neue Generation Pariser Modemacher. Was Alex Mabille entwirft, das zeigte auch die nunmehr präsentierte Kollektion für den kommenden Winter, das beinhaltet all das Wissen und handwerkliche Können der gut Ausgebildeten. Er geht damit aber spielerisch um und kreiert einen jungen, leicht rockigen aber auch klassischen Look. In dem Sinne wie auch Outfits von Vivienne Westwood, John Gallianos und Alexander Mc Queens oft zu Klassikern im Kleiderschrank wurden, obwohl sie auf den ersten Blick vollkommen verrückt wirkten. Alex Mabille verkauft nach Amerika, China, Deutschland, Großbritannien, Russland und Japan. Zu seinen prominenten Kunden zählen Mick Jagger, Sean Lennon und die Burlesque-Tänzerin Dita Von Teese, die auf der Bühne schon mal nur mit einer Fliege von A.M. bekleidet in einem übergroßen Martiniglas badet.

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Allgemein

Ready To Wear – Hugo by Hugo Boss FW11

Um es gleich vorweg zu nehmen: Meine Lieblingsentwürfe sind der dezent Schwarz-Dunkelblau in sich karierte Anzug am besten Männermodel in der Hugo Show, ein Roter Pulli und ein ebenfalls Rotes Strickkleid mit dicken Zöpfen. Für mich lautete das heimliche Motto der mit Neugier erwarteten ersten Hugo Kollektion von Eyan Allen „in sich gemustert“. Und zwar vorwiegend Schwarz in Schwarz. Gezeigt wurden fast architektonisch streng und gut geschnitten wirkende Kleidungsstücke, mit denen der Großstadtindianer im kommenden Winter garantiert nichts falsch machen kann. Mutig daran sind nur die in dieser Saison anscheinend unvermeidlichen Hochwasserhosen. Die machen auch bei Boss kurze Beine – man muss das verkürzte Hosenbein also tragen können. Die Sakkos sind klassisch-schmal geschnitten und sitzen gut. Schade, dass man beim Betrachten der Kollektion wahre Deja-vu-Anfälle bekommen konnte… hat man das alles nicht schon mal von Boss gesehen?

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Paris Fashion Week

Walter Van Beirendonck Fall/ Winter 2011

So, die anderen Designer in Paris können allesamt einpacken und die Fashionweek beenden: Das Highlight war Walter Van Beirendonck. Und das sage ich jetzt nicht, weil ich großer Fan von der Mode von Walter habe – nein! Ich sage das, weil es so ist. Die Van Beirendonck Kollektion hat mich zu ersten mal auf den ersten Blick begeistert: Anders als bei den letzten Shows liefen keine Models vom Typ „Bärchen“ über den Lauftsteg (was ich niemals schlimm fand) und die Kollektion ist durch die Reihe weg komplett tragbar. Die Highlight sind die Mäntel, das chanelesque Kostüm und -natürlich – die Frisuren der Models.
Zu den Laufstegbildern geht es nach dem Klick

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Jeremy Scott x adidas Originals ObyO 2011

Leider ist das noch nicht die ganze Jeremy Scott x adidas Originals ObyO 2011er Kollektion – aber das, was jetzt bei Sneaker Freaker veröffentlicht wurde, lässt auf Großartiges hoffen: Klar, die Teddybär Schuhe kennen wir schon, auch die Wings sind nicht neues – aber die Trainingsanzüge werden vermutlich ihren Weg in meinen Kleiderschrank finden. Vom Design her sehr von den 90er-Bondage-Hosen von Tiger London inspiriert, die ich früher schon so gerne getragen habe und in Zukunft mein neues Lieblingsbeinkleid werden.
Zur Preview geht es nach dem Klick

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Paris Fashion Week

Yohji Yamamoto Fall Winter 2011

Im Grund bleibt sich Yohji Yamamoto (auf Japanisch heißt er eigentlich Yamamoto Yōji aber durch seine ganz eigene Transkription des Japanischen in die lateinische Schrift wurde daraus Yohji Yamamoto) bei seiner Fall Winter Kollektion 2011/ 2012 treu: Als Farben dominieren schwarz, grau und weiß. Die Schnitte gewohnt flatterig, grober Strick und die Models sind auch nicht anders als sonst – aber: Kollektion, wie auch Models bieten einen Gegensatz zu dem gängigen Model-Schönheitsideal, was sonst bei den Modenschauen überwiegt. Klar ist das alles immer hübsch anzuschauen und inspiriert ungemein, aber zu blasse und zu dünne Jünglinge will man nicht immer sehen. Und im Gegensatz zu Mugler schafft es Yamamoto seine Models nicht nicht in den Vordergrund rücken zu lassen, sondern präsentiert seine Mode auf eine angenehme unspektakuläre Art – ganz ohne Lady Gaga.
Zu der Kollektion geht es nach dem Klick

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Allgemein

Jeremy Scott x adidas Originals Sneaker Fall 2011

Ich weiß gar nicht genau, wie die Jeremy Scott x adidas Originals oben heissen – gelesen habe ich allerdings, dass als Inspiration die Flintstones gedient haben sollen. Das würde passen, was mir aber nicht passt ist das Design: Ihr wisst, wie sehr ich Jeremy Scott für seine Entwürfe liebe, aber Knochen auf einem Schuh? Da könnte man doch gleich Flügel an einen Schuh binden (kleiner Witz – die gibts ja schon und die find‘ ich super). Die Schuhe wurden auf der gerade stattfindenen Bread and Butter in Berlin präsentiert. Zu der Kollektion gehört noch ein anderer Schuh, den ich sehr gelungen finde und zu dem ihr nach dem Klick kommt

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Paris Fashion Week

Gaultier, Jean Paul Gaultier

Eine Kollektion, inspiriert von 007 inklusive einem Bond Ladyboy – Das ist die Kurzfassung der Fall/Winter Kollektion des ehemaligen Mode-Enfant-Terribles Jean Paul Gaultier, die er gestern in Paris zur Fashion Week vorstellte. Und Gaultier bediente sich fröhlich aus der James Bond Klischee-Kiste und so reihen sich, mitunter etwas zu dick aufgetragen, Neoprenhosen, Leder, Ein-Knopf-Sakkos und Gold aneinander und das Ergebnis hat mich, im kompletten Gegensatz zu den James Bond Filmen, richtig gut unterhalten. Die Rolle des Bösewichtes hat Vladimir Mccrary, und das Bondgirl wurde von Andrej Pejic gespielt.
Ich fühle mich gerührt – und nicht geschüttelt.

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